{"id":"bgbl1-2002-72-3","kind":"bgbl1","year":2002,"number":72,"date":"2002-10-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2002/72#page=92","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2002-72-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2002/bgbl1_2002_72.pdf#page=92","order":3,"title":"Einundzwanzigste Verordnung zur Änderung der Futtermittelverordnung","law_date":"2002-09-25T00:00:00Z","page":3956,"pdf_page":92,"num_pages":5,"content":["3956               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 72, ausgegeben zu Bonn am 10. Oktober 2002\nEinundzwanzigste Verordnung\nzur Änderung der Futtermittelverordnung*)\nVom 25. September 2002\nAuf Grund des § 4 Abs. 1 Nr. 5 Buchstabe b in Verbindung mit § 23 des Futtermittelgesetzes in der Fassung der\nBekanntmachung vom 25. August 2000 (BGBl. I S. 1358), von denen § 4 Abs. 1 durch Artikel 188 der Verordnung vom\n29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verbraucherschutz,\nErnährung und Landwirtschaft:\nArtikel 1\nDie Futtermittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. November 2000 (BGBl. I S. 1605, 2002 I\nS. 1514), zuletzt geändert durch Artikel 6 § 2 des Gesetzes vom 6. August 2002 (BGBl. I S. 3082), wird wie folgt geändert:\n1. Dem § 37 wird folgender Absatz angefügt:\n„(9) Futtermittel, ausgenommen Futtermittel für Heimtiere, die dieser Verordnung in der bis zum 10. Oktober 2002\ngeltenden Fassung entsprechen, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2002 in den Verkehr gebracht werden. Futter-\nmittel für Heimtiere, die dieser Verordnung in der bis zum 10. Oktober 2002 geltenden Fassung entsprechen, dürfen\nnoch bis zum 31. Dezember 2002 erstmals in den Verkehr gebracht werden.“\n2. Die Anlage 5a Teil B wird wie folgt geändert:\na) Die Position „Acephat“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff         CAS-Nummer                Wirkstoffbezeichnung                    Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1                 2                              3                                          4                            5\n„Acephat             30560-19-1       O,S-Dimethyl-N-acetyl-amidothio-        Gemüsebohnen und Gemüseerbsen                       3\nphosphat                                Blumenkohle, Kopfkohle, Kohlrabi                    2\nund Pflaumen\nKernobst, Salat und Zitrusfrüchte                   1\nAuberginen und Tomaten                              0,5\nArtischocken und Pfirsiche                          0,2\nHopfen und Tee                                      0,1\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie               0,02“.\nFuttermittel tierischen Ursprungs\nb) Die Position „Amitraz“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff         CAS-Nummer                Wirkstoffbezeichnung                    Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1                 2                              3                                          4                            5\n„Amitraz             33089-61-1       N,N-Bis-(2,4-xylyliminomethyl)-         Hopfen                                            20\nmethylamin                              Baumwollsamen                                       1\nSumme aus Amitraz und allen             Auberginen, Kernobst und Tomaten                    0,5\nMetaboliten, die die 2,4-Dimethyl-      Tee                                                 0,1\nanilingruppe enthalten, berechnet       übrige pflanzliche Futtermittel,                    0,05\nals Amitraz                             ausgenommen Getreide\nGetreide sowie Futtermittel aus                     0,02“.\nGeflügel und Eier\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung folgender Richtlinien:\n– Richtlinie 2002/5/EG der Kommission vom 30. Januar 2002 zur Änderung von Anhang II der Richtlinie 90/642/EWG des Rates über die Festsetzung\nvon Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, einschließ-\nlich Obst und Gemüse (ABl. EG Nr. L 34 S. 7);\n– Richtlinie 2002/23/EG der Kommission vom 26. Februar 2002 zur Änderung der Anhänge der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und\n90/642/EWG des Rates hinsichtlich der Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Getreide,\nLebensmitteln tierischen Ursprungs und bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse (ABl. EG Nr. L 64 S. 13).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 72, ausgegeben zu Bonn am 10. Oktober 2002                     3957\nc) Die Position „Azoxystrobin“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung               Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1              2                           3                                     4                      5\n„Azoxystrobin   131860-33-8     Methyl-(E)-2-{2-[6-(2-cyanophe-    Hopfen                                      20\nnoxy)-pyrimidin-4-yloxy]phenyl}-3- Reis und Stangensellerie                     5\nmethoxyacrylat\nSalate                                       3\nAuberginen, Bananen, Erdbeeren               2\n(ohne Wildfrüchte), Paprika, Toma-\nten und Trauben\nArtischocken, Cucurbitaceen mit              1\ngenießbarer Schale, Gemüsebohnen\n(mit Hülsen) und Zitrusfrüchte\nCucurbitaceen mit ungenießbarer              0,5\nSchale und Gemüseerbsen\n(mit Hülsen)\nGerste, Hafer, Roggen, Triticale und         0,3\nWeizen\nChicoree, Gemüseerbsen (ohne                 0,2\nHülsen), Karotten, Meerrettich,\nMöhren, Pastinaken, Petersilien-\nwurzeln und Schwarzwurzeln\nHülsenfrüchte, Porree, Schalen-              0,1\nfrüchte und Tee\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie        0,05\nFuttermittel aus Landtieren und Eier\nMilch                                        0,01“.