{"id":"bgbl1-2004-8-5","kind":"bgbl1","year":2004,"number":8,"date":"2004-02-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2004/8#page=11","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2004-8-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2004/bgbl1_2004_8.pdf#page=11","order":5,"title":"Neunte Verordnung zur Änderung der Risikostruktur-Ausgleichsverordnung (9. RSA-ÄndV)","law_date":"2004-02-18T00:00:00Z","page":271,"pdf_page":11,"num_pages":29,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                271\nNeunte Verordnung\nzur Änderung der Risikostruktur-Ausgleichsverordnung\n(9. RSA-ÄndV)\nVom 18. Februar 2004\nAuf Grund des § 266 Abs. 7 Satz 1 Nr. 3 in Verbindung             me, deren Zulassung zum Zeitpunkt des Inkraft-\nmit Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch – Ge-                 tretens der in den Sätzen 1 und 2 genannten\nsetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes              Änderungen beantragt ist, sofern die Verträge zur\nvom 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477, 2482), Num-                  Durchführung der Programme geschlossen sind.\nmer 3 geändert und Satz 2 eingefügt durch Artikel 1 Nr. 2            In den in Satz 3 genannten Fällen beginnt die\nBuchstabe b Doppelbuchstabe aa und cc des Gesetzes                   Anpassungsfrist mit dem Tag der Zulassung, bei\nvom 10. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3465), verordnet das               zugelassenen Programmen am 1. März 2004. Die\nBundesministerium für Gesundheit und Soziale Siche-                  Krankenkasse hat das Bundesversicherungsamt\nrung:                                                                und die zuständige Aufsichtsbehörde unverzüg-\nlich über die Anpassung des Programms und der\nArtikel 1                                  Verträge zu unterrichten. Für die Dauer der erteil-\nten Zulassung gilt das angepasste Programm als\nDie Risikostruktur-Ausgleichsverordnung vom 3. Janu-              zugelassen.“\nar 1994 (BGBl. I S. 55), zuletzt geändert durch die Verord-\nnung vom 19. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2813), wird wie\n4. § 28d wird wie folgt geändert:\nfolgt geändert:\na) In Absatz 1 Nr. 1 wird die Angabe „2a und 2b, 4a\n1. In § 2 Abs. 1 Satz 3 wird die Angabe „Typ 2“ durch die           und 4b oder 6a und 6b“ durch die Angabe „2a\nAngabe „Typ 1 oder Typ 2“ ersetzt.                              und 2b, 4a und 4b, 6a und 6b oder 8a und 8b“\nersetzt.\n2. In § 3 Abs. 3 Satz 8 Nr. 3 wird die Angabe „6a oder           b) Absatz 2 Nr. 2 wird wie folgt geändert:\n6b“ durch die Angabe „6a, 6b, 8a oder 8b“ ersetzt.              aa) Die Wörter „Termine oder Schulungstermine“\nwerden durch das Wort „Schulungen“ er-\n3. § 28b wird wie folgt geändert:                                        setzt.\na) In Absatz 1 Satz 2 wird die Angabe „1, 3 und 5“              bb) Die Angabe „Satz 7“ wird jeweils durch die\ndurch die Angabe „1, 3, 5 und 7“ ersetzt.                         Angabe „Satz 8“ ersetzt.\nb) In Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „Koordinie-               cc) Vor dem Wort „Dokumentationen“ werden\nrungsausschuss in der Besetzung nach § 137e                       die Wörter „der quartalsbezogen zu erstellen-\nAbs. 2 Satz 2“ durch die Angabe „Gemeinsame                       den“ eingefügt.\nBundesausschuss nach § 91“ ersetzt.\nc) Nach Absatz 2 wird folgender Absatz 3 angefügt:        5. § 28f wird wie folgt geändert:\n„(3) Voraussetzung für die Zulassung eines             a) In Absatz 1 Nr. 1 wird die Angabe „2a, 4a und 6a“\nProgramms ist, dass im Programm und in den zu                durch die Angabe „2a, 4a, 6a und 8a“ ersetzt.\nseiner Durchführung geschlossenen Verträgen               b) Absatz 2 Satz 1 wird wie folgt geändert:\nvorgesehen ist, dass das Programm und die zu\nseiner Durchführung geschlossenen Verträge                   aa) Nummer 2 wird wie folgt gefasst:\nunverzüglich, spätestens innerhalb eines Jahres                   „2. die an der Durchführung des Programms\nan Änderungen der Zulassungsvoraussetzungen                           beteiligten Vertragsärzte und ärztlich ge-\nnach dieser Verordnung angepasst werden, wenn                         leiteten Einrichtungen der Krankenkasse\ndas Programm zum Zeitpunkt des Inkrafttretens                         nur die\nder Änderungen noch für mindestens zwei Jahre\na) in den Zeilen 1 bis 13 der Erstdoku-\nzugelassen ist. Abweichend von Satz 1 hat die\nmentation nach Anlage 2b,\nAnpassung des Programms und der zu seiner\nDurchführung geschlossenen Verträge an Ände-                          b) in den Zeilen 1 bis 12 der Erstdoku-\nrungen der in § 3 Abs. 3 Satz 8 Nr. 3 genannten                           mentation nach Anlage 4b,\nAnlagen zum ersten Tag des übernächsten auf\nc) in den Zeilen 1 bis 15 der Erstdoku-\ndas Inkrafttreten der Änderungen folgenden\nmentation nach Anlage 6b,\nQuartals zu erfolgen. Die Sätze 1 und 2 gelten\nentsprechend für Programme, die am 1. März                            d) in den Zeilen 1 bis 10 der Erstdoku-\n2004 bereits zugelassen sind sowie für Program-                           mentation nach Anlage 8b","272             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\naufgeführten Daten spätestens innerhalb von                  – Vollständigkeit, Qualität und Verfügbarkeit\nzehn Tagen nach Ablauf des Dokumenta-                            der Dokumentation nach den Anlagen 2a\ntionszeitraums maschinell verwertbar versi-                      und 2b,\ncherten- und leistungserbringerbezogen, die\n– aktive Teilnahme des Versicherten.“\nübrigen in diesen Anlagen aufgeführten\nDaten versichertenbezogen, nicht leistungs-             bb) In Satz 5 werden die Wörter „nachweislich“\nerbringerbezogen übermitteln,“.                              und „wirksam“ gestrichen.\nbb) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:                      b) In Ziffer 4 Satz 1 wird das Wort „umfassend“\n„3. der Versicherte schriftlich über die nach           gestrichen.\nden Nummern 1 und 2 übermittelten               c) Ziffer 4.2 Satz 5 wird wie folgt gefasst:\nDaten unterrichtet wird,“.\n„Bei Antragstellung müssen die Schulungspro-\ncc) In Nummer 5 wird die Angabe „Satz 7“ durch               gramme, die angewandt werden sollen, gegen-\ndie Angabe „Satz 8“ ersetzt.                            über dem Bundesversicherungsamt benannt und\nihre Ausrichtung an den unter Ziffer 1.3.1 genann-\n6. Anlage 1 wird wie folgt geändert:                               ten Therapiezielen dargelegt werden.“\na) Ziffer 2 wird wie folgt geändert:                         d) Ziffer 5 wird wie folgt geändert:\naa) Satz 2 wird wie folgt gefasst:                           aa) Satz 1 wird wie folgt gefasst:\n„Hierzu gehören insbesondere die Bereiche:                   „Grundziele der Evaluation sind die Über-\n– Einhaltung der Anforderungen gemäß                         prüfung\n§ 137f Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 des Fünften                   – der Erreichung der Ziele des strukturierten\nBuches Sozialgesetzbuch (einschließlich                      Behandlungsprogramms,\nTherapieempfehlungen),\n– der Einhaltung der Einschreibekriterien\n– Einhaltung einer qualitätsgesicherten und                      sowie\nwirtschaftlichen Arzneimitteltherapie,\n– der Kosten der Versorgung im strukturier-\n– Einhaltung der Kooperationsregeln der\nten Behandlungsprogramm.“\nVersorgungssektoren gemäß Ziffer 1.8,\nbb) Satz 14 wird wie folgt gefasst:\n– Einhaltung der in Verträgen zu vereinba-\nrenden Anforderungen an die Struktur-                    „Die Evaluation umfasst den Zeitraum der\nqualität,                                                Zulassung.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                             273\n7. Die Anlagen 2a und 2b werden wie folgt gefasst:\n„Anlage 2a\n(zu §§ 28b bis 28g)\nDiabetes mellitus Typ 2 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                                      Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                                        vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                                          Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                                   TT.MM.JJJJ\n5 Kassen-Nr.                                                                             7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                                       9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                                       7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK                                                                              Nummer\n9 Datum                                                                                     TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n10 Diagnose bekannt seit                                                                          JJJJ\n11 Diagnosespezifische Medikation                                                               Ja/Nein\n12 Diabetestypische Symptome vorhanden                                                          Ja/Nein\nDie Felder 13 und 14 sind nur auszufüllen, wenn keine Therapie mit diabetesspezifischen Medikamenten\nvorliegt.\n13 BZ-Messungen                                            o                 Einmalige Messung\n(bei symptomatischen Patienten ausreichend)\no               Zweimalige oder mehrfache Messung\n(bei asymptomatischen Patienten)\no             oGTT\n14 BZ-Wert                                                                   nüchtern\n(Eine Angabe ist ausreichend)                               o           Plasma venös oder kapillär\n≥ 126 mg/dl oder ≥ 7,0 mmol/l\nnüchtern\no         Vollblut venös oder kapillär\n≥ 110 mg/dl oder ≥ 6,1 mmol/l\npostprandial/oGTT\no       Plasma venös oder Vollblut kapillär\n≥ 200 mg/dl oder ≥ 11,1 mmol/l\npostprandial/oGTT\no     Plasma kapillär\n≥ 220 mg/dl oder ≥ 12,2 mmol/l\npostprandial/oGTT\no   Vollblut venös\n≥ 180 mg/dl oder ≥ 10,0 mmol/l\nAnamnese\n15 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                                Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Diab. Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/\nAmputation/Sonstige\n16 Raucher                                                                                      Ja/Nein","274            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 2 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nAktuelle Befunde\n17 Körpergröße                                                                      m\n18 Körpergewicht                                                                    kg\n19 Peripherer Pulsstatus                                           Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n20 Sensibilitätsprüfung (z. B. 10g-Mono-Filament-Test)           Nicht durchgeführt/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n21 Fußstatus                                                        Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\n22 Bei auffälligem Fußstatus (Befund des jeweils             Grad nach Wagner/Armstrong rechts o /links o /\nschwerer betroffenen Fußes)                                   Osteoarthropathie rechts o /links o /\nÜberweisung ausgestellt/Einweisung veranlasst\n23 Blutdruck                                                                      mmHg\n24 HbA1c                                                      Wert in %/Oberer Normwert des Labors in %\n25 Serum-Kreatinin                                              Nicht untersucht/Wert in µmol/l oder mg/dl\nRelevante Ereignisse\n26 Schwere Hypoglykämien in den letzten 12 Monaten                                Anzahl\n27 Stationäre Aufenthalte wegen schwerer hypergly-                                Anzahl\nkämischer Entgleisungen in den letzten 12 Monaten\n28 Diabetesbedingte retinale Lasertherapie                                       Ja/Nein\nBehandlung\nAktuelle Medikation\nDie Felder 29 bis 35 sind nur bei blutzuckersenkender Medikation auszufüllen.