{"id":"bgbl1-2004-49-5","kind":"bgbl1","year":2004,"number":49,"date":"2004-09-21T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2004/49#page=10","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2004-49-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2004/bgbl1_2004_49.pdf#page=10","order":5,"title":"Verordnung zur Änderung der Mykotoxin-Höchstmengenverordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen","law_date":"2004-09-09T00:00:00Z","page":2326,"pdf_page":10,"num_pages":4,"content":["2326             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 49, ausgegeben zu Bonn am 21. September 2004\nVerordnung\nzur Änderung der Mykotoxin-Höchstmengenverordnung\nund anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen*)\nVom 9. September 2004\nDas Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-                      zur Festlegung von Probenahmeverfahren und Analyse-\nrung und Landwirtschaft verordnet auf Grund des § 44                        methoden für die amtliche Kontrolle bestimmter\nAbs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 38a Abs. 2 des Lebens-                     Lebensmittel auf Einhaltung der Höchstmengen für\nmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes in der Fassung                       Kontaminanten (ABl. EG Nr. L 201 S. 93), zuletzt geän-\nder Bekanntmachung vom 9. September 1997 (BGBl. I                           dert durch die Richtlinie 2004/43/EG der Kommission\nS. 2296), § 38a Abs. 2 eingefügt durch Artikel 4 Nr. 8 des                  vom 13. April 2004 (ABl. EU Nr. L 113 S. 14), zu neh-\nGesetzes vom 13. Mai 2004 (BGBl. I S. 934), und des § 60                    men. Die Probenvorbereitung und die angewendeten\nNr. 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-                        Analysemethoden müssen die in Anhang II der Richtli-\nzes:                                                                        nie 98/53/EG beschriebenen Kriterien erfüllen.\n(2) Bei der amtlichen Kontrolle der Aflatoxingehalte\nin oder auf Erzeugnissen nach Anlage 1 Nr. 3 sind die\nArtikel 1                                   Proben nach dem Verfahren des Anhangs I der Richtli-\nÄnderung der                                    nie 98/53/EG in der am 5. April 2002 geltenden Fas-\nMykotoxin-Höchstmengenverordnung                                 sung zu nehmen. Bei der amtlichen Kontrolle der Afla-\ntoxingehalte in oder auf Erzeugnissen nach Anlage 1\nDie Mykotoxin-Höchstmengenverordnung vom 2. Juni                         müssen die Probenvorbereitung und die Analyse-\n1999 (BGBl. I S. 1248), zuletzt geändert durch Artikel 4                    methoden die in Anhang II der Richtlinie 98/53/EG in\nder Verordnung vom 15. Juni 2004 (BGBl. I S. 1097), wird                    der am 5. April 2002 geltenden Fassung beschriebe-\nwie folgt geändert:                                                         nen Kriterien erfüllen.\n(3) Bei der amtlichen Kontrolle der Ochratoxin-\n1. § 4 wird wie folgt gefasst:\nA-Gehalte in oder auf Erzeugnissen nach Anlage 2\n„§ 4                                  Nr. 2.2 muss die Probenahme nach den in Anhang I\nder Richtlinie 2002/26/EG der Kommission vom\nProbenahme und Analysemethoden\n13. März 2002 zur Festlegung der Probenahmeverfah-\n(1) Bei der amtlichen Kontrolle der Aflatoxingehalte                ren und Analysemethoden für die amtliche Kontrolle\nin oder auf Erzeugnissen nach Anlage 2 Nr. 2.1 sind                     der Ochratoxin-A-Gehalte in Lebensmitteln (ABl. EG\ndie Proben nach dem Verfahren des Anhangs I der                         Nr. L 75 S. 38), geändert durch die Richtlinie\nRichtlinie 98/53/EG der Kommission vom 16. Juli 1998                    2004/43/EG der Kommission vom 13. April 2004 (ABl.