\nd) Die Position „Chlorthalonil“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung               Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1              2                           3                                     4                      5\n„Chlorthalonil    1897-45-6     2,4,5,6-Tetrachlorisophtalonitril  Hopfen                                      50\nBrombeeren, Himbeeren, Johannis-            10\nbeeren, Porree, Stachelbeeren und\nStangensellerie\nEinlegegurken, Frühlingszwiebeln             5\nund Kräuter\nBlumenkohle, Erdbeeren, Kelter-              3\ntrauben und Kopfkohl\nGemüseerbsen (mit Hülsen), Preisel-          2\nbeeren, Solanaceen und Zuchtpilze\nAprikosen, Cucurbitaceen mit un-             1\ngenießbarer Schale, Gurken, aus-\ngenommen Einlegegurken, Karotten,\nKernobst, Knollensellerie, Möhren,\nPfirsiche und Tafeltrauben\nKnoblauch, Rosenkohl, Schalotten             0,5\nund Speisezwiebeln\nGemüseerbsen (ohne Hülsen)                   0,3\nBananen                                      0,2\nGerste, Hafer, Roggen, Tee, Triticale        0,1\nund Weizen\nErdnüsse und Gemüsebohnen                    0,05\n(ohne Hülsen)\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie        0,01“.\nFuttermittel tierischen Ursprungs","3958         Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 72, ausgegeben zu Bonn am 10. Oktober 2002\ne) Die Position „Cypermethrin“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer            Wirkstoffbezeichnung              Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1               2                          3                                    4                        5\n„Cypermethrin    52315-07-8   Cyano(3-phenoxyphenyl)-methyl-3-   Hopfen                                        30\n(2,2-dichlorethenyl)-2,2-dimethyl- Aprikosen, Artischocken, Kräuter,              2\ncyclopropancarboxylat              Pfirsiche, Salate, Wildbeeren, Wild-\neinschließlich anderer verwandter  früchte und Zitrusfrüchte\nIsomerengemische                   Blattkohle, Kernobst, Kirschen,                1\nPflaumen und wild wachsende Pilze\nBlumenkohle, Gemüsebohnen                      0,5\n(mit Hülsen), Gemüseerbsen (mit\nHülsen), Kopfkohle, Porree, Spinat,\nSolanaceen, Strauchbeerenobst,\nTee und Trauben\nBaumwollsamen, Cucurbitaceen                   0,2\nmit genießbarer und ungenießbarer\nSchale, Gerste, Hafer, Kohlrabi,\nLeinsamen, Mohnsamen, Raps-\nsamen, Sesamsamen und Sonnen-\nblumenkerne sowie Futtermittel aus\nLandtieren1), ausgenommen Futter-\nmittel aus Geflügel\nKnoblauch, Speisezwiebeln,                     0,1\nSchalotten und Spargel\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie          0,05\nFuttermittel aus Geflügel1) und Eier3)\nMilch2)                                        0,02“.\nf) Die Position „Ethephon“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer            Wirkstoffbezeichnung              Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1               2                          3                                    4                        5\n„Ethephon        16672-87-0   2-Chlorethanphosphonsäure          Johannisbeeren                                 5\nKernobst, Kirschen, Paprika und                3\nTomaten\nAnanas und Baumwollsamen                       2\nGerste und Roggen                              0,5\nWeizen und Triticale                           0,2\nHopfen, Schalenfrüchte und Tee                 0,1\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie          0,05“.\nFuttermittel tierischen Ursprungs\ng) Die Position „Fenbutatinoxid“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer            Wirkstoffbezeichnung              Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1               2                          3                                    4                        5\n„Fenbutatinoxid  13356-08-6   Hexakis-(2-methyl-2-phenylpropyl)- Zitrusfrüchte                                  5\ndistannoxan                        Bananen                                        3\nKernobst und Trauben                           2\nAuberginen, Erdbeeren, Paprika und             1\nTomaten\nGurken, ausgenommen Einlege-                   0,5\ngurken, und Zucchini\nHopfen und Tee                                 0,1\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie          0,05\nFuttermittel tierischen Ursprungs1),3),\nausgenommen Milch\nMilch2)                                        0,02“.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 72, ausgegeben zu Bonn am 10. Oktober 2002                     3959\nh) Nach der Position „Flucythrianat“ wird folgende Position eingefügt:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff     CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung                Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1             2                           3                                      4                       5\n„Flupyrsulfuron- 144740-54-5   Methyl-2-(4,6-dimethoxypyrimidin-    Hopfen, Ölsaaten und Tee                      0,05\nmethyl                         2-ylcarba-moylsulfamoyl)-6-          übrige pflanzliche Futtermittel               0,02“.