\n29 Glibenclamid                                                          Nein/Ja/Kontraindikation\n30 Metformin                                                             Nein/Ja/Kontraindikation\n31 Glucosidase-Inhibitoren                                               Nein/Ja/Kontraindikation\n32 Andere Sulfonylharnstoffe und -analoga                                Nein/Ja/Kontraindikation\n(einschl. Glinide)\n33 Glitazone                                                             Nein/Ja/Kontraindikation\n34 Insulin                                                          Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert\n35 Insulin-Analoga                                                  Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert\nDie Felder 36 bis 38 sind ggf. bei entsprechenden Begleit- und Folgeerkrankungen auszufüllen.\n36 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                         Ja\n37 Antihypertensive medikamentöse Therapie                                          Ja\n38 Thrombozytenaggregationshemmer                                                   Ja\nSchulungen\n39 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n40 Schulung bereits vor Einschreibung in das                 Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-\nmen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n41 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                            Ja/Nein\n42 Ernährungsberatung empfohlen                                                  Ja/Nein","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004              275\nDiabetes mellitus Typ 2 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\n43 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n44 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n45 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                      Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n46 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                      Nein/Diabetologisch qualifizierte/r Arzt/\nerforderlich                                              Einrichtung/Diab. Fußambulanz/Einrichtung/\nAkut-stationär/Rehabilitation/Sonstige\n47 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n48 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                        TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nDiabetes mellitus Typ 2 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                         vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                            Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                     TT.MM.JJJJ\n5 Kassen-Nr.                                                               7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                         9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                         7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK                                                                Nummer\n9 Datum                                                                       TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n10 Raucher                                                                        Ja/Nein\n11 Diabetestypische Symptome vorhanden                                            Ja/Nein\n12 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen         Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Diab. Retinopathie/Blindheit/\nDiab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/Sonstige\nAktuelle Befunde\n13 Körpergewicht                                                                      kg\n14 Peripherer Pulsstatus                                            Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n15 Sensibilitätsprüfung (z. B. 10g-Mono-Filament-Test)           Nicht durchgeführt/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n16 Fußstatus                                                         Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\n17 Bei auffälligem Fußstatus (Befund des jeweils             Grad nach Wagner/Armstrong rechts o /links o /\nschwerer betroffenen Fußes)                                   Osteoarthropathie rechts o /links o /\nÜberweisung ausgestellt/Einweisung veranlasst\n18 Blutdruck                                                                       mmHg\n19 HbA1c                                                       Wert in %/Oberer Normwert des Labors in %\n20 Serum-Kreatinin                                              Nicht untersucht/Wert in µmol/l oder mg/dl","276             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 2 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\nRelevante Ereignisse\n21 Schwere Hypoglykämien seit der letzten                                          Anzahl\nDokumentation\n22 Stationäre Aufenthalte wegen schwerer hyper-                                    Anzahl\nglykämischer Entgleisungen seit der letzten\nDokumentation\n23 Diabetesbedingte retinale Lasertherapie seit der                               Ja/Nein\nletzten Dokumentation\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n24 Diagnosespezifische Medikation                                                 Ja/Nein\nDie Felder 25 bis 31 sind nur bei blutzuckersenkender Medikation auszufüllen.\n25 Glibenclamid                                                           Nein/Ja/Kontraindikation\n26 Metformin                                                              Nein/Ja/Kontraindikation\n27 Glucosidase-Inhibitoren                                                Nein/Ja/Kontraindikation\n28 Andere Sulfonylharnstoffe und -analoga                                 Nein/Ja/Kontraindikation\n(einschl. Glinide)\n29 Glitazone                                                              Nein/Ja/Kontraindikation\n30 Insulin                                                           Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert\n31 Insulin-Analoga                                                   Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert\nDie Felder 32 bis 34 sind ggf. bei entsprechenden Begleit- und Folgeerkrankungen auszufüllen.\n32 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                          Ja\n33 Antihypertensive medikamentöse Therapie                                           Ja\n34 Thrombozytenaggregationshemmer                                                    Ja\nSchulungen\n35 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n36 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                           Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                  Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n37 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                             Ja/Nein\n38 Ernährungsberatung empfohlen                                                   Ja/Nein\n39 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n40 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n41 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                       Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n42 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                      Nein/Diabetologisch qualifizierte/r Arzt/\nerforderlich                                              Einrichtung/Diab. Fußambulanz/Einrichtung/\nAkut-stationär/Rehabilitation/Sonstige\n43 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n44 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                         TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                              277\nAnlage 2b\n(zu §§ 28b bis 28g)\nDiabetes mellitus Typ 2 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                                       Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                                           Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                                    TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                                              7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                                        9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                                        7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                                               Nummer\n8 Datum                                                                                      TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n9 Diagnose bekannt seit                                                                           JJJJ\n10 Diagnosespezifische Medikation                                                                Ja/Nein\n11 Diabetestypische Symptome vorhanden                                                           Ja/Nein\nDie Felder 12 und 13 sind nur auszufüllen, wenn keine Therapie mit diabetesspezifischen Medikamenten\nvorliegt.\n12 BZ-Messungen                                             o                 Einmalige Messung\n(bei symptomatischen Patienten ausreichend)\no               Zweimalige oder mehrfache Messung\n(bei asymptomatischen Patienten)\no              oGTT\n13 BZ-Wert                                                                    nüchtern\n(Eine Angabe ist ausreichend)                               o            Plasma venös oder kapillär\n≥ 126 mg/dl oder ≥ 7,0 mmol/l\nnüchtern\no          Vollblut venös oder kapillär\n≥ 110 mg/dl oder ≥ 6,1 mmol/l\npostprandial/oGTT\no        Plasma venös oder Vollblut kapillär\n≥ 200 mg/dl oder ≥ 11,1 mmol/l\npostprandial/oGTT\no      Plasma kapillär\n≥ 220 mg/dl oder ≥ 12,2 mmol/l\npostprandial/oGTT\no    Vollblut venös\n≥ 180 mg/dl oder ≥ 10,0 mmol/l\nAnamnese\n14 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                                 Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Diab. Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/\nAmputation/Sonstige","278             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 2 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nAktuelle Befunde\n15 Fußstatus                                                        Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\nRelevante Ereignisse\n16 Schwere Hypoglykämien in den letzten 12 Monaten                                Anzahl\n17 Stationäre Aufenthalte wegen schwerer hypergly-                                Anzahl\nkämischer Entgleisungen in den letzten 12 Monaten\nBehandlung\nSchulungen\n18 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n19 Schulung bereits vor Einschreibung in das                 Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-\nmen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n20 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                            Ja/Nein\n21 Ernährungsberatung empfohlen                                                  Ja/Nein\n22 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n23 Zielvereinbarung Blutdruck                                    Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n24 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                      Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n25 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                     Nein/Diabetologisch qualifizierte/r Arzt/\nerforderlich                                             Einrichtung/Diab. Fußambulanz/Einrichtung/\nAkut-stationär/Rehabilitation/Sonstige\n26 Dokumentationsintervall                                         Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n27 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                       TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nDiabetes mellitus Typ 2 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                               Nummer\n8 