{"id":"bgbl1-2004-21-2","kind":"bgbl1","year":2004,"number":21,"date":"2004-05-12T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2004/21#page=136","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2004-21-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2004/bgbl1_2004_21.pdf#page=136","order":2,"title":"Sechste Verordnung zur Änderung futtermittelrechtlicher Verordnungen","law_date":"2004-04-27T00:00:00Z","page":852,"pdf_page":136,"num_pages":5,"content":["852                    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 21, ausgegeben zu Bonn am 12. Mai 2004\nSechste Verordnung\nzur Änderung futtermittelrechtlicher Verordnungen*)\nVom 27. April 2004\nAuf Grund des § 4 Abs. 1 Nr. 1, 2, 5 und 9, des § 5 Abs. 4 Nr. 2, des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2, Nr. 2 auch in Verbindung mit\nAbs. 2 Nr. 1 und 3 Buchstabe d und i, und des § 18 Abs. 1 Nr. 1, jeweils in Verbindung mit § 23, des Futtermittel-\ngesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. August 2000 (BGBl. I S. 1358), von denen § 4 Abs. 1 durch\nArtikel 188 Nr. 1 Buchstabe a der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet\ndas Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft:\nArtikel 1\nÄnderung der Futtermittelverordnung\nDie Futtermittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. November 2000 (BGBl. I S. 1605, 2002 I\nS. 1514), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 9. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2499), wird wie folgt geändert:\n1. In § 13 Abs. 1 Satz 2 werden in Nummer 3 am Ende ein Komma und folgende Nummer 4 eingefügt:\n„4. Isopropylester des Methioninhydroxyanalogs enthalten, die für Milchkühe bestimmt sind, ist zusätzlich der pro-\nzentuale Gehalt des Methioninanalogs“.\n2. § 16 wird wie folgt geändert:\na) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.\nb) Nach Absatz 1 wird folgender Absatz 2 angefügt:\n„(2) Die zugelassenen Zusatzstoffe\n1. Kaolinit-Ton,\n2. Calciumsulfat-Dihydrat,\n3. Vermiculit,\n4. Natrolit-Phonolit,\n5. synthetische Calciumaluminate und\n6. Klinoptilolit sedimentären Ursprungs\ndürfen nur abgegeben oder verwendet werden, wenn der Gehalt an Dioxin jeweils 0,75 Nanogramm WHO-\nPCDD/F-TEQ in einem Kilogramm, bezogen auf eine Trockenmasse von 88 vom Hundert, nicht übersteigt. Die\nFußnoten 2 und 3 der Anlage 5 sind anzuwenden.“\n3. In § 36 Abs. 1 wird die Nummer 1 durch folgende Nummern ersetzt:\n„1. entgegen § 16 Abs. 2 einen dort genannten Zusatzstoff abgibt oder verwendet,\n1a. entgegen § 17 Abs. 2 oder 3 Zusatzstoffe in Vormischungen oder Futtermitteln verwendet,“.\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung folgender Richtlinien und Entscheidungen:\n– Berichtigung der Richtlinie 2002/79/EG der Kommission vom 2. Oktober 2002 zur Änderung der Anhänge der Richtlinien 76/895/EWG,\n86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates hinsichtlich der Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlings-\nbekämpfungsmitteln auf und in Getreide, Lebensmitteln tierischen Ursprungs und bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs einschließlich\nObst und Gemüse (ABl. EU 2003 Nr. L 342 S. 58);\n– Berichtigung der Richtlinie 2003/60/EG der Kommission vom 18. Juni 2003 zur Änderung der Anhänge der Richtlinien 76/895/EWG, 86/362/EWG,\n86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates hinsichtlich der Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von bestimmten Schädlingsbekämp-\nfungsmitteln in und auf Getreide, Lebensmitteln tierischen Ursprungs und bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst\nund Gemüse (ABl. EU 2004 Nr. L 14 S. 55);\n– Richtlinie 2003/100/EG der Kommission vom 31. Oktober 2003 zur Änderung von Anhang I zur Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments\nund des Rates über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung (ABl. EU Nr. L 285 S. 33);\n– Richtlinie 2003/104/EG der Kommission vom 12. November 2003 zur Zulassung von Isopropylester des Methioninhydroxyanalogs (ABl. EU\nNr. L 295 S. 83);\n– Entscheidung 2004/217/EG der Kommission vom 1. März 2004 zur Annahme eines Verzeichnisses von Ausgangserzeugnissen, deren Verkehr oder\nVerwendung in der Tierernährung verboten ist (ABl. EU Nr. L 67 S. 31).