\nEU Nr. L 113 S. 14), beschriebenen Verfahren durch-\n*) Diese Verordnung dient auch der Umsetzung folgender Richtlinien:\ngeführt werden. Die Probenvorbereitung und die\n– 2003/78/EG der Kommission vom 11. August 2003 zur Festlegung           angewendeten Analysemethoden müssen die in\nder Probenahmeverfahren und Analysemethoden für die amtliche           Anhang II der Richtlinie 2002/26/EG beschriebenen\nKontrolle des Patulingehalts von Lebensmitteln (ABl. EU Nr. L 203      Kriterien erfüllen.\nS. 40),\n– 2003/121/EG der Kommission vom 15. Dezember 2003 zur Ände-                (4) Bei der amtlichen Kontrolle der Patulingehalte\nrung der Richtlinie 98/53/EG der Kommission zur Festlegung von         in oder auf Erzeugnissen nach Anlage 2 Nr. 2.3 muss\nProbenahmeverfahren und Analysemethoden für die amtliche Kon-\ntrolle bestimmter Lebensmittel auf Einhaltung der Höchstgehalte für\ndie Probenahme nach den in Anhang I der Richtlinie\nKontaminanten (ABl. EU Nr. L 332 S. 38),                               2003/78/EG der Kommission vom 11. August 2003\n– 2004/43/EG der Kommission vom 13. April 2004 zur Änderung der          zur Festlegung der Probenahmeverfahren und Analy-\nRichtlinie 98/53/EG und der Richtlinie 2002/26/EG hinsichtlich der     semethoden für die amtliche Kontrolle des Patulinge-\nProbenahmeverfahren und Analysemethoden zur amtlichen Kon-\ntrolle der Gehalte an Aflatoxin und Ochratoxin A in Lebensmitteln für  halts von Lebensmitteln (ABl. EU Nr. L 203 S. 40) be-\nSäuglinge und Kleinkinder (ABl. EU Nr. L 113 S. 14).                   schriebenen Verfahren durchgeführt werden. Die Pro-","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 49, ausgegeben zu Bonn am 21. September 2004                   2327\nbenvorbereitung und die angewendeten Analyse-                      1. entgegen Artikel 1 Abs. 1 in Verbindung mit An-\nmethoden müssen die in Anhang II der Richtlinie                       hang I Abschnitt 2, auch in Verbindung mit Artikel 2\n2003/78/EG beschriebenen Kriterien erfüllen.“                         Abs. 2 Satz 1 oder mit Artikel 4 Abs. 1, ein Lebens-\nmittel oder ein Verarbeitungserzeugnis in den Ver-\n2. § 5 Abs. 3 wird wie folgt gefasst:                                    kehr gebracht wird,\n„(3) Nach § 56 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a, Abs. 2                 2. entgegen Artikel 2 Abs. 3 in Verbindung mit An-\nund 3 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständege-                     hang I Abschnitt 2 ein dort genanntes Erzeugnis\nsetzes wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG)                   als Zutat bei der Herstellung zusammengesetzter\nNr. 466/2001 der Kommission vom 8. März 2001 zur                      Lebensmittel verwendet wird oder\nFestsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Konta-                 3. entgegen Artikel 4 Abs. 2 Buchstabe b ein Erzeug-\nminanten in Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 77 S. 1), zu-                nis, das einem unter Anhang I Nr. 2.1.1.1, 2.1.2.1,\nletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 684/2004                 2.1.3, 2.1.4, 2.2.1 oder 2.2.2 festgesetzten Höchst-\nder Kommission vom 13. April 2004 (ABl. EU Nr. L 106                  gehalt nicht genügt, als Zutat bei der Herstellung\nS. 6), verstößt, indem vorsätzlich oder fahrlässig                    eines anderen Lebensmittels verwendet wird.