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n9 Diabetestypische Symptome vorhanden                                          Ja/Nein","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004              279\nDiabetes mellitus Typ 2 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n10 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen         Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Diab. Retinopathie/Blindheit/\nDiab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/Sonstige\nAktuelle Befunde\n11 Fußstatus                                                         Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\nRelevante Ereignisse\n12 Schwere Hypoglykämien seit der letzten                                          Anzahl\nDokumentation\n13 Stationäre Aufenthalte wegen schwerer hyper-                                    Anzahl\nglykämischer Entgleisungen seit der letzten\nDokumentation\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n14 Diagnosespezifische Medikation                                                 Ja/Nein\nSchulungen\n15 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n16 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                           Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                  Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n17 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                             Ja/Nein\n18 Ernährungsberatung empfohlen                                                   Ja/Nein\n19 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n20 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n21 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                       Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n22 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                      Nein/Diabetologisch qualifizierte/r Arzt/\nerforderlich                                              Einrichtung/Diab. Fußambulanz/Einrichtung/\nAkut-stationär/Rehabilitation/Sonstige\n23 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n24 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                         TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung                                                                                                “.\n8. In Anlage 5 werden der Ziffer 1.7.1 folgende Sätze angefügt:\n„In Ausnahmefällen kann eine Patientin oder ein Patient mit koronarer Herzkrankheit eine zugelassene oder\nermächtigte qualifizierte Fachärztin, einen zugelassenen oder ermächtigten qualifizierten Facharzt oder eine quali-\nfizierte Einrichtung, die für die Erbringung dieser Leistungen zugelassen oder ermächtigt ist oder die nach § 116b\ndes Fünften Buches Sozialgesetzbuch an der ambulanten ärztlichen Versorgung teilnimmt, auch zur Langzeit-\nbetreuung, Dokumentation und Koordination der weiteren Maßnahmen im strukturierten Behandlungsprogramm\nwählen, wenn die gewählte Fachärztin, der gewählte Facharzt oder die gewählte Einrichtung an dem Programm\nteilnimmt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Patientin oder der Patient bereits vor der Einschreibung von\ndieser Ärztin, diesem Arzt oder dieser Einrichtung dauerhaft betreut worden ist oder diese Betreuung aus medi-\nzinischen Gründen erforderlich ist. Die Überweisungsregeln gemäß Ziffer 1.7.2 sind von der gewählten Ärztin, vom\ngewählten Arzt oder der gewählten Einrichtung zu beachten, wenn ihre besondere Qualifikation für eine Behand-\nlung der Patientin oder des Patienten aus den dort genannten Überweisungsanlässen nicht ausreicht.“","280            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\n9. Die Anlagen 6a und 6b werden wie folgt gefasst:\n„Anlage 6a\n(zu §§ 28b bis 28g)\nKoronare Herzkrankheit – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                         vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                            Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                      TT.MM.JJJJ\n5 Kassen-Nr.                                                               7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                         9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                         7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK                                                                Nummer\n9 Datum                                                                        TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n10 Geschlecht                                                               Männlich/Weiblich\n11 Angina Pectoris                                        Typisch: Grad I/II/III/IV/Atypisch/Nicht-anginöser\nBrustschmerz/Keine Schmerzsymptomatik\n12 Belastungs-EKG: ST-Streckensenkung                     Wert in mm/Nicht durchgeführt: Physikalisch nicht\nbelastbar/Interpretation bei fehlender Darstellung\nder ST-Strecke im Ruhe-EKG nicht möglich/\nKontraindikation liegt vor\n13 Diagnose gesichert durch                              Akutes Koronarsyndrom, auch in der Vorgeschichte\n(Ruhe-EKG, Schmerzsymptomatik und Marker-\nproteine)/Mindestens 90 %ige Wahrscheinlichkeit\nfür das Vorliegen einer KHK (Alter, Geschlecht,\nSchmerzsymptomatik und Belastungs-EKG nicht\nälter als drei Jahre)/Nicht-invasive bildgebende\nVerfahren (echokardiografische oder szintigrafische\nVerfahren)/Invasives bildgebendes Verfahren\n(Koronarangiografie)\nAnamnese\n14 Diagnose bekannt seit                                                            JJJJ\n15 Raucher                                                                        Ja/Nein\n16 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                       Keine/Hypertonus/Herzinsuffizienz/\nSymptomatische Herzrhythmusstörungen/\nHerzinfarkt/Diabetes mellitus/Fettstoffwechsel-\nstörung/Sonstige\nAktuelle Befunde\n17 Körpergröße                                                                       m\n18 Körpergewicht                                                                     kg\n19 Blutdruck                                                                   Wert in mmHg\n20 Cholesterin, gesamt                                        Wert in mmol/l oder mg/dl/Nicht untersucht\n21 LDL-Cholesterin                                            Wert in mmol/l oder mg/dl/Nicht untersucht\nRelevante Ereignisse\n22 Stationäre notfallmäßige Behandlung von KHK                                     Anzahl\nin den letzten 12 Monaten\n23 Nicht-stationäre notfallmäßige Behandlung von                                   Anzahl\nKHK in den letzten 12 Monaten\n24 Erfolgte koronartherapeutische Intervention             Keine/Percutane Intervention/Bypass-Operation","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004             281\nKoronare Herzkrankheit – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n25 Diagnosespezifische Medikation                                                Ja/Nein\n26 Betablocker                                                          Ja/Nein/Kontraindikation\n27 Thrombozytenaggregationshemmer                                       Ja/Nein/Kontraindikation\n28 Nitrate                                                                       Ja/Nein\n29 ACE-Hemmer                                                                    Ja/Nein\n30 Kalzium-Antagonisten                                                          Ja/Nein\n31 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                      Ja/Nein\n32 Sonstige diagnosespezifische Medikation                                       Ja/Nein\nSchulungen\n33 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)            Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nINR-Schulung/Andere Schulungen/Keine\n34 Schulung bereits vor Einschreibung in das                   Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-               INR-Schulung/Andere Schulungen/Keine\nmen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n35 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                            Ja/Nein\n36 Zielvereinbarung Blutdruck                                    Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n37 KHK-spezifische Über- bzw. Einweisung veranlasst                              Ja/Nein\n38 Dokumentationsintervall                                        Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n39 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                       TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nKoronare Herzkrankheit – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                        vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                          Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ\n5 Kassen-Nr.                                                             7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                       9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                       7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK\n9 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n10 Raucher                                                                       Ja/Nein\n11 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen                Keine/Hypertonus/Herzinsuffizienz/\nSymptomatische Herzrhythmusstörungen/\nHerzinfarkt/Diabetes mellitus/Fettstoffwechsel-\nstörung/Sonstige","282             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nKoronare Herzkrankheit – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\nAktuelle Befunde\n12 Angina Pectoris                                                         Typisch: Grad I/II/III/IV/\nAtypisch/Nicht-anginöser Brustschmerz/\nKeine Schmerzsymptomatik\n13 Herzinsuffizienz                                                      Nein/Ja: → NYHA I/II/III/IV\n14 Blutdruck                                                                    Wert in mmHg\n15 Cholesterin, gesamt                                          Wert in mmol/l oder mg/dl/Nicht untersucht\n16 LDL-Cholesterin                                              Wert in mmol/l oder mg/dl/Nicht untersucht\nRelevante Ereignisse\n17 Stationäre notfallmäßige Behandlung von KHK                                     Anzahl\nseit der letzten Dokumentation\n18 Nicht-stationäre notfallmäßige Behandlung von                                   Anzahl\nKHK seit der letzten Dokumentation\n19 Akutes Koronarsyndrom seit der letzten                                         Ja/Nein\nDokumentation\n20 KHK-spezifische diagnostische und therapeutische                       Keine/Koronarangiografie/\nIntervention seit der letzten Dokumentation                 Percutane Intervention/Bypass-Operation\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n21 Diagnosespezifische Medikation                                                 Ja/Nein\n22 Betablocker                                                            Ja/Nein/Kontraindikation\n23 Thrombozytenaggregationshemmer                                         Ja/Nein/Kontraindikation\n24 Nitrate                                                                        Ja/Nein\n25 ACE-Hemmer                                                                     Ja/Nein\n26 Kalzium-Antagonisten                                                           Ja/Nein\n27 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                       Ja/Nein\n28 Sonstige aktuelle diagnosespezifische Medikation                               Ja/Nein\nSchulungen\n29 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)             Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nINR-Schulung/Andere Schulungen/Keine\n30 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                            Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                  Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nINR-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nAndere