{"id":"bgbl1-2002-55-4","kind":"bgbl1","year":2002,"number":55,"date":"2002-08-08T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2002/55#page=24","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2002-55-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2002/bgbl1_2002_55.pdf#page=24","order":4,"title":"Zweite Verordnung zur Änderung der Schadstoff-Höchstmengenverordnung","law_date":"2002-07-30T00:00:00Z","page":3000,"pdf_page":24,"num_pages":2,"content":["3000                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 55, ausgegeben zu Bonn am 8. August 2002\nZweite Verordnung\nzur Änderung der Schadstoff-Höchstmengenverordnung*)\nVom 30. Juli 2002\nEs verordnen das Bundesministerium für Verbraucher-                      1. Dem § 1 wird folgender § 1 vorangestellt:\nschutz, Ernährung und Landwirtschaft                                                                        „§ 1\n– auf Grund des § 9 Abs. 1 Nr. 4 Buchstabe a in Verbin-\nAnwendungsbereich\ndung mit Abs. 3 des Lebensmittel- und Bedarfsgegen-\nständegesetzes in der Fassung der Bekanntmachung                                (1) Diese Verordnung gilt für die in der Anlage auf-\nvom 9. September 1997 (BGBl. I S. 2296), § 9 Abs. 3                          geführten Lebensmittel.\nzuletzt durch Artikel 42 Nr. 3 der Verordnung vom                               (2) § 3 gilt auch für die in Anhang I Abschnitt 3 und\n29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert, im Einver-                      § 4 Abs. 1 bis 3 gilt auch für die in Anhang I Abschnitt 3\nnehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und                          und in Abschnitt 5 der Verordnung (EG) Nr. 466/2001\nTechnologie sowie                                                            der Kommission vom 8. März 2001 zur Festsetzung\n– auf Grund des § 60 Nr. 1 des Lebensmittel- und                                der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in\nBedarfsgegenständegesetzes, der durch Artikel 42                             Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 77 S. 1), zuletzt geändert\nNr. 16 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 geändert                          durch Verordnung (EG) Nr. 563/2002 der Kommission\nworden ist, und                                                              vom 2. April 2002 zur Änderung der Verordnung (EG)\ndas Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und                               Nr. 466/2001 zur Festsetzung der Höchstgehalte für\nReaktorsicherheit                                                               bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. EG\nNr. L 86 S. 5), aufgeführten Lebensmittel.“\n– auf Grund des § 9 Abs. 4 des Lebensmittel- und\nBedarfsgegenständegesetzes, der zuletzt durch Arti-\nkel 42 Nr. 3 der Verordnung vom 29. Oktober 2001                         2. Der bisherige § 1 wird § 2.\ngeändert worden ist, im Einvernehmen mit den Bun-\ndesministerien für Verbraucherschutz, Ernährung und                      3. Der bisherige § 1a wird § 3 und wie folgt gefasst:\nLandwirtschaft sowie für Wirtschaft und Technologie\n„§ 3\nsowie\nProbenahme und Analysemethoden\n– auf Grund des § 44 Abs. 1 Nr. 2 des Lebensmittel- und\nBedarfsgegenständegesetzes im Einvernehmen mit                                  Bei der amtlichen Kontrolle der Gehalte von Blei,\ndem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-                          Cadmium und Quecksilber in Lebensmitteln nach § 1\nrung und Landwirtschaft:                                                     Abs. 2 sind\n1. die Proben nach dem Verfahren des Anhangs I der\nArtikel 1                                            Richtlinie 2001/22/EG der Kommission vom 8. März\n2001 zur Festlegung von Probenahmeverfahren\nDie Schadstoff-Höchstmengenverordnung vom 23. März\nund Analysemethoden für die amtliche Kontrolle auf\n1988 (BGBl. I S. 422), geändert durch Artikel 1 der Verord-\nEinhaltung der Höchstgehalte für Blei, Cadmium,\nnung vom 3. März 1997 (BGBl. I S. 430), wird wie folgt\nQuecksilber und 3-MCPD in Lebensmitteln (ABl. EG\ngeändert:\nNr. L 77 S. 14, Nr. L 325 S. 34) zu nehmen,\n*) Diese Verordnung dient auch der Umsetzung der                                2. bei Probenvorbereitung und bei der Durchführung\n1. Richtlinie 2001/22/EG der Kommission vom 8. März 2001 zur Fest-               der Analyse die in Anhang II der Richtlinie 2001/\nlegung von Probenahmeverfahren und Analysemethoden für die                    22/EG beschriebenen Kriterien zu erfüllen.