“\n3. Anlage 2 wird wie folgt gefasst:\n„Anlage 2\n(zu §§ 1 und 4)\nErzeugnisse\n(Nach Anhang I Abschnitt 2 der Verordnung (EG) Nr. 466/2001 der Kommissi-\non vom 8. März 2001 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kon-\ntaminanten in Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 77 S. 1), der zuletzt durch die Ver-\nordnung (EG) Nr. 683/2004 vom 13. April 2004 (ABl. EU Nr. L 106 S. 3) geän-\ndert worden ist)\n2.1        Aflatoxine\n2.1.1      Erdnüsse, Schalenfrüchte und Trockenfrüchte\n2.1.1.1    Erdnüsse, Schalenfrüchte und Trockenfrüchte und deren Verar-\nbeitungserzeugnisse, die zum unmittelbaren Verzehr oder zur Ver-\nwendung als Lebensmittelzutat bestimmt sind\n2.1.1.2    Erdnüsse, die vor ihrem Verzehr oder ihrer Verwendung als\nLebensmittelzutat einer Sortierung oder einer anderen physikali-\nschen Behandlung unterzogen werden sollen\n2.1.1.3    Schalenfrüchte und Trockenfrüchte, die vor ihrem Verzehr oder\nihrer Verwendung als Lebensmittelzutat einer Sortierung oder\neiner anderen physikalischen Behandlung unterzogen werden\nsollen\n2.1.2      Getreide (einschließlich Buchweizen, Fagopyrum sp)\n2.1.2.1    Getreide (einschließlich Buchweizen, Fagopyrum sp) und dessen\nVerarbeitungserzeugnisse, die zum unmittelbaren Verzehr oder\nzur Verwendung als Lebensmittelzutat bestimmt sind\n2.1.2.2    Getreide (einschließlich Buchweizen, Fagopyrum sp) außer Mais,\ndas vor seinem Verzehr oder seiner Verwendung als Lebensmit-\ntelzutat einer Sortierung oder einer anderen physikalischen\nBehandlung unterzogen werden soll\n2.1.2.3    Mais, der vor seinem Verzehr oder seiner Verwendung als\nLebensmittelzutat einer Sortierung oder einer anderen physikali-\nschen Behandlung unterzogen werden soll\n2.1.3      Milch (Rohmilch, Werkmilch und wärmebehandelte Milch)\n2.1.4      Folgende Gewürzsorten:\n– Capsicum spp. (getrocknete Früchte, ganz oder gemahlen, ein-\nschließlich Chili, Chilipulver, Cayennepfeffer und Paprika)","2328         Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 49, ausgegeben zu Bonn am 21. September 2004\n– Piper spp. (Früchte, einschließlich weißer und schwarzer Pfef-\nfer)\n– Myristica fragrans (Muskat)\n– Zingiber officinale (Ingwer)\n– Curcuma longa (Gelbwurz)\n2.1.5        Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkin-\nder\n2.1.6        Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung,            einschließlich\nSäuglingsmilchnahrung und Folgemilch\n2.1.7        Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die\neigens für Säuglinge bestimmt sind\n2.2          Ochratoxin A\n2.2.1        Getreide (einschließlich Reis und Buchweizen) und Getreideer-\nzeugnisse\n2.2.1.1      Rohe Getreidekörner (einschließlich roher Reis und roher Buch-\nweizen)\n2.2.1.2      Alle Getreideerzeugnisse (einschließlich verarbeitete Getreideer-\nzeugnisse und Getreidekörner zum direkten Verzehr)\n2.2.2        Getrocknete Weintrauben (Korinthen, Rosinen, Sultaninen)\n2.2.4        Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkin-\nder\n2.2.5        Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die\neigens für Säuglinge bestimmt sind\n2.3          Patulin\n2.3.1        – Fruchtsäfte, insbesondere Apfelsaft, und Fruchsaftzusätze in\nanderen Getränken, einschließlich Fruchtnektar\n– Fruchtsaftkonzentrate nach Rekonstitution entsprechend den\nHerstellerangaben\n2.3.2        Spirituosen, Apfelwein und andere aus Äpfeln gewonnene oder\nApfelsaft enthaltende fermentierte Getränke\n2.3.3        Feste, für den direkten Verzehr bestimmte Apfelerzeugnisse, ein-\nschließlich Apfelkompott, Apfelpüree\n2.3.4        – Apfelsaft sowie feste Apfelerzeugnisse, einschließlich Apfel-\nkompott und Apfelpüree, für Säuglinge und Kleinkinder, die mit\ndiesem Verwendungszweck gekennzeichnet und verkauft wer-\nden\n– andere Beikost als Getreidebeikost“.