Schulungen:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n31 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                             Ja/Nein\n32 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n33 KHK-spezifische Über- bzw. Einweisung veranlasst                               Ja/Nein\n34 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n35 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                         TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                 283\nAnlage 6b\n(zu §§ 28b bis 28g)\nKoronare Herzkrankheit – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                     TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                                Nummer\n8 Datum                                                                       TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n9 Geschlecht                                                              Männlich/Weiblich\n10 Angina Pectoris                                         Typisch: Grad I/II/III/IV/Atypisch/Nicht-anginöser\nBrustschmerz/Keine Schmerzsymptomatik\n11 Belastungs-EKG: ST-Streckensenkung                      Wert in mm/Nicht durchgeführt: Physikalisch nicht\nbelastbar/Interpretation bei fehlender Darstellung\nder ST-Strecke im Ruhe-EKG nicht möglich/\nKontraindikation liegt vor\n12 Diagnose gesichert durch                               Akutes Koronarsyndrom, auch in der Vorgeschichte\n(Ruhe-EKG, Schmerzsymptomatik und Marker-\nproteine)/Mindestens 90 %ige Wahrscheinlichkeit\nfür das Vorliegen einer KHK (Alter, Geschlecht,\nSchmerzsymptomatik und Belastungs-EKG nicht\nälter als drei Jahre)/Nicht-invasives bildgebendes\nVerfahren (echokardiografische oder szintigrafische\nVerfahren)/Invasive bildgebende Verfahren\n(Koronarangiografie)\nAnamnese\n13 Diagnose bekannt seit                                                            JJJJ\n14 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                        Keine/Hypertonus/Herzinsuffizienz/\nSymptomatische Herzrhythmusstörungen/\nHerzinfarkt/Diabetes mellitus/Fettstoffwechsel-\nstörung/Sonstige\nRelevante Ereignisse\n15 Stationäre notfallmäßige Behandlung von KHK                                     Anzahl\nin den letzten 12 Monaten\n16 Nicht-stationäre notfallmäßige Behandlung von                                   Anzahl\nKHK in den letzten 12 Monaten\n17 Erfolgte koronartherapeutische Intervention              Keine/Percutane Intervention/Bypass-Operation\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n18 Diagnosespezifische Medikation                                                 Ja/Nein\nSchulungen\n19 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)            Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nINR-Schulung/Andere Schulungen/Keine\n20 Schulung bereits vor Einschreibung in das                   Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-               INR-Schulung/Andere Schulungen/Keine\nmen","284             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nKoronare Herzkrankheit – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                     Ausprägung\nNr.\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n21 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                            Ja/Nein\n22 Zielvereinbarung Blutdruck                                    Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n23 KHK-spezifische Über- bzw. Einweisung veranlasst                              Ja/Nein\n24 Dokumentationsintervall                                        Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n25 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                       TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nKoronare Herzkrankheit – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                     Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                               Nummer\n8 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n9 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen               Keine/Hypertonus/Herzinsuffizienz/\nSymptomatische Herzrhythmusstörungen/\nHerzinfarkt/Diabetes mellitus/Fettstoffwechsel-\nstörung/Sonstige\nAktuelle Befunde\n10 Angina Pectoris                                                       Typisch: Grad I/II/III/IV/\nAtypisch/Nicht-anginöser Brustschmerz/\nKeine Schmerzsymptomatik\nRelevante Ereignisse\n11 Stationäre notfallmäßige Behandlung von KHK                                    Anzahl\nseit der letzten Dokumentation\n12 Nicht-stationäre notfallmäßige Behandlung von                                  Anzahl\nKHK seit der letzten Dokumentation\n13 Akutes Koronarsyndrom seit der letzten                                        Ja/Nein\nDokumentation\n14 KHK-spezifische diagnostische und therapeutische                     Keine/Koronarangiografie/\nIntervention seit der letzten Dokumentation               Percutane Intervention/Bypass-Operation\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n15 Diagnosespezifische Medikation                                                Ja/Nein\nSchulungen\n16 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)            Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/\nINR-Schulung/Andere Schulungen/Keine","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                              285\nKoronare Herzkrankheit – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                                  Ausprägung\nNr.\n17 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                                      Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                            Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nINR-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nAndere Schulungen:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n18 Aufgabe des Tabakkonsums empfohlen                                                         Ja/Nein\n19 Zielvereinbarung Blutdruck                                                Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n20 KHK-spezifische Über- bzw. Einweisung veranlasst                                           Ja/Nein\n21 Dokumentationsintervall                                                     Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n22 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                                    TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung                                                                                                                 “.\n10. Nach Anlage 6b werden folgende Anlagen 7 bis 8b angefügt:\n„Anlage 7\n(zu §§ 28b bis 28g)\nAnforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 1\n1.          Behandlung nach evidenzbasierten Leitlinien unter Berücksichtigung\nd e s j e w e i l i g e n V e r s o r g u n g s s e k t o r s ( § 1 3 7 f A b s . 2 S a t z 2 N r. 1 d e s F ü n f -\nten Buches Sozialgesetzbuch)\n1.1         Definition des Diabetes mellitus Typ 1\nAls Diabetes mellitus Typ 1 wird die Form des Diabetes bezeichnet, die durch absoluten Insulinmangel auf Grund\neiner sukzessiven Zerstörung der Betazellen in der Regel im Rahmen eines Autoimmungeschehens entsteht.\n1.2         Diagnostik (Eingangsdiagnose)\nDie Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 1 gilt als gestellt, wenn die folgenden Kriterien bei Aufnahme in das struk-\nturierte Behandlungsprogramm erfüllt sind oder sich aus der Vorgeschichte des Patienten bei der Manifestation\nder Erkrankung ergeben:\n1. Nachweis typischer Symptome des Diabetes mellitus (z. B. Polyurie, Polydipsie, ungewollter Gewichtsverlust)\nund/oder einer Ketose/Ketoazidose und\n2. Nüchtern-Glukose vorrangig im Plasma (i.P.) ≥ 7,0 mmol/l ( ≥ 126 mg/dl) oder Nicht-Nüchtern-Glukose i.P.\n≥ 11,1 mmol/l (≥ 200 mg/dl) und\n3. gegebenenfalls laborchemische Hinweise für einen absoluten Insulinmangel (z. B. Nachweis von Ketonkörpern\nin Blut und/oder Urin mit und ohne Azidose).\nDie Werte für venöses und kapillares Vollblut ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:\nDiagnostische Kriterien des Diabetes mellitus\nPlasmaglukose                                          Vollblutglukose\nvenös                      kapillar                    venös                    kapillar\nmmol/l          mg/dl         mmol/l          mg/dl       mmol/l       mg/dl        mmol/l         mg/dl\nNüchtern                ≥ 7,0           ≥ 126         ≥ 7,0          ≥ 126        ≥ 6,1        ≥ 110        ≥ 6,1          ≥ 110\nNicht nüchtern          ≥ 11,1          ≥ 200         ≥ 12,2         ≥ 220        ≥ 10,0       ≥ 180        ≥ 11,1         ≥ 200\nDie Unterscheidung zwischen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 erfolgt im strukturierten Behandlungsprogramm\ndemnach anhand der Anamnese, des klinischen Bildes und der Laborparameter.\nDie Leistungserbringer sollen prüfen, ob die Patientin oder der Patient im Hinblick auf die unter Ziffer 1.3.1 genann-\nten Therapieziele von der Einschreibung profitieren kann.","286              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\n1.3         Therapie des Diabetes mellitus Typ 1\n1.3.1       Therapieziele\nDie Therapie dient der Verbesserung der von einem Diabetes mellitus beeinträchtigten Lebensqualität, der Ver-\nmeidung diabetesbedingter und -assoziierter Folgeschäden sowie der Erhöhung der Lebenserwartung. Hieraus\nergeben sich insbesondere folgende Therapieziele:\n1. Vermeidung der mikrovaskulären Folgeschäden (Retinopathie mit schwerer Sehbehinderung oder Erblindung,\nNiereninsuffizienz mit der Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie),\n2. Vermeidung von Neuropathien bzw. Linderung von damit verbundenen Symptomen, insbesondere Schmerzen,\n3. Vermeidung des diabetischen Fußsyndroms mit neuro-, angio- und/oder osteoarthropathischen Läsionen und\nvon Amputationen,\n4. Reduktion des erhöhten Risikos für kardiale, zerebrovaskuläre und sonstige makroangiopathische Morbidität\nund Mortalität,\n5. Vermeidung von Stoffwechselentgleisungen (Ketoazidosen) und Vermeidung von Nebenwirkungen der Thera-\npie (insbesondere schwere oder rezidivierende Hypoglykämien).\n1.3.2       Differenzierte Therapieplanung\nAuf der Basis der allgemeinen Therapieziele und unter Berücksichtigung des individuellen Risikos sowie der vor-\nliegenden Folgeschäden bzw. Begleiterkrankungen sind gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten indi-\nviduelle Therapieziele festzulegen und eine differenzierte Therapieplanung vorzunehmen. Die Leistungserbringer\nhaben zu prüfen, ob die Patientin oder der Patient im Hinblick auf die in Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele von\neiner bestimmten Intervention profitieren kann. Die Durchführung der diagnostischen und therapeutischen Maß-\nnahmen erfolgt in Abstimmung mit dem Patienten nach ausführlicher Aufklärung über Nutzen und Risiken.\n1.3.3       Strukturierte Schulungs- und Behandlungsprogramme\nJeder Patient mit Diabetes mellitus Typ 1 muss Zugang zu einem strukturierten, evaluierten, zielgruppenspezifi-\nschen und publizierten Schulungs- und Behandlungsprogramm erhalten. Im Übrigen gelten die unter Ziffer 4.2\ngenannten Zugangs- und Qualitätssicherungskriterien.\n1.3.4       Insulinsubstitution\nBei gesichertem Diabetes mellitus Typ 1 ist die Substitution von Insulin die lebensnotwendige und lebensrettende\nMaßnahme. Für die Erreichung der unter Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele ist die Senkung der Blutglukose-\nwerte in einen möglichst normnahen Bereich notwendig. Vorrangig sollen unter Berücksichtigung der Patienten-\npräferenzen Insuline verwendet werden, deren positiver Effekt und deren Sicherheit im Hinblick auf die Erreichung\nder unter Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele in prospektiven, randomisierten, kontrollierten Langzeitstudien mit\nklinischen Endpunkten nachgewiesen wurden. Dies ist bisher nachgewiesen für Human- und Schweine-Insulin.