\ntrifluoromethylnicotinat\ni) Die Position „Kresoxim-methyl“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff     CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung                Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1             2                           3                                      4                       5\n„Kresoxim-       143390-89-0   Methyl-[(E)-2-methoxy-imino-2-       Johannisbeeren, Paprika, Stachel-             1\nmethyl                         [2-(o-tolyloxymethyl)phenyl]acetat]  beeren und Trauben\nAuberginen und Tomaten                        0,5\nCucurbitaceen mit ungenießbarer               0,2\nSchale, Erdbeeren, Kernobst und\nOliven\nHopfen, Ölsaaten, Schalenfrüchte              0,1\nund Tee\nübrige pflanzliche Futtermittel               0,05\nEier                                          0,02\nMetabolit 490M1:2-Methoxyimino       Niere von Landtieren                          0,05\n-2-2[o-tolyloxy-methyl(phenyl]       Fleisch, Leber und Fett von Land-             0,02\nessigsäure                           tieren\nMetabolit 490M9:2[2-(4-Hydroxy-2-    Milch                                         0,02“.\nmethylphenoxy-methyl)phenyl]-2-\nmethoxy-iminoessigsäure\nj) Die Position „Lambda-Cyhalothrin“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff     CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung                Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1             2                           3                                      4                       5\n„Lambda-Cyha-    091465-08-6   (RS)-α-Cyano-3-phenoxybenzyl-(Z)-    Hopfen                                       10\nlothrin                        (1RS)-3-(2-chlor-3,3,3-triflourprop- Kräuter, Salate und Tee                       1\n1-enyl)-2,2-dimethylcyclopropan-     Auberginen, Erdbeeren (ohne Wild-             0,5\ncarboxylat                           früchte), wild wachsende Pilze und\nSpinat\nStangensellerie                               0,3\nAprikosen, Gemüsebohnen (mit                  0,2\nHülsen), Gemüseerbsen, Kopfkohl,\nPfirsiche, Trauben und Wildfrüchte\nBlumenkohle, Cucurbitaceen mit                0,1\ngenießbarer Schale, Grapefruit,\nJohannisbeeren, Kernobst, Knollen-\nsellerie, Orangen, Pampelmusen,\nPaprika, Radieschen, Rettich,\nStachelbeeren, übriges Steinobst\nund Tomaten\nGerste, Cucurbitaceen mit un-                 0,05\ngenießbarer Schale, Rosenkohl\nund Schalenfrüchte\nübrige pflanzliche Futtermittel               0,02\nLambda-Cyhalothrin einschließlich    Futtermittel aus Landtieren1), aus-           0,5\nandere verwandter Isomerengemi-      genommen Futtermittel aus Geflügel\nsche (Summe der Isomeren)            Milch2)                                       0,05\nFuttermittel aus Geflügel1) und Eier3)        0,02“.","3960          Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 72, ausgegeben zu Bonn am 10. Oktober 2002\nk) Die Position „Metalaxyl“ wird wie folgt gefasst:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung             Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1              2                           3                                   4                      5\n„Metalaxyl        57837-19-1  Methyl-N-(2-methoxyacetyl)-N-(2,6- Hopfen                                      10\nxylyl)-alaninat                    Tafeltrauben                                 2\nEndivien, Keltertrauben, Kernobst,           1\nKopfkohl, Kräuter und Salat\nErdbeeren, Grapefruits, Gurken,              0,5\nausgenommen Einlegegurken,\nOrangen, Pampelmusen, Schalotten\nund Speisezwiebeln\nFrühlingszwiebeln, Melonen, Porree           0,2\nund Wassermelonen\nBlumenkohle, Karotten, Möhren,               0,1\nPastinaken und Tee\nübrige pflanzliche Futtermittel sowie        0,05“.\nFuttermittel tierischen Ursprungs\nl) Nach der Position „Propyzamid“ wird folgende Position eingefügt:\nHöchstgehalt\nin mg/kg\nStoff       CAS-Nummer             Wirkstoffbezeichnung             Futtermittel gemäß Teil A\n(siehe Vor-\nbemerkungen)\n1              2                           3                                   4                      5\n„Pymetrozin      123312-89-0  (E)-6-methyl-4-[(pyridin-3-        Hopfen                                       5\nylmethylen)amino]-4,5-dihydro-2H-  Kräuter, Paprika und Salate                  1\n[1,2,4]-triazin-3-one              Auberginen, Cucurbitaceen mit                0,5\ngenießbarer Schale und Tomaten\nZitrusfrüchte                                0,3\nCucurbitaceen mit ungenießbarer              0,2\nSchale\nTee                                          0,1\nAprikosen, Baumwollsamen,                    0,05\nKopfkohl und Pfirsiche\nübrige pflanzliche Futtermittel              0,02\nFuttermittel tierischen Ursprungs            0,01“.\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 25. September 2002\nDie Bundesministerin\nfür Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft\nRenate Künast"]}