{"id":"bgbl1-2005-62-3","kind":"bgbl1","year":2005,"number":62,"date":"2005-10-01T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2005/62#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2005-62-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2005/bgbl1_2005_62.pdf#page=8","order":3,"title":"Fünfte Verordnung zur Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung","law_date":"2005-09-23T00:00:00Z","page":2896,"pdf_page":8,"num_pages":2,"content":["2896                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 62, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2005\nFünfte Verordnung\nzur Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung*)\nVom 23. September 2005\nDas Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-                       (3) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Abs. 2 Nr. 26\nrung und Landwirtschaft verordnet auf Grund des § 13                      Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelge-\nAbs. 4 Nr. 1 Buchstabe a und b und des § 35 Nr. 1, jeweils                setzbuches handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig\nauch in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Nr. 1, des Lebensmittel-                entgegen § 3 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 Buch-\nund Futtermittelgesetzbuches vom 1. September 2005                        stabe b jeweils in Verbindung mit Abs. 3 Satz 1 oder 3\n(BGBl. I S. 2618) im Einvernehmen mit dem Bundes-                         Lebensmittel in Fertigpackungen gewerbsmäßig in\nministerium für Wirtschaft und Arbeit:                                    den Verkehr bringt, die nicht oder nicht in der vorge-\nschriebenen Weise mit den dort vorgeschriebenen\nAngaben gekennzeichnet sind.“\nArtikel 1\nDie Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung in der                    5. Anlage 3 wird wie folgt gefasst:\nFassung der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1999                                                                                    „Anlage 3\n(BGBl. I S. 2464), zuletzt geändert durch Artikel 2 § 3                                       (zu § 3 Abs. 1 Nr. 3, § 5 Abs. 3 und § 6)\nAbs. 14 des Gesetzes vom 1. September 2005 (BGBl. I\nZutaten, die allergische oder andere\nS. 2618), wird wie folgt geändert:\nUnverträglichkeitsreaktionen auslösen können\n1. § 1 Abs. 1 wird wie folgt gefasst:                                     1. a) Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen,\nGerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstäm-\n„(1) Diese Verordnung gilt für die Kennzeichnung                           me davon) sowie daraus hergestellte Erzeug-\nvon Lebensmitteln in Fertigpackungen im Sinne des                             nisse; ausgenommen bis zum 25. November\n§ 6 Abs. 1 des Eichgesetzes, die dazu bestimmt sind,                          2007:\nan Verbraucher (§ 3 Nr. 4 des Lebensmittel- und Fut-\naa) Glukosesirup auf Weizenbasis einschließ-\ntermittelgesetzbuches) abgegeben zu werden. Dem\nlich Dextrose1),\nVerbraucher stehen Gaststätten, Einrichtungen zur\nGemeinschaftsverpflegung sowie Gewerbetreibende,                              bb) Maltodextrine auf Weizenbasis1),\nsoweit sie Lebensmittel zum Verbrauch innerhalb ihrer                         cc) Glukosesirup auf Gerstenbasis,\nBetriebsstätte beziehen, gleich.“\ndd) Getreide, das als Ausgangsstoff für Destil-\nlate für Spirituosen verwendet wird;\n2. In § 3 Abs. 4 Nr. 1 Buchstabe c und Nr. 2 und § 7\nAbs. 6 Nr. 3 werden die Wörter „Verbraucher im Sinne                      b) Krebstiere und daraus hergestellte Erzeugnisse;\ndes § 6 Abs. 2 des Lebensmittel- und Bedarfsgegen-                        c) Eier und daraus hergestellte Erzeugnisse; aus-\nständegesetzes“ durch die Wörter „Verbraucher im                              genommen bis zum 25. November 2007:\nSinne des § 1 Abs. 1 Satz 2“ ersetzt.\naa) aus Ei gewonnenes Lysozym, das in Wein\nverwendet wird,\n3. In § 5 Abs. 2 Nr. 6 werden die Wörter „Stoffe im Sinne\ndes § 11 Abs. 2 Nr. 1 des Lebensmittel- und Bedarfs-                          bb) aus Ei gewonnenes Albumin, das als Klär-\ngegenständegesetzes“ durch die Wörter „Stoffe im                                    hilfsmittel in Wein und Apfelwein verwendet\nSinne des § 2 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 des Lebensmittel-                                 wird;\nund Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.                                    