\nSofern im Rahmen der individuellen Therapieplanung anstelle des als vorrangig anzuwendenden Human-Insulins\nInsulin-Analoga verordnet werden sollen, ist die Patientin oder der Patient darüber zu informieren, dass derzeit für\nInsulin-Analoga noch keine ausreichenden Belege zur Sicherheit im Langzeitgebrauch sowie zur Risikoreduktion\nklinischer Endpunkte vorliegen. Er ist darüber zu informieren, ob für das jeweilige Insulin-Analogon Daten zur bes-\nseren Wirksamkeit und Steuerbarkeit vorliegen. Dies ist bisher nachgewiesen für kurzwirksame Insulin-Analoga bei\nPumpentherapie (CSII).\nDie intensivierte Insulin-Therapie ist der Behandlungsstandard bei Diabetes mellitus Typ 1. Im Rahmen des struk-\nturierten Behandlungs- und Schulungsprogramms sollen die Patienten mit der selbstständigen korrekten Durch-\nführung einer intensivierten Insulintherapie vertraut gemacht werden. Hierzu zählen u. a. die variablen präprandialen\nGaben von Normalinsulin nach Stoffwechselselbstkontrolle. Ziel ist eine selbstbestimmte flexible Lebensführung\nohne diabetesbedingte Beschränkung der Auswahl von Nahrungsmitteln.\n1.4         Hypoglykämische und ketoazidotische Stoffwechselentgleisungen\nNach einer schweren Hypoglykämie oder Ketoazidose ist wegen des Risikos der Wiederholung solcher metaboli-\nscher Ereignisse im Anschluss an die Notfalltherapie zeitnah die Ursachenklärung einzuleiten.\n1.5         Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus Typ 1\n1.5.1       Mikrovaskuläre Folgeerkrankungen\n1.5.1.1     Allgemeinmaßnahmen\nFür die Vermeidung des Entstehens mikrovaskulärer Folgeerkrankungen (vor allem diabetische Retinopathie und\nNephropathie) ist die Senkung der Blutglukose in einen normnahen Bereich notwendig. Bereits bestehende mikro-\nvaskuläre Komplikationen können insbesondere zu den Folgeschäden Sehbehinderung/Erblindung und/oder\nNiereninsuffizienz/Dialysenotwendigkeit führen. Zur Hemmung der Progression ist neben der Senkung der Blut-\nglukose die Senkung des Blutdrucks in einen normnahen Bereich von entscheidender Bedeutung.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                287\n1.5.1.2    Diabetische Nephropathie\nEin Teil der Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 ist hinsichtlich einer Entstehung einer diabeti-\nschen Nephropathie mit der möglichen Konsequenz einer Nierenersatztherapie und deutlich erhöhter Sterblich-\nkeit gefährdet. Patienten mit einer diabetischen Nephropathie bedürfen einer spezialisierten, interdisziplinären\nBehandlung, einschließlich problemorientierter Beratung. Zum Ausschluss einer diabetischen Nephropathie ist\nder Nachweis einer normalen Urin-Albumin-Ausscheidungsrate oder einer normalen Urin-Albumin-Konzentration\nim ersten Morgenurin ausreichend.\nFür die Diagnosestellung einer diabetischen Nephropathie ist der mindestens zweimalige Nachweis einer patho-\nlogisch erhöhten Albumin-Ausscheidungsrate im Urin im Abstand von zwei bis vier Wochen notwendig, insbeson-\ndere bei Vorliegen einer Retinopathie.\nPatienten mit Diabetes mellitus Typ 1 ohne bekannte diabetische Nephropathie erhalten mindestens einmal jähr-\nlich eine entsprechende Urin-Untersuchung zum Ausschluss einer diabetischen Nephropathie.\nBei Nachweis einer persistierenden pathologischen Urin-Albumin-Ausscheidung ist unter anderem zusätzlich die\nBestimmung der glomerulären Filtrationsrate (z. B. Kreatinin-Clearance-Berechnung nach Cockcroft-Gault) zu\nerwägen.\nWenn eine diabetische Nephropathie diagnostiziert wurde, sind Interventionen vorzusehen, für die ein positiver\nNutzennachweis im Hinblick auf die Vermeidung der Progression und Nierenersatztherapie erbracht ist. Dazu zäh-\nlen insbesondere eine normnahe Blutdruck- und Blutglukoseeinstellung, Rauchverzicht und bei pathologisch\nreduzierter glomerulärer Filtrationsrate die Empfehlung einer adäquat begrenzten Eiweißaufnahme.\n1.5.1.3    Diabetische Retinopathie\nZum Ausschluss einer diabetischen Retinopathie ist in der Regel beginnend im fünften Jahr nach Manifestation\ndes Diabetes einmal jährlich eine ophthalmologische Netzhautuntersuchung durchzuführen.\nWenn eine diabetesassoziierte Augenkomplikation diagnostiziert wurde, sind Interventionen vorzusehen, für die\nein positiver Nutzennachweis im Hinblick auf die Vermeidung der Erblindung erbracht ist. Dazu zählen eine\nnormnahe Blutglukose- und Blutdruckeinstellung sowie gegebenenfalls eine rechtzeitige und adäquate Laser-\nBehandlung. Bei proliferativer Retinopathie ist insbesondere die panretinale Laser-Fotokoagulation durchzu-\nführen.\n1.5.2      Diabetische Neuropathie\nZur Behandlung der diabetischen Neuropathie sind stets Maßnahmen vorzusehen, die zur Optimierung der Stoff-\nwechseleinstellung führen. Bei Neuropathien mit für den Patienten störender Symptomatik (vor allem schmerz-\nhafte Polyneuropathie) ist der Einsatz zusätzlicher medikamentöser Maßnahmen sinnvoll.\nVorrangig sollen unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und der Patientenpräferenzen Medikamente zur\nBehandlung der symptomatischen schmerzhaften Neuropathie verwendet werden, deren positiver Effekt und\nderen Sicherheit in prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studien nachgewiesen wurden. Dabei handelt\nes sich insbesondere um Amitriptylin (jeweils entsprechend dem arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus) und\nCarbamazepin.\nBei Hinweisen auf eine autonome diabetische Neuropathie (z. B. kardiale autonome Neuropathie, Magenentlee-\nrungsstörungen, Blasenentleerungsstörungen) ist eine spezialisierte weiterführende Diagnostik und Therapie zu\nerwägen.\n1.5.3      Das diabetische Fußsyndrom\nPatientinnen oder Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, insbesondere mit peripherer Neuropathie sowie mikro-\nund/oder makrovaskulären Folge- bzw. Begleitkrankheiten, sind durch die Entwicklung eines diabetischen Fuß-\nsyndroms mit einem erhöhten Amputationsrisiko gefährdet.\nEs ist bei allen Patienten mindestens einmal jährlich eine Inspektion der Füße einschließlich Prüfung auf Neuro-\npathie und Prüfung des Pulsstatus durchzuführen. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko soll die Prüfung quartals-\nweise, einschließlich der Überprüfung des Schuhwerks, erfolgen. Ein auffälliger Fußstatus soll nach Wagner/\nArmstrong dokumentiert werden.\nBei Hinweisen auf ein vorliegendes diabetisches Fußsyndrom (mit Epithelläsion, Verdacht auf bzw. manifester\nWeichteil- oder Knocheninfektion bzw. Verdacht auf Osteoarthropathie) ist die Mitbehandlung in einer für die\nBehandlung des diabetischen Fußsyndroms qualifizierten Einrichtung erforderlich. Nach einer abgeschlossenen\nBehandlung einer Läsion im Rahmen eines diabetischen Fußsyndroms ist die regelmäßige Vorstellung in einer für\ndie Behandlung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom qualifizierten Einrichtung zu prüfen.\n1.5.4      Makroangiopathische Erkrankungen\nPatientinnen oder Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 haben insbesondere bei Vorliegen einer Nephropathie ein\ndeutlich erhöhtes Risiko bezüglich der kardio- und zerebrovaskulären Morbidität und Mortalität. Zusätzlich zu","288              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\neiner guten Diabetes-Einstellung sind die unter Ziffer 1.5.4 angeführten Maßnahmen vorzunehmen. Den Patienten\nsoll dringend angeraten werden, das Rauchen aufzugeben.\n1.5.4.1     A r t e r i e l l e H y p e r t o n i e b e i D i a b e t e s m e l l i t u s Ty p 1\n1.5.4.1.1 Definition und Diagnosestellung der Hypertonie\nWenn nicht bereits eine Hypertonie bekannt ist, kann die Diagnose gestellt werden: bei mindestens zwei Gelegen-\nheitsblutdruckmessungen an zwei unterschiedlichen Tagen Blutdruckwerte von ≥ 140 mmHg systolisch und/\noder ≥ 90 mmHg diastolisch.\nDiese Definition bezieht sich auf manuelle auskultatorische Messungen, die durch eine Ärztin oder einen Arzt oder\ngeschultes medizinisches Personal grundsätzlich in einer medizinischen Einrichtung durchgeführt werden, und\ngilt unabhängig von Alter oder vorliegenden Begleiterkrankungen. Die Blutdruckmessung ist methodisch standar-\ndisiert gemäß den nationalen Empfehlungen durchzuführen.\n1.5.4.1.2 Therapeutische Maßnahmen bei Hypertonie\nDurch die antihypertensive Therapie soll die Erreichung der unter Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele, insbe-\nsondere Nummer 1 und 3, angestrebt werden. Hierfür ist eine Senkung des Blutdrucks auf Werte systolisch unter\n140 mmHg und diastolisch unter 90 mmHg anzustreben.\nPatientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und arterieller Hypertonie sollen Zugang zu einem struktu-\nrierten, bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 auf klinische Endpunkte adäquat evaluierten und publizierten\nHypertonie-Behandlungs- und Schulungsprogramm erhalten.\nVorrangig sollen unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und der Patientenpräferenzen Medikamente zur\nBlutdrucksenkung verwendet werden, deren positiver Effekt und deren Sicherheit im Hinblick auf die Erreichung\nder unter Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele in prospektiven, randomisierten, kontrollierten Langzeitstudien\nnachgewiesen wurden.\nDabei handelt es sich um folgende Wirkstoffgruppen: Diuretika, ß1-Rezeptor-selektive Betablocker und Angio-\ntensin-Conversions-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer).\nDies gilt insbesondere für folgende Wirkstoffe dieser Wirkstoffgruppen:\n1. Diuretika: bei normaler Nierenfunktion: Hydrochlorothiazid bzw. Chlortalidon ggf. in Kombination mit kalium-\nsparenden Diuretika (Amilorid, Triamteren), bei eingeschränkter Nierenfunktion: Schleifendiuretika (Furosemid),\n2. ß1-Rezeptor-selektive Betablocker: Metoprolol, Atenolol,\n3. Angiotensin-Conversions-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer): Captopril, Enalapril, Ramipril.\nSofern im Rahmen der individuellen Therapieplanung andere Wirkstoffgruppen oder Wirkstoffe als die in dieser\nAnlage genannten verordnet werden sollen, ist die Patientin oder der Patient darüber zu informieren, ob für diese\nWirkstoffgruppen oder Wirkstoffe Wirksamkeitsbelege zur Risikoreduktion klinischer Endpunkte vorliegen.\n1.5.4.2     Statintherapie\nBei Patientinnen oder Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und mit einem erhöhten Risiko für makroangio-\npathische Komplikationen bzw. dem Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung soll die Therapie mit lipidmodifi-\nzierenden Medikamenten erwogen werden. Eingesetzt werden sollen Wirkstoffgruppen, deren positiver Effekt und\nderen Sicherheit im Hinblick auf die Erreichung der unter Ziffer 1.3.1 genannten Therapieziele in prospektiven,\nrandomisierten, kontrollierten Langzeitstudien nachgewiesen wurden. Dabei handelt es sich in Monotherapie um\ndie Wirkstoffgruppe der HMG-CoA-Reduktase-Hemmer (Statine). Dies gilt insbesondere für folgende Wirkstoffe\ndieser Wirkstoffgruppe: Pravastatin und Simvastatin.\n1.5.4.3     Thrombozytenaggregationshemmer\nGrundsätzlich sollen alle Patientinnen und Patienten mit makroangiopathischen Erkrankungen (z. B. kardio- und\nzerebrovaskulären Erkrankungen) – unter Beachtung der Kontraindikationen und/oder der Unverträglichkeiten –\nThrombozytenaggregationshemmer erhalten.\n1.5.5       Psychische, psychosomatische und psychosoziale Betreuung\nAuf Grund des komplexen Zusammenwirkens von somatischen, psychischen und sozialen Faktoren bei Patienten\nmit Diabetes mellitus Typ 1 ist durch die Ärztin oder den Arzt zu prüfen, inwieweit Patienten von psychotherapeuti-\nschen, psychiatrischen und/oder verhaltensmedizinischen Maßnahmen profitieren können. Bei psychischen\nBeeinträchtigungen mit Krankheitswert (z. B. Essstörungen) soll die Behandlung durch qualifizierte Leistungs-\nerbringer erfolgen.\nAuf Grund der häufigen und bedeutsamen Komorbidität vor allem bei Patienten mit diabetischen Folgeerkrankun-\ngen soll die Depression besondere Berücksichtigung finden.