“\namtliche Kontrolle auf Einhaltung der Höchstgehalte für Blei, Cad-\nmium, Quecksilber und 3-MCPD in Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 77\nS. 14, Nr. L 325 S. 34);                                              4. Der bisherige § 2 wird § 4 und wie folgt geändert:\n2. Entscheidung 2001/182/EG der Kommission vom 8. März 2001 zur\nAufhebung der Entscheidung 93/351/EWG zur Festlegung der Ana-             a) In den Absätzen 1 und 2 wird die Angabe „§ 1“\nlyseverfahren, Probenahmepläne und Grenzwerte für Quecksilber in              jeweils durch die Angabe „§ 2“ ersetzt.\nFischereierzeugnissen (ABl. EG Nr. L 77 S. 22 , Nr. L 305 S. 35).\nDie Verpflichtungen aus der Verordnung (EWG) Nr. 315/93 des Rates            b) Nach Absatz 2 wird folgender Absatz 3 eingefügt:\nvom 8. Februar 1993 zur Festlegung von gemeinschaftlichen Verfahren\nzur Kontrolle von Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 37 S. 1)           „(3) Nach § 56 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a, Abs. 2\nsind beachtet worden.                                                            und 3 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 55, ausgegeben zu Bonn am 8. August 2002                          3001\ngesetzes wird bestraft, wer gegen die Verordnung          b) Die „Liste B Quecksilber“ wird durch folgende Liste\n(EG) Nr. 466/2001 verstößt, indem er vorsätzlich             ersetzt:\noder fahrlässig                                                                          „Liste B\n1. entgegen Artikel 1 Abs. 1 in Verbindung mit                                         Quecksilber\nAnhang I Abschnitt 3 oder Abschnitt 5 ein dort\ngenanntes Lebensmittel in den Verkehr bringt,               Schadstoff          Höchstmengen         Lebensmittel\nin Milligramm\ndessen Gehalt an Kontaminanten einen dort auf-\npro Kilogramm\ngeführten Höchstgehalt übersteigt,\n2. entgegen Artikel 2 Abs. 3 in Verbindung mit                  Quecksilber         0,5 1)               Pulmonata 2)\nAnhang I Abschnitt 3 oder Abschnitt 5 ein dort              (Hg) und                                 und daraus\ngenanntes Erzeugnis als Zutat bei der Herstel-              Quecksilber-                             hergestellte\nlung zusammengesetzter Lebensmittel verwen-                 verbindungen                             Erzeugnisse\ndet oder                                                    insgesamt,\nberechnet als\n3. entgegen Artikel 4a Buchstabe a ein dort ge-                 Quecksilber\nnanntes Erzeugnis, bei dem die Höchstgehalte\n1)  Die angegebenen Höchstmengen beziehen sich auf das Frisch-\neingehalten werden, mit einem solchen mischt,\ngewicht der essbaren Teile der Tiere. Bei Erzeugnissen ist der\nbei dem die Höchstgehalte überschritten wer-                 Berechnung der Anteil der zu ihrer Herstellung verwendeten\nden.“                                                        Lebensmittel am Gesamtgewicht zugrunde zu legen.\n2) Im Sinne der Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuches.“\nc) Der bisherige Absatz 3 wird Absatz 4.\n5. Die Anlage wird wie folgt geändert:                                                     Artikel 2\na) In der Überschrift wird der Klammerzusatz „(zu § 1)“     Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in\ndurch den Klammerzusatz „(zu § 2)“ ersetzt.           Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 30. Juli 2002\nDer Bundesminister\nfür Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit\nJürgen Trittin\nDie Bundesministerin\nfür Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft\nRenate Künast"]}