\nDiese Verordnung dient auch der Umsetzung folgender Richtlinien:\n– Richtlinie 2003/57/EG der Kommission vom 17. Juni 2003 zur Änderung der Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates\nvom 7. Mai 2002 über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung (ABl. EU Nr. L 151 S. 38);\n– Richtlinie 2003/118/EG der Kommission vom 5. Dezember 2003 zur Änderung der Anhänge der Richtlinien 76/895/EWG, 86/362/EWG,\n86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Acephat, 2,4-D und Parathion-Methyl (ABl. EU\nNr. L 327 S. 25);\n– Richtlinie 2003/126/EG der Kommission vom 23. Dezember 2003 über die Analysemethode zur Bestimmung der Bestandteile tierischen Ursprungs\nbei der amtlichen Untersuchung von Futtermitteln (ABl. EU Nr. L 339 S. 78).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 21, ausgegeben zu Bonn am 12. Mai 2004                 853\n4. Dem § 37 wird folgender Absatz 8 angefügt:\n„(8) Futtermittel, ausgenommen Futtermittel für Heimtiere, die dieser Verordnung in der bis zum 12. Mai 2004\ngeltenden Fassung entsprechen, dürfen noch bis zum 1. November 2004 in den Verkehr gebracht werden. Futter-\nmittel für Heimtiere, die dieser Verordnung in der bis zum 12. Mai 2004 geltenden Fassung entsprechen, dürfen\nnoch bis zum 1. November 2004 erstmals in den Verkehr gebracht werden. Zusatzstoffe, die dieser Verordnung in\nder bis zum 12. Mai 2004 geltenden Fassung entsprechen, dürfen noch bis zum 1. August 2004 abgegeben oder\nverwendet werden.“\n5. In Anlage 1 Nr. 2.2 wird folgende Position angefügt:\n1                                  2                                3                     4\n„Isopropylester der           Isopropylester des Methionin-               –                   Anerkennungs-\n2-Hydroxy-4-methylthio-       hydroxyanalogs                                                  Kennnummer des\nbuttersäure für Milchkühe     CH3-S-CH2-C(OH)H-COO-CH-(CH3)2                                  Betriebes“.\nMonomere Ester:           min. 90 v. H.\nFeuchtigkeitsgehalt:      max. 1 v. H.\n6. Die Anlage 5 wird wie folgt geändert:\na) Die Nummern 1 bis 3 werden wie folgt gefasst:\n1                                               2                                3\n„1. Arsen (Gesamtarsengehalt)                 Einzelfuttermittel, ausgenommen:                           2\n– Grünmehl, Luzernegrünmehl und Klee-                      4\ngrünmehl sowie getrocknete Zucker-\nrübenschnitzel und getrocknete\nmelassierte Zuckerrübenschnitzel\n– Palmkernexpeller                                         4\n– Phosphate und kohlensaurer Algenkalk                   10\n– Calciumcarbonat                                        15\n– Magnesiumoxid                                          20\n– Futtermittel aus der Verarbeitung von                  15\nFischen oder anderen Meerestieren\n– Seealgenmehl und aus Seealgen                          40\ngewonnene Einzelfuttermittel\nAlleinfuttermittel, ausgenommen:                           2\n– Alleinfuttermittel für Fische und Pelztiere              6\nErgänzungsfuttermittel, ausgenommen:                       4\n– Mineralfuttermittel                                    12\n2.  Blei                                      Einzelfuttermittel, ausgenommen:                         10\n– Grünfutter                                             40\n– Phosphate und kohlensaurer Algenkalk                   15\n– Calciumcarbonat                                        20\n– Hefen                                                    5\nAlleinfuttermittel                                         5\nErgänzungsfuttermittel, ausgenommen:                     10\n– Mineralfuttermittel                                    15\n3.  Fluor                                     Einzelfuttermittel, ausgenommen:                        150\n– Einzelfuttermittel tierischer Herkunft,               500\nausgenommen Tiefseegarnelen wie z. B.\nKrill\n– Phosphate und Tiefseegarnelen wie z. B.             2 000\nKrill\n– Calciumcarbonat                                       350\n– Magnesiumoxid                                         600","854            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 21, ausgegeben zu Bonn am 12. Mai 2004\n– kohlensaurer Algenkalk                         1 000\nAlleinfuttermittel, ausgenommen:                   150\n– Alleinfuttermittel für Rinder, Schafe und\nZiegen\n= laktierend                                     30\n= sonstige                                       50\n– Alleinfuttermittel für Schweine                  100\n– Alleinfuttermittel für Geflügel                  350\n– Alleinfuttermittel für Küken                     250\nMineralfuttermittel für Rinder, Schafe und       2 000\nZiegen\nAndere Ergänzungsfuttermittel                      1251)“.