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                  289\n1.6        Schwangerschaft bei Diabetes mellitus Typ 1\nPatientinnen mit geplanter oder bestehender Schwangerschaft bedürfen einer speziellen interdisziplinären\nBetreuung. Durch Optimierung der Blutglukosewerte vor und während der Schwangerschaft können die mater-\nnalen und fetalen Komplikationen deutlich reduziert werden.\nDie Einstellung ist grundsätzlich als intensivierte Therapie mittels Mehrfach-Injektionen oder mit einer program-\nmierbaren Insulinpumpe (CSII) durchzuführen. Die präkonzeptionelle Einstellung soll mit Humaninsulin erfolgen\nund in der Schwangerschaft mit diesem Insulin fortgeführt werden. Bei der Behandlung von Schwangeren sind\nspezifische Zielwerte der Blutglukoseeinstellung zu berücksichtigen.\n1.7        Behandlung von Kindern und Jugendlichen\nDie spezifischen Versorgungsbelange von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 bis zum Alter von\n18 Jahren machen es erforderlich, dass diese in den strukturierten Behandlungsprogrammen besondere Berück-\nsichtigung finden. Bei Aspekten, die in dieser Ziffer nicht explizit ausgeführt sind, gelten grundsätzlich auch die für\nErwachsene getroffenen Aussagen.\n1.7.1      Therapieziele\nFolgende Ziele stehen bei der medizinischen Betreuung von pädiatrischen Patientinnen und Patienten mit Diabe-\ntes mellitus im Vordergrund:\n1. Vermeidung akuter Stoffwechselentgleisungen (Ketoazidose, diabetisches Koma, schwere Hypoglykämie),\n2. Reduktion der Häufigkeit diabetesbedingter Folgeerkrankungen, auch im subklinischen Stadium; dies setzt\neine möglichst normnahe Blutglukoseeinstellung sowie die frühzeitige Erkennung und Behandlung von zusätz-\nlichen Risikofaktoren (z. B. Hypertonie, Dyslipidämie, Adipositas, Rauchen) voraus,\n3. altersentsprechende körperliche Entwicklung (Längenwachstum, Gewichtszunahme, Pubertätsbeginn), alters-\nentsprechende geistige und körperliche Leistungsfähigkeit,\n4. möglichst geringe Beeinträchtigung der psychosozialen Entwicklung und der sozialen Integration der Kinder\nund Jugendlichen durch den Diabetes und seine Therapie; die Familie soll in den Behandlungsprozess einbe-\nzogen werden, Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Patienten sind altersentsprechend zu stärken.\n1.7.2      Therapie\nDie Insulinsubstitution in Form einer intensivierten Insulintherapie ist der Behandlungsstandard bei Diabetes melli-\ntus Typ 1 mit Beginn der Adoleszenz sowie im Erwachsenenalter. Angesichts der Überlegenheit dieser Therapie-\nform bei Adoleszenten und Erwachsenen soll mit der intensivierten Therapie begonnen werden, sobald dieses für\ndie Familie und die Kinder möglich ist. Die Durchführung einer intensivierten Insulintherapie mittels kontinuierlicher\nsubkutaner Insulininfusionstherapie (CSII) kann vor allem bei sehr jungen Kindern oder bei Jugendlichen mit\nbesonderen Problemen Vorteile haben. Die Insulintherapie soll für jedes Kind/jeden Jugendlichen individuell zuge-\nschnitten sein und regelmäßig überdacht werden, um eine möglichst gute Stoffwechselkontrolle bei gleichzeitiger\nVermeidung von schweren Hypoglykämien sicherzustellen.\n1.7.3      Schulung\nDie krankheitsspezifische Beratung und Diabetesschulung in der Pädiatrie soll das Ziel verfolgen, das eigen-\nverantwortliche Krankheitsmanagement der Kinder und Jugendlichen und in besonderem Maße auch die ihrer\nBetreuungspersonen zu fördern und zu entwickeln. Das Alter und der Entwicklungsstand des Kindes sind zu\nberücksichtigen.\nKinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 beziehungsweise deren Betreuungspersonen erhalten Zugang\nzu einem strukturierten, nach Möglichkeit evaluierten, zielgruppenspezifischen und publizierten Schulungs- und\nBehandlungsprogramm. Die Schulungen können als Gruppen- oder Einzelschulung erfolgen und sollen den\njeweiligen individuellen Schulungsstand berücksichtigen.\n1.7.4      Psychosoziale Betreuung\nDas Angebot einer psychosozialen Beratung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes mellitus\nTyp 1 soll integraler Bestandteil der Behandlung sein. Ihr ist in diesem Rahmen ausreichend Zeit einzuräumen.\nHierzu kann auch die Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten der Rehabilitation gehören. Die behandeln-\nde Ärztin oder der behandelnde Arzt soll prüfen, ob die Kinder und Jugendlichen einer weitergehenden Diagnostik\nund/oder Behandlung bedürfen. Bei psychischen Beeinträchtigungen mit Krankheitswert (z. B. Essstörungen) soll\ndie Behandlung durch qualifizierte Leistungserbringer erfolgen.\n1.7.5      Ausschluss von Folgeschäden und assoziierten Erkrankungen\nKinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 sollen bezüglich der Retinopathie gemäß Ziffer 1.5.1.3 jährlich\nab dem elften Lebensjahr untersucht werden. Kinder mit Erstdiagnose zwischen dem ersten und fünften Lebens-\njahr sollen nach fünf Jahren Diabetesdauer jährlich untersucht werden.","290              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nKinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 sollen zum Ausschluss der Nephropathie gemäß Ziffer 1.5.1.2\nab dem elften Lebensjahr untersucht werden. Kinder mit Erstdiagnose zwischen dem ersten und fünften Lebens-\njahr sollen nach fünf Jahren Diabetesdauer jährlich untersucht werden.\nDer Blutdruck soll bei allen Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 mindestens von einem Alter von\nelf Jahren an vierteljährlich gemessen werden.\n1.8         Kooperation der Versorgungssektoren\nDie Betreuung von Patientinnen oder Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 erfordert die Zusammenarbeit aller\nSektoren (ambulant, stationär) und Einrichtungen. Eine qualifizierte Behandlung muss über die gesamte Versor-\ngungskette gewährleistet sein.\n1.8.1       Koordinierende Ärztin/Koordinierender Arzt\nFür die Teilnahme an dem strukturierten Behandlungsprogramm wählt die Patientin oder der Patient zur Langzeit-\nbetreuung und deren Dokumentation eine zugelassene oder ermächtigte koordinierende Ärztin oder einen zuge-\nlassenen oder ermächtigten koordinierenden Arzt oder eine qualifizierte Einrichtung, die für die vertragsärztliche\nVersorgung zugelassen oder ermächtigt ist oder die nach § 116b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch an der\nambulanten ärztlichen Versorgung teilnimmt.\nDies sind diabetologisch besonders qualifizierte Ärzte/Einrichtungen. In Einzelfällen kann die Koordination auch\nvon Hausärztinnen oder Hausärzten im Rahmen ihrer in § 73 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch beschriebe-\nnen Aufgaben in enger Kooperation mit einem diabetologisch besonders qualifizierten Arzt/Einrichtung wahr-\ngenommen werden.\nBei Kindern und Jugendlichen erfolgt die Koordination unter 16 Jahren grundsätzlich, unter 21 Jahren fakultativ\ndurch einen diabetologisch qualifizierten Pädiater/pädiatrische Einrichtung. In begründeten Einzelfällen kann die\nKoordination durch einen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen diabetologisch besonders qualifizierten\nArzt/Einrichtung erfolgen.\n1.8.2       Überweisung von der koordinierenden Ärztin, vom koordinierenden Arzt oder von der koordinierenden\nEinrichtung zum jeweils qualifizierten Facharzt oder zur qualifizierten Einrichtung\nBei Vorliegen folgender Indikationen muss die koordinierende Ärztin, der koordinierende Arzt oder die koordinie-\nrende Einrichtung eine Überweisung des Patienten zu anderen Fachärzten oder Einrichtungen veranlassen, soweit\ndie eigene Qualifikation für die Behandlung der Patientin oder des Patienten nicht ausreicht:\n1. bei Vorliegen eines diabetischen Fußsyndroms oder eines Hochrisikofußes an eine für die Behandlung des\ndiabetischen Fußes qualifizierte Einrichtung,\n2. zur augenärztlichen Untersuchung insbesondere der Untersuchung der Netzhaut (vgl. Ziffer 1.5.1.3),\n3. bei geplanter oder bestehender Schwangerschaft in eine in der Behandlung von Schwangeren mit Diabetes\nmellitus Typ 1 erfahrene qualifizierte Einrichtung (vgl. Ziffer 1.6),\n4. zur Einleitung einer Insulinpumpentherapie in eine mit dieser Therapie erfahrene diabetologisch qualifizierte\nEinrichtung,\n5. bei bekannter Hypertonie und bei Nichterreichen des Ziel-Blutdruck-Bereiches unterhalb systolisch 140 mmHg\nund diastolisch 90 mmHg innerhalb eines Zeitraums von höchstens sechs Monaten zum jeweils qualifizierten\nFacharzt/Einrichtung.\nBei Vorliegen folgender Indikationen soll eine Überweisung zur Mitbehandlung erwogen werden:\n1. bei signifikanter Kreatinin-Erhöhung beziehungsweise bei Einschränkung der Kreatinin-Clearance zum Nephro-\nlogen,\n2. bei Vorliegen makroangiopathischer, einschließlich kardialer Komplikationen, zum jeweils qualifizierten Fach-\narzt/Einrichtung.\nIm Übrigen entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Überweisung.\nErfolgt in Einzelfällen die Koordination durch eine Hausärztin oder einen Hausarzt im Rahmen ihrer in § 73 des\nFünften Buch Sozialgesetzbuch beschriebenen Aufgaben, ist ergänzend zu den oben aufgeführten Indikationen\neine Überweisung auch bei folgenden Indikationen zum jeweils qualifizierten Arzt/Einrichtung zu veranlassen:\n1. bei Erstmanifestation in eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung,\n2. bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren grundsätzlich, unter 21 Jahren fakultativ an eine diabetologisch\nqualifizierte pädiatrische Einrichtung,\n3. bei Neuauftreten mikrovaskulärer Komplikationen (Nephropathie, Retinopathie) oder Neuropathie an eine\ndiabetologisch qualifizierte Einrichtung,\n4. Vorliegen mikrovaskulärer Komplikationen (Nephropathie, Retinopathie) oder Neuropathie mindestens einmal\njährlich an eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung,","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                         291\n5. Vorliegen makroangiopathischer, einschließlich kardialer Komplikationen, in eine diabetologisch qualifizierte\nEinrichtung,\n6. zur Einleitung einer intensivierten Insulintherapie in eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung, die zur Durch-\nführung von strukturierten Behandlungs- und Schulungsprogrammen qualifiziert ist,\n7. bei Nichterreichen eines HbA1c-Wertes unter dem ca. 1,2fachen der oberen Norm der jeweiligen Labor-\nmethode nach maximal sechs Monaten Behandlungsdauer in eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung,\n8. bei Abschluss der akut-medizinischen Versorgung infolge einer schweren Stoffwechseldekompensation\n(z. B. schwere Hypoglykämie, Ketoazidose) in eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung.\nIm Übrigen entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Überweisung.\n1.8.3       Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung\nIndikationen zur stationären Einweisung in ein geeignetes Krankenhaus bestehen insbesondere bei:\n1. Notfall (in jedes Krankenhaus),\n2. ketoazidotischer Erstmanifestation in eine diabetologisch qualifizierte stationäre Einrichtung/qualifiziertes\nKrankenhaus,\n3. Abklärung nach wiederholten schweren Hypoglykämien oder Ketoazidosen in ein diabetologisch qualifizier-\ntes Krankenhaus,\n4. Verdacht auf infizierten diabetischen Fuß neuropathischer oder angiopathischer Genese sowie bei akuter\nneuroosteopathischer Fußkomplikation in ein für die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms qualifizier-\ntes Krankenhaus,\n5. Nichterreichen eines HbA1c-Wertes unter dem ca. 1,2fachen der oberen Norm der jeweiligen Labormethode\nnach in der Regel sechs Monaten (spätestens neun Monaten) Behandlungsdauer in einer ambulanten diabe-\ntologisch qualifizierten Einrichtung; vor einer Einweisung in diabetologisch qualifizierte stationäre Einrichtun-\ngen ist zu prüfen, ob der Patient von einer stationären Behandlung profitieren kann,\n6. Kindern und Jugendlichen mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 1 in pädiatrisch diabetologisch\nqualifizierte stationäre Einrichtungen,\n7. gegebenenfalls zur Einleitung einer intensivierten Insulintherapie in eine diabetologisch qualifizierte stationäre\nEinrichtung, die zur Durchführung von strukturierten Schulungs- und Behandlungsprogrammen (entspre-\nchend Ziffer 4.2) qualifiziert ist,\n8. gegebenenfalls zur Durchführung eines strukturierten Schulungs- und Behandlungsprogramms (entspre-\nchend Ziffer 4.2) von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 im stationären Bereich,\n9. gegebenenfalls zur Einleitung einer Insulinpumpentherapie (CSII),\n10. gegebenenfalls zur Mitbehandlung von Begleit- und Folgekrankheiten des Diabetes mellitus Typ 1.