d) Fisch und daraus hergestellte Erzeugnisse;\nausgenommen bis zum 25. November 2007:\n4. § 10 wird wie folgt gefasst:                                                   aa) Fischgelatine, die als Trägerstoff für Vitami-\n„§ 10                                              ne und Aromen verwendet wird,\n(1) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des                                bb) Fischgelatine oder Hausenblase, die als\nLebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird                                     Klärhilfsmittel in Bier, Apfelwein und Wein\nbestraft, wer entgegen § 3 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe a                                 verwendet wird;\noder § 7a Abs. 4 ein Lebensmittel gewerbsmäßig in                         e) Erdnüsse und daraus hergestellte Erzeugnisse;\nden Verkehr bringt.\nf) Soja und daraus hergestellte Erzeugnisse; aus-\n(2) Wer eine nach Absatz 1 bezeichnete Handlung                            genommen bis zum 25. November 2007:\nfahrlässig begeht, handelt nach § 60 Abs. 1 des Lebens-\naa) vollständig raffiniertes Sojabohnenöl und\nmittel- und Futtermittelgesetzbuches ordnungswidrig.\n-fett1),\n*) Diese Verordnung dient für Lebensmittel im Sinne des Lebensmittel-\nund Futtermittelgesetzbuches der Umsetzung der Richtlinie 2005/26/     1) und daraus gewonnene Erzeugnisse, soweit das Verfahren, das\nEG der Kommission vom 21. März 2005 zur Erstellung eines Ver-             sie durchlaufen haben, die Allergenität, die durch die Europäische\nzeichnisses von Lebensmittelzutaten oder Stoffen, die vorläufig aus       Behörde für Lebensmittelsicherheit für das jeweilige Erzeugnis,\nAnhang IIIa der Richtlinie 2000/13/EG ausgeschlossen werden (ABl.         von dem sie stammen, festgestellt wurde, wahrscheinlich nicht\nEU Nr. L 75 S. 33), in deutsches Recht.                                   erhöht.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 62, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2005                         2897\nbb) natürliche gemischte Tocopherole (E 306),                             aa) Schalenfrüchte, die als Ausgangsstoff für\nnatürliches D-alpha-Tocopherol, natürliches                                Destillate für Spirituosen verwendet wer-\nD-alpha-Tocopherolacetat, natürliches D-                                   den,\nalpha-Tocopherolsuccinat aus Sojabohnen-\nbb) Mandeln und Walnüsse, die als Aroma in\nquellen,\nSpirituosen verwendet werden;\ncc) Phytosterine und Phytosterinester, gewon-\nnen aus pflanzlichen Ölen, die aus Soja-                           i) Sellerie und daraus hergestellte Erzeugnisse;\nbohnenquellen stammen,                                                ausgenommen bis zum 25. November 2007:\ndd) Phytostanolester, gewonnen aus Pflanzen-                              aa) Sellerieblatt- und -samenöl,\nölsterinen, die aus Sojabohnenquellen                                 bb) Selleriesamenoleoresin;\nstammen;\nj) Senf und daraus hergestellte Erzeugnisse; aus-\ng) Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse (ein-                           genommen bis zum 25. November 2007:\nschließlich Laktose); ausgenommen bis zum\n25. November 2007:                                                        aa) Senföl,\naa) Molke, die als Ausgangsstoff für Destillate                           bb) Senfsamenöl,\nfür Spirituosen verwendet wird,\ncc) Senfsamenoleoresin;\nbb) Laktit,\nk) Sesamsamen und daraus hergestellte Erzeug-\ncc) Milch-(Casein)-Erzeugnisse, die als Klär-                             nisse;\nhilfsmittel in Apfelwein und Wein verwendet\nwerden;                                                            l) Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentra-\ntion von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l, als\nh) Schalenfrüchte (Mandel (Amygdalus commu-                                  SO2 angegeben.\nnis L.), Haselnuss (Corylus avellana), Walnuss\n(Juglans regia), Kaschunuss (Anacardium occi-                      2. Stoffe im Sinne des § 5 Abs. 3.“\ndentale), Pecannuss (Carya illinoiesis (Wan-\ngenh.) K.Koch), Paranuss (Bertholletia excelsa),\nPistazie (Pistacia vera), Macadamianuss und                                                Artikel 2\nQueenslandnuss (Macadamia ternifolia)) sowie\nInkrafttreten\ndaraus hergestellte Erzeugnisse; ausgenom-\nmen bis zum 25. November 2007:                                    Diese Verordnung tritt am 25. November 2005 in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 23. September 2005\nDie Bundesministerin\nf ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t\nRenate Künast"]}