\nb) Die Nummer 7 wird wie folgt gefasst:\n1                                            2                           3\n„7. Aflatoxin B1                          Einzelfuttermittel:                                   0,02\nAlleinfuttermittel für Rinder, Schafe und             0,02\nZiegen, ausgenommen:\n– Alleinfuttermittel für Milchvieh                    0,005\n– Alleinfuttermittel für Kälber und Lämmer            0,01\nAlleinfuttermittel für Schweine und Geflügel,         0,02\nausgenommen Jungtiere\nAndere Alleinfuttermittel                             0,01\nErgänzungsfuttermittel für Rinder, Schafe             0,02\nund Ziegen, ausgenommen Ergänzungs-\nfuttermittel für Milchvieh, Kälber und\nLämmer\nErgänzungsfuttermittel für Schweine und               0,02\nGeflügel, ausgenommen Jungtiere\nAndere Ergänzungsfuttermittel                         0,005“.\nc) Die Nummer 9 wird wie folgt gefasst:\n1                                            2                           3\n„9. Freies Gossypol                       Einzelfuttermittel, ausgenommen:                    20\n– Baumwollsaat                                   5 000\n– Baumwollsaatkuchen und Baumwoll-               1 200\nextraktionsschrot\nAlleinfuttermittel, ausgenommen:                    20\n– Alleinfuttermittel für Rinder, Schafe und        500\nZiegen\n– Alleinfuttermittel für Geflügel,                 100\nausgenommen Legehennen, und Kälber\n– Alleinfuttermittel für Kaninchen und              60“.\nSchweine, ausgenommen Ferkel\nd) Die Nummer 22 wird wie folgt gefasst:\n1                                            2                           3\n„22. Endosulfan (Summe aus alpha- und     Alle Futtermittel, ausgenommen                        0,1\nbeta-Isomeren und aus Endosulfan-    – Maiskörner und Erzeugnisse ihrer Ver-               0,2\nsulfat, berechnet als Endosulfan)       arbeitung\n– Ölsaaten und Erzeugnisse ihrer Ver-                 0,5\narbeitung\n– Alleinfuttermittel für Fische                       0,005“.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 21, ausgegeben zu Bonn am 12. Mai 2004                      855\n7. Die Anlage 5a Teil B wird wie folgt geändert:\na) Die Position „Abamectin“ wird wie folgt gefasst:\n1               2                         3                                    4                       5\n„Abamectin         71751-41-2      Avermectin B1                   Erdbeeren (ohne Wildfrüchte) und          0,1\nSalate\nSumme von Avermectin B1a,\nAvermectin B1b und Delta-8,9-   Hopfen und Paprika                        0,05\nIsomer von Avermectin B1a       Auberginen, Leber von Rindern1),          0,02\nÖlsaaten, Schalenfrüchte, Tee und\nTomaten\nEier3), übrige pflanzliche Futtermittel,  0,01\nausgenommen Gewürze, und\nsonstige Futtermittel aus Landtieren1)\nMilch2)                                   0,005“.\nb) Die Position „2,4-D“ wird wie folgt gefasst:\n1               2                         3                                    4                       5\n„2,4 -D            000094-75-7     2,4-Dichlorphenoxyessigsäure    Niere, ausgenommen Geflügel , und         1\nSumme von 2, 4-D und seiner     Zitrusfrüchte\nEster, ausgedrückt als 2,4-D    Hopfen, Ölsaaten und Tee                  0,1\nübrige pflanzliche Futtermittel,          0,05\nausgenommen Gewürze, und\nsonstige Futtermittel aus Landtieren\nEier und Milch                            0,01“.\nc) Die Position „Diquat“ wird wie folgt gefasst:\n1               2                         3                                    4                       5\n„Diquat             2764-72-9      9,10-Dihydro-8a,10a-diazonia-   Gerste                                   10\nphenanthren-Ion                 Leinsamen                                 5\nHafer                                     2\nHirse und Mais                            1\nRapssamen                                 0,5\nBohnen und Erbsen                         0,2\nHopfen, sonstige Ölsaaten und Tee         0,1\nübrige pflanzliche Futtermittel,          0,05“.