\nIm Übrigen entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Einweisung.\n1.8.4       Veranlassung einer Rehabilitationsleistung\nIm Rahmen des strukturierten Behandlungsprogramms ist insbesondere bei Vorliegen von Komplikationen\nund/oder Begleiterkrankungen zu prüfen, ob die Patientin oder der Patient mit Diabetes mellitus Typ 1 von einer\nRehabilitationsleistung profitieren kann. Eine Leistung zur Rehabilitation soll insbesondere erwogen werden, wenn\ndurch den Diabetes mellitus Typ 1 und/oder seine Begleiterkrankungen die Erwerbsfähigkeit des Patienten gefähr-\ndet erscheint.\n2.          Q u a l i t ä t s s i c h e r n d e M a ß n a h m e n ( § 1 3 7 f A b s . 2 S a t z 2 N r. 2 d e s F ü n f t e n\nBuches Sozialgesetzbuch)\nDie Ausführungen zu Ziffer 2 der Anlage 1 und Ziffer 2.1 der Anlage 5 gelten entsprechend.\n3.          Te i l n a h m e v o r a u s s e t z u n g e n u n d D a u e r d e r Te i l n a h m e d e r V e r s i c h e r t e n\n( § 1 3 7 f A b s . 2 S a t z 2 N r. 3 d e s F ü n f t e n B u c h e s S o z i a l g e s e t z b u c h )\nDer behandelnde Arzt soll prüfen, ob die Patientin oder der Patient im Hinblick auf die in Ziffer 1.3.1 genannten\nTherapieziele von der Einschreibung profitieren und aktiv an der Umsetzung mitwirken kann.\n3.1         Allgemeine Teilnahmevoraussetzungen\nVoraussetzung für die Einschreibung Versicherter ist\n1. die schriftliche Bestätigung der gesicherten Diagnose durch den behandelnden Arzt gemäß Ziffer 1.2,\n2. die schriftliche Einwilligung in die Teilnahme und die damit verbundene Erhebung, Verarbeitung und Nutzung\nihrer Daten und","292              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\n3. die umfassende, auch schriftliche Information der Versicherten über die Programminhalte, über die mit der Teil-\nnahme verbundene Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten, insbesondere darüber, dass Befund-\ndaten an die Krankenkasse übermittelt werden und von ihr im Rahmen des strukturierten Behandlungs-\nprogramms verarbeitet und genutzt werden können, über die Aufgabenverteilung und Versorgungsziele, die\nFreiwilligkeit ihrer Teilnahme, die Möglichkeit des Widerrufs ihrer Einwilligung, seiner Mitwirkungspflichten\nsowie darüber, wann eine fehlende Mitwirkung das Ende der Teilnahme an dem Programm zur Folge hat.\nDie Versicherten beziehungsweise ihre gesetzlichen Vertreter bestätigen mit ihrer Teilnahmeerklärung, dass sie im\nEinzelnen\n1. die Programm- und Versorgungsziele kennen und an ihrer Erreichung mitwirken werden,\n2. die Aufgabenteilung der Versorgungsebenen einschließlich der verfügbaren Leistungsanbieter kennen und\nunterstützen werden,\n3. über die Freiwilligkeit ihrer Teilnahme, die Möglichkeit des Widerrufs ihrer Einwilligung, ihre Mitwirkungs-\npflichten und die Folgen fehlender Mitwirkung informiert worden sind sowie\n4. über die mit ihrer Teilnahme an dem Programm verbundene Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten\ninformiert worden sind, insbesondere über die Möglichkeit einer Übermittlung von Befunddaten an die Kran-\nkenkasse zum Zweck der Verarbeitung und Nutzung im Rahmen des strukturierten Behandlungsprogramms.\n3.2         Spezielle Teilnahmevoraussetzungen\nPatientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 können in das strukturierte Behandlungsprogramm einge-\nschrieben werden, wenn – zusätzlich zu den in Ziffer 3.1 genannten Voraussetzungen – eine Insulintherapie gemäß\nZiffer 1.3.4 eingeleitet wurde oder durchgeführt wird.\n4.          S c h u l u n g e n ( § 1 3 7 f A b s . 2 S a t z 2 N r. 4 d e s F ü n f t e n B u c h e s S o z i a l g e s e t z -\nbuch)\nDie Ausführungen zu Ziffer 4 der Anlage 1 gelten entsprechend.\n4.1         Schulungen der Leistungserbringer\nSchulungen der Leistungserbringer dienen der Erreichung der vertraglich vereinbarten Versorgungsziele. Die\nInhalte der Schulungen zielen auf die vereinbarten Management-Komponenten, insbesondere bezüglich der sek-\ntorenübergreifenden Zusammenarbeit und der Einschreibekriterien nach Ziffer 3 ab. Die Vertragspartner definieren\nAnforderungen an die für die strukturierten Behandlungsprogramme relevante, während des Programms stattfin-\ndende regelmäßige Fortbildung teilnehmender Leistungserbringer. Sie können die dauerhafte Mitwirkung der Leis-\ntungserbringer von entsprechenden Teilnahmenachweisen abhängig machen.\n4.2         Schulungen der Versicherten\nPatientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 profitieren in besonderem Maße von einer eigenständig\ndurchgeführten Insulintherapie, einschließlich einer eigenständigen Anpassung der Insulindosis auf der Basis\neiner Stoffwechselselbstkontrolle. Die dazu notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten werden im Rahmen eines\nstrukturierten Schulungs- und Behandlungsprogramms vermittelt. Vor diesem Hintergrund ist die Bereitstellung\nsolcher Schulungs- und Behandlungsprogramme unverzichtbarer Bestandteil des strukturierten Behandlungs-\nprogramms. Aufgabe des behandelnden Arztes ist es, den Patienten über den besonderen Nutzen des strukturier-\nten Schulungs- und Behandlungsprogramms zu informieren und ihm die Teilnahme nahe zu legen.\nPatienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und/oder deren Betreuungspersonen müssen unter Berücksichtigung des\nindividuellen Schulungsstandes Zugang zu strukturierten, bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 evaluierten,\nzielgruppenspezifischen und publizierten Schulungs- und Behandlungsprogrammen erhalten. Deren Wirksamkeit\nmuss im Hinblick auf die Verbesserung der Stoffwechsellage belegt sein.\nDie Schulung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 soll in einer qualifizierten Einrichtung\nerfolgen. Die Qualifikation der Leistungserbringer ist sicherzustellen. Hierbei ist der Bezug zu den hinterlegten\nstrukturierten medizinischen Inhalten der Programme nach § 137f Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 des Fünften Buches Sozial-\ngesetzbuch herzustellen. Der bestehende Schulungsstand der Versicherten ist zu berücksichtigen.\nBei Antragstellung müssen die Schulungsprogramme, die angewandt werden sollen, gegenüber dem Bundesver-\nsicherungsamt benannt werden.\n5.          E v a l u a t i o n ( § 1 3 7 f A b s . 2 S a t z 2 N r. 6 d e s F ü n f t e n B u c h e s S o z i a l g e s e t z -\nbuch)\nDie Ausführungen zu Ziffer 5 der Anlage 1 gelten entsprechend.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                 293\nAnlage 8a\n(zu §§ 28b bis 28g)\nDiabetes mellitus Typ 1 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                         vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ\n5 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK                                                               Nummer\n9 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n10 Diagnose bekannt seit                                                            JJJJ\n11 Insulin-/Insulin-Analoga-Therapie                                             Ja/Nein\nAnamnese\n12 Diabetestypische Symptome vorhanden                                           Ja/Nein\n13 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                 Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Diab. Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Proliferative Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/\nSonstige\n14 Raucher                                                                       Ja/Nein\n15 Geplante oder bestehende Schwangerschaft                                          Ja\nAktuelle Befunde\n16 Körpergröße                                                                       m\n17 Körpergewicht                                                                     kg\nFeld 18 ist nur bei pädiatrischen Patienten auszufüllen.\n18 Bei Kindern und Jugendlichen:                                            Unauffällig/Auffällig\nAltersgerechte körperliche Entwicklung\nDie Felder 19 bis 22 sind nur bei erwachsenen (nicht bei pädiatrischen) Patienten auszufüllen.\n19 Peripherer Pulsstatus                                            Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n20 Sensibilitätsprüfung (z. B. 10g-Mono-Filament-Test)           Nicht durchgeführt/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n21 Fußstatus                                                        Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\n22 Bei auffälligem Fußstatus (Befund des jeweils             Grad nach Wagner/Armstrong rechts o /links o /\nschwerer betroffenen Fußes)                                   Osteoarthropathie rechts o /links o /\nÜberweisung ausgestellt/Einweisung veranlasst\n23 Blutdruck                                                                      mmHg\n24 HbA1c                                                       Wert in %/Oberer Normwert des Labors in %\n25 Pathologische Urin-Albumin-Ausscheidung                 Nicht untersucht/Nein/Ja/Überweisung ausgestellt\n26 Serum-Kreatinin                                              Nicht untersucht/Wert in µmol/l oder mg/dl\nRelevante Ereignisse\n27 Schwere Hypoglykämien in den letzten 12 Monaten                                Anzahl","294             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 1 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n28 Stationäre notfallmäßige Aufenthalte wegen                                     Anzahl\nschwerer Ketoazidose in den letzten 12 Monaten\n29 Stationäre Aufenthalte wegen Nichterreichens des                               Anzahl\nHbA1c-Wertes in den letzten 12 Monaten\n30 Diabetesbedingte retinale Lasertherapie                                       Ja/Nein\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n31 Insulin                                                      Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert/Pumpe\n32 Insulin-Analoga                                              Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert/Pumpe\nDie Felder 33 bis 35 sind ggf. bei entsprechenden Begleit- und Folgeerkrankungen auszufüllen.\n33 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                          Ja\n34 Antihypertensive medikamentöse Therapie                                           Ja\n35 Thrombozytenaggregationshemmer                                                    Ja\nSchulungen\n36 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n37 Schulung bereits vor Einschreibung in das                 Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-\nmen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n38 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n39 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n40 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                      Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n41 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                Nein/Diabetologisch qualifizierter Arzt/Einrichtung/\nerforderlich                                           Diab. Fußambulanz/Einrichtung/Diab. qualifizierter\npädiatrischer Arzt/Einrichtung/Diab. qualifizierte\nEinrichtung zur Betreuung schwangerer\nDiabetikerinnen/Akut-stationär/Rehabilitation/\nSonstige\n42 Dokumentationsintervall                                         Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n43 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                       TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nDiabetes mellitus Typ 1 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n1 DMP-Fallnummer                                                        vom Arzt zu vergeben\nAdministrative Daten\n2 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n3 Name, Vorname des Versicherten\n4 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004               295\nDiabetes mellitus Typ 1 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\n5 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n6 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n7 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n8 Krankenhaus-IK                                                               Nummer\n9 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n10 Diabetestypische Symptome vorhanden                                           Ja/Nein\n11 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen         Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Diab. Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Proliferative Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/\nSonstige\n12 Raucher                                                                       Ja/Nein\n13 Geplante oder bestehende Schwangerschaft                                          Ja\nAktuelle Befunde\nFeld 14 ist nur bei pädiatrischen Patienten auszufüllen.\n14 Bei Kindern und Jugendlichen:                                            Unauffällig/Auffällig\nAltersgerechte körperliche Entwicklung\nDie Felder 15 bis 19 sind nur bei erwachsenen (nicht bei pädiatrischen) Patienten auszufüllen.\n15 Körpergewicht                                                                     kg\n16 Peripherer Pulsstatus                                            Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n17 Sensibilitätsprüfung (z. B. 10g-Mono-Filament-Test)           Nicht durchgeführt/Unauffällig/Auffällig/\nÜberweisung ausgestellt\n18 Fußstatus                                                        Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\n19 Bei auffälligem Fußstatus (Befund des jeweils             Grad nach Wagner/Armstrong rechts o /links o /\nschwerer betroffenen Fußes)                                   Osteoarthropathie rechts o /links o /\nÜberweisung ausgestellt/Einweisung veranlasst\n20 Blutdruck                                                                      mmHg\n21 HbA1c                                                       Wert in %/Oberer Normwert des Labors in %\n22 Pathologische Urin-Albumin-Ausscheidung                 Nicht untersucht/Nein/Ja/Überweisung ausgestellt\n23 Serum-Kreatinin                                              Nicht untersucht/Wert in µmol/l oder mg/dl\nRelevante Ereignisse\n24 Schwere Hypoglykämien seit der letzten                                         Anzahl\nDokumentation\n25 Stationäre notfallmäßige Aufenthalte wegen                                     Anzahl\nschwerer Ketoazidose seit der letzten\nDokumentation\n26 Stationäre Aufenthalte wegen Nichterreichens des                               Anzahl\nHbA1c-Wertes seit der letzten Dokumentation\n27 Diabetesbedingte retinale Lasertherapie seit der                              Ja/Nein\nletzten Dokumentation","296             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 1 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\nBehandlung\nAktuelle Medikation\n28 Insulin                                                       Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert/Pumpe\n29 Insulin-Analoga                                               Nein/Nicht intensiviert/Intensiviert/Pumpe\nDie Felder 30 bis 32 sind ggf. bei entsprechenden Begleit- und Folgeerkrankungen auszufüllen.\n30 HMG-CoA-Reduktase-Hemmer                                                          Ja\n31 Antihypertensive medikamentöse Therapie                                           Ja\n32 Thrombozytenaggregationshemmer                                                    Ja\nSchulungen\n33 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n34 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                           Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                  Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n35 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n36 Zielvereinbarung Blutdruck                                      Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n37 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                       Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n38 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                Nein/Diabetologisch qualifizierter Arzt/Einrichtung/\nerforderlich                                           Diab. Fußambulanz/Einrichtung/Diab. qualifizierter\npädiatrischer Arzt/Einrichtung/Diab. qualifizierte\nEinrichtung zur Betreuung schwangerer\nDiabetikerinnen/Akut-stationär/Rehabilitation/\nSonstige\n39 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n40 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                         TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                297\nAnlage 8b\n(zu §§ 28b bis 28g)\nDiabetes mellitus Typ 1 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                      Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                           Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                    TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                              7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                        9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                        7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                               Nummer\n8 Datum                                                                      TT.MM.JJJJ\nEinschreibung\n9 Diagnose bekannt seit                                                           JJJJ\n10 Insulin-/Insulin-Analoga-Therapie                                              Ja/Nein\nAnamnese\n11 Diabetestypische Symptome vorhanden                                            Ja/Nein\n12 Bekannte Begleit- oder Folgeerkrankungen                 Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Diab. Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Proliferative Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/\nSonstige\nAktuelle Befunde\nFeld 13 ist nur bei erwachsenen (nicht bei pädiatrischen) Patienten auszufüllen.\n13 Fußstatus                                                        Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\nRelevante Ereignisse\n14 Schwere Hypoglykämien in den letzten 12 Monaten                                Anzahl\n15 Stationäre notfallmäßige Aufenthalte wegen                                     Anzahl\nschwerer Ketoazidose in den letzten 12 Monaten\n16 Stationäre Aufenthalte wegen Nichterreichens des                               Anzahl\nHbA1c-Wertes in den letzten 12 Monaten\nSchulungen\n17 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n18 Schulung bereits vor Einschreibung in das                 Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\nstrukturierte Behandlungsprogramm wahrgenom-\nmen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n19 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n20 Zielvereinbarung Blutdruck                                     Aktuellen Blutdruckwert halten/senken","298             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004\nDiabetes mellitus Typ 1 – Erstdokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\n21 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                       Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n22 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                Nein/Diabetologisch qualifizierter Arzt/Einrichtung/\nerforderlich                                           Diab. Fußambulanz/Einrichtung/Diab. qualifizierter\npädiatrischer Arzt/Einrichtung/Diab. qualifizierte\nEinrichtung zur Betreuung schwangerer\nDiabetikerinnen/Akut-stationär/Rehabilitation/\nSonstige\n23 Dokumentationsintervall                                          Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n24 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                        TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung\nDiabetes mellitus Typ 1 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\nAdministrative Daten\n1 Krankenkasse bzw. Kostenträger                                            Name der Kasse\n2 Name, Vorname des Versicherten\n3 Geb. am                                                                     TT.MM.JJJJ\n4 Kassen-Nr.                                                               7-stellige Nummer\n5 Versicherten-Nr.                                                         9-stellige Nummer\n6 Vertragsarzt-Nr.                                                         7-stellige Nummer\n7 Krankenhaus-IK                                                                Nummer\n8 Datum                                                                       TT.MM.JJJJ\nAnamnese\n9 Diabetestypische Symptome vorhanden                                           Ja/Nein\n10 Neu aufgetretene Begleit- oder Folgeerkrankungen          Keine/Hypertonus/Fettstoffwechselstörung/KHK/\nHerzinfarkt/Schlaganfall/pAVK/Diab. Nephropathie/\nNierenersatztherapie/Proliferative Retinopathie/\nBlindheit/Diab. Neuropathie/Diab. Fuß/Amputation/\nSonstige\nAktuelle Befunde\nFeld 11 ist nur bei erwachsenen (nicht bei pädiatrischen) Patienten auszufüllen.\n11 Fußstatus                                                         Nicht erhoben/Unauffällig/Auffällig\nRelevante Ereignisse\n12 Schwere Hypoglykämien seit der letzten                                          Anzahl\nDokumentation\n13 Stationäre notfallmäßige Aufenthalte wegen                                      Anzahl\nschwerer Ketoazidose seit der letzten\nDokumentation\n14 Stationäre Aufenthalte wegen Nichterreichens des                                Anzahl\nHbA1c-Wertes seit der letzten Dokumentation","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 8, ausgegeben zu Bonn am 27. Februar 2004                299\nDiabetes mellitus Typ 1 – Folgedokumentation\nLfd.\nDokumentationsparameter                                       Ausprägung\nNr.\nSchulungen\n15 Schulung empfohlen (bei aktueller Dokumentation)          Diabetes-Schulung/Hypertonie-Schulung/Keine\n16 Empfohlene Schulung wahrgenommen (seit letzter                            Diabetes-Schulung:\nDokumentation)                                                   Ja/Nein/War aktuell nicht möglich\nHypertonie-Schulung:\nJa/Nein/War aktuell nicht möglich\nBei letzter Dokumentation keine Schulung empfohlen\nBehandlungsplanung und vereinbarte Ziele\n17 Zielvereinbarung HbA1c                                     Aktuellen HbA1c-Wert halten/senken/anheben\n18 Zielvereinbarung Blutdruck                                      Aktuellen Blutdruckwert halten/senken\n19 Ophthalmologische Netzhautuntersuchung                       Durchgeführt/Nicht durchgeführt/Veranlasst\n20 Indikationsbezogene Über- bzw. Einweisung                Nein/Diabetologisch qualifizierter Arzt/Einrichtung/\nerforderlich                                           Diab. Fußambulanz/Einrichtung/Diab. qualifizierter\npädiatrischer Arzt/Einrichtung/Diab. qualifizierte\nEinrichtung zur Betreuung schwangerer\nDiabetikerinnen/Akut-stationär/Rehabilitation/\nSonstige\n21 Dokumentationsintervall                                           Quartalsweise/Jedes zweite Quartal\n22 Datum der geplanten nächsten Dokumentations-                         TT.MM.JJJJ (Optionales Feld)\nerstellung                                                                                                  “.\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am 1. März 2004 in Kraft.\nBonn, den 18. Februar 2004\nDie Bundesministerin\nfür Gesundheit und Soziale Sicherung\nUlla Schmidt"]}