{"id":"bgbl1-2004-11-6","kind":"bgbl1","year":2004,"number":11,"date":"2004-03-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2004/11#page=43","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2004-11-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2004/bgbl1_2004_11.pdf#page=43","order":6,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 1355 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches)","law_date":"2004-03-05T00:00:00Z","page":431,"pdf_page":43,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2004 Teil I Nr. 11, ausgegeben zu Bonn am 18. März 2004                        431\nArtikel 2                                      geändert worden ist, wird der Abschnitt „Qualitätsnor-\nmen für Kulturchampignons“ aufgehoben.\nÄnderung der Verordnung\nüber gesetzliche Handelsklassen\nfür frisches Obst und Gemüse\nArtikel 3\nIm Anhang der Verordnung über gesetzliche Handels-\nInkrafttreten\nklassen für frisches Obst und Gemüse vom 9. Oktober\n1971 (BGBl. I S. 1640, 1972 I S. 81), die zuletzt durch Arti-               Die Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in\nkel 83 des Gesetzes vom 2. August 1994 (BGBl. I S. 2018)                 Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 10. März 2004\nDie Bundesministerin\nf ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t\nRenate Künast\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Februar 2004 – 1 BvR\n193/97 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. § 1355 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist mit Artikel 2 Absatz 1 in\nVerbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes nicht vereinbar, soweit\ner ausschließt, dass Ehegatten zum Ehenamen einen durch frühere Ehe-\nschließung erworbenen Familiennamen bestimmen können, den einer von\nbeiden zum Zeitpunkt der Eheschließung führt.\n2. Bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung ist § 1355 Absatz 2 des\nBürgerlichen Gesetzbuches mit der Maßgabe anzuwenden, dass dann, wenn\ndie Ehegatten bei einer Eheschließung nach dem Tage der Veröffentlichung\ndieser Entscheidungsformel im Bundesgesetzblatt einen von einem der Ehe-\ngatten in einer früheren Ehe erworbenen Familiennamen zum Ehenamen\nbestimmen wollen, jeder Ehegatte vorläufig bis zur gesetzlichen Neuregelung\nden von ihm zur Zeit der Eheschließung geführten Namen behält.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundesver-\nfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 5. März 2004\nDie Bundesministerin der Justiz\nBrigitte Zypries"]}