\nausgenommen Gewürze, sowie\nFuttermittel tierischen Ursprungs\nd) Die Position „Triadimefon und Triadimenol“ wird wie folgt gefasst:\n1               2                         3                                    4                       5\n„Triadimefon       43121-43-3      1-(4-Chlorphenoxy)-3,3-         Hopfen                                   10\ndimethyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-\nund                                                                Ananas                                    3\nyl)-2-butanon\nTrauben                                   2\nTriadimenol        055219-65-3     1-(4-Chlorphenoxy)-3,3-\ndimethyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1- Artischocken und Frühlingszwiebeln        1\nyl)-butanol-2                   Erdbeeren (ohne Wildfrüchte),             0,5\nSumme von Triadimefon und       Paprika und Speisezwiebeln\nTriadimenol                     Tomaten                                   0,3\nÄpfel, Bananen, Gerste, Hafer,            0,2\nÖlsaaten, Roggen, Schalenfrüchte,\nTee, Triticale und Weizen\nübrige pflanzliche Futtermittel,          0,1“.\nausgenommen Gewürze, und Futter-\nmittel tierischen Ursprungs1), 2), 3)","856                    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 21, ausgegeben zu Bonn am 12. Mai 2004\n8. Die Anlage 6 wird wie folgt gefasst:\n„Anlage 6\n(zu den §§ 25 und 27)\nVerbotene Stoffe\n1. Kot, Urin sowie durch Entleerung oder Entfernung abgetrennter Inhalt des Verdauungstraktes, ohne Rücksicht\nauf jegliche Art der Verarbeitung oder Beimischung\n2. Mit Gerbstoffen behandelte Häute einschließlich deren Abfälle\n3. Saatgut und anderes Pflanzenvermehrungsmaterial, das nach der Ernte im Hinblick auf seine Zweckbestim-\nmung (Vermehrung) einer besonderen Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln unterzogen wurde, sowie jegliche\ndaraus gewonnene Nebenerzeugnisse\n4. Mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz einschließlich Sägemehl und sonstiges aus Holz gewonnenes Material\nim Sinne des Anhangs V der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar\n1998 über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten (ABl. EG Nr. L 123 S. 1)\n5. Alle Abfälle, die in den verschiedenen Phasen der Behandlung von kommunalem, häuslichem oder industriellem\nAbwasser im Sinne des Artikels 2 der Richtlinie 91/271/EWG des Rates vom 21. Mai 1991 über die Behandlung\nvon kommunalem Abwasser (ABl. EG Nr. L 135 S. 40) gewonnen wurden, unabhängig davon, ob diese Abfälle\nweiter verarbeitet wurden, und unabhängig vom Ursprung des Abwassers1)\n6. Fester Siedlungsmüll2), wie z. B. Hausmüll\n7. Verpackung und Verpackungsteile von Erzeugnissen der Agro-Lebensmittelindustrie\n1) Der Begriff „Abwasser“ bezieht sich nicht auf „Prozesswasser“, das heißt Wasser aus unabhängigen Leitungen in Lebensmittel- oder Futtermittel-\nbetrieben; sofern in diesen Leitungen Wasser geführt wird, darf zur Tierernährung nur genusstaugliches und sauberes Wasser im Sinne des\nArtikels 4 der Richtlinie 98/83/EG des Rates vom 3. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (ABl. EG\nNr. L 330 S. 32) verwendet werden. In Fisch verarbeitenden Betrieben kann in diesen Leitungen auch sauberes Meerwasser im Sinne des Artikels 2\nder Richtlinie 91/493/EWG des Rates vom 22. Juli 1991 zur Festlegung von Hygienevorschriften für die Erzeugung und die Vermarktung von\nFischereierzeugnissen (ABl. EG Nr. L 268 S. 15) geführt werden. Prozesswasser darf nur dann zur Tierernährung verwendet werden, wenn es Fut-\ntermittel- oder Lebensmittel-Ausgangserzeugnisse enthält und technisch frei von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie sonstigen Stoffen\nist, die in den Vorschriften über Tierernährung nicht zugelassen sind.\n2) Mit dem Begriff „fester Siedlungsmüll“ sind nicht Küchen- und Speiseabfälle im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 des Europäischen Par-\nlaments und des Rates vom 3. Oktober 2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte\n(ABl. EG Nr. L 273 S. 1) gemeint.“\nArtikel 2\nÄnderung der Futtermittel-\nProbenahme- und -Analyse-Verordnung\n§ 12 Abs. 3 der Futtermittel-Probenahme- und -Analyse-Verordnung in der\nFassung der Bekanntmachung vom 15. März 2000 (BGBl. I S. 226), die zuletzt\ndurch Artikel 3 der Verordnung vom 21. März 2003 (BGBl. I S. 408) geändert\nworden ist, wird wie folgt gefasst:\n„(3) Wird eine amtliche Untersuchung zum Nachweis oder zur mengenmäßi-\ngen Bestimmung von Bestandteilen tierischen Ursprungs in Futtermitteln mittels\nmikroskopischer Untersuchungen durchgeführt, ist nach der Richtlinie\n2003/126/EG der Kommission vom 23. Dezember 2003 über die Analysemetho-\nde zur Bestimmung der Bestandteile tierischen Ursprungs bei der amtlichen\nUntersuchung von Futtermitteln (ABl. EU Nr. L 339 S. 78) zu verfahren.“\nArtikel 3\nInkrafttreten\nDie Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 27. April 2004\nDie Bundesministerin\nf ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t\nRenate Künast"]}