\nArtikel 2                             2. In § 6 werden die Absätze 2a und 3 wie folgt gefasst:\nÄnderung der                                    „(2a) Nach § 56 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a, Abs. 2\nRückstands-Höchstmengenverordnung                          oder 3 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-\nDie Rückstands-Höchstmengenverordnung in der Fas-                gesetzes wird bestraft, wer entgegen Artikel 2 Abs. 3\nsung der Bekanntmachung vom 21. Oktober 1999                       in Verbindung mit Anhang I Abschnitt 1 der Verord-\n(BGBl. I S. 2082, 2002 I S. 1004), zuletzt geändert durch          nung (EG) Nr. 466/2001 ein dort genanntes Erzeugnis\n§ 7 der Verordnung vom 19. Dezember 2003 (BGBl. I                  als Zutat bei der Herstellung zusammengesetzter\nS. 2755), wird wie folgt geändert:                                 Lebensmittel verwendet.\n(3) Nach § 57 Nr. 2 Buchstabe b des Lebensmittel-\n1. In § 1 Abs. 6 Satz 1 wird die Angabe „Nr. 563/2002 der          und Bedarfsgegenständegesetzes wird bestraft, wer\nKommission vom 2. April 2002 (ABl. EG Nr. L 8 S. 5,             entgegen Artikel 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang I\nNr. L 155 S. 63, 2003 Nr. L 8 S. 46)“ durch die Angabe          Abschnitt 1, auch in Verbindung mit Artikel 2 Abs. 2\n„Nr. 684/2004 der Kommission vom 13. April 2004                 Satz 1, der Verordnung (EG) Nr. 466/2001 ein dort ge-\n(ABl. EU Nr. L 106 S. 6)“ ersetzt.                              nanntes Lebensmittel in den Verkehr bringt.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 49, ausgegeben zu Bonn am 21. September 2004                          2329\nArtikel 3                                              Aflatoxinen B1, B2, G1, G2 einzeln oder insgesamt\nÄnderung der Diätverordnung                                         den Wert von 0,05 Mikrogramm pro Kilogramm\nund von Aflatoxin M1 den Wert von 0,01 Mikro-\n§ 14 der Diätverordnung in der Fassung der Bekannt-                             gramm pro Kilogramm, jeweils bezogen auf das\nmachung vom 25. August 1988 (BGBl. I S. 1713), die                                verzehrfertige Erzeugnis, nicht überschreiten.“\nzuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 15. Juni 2004\n(BGBl. I S. 1097) geändert worden ist, wird wie folgt\ngeändert:\nArtikel 4\n1. Absatz 1 Nr. 2 wird wie folgt gefasst:\nNeufassung\n„2. vorbehaltlich des Artikels 1 in Verbindung mit\nAnhang I Abschnitt 1 Nr. 1.5 der Verordnung (EG)                    Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-\nNr. 466/2001 der Kommission vom 8. März 2001                     rung und Landwirtschaft kann jeweils den Wortlaut der\nzur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte                  Mykotoxin-Höchstmengenverordnung, der Rückstands-\nKontaminanten in Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 77                 Höchstmengenverordnung und der Diätverordnung in\nS. 1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG)                der vom Tag des Inkrafttretens dieser Verordnung an gel-\nNr. 684/2004 der Kommission vom 13. April 2004                   tenden Fassung im Bundesgesetzblatt bekannt machen.\n(ABl. EU Nr. L 106 S. 6), darf ihr Gehalt an Nitrat\n250 Milligramm pro Kilogramm, bezogen auf das\nverzehrfertige Erzeugnis, nicht überschreiten;“.\nArtikel 5\n2. Absatz 2 Nr. 6 wird wie folgt gefasst:\nInkrafttreten\n„6. vorbehaltlich des Artikels 1 in Verbindung mit An-\nhang I Abschnitt 2 Nr. 2.1.5, 2.1.6 und 2.1.7 der                   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in\nVerordnung (EG) Nr. 466/2001 darf ihr Gehalt an                  Kraft.\nBonn, den 9. September 2004\nDie Bundesministerin\nf ü r Ve r b r a u c h e r s c hu t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t\nRenate Künast"]}