{"id":"bgbl1-2002-41-10","kind":"bgbl1","year":2002,"number":41,"date":"2002-06-28T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2002/41#page=90","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2002-41-10/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2002/bgbl1_2002_41.pdf#page=90","order":10,"title":"Zweite Verordnung zur Änderung der Frequenznutzungsbeitragsverordnung","law_date":"2002-06-24T00:00:00Z","page":2226,"pdf_page":90,"num_pages":3,"content":["2226             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 41, ausgegeben zu Bonn am 28. Juni 2002\nZweite Verordnung\nzur Änderung der Frequenznutzungsbeitragsverordnung\nVom 24. Juni 2002\nAuf Grund des § 48 Abs. 3 des Telekommunikationsgesetzes vom 25. Juli 1996 (BGBl. I S. 1120), der durch Artikel 226\nNr. 2 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für\nWirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen:\nArtikel 1\nDie Frequenznutzungsbeitragsverordnung vom 13. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1704), geändert durch die Verordnung\nvom 13. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3629), wird durch folgende Anlage ergänzt:\n„Anlage 2\nFrequenznutzungsbeiträge für das Jahr 2002\n1              2                           3                              4                          5\nJahresbeitrag\nFunkdienst/\nNr.                                  Nutzergruppen                   Bezugseinheit            je Bezugseinheit\nFunkanwendung\nnach § 3 (in Euro)\n1        Öffentlicher\nMobilfunk\n1.1                           D-, E-Netze                        Netz                                       163 667\n1.2                           Bündelfunk                         Kanal                                          194\n1.3                           Funkruf                            Kanal                                       19 698\n1.4                           Datenfunk                          Kanal                                        1 960\n2        Rundfunkdienst\n2.1                           Ton-Rundfunk\n2.1.1                         LW                                 Zugeteilte Frequenz                          2 238\n2.1.2                         MW                                 Zugeteilte Frequenz                          1 506\n2.1.3                         KW                                 Zugeteilte Frequenz                            257\nTheoretische\nVersorgungsfläche\nje zugeteilte Frequenz*)\n2.1.4                         UKW                                je angefangene                                   22\n100 qkm\n2.2                           Fernseh-Rundfunk                   je angefangene                                   89\n100 qkm\n2.3                           T-DAB                              je angefangene                                 131\n100 qkm\n3        Feste Funkdienste/\nNormalfrequenz-\nund Zeitzeichen-\nfunkdienst\n3.1                           koordinierungspflichtige           Sendefunkanlage                                  59\nfeste Funkanlagen einschließ-\nlich Normalfrequenz- und\nZeitzeichenfunk\n3.2                          andere nicht koordinierungs-        Sendefunkanlage                                   3\nrelevante feste Funkanlagen","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 41, ausgegeben zu Bonn am 28. Juni 2002              2227\n1           2                          3                              4                         5\nJahresbeitrag\nFunkdienst/\nNr.                               Nutzergruppen                   Bezugseinheit          je Bezugseinheit\nFunkanwendung\nnach § 3 (in Euro)\n4     Nichtöffentlicher\nMobiler Landfunk\n(nömL)\n4.1                      Betriebsfunk auf Gemeinschafts-      Sendefunkanlage                                 13\nfrequenzen, Grubenfunk,\nGrundstücks-Sprechfunk,\nnichtöffentliches Datenfunknetz\nfür Fernwirk- und Alarmierungs-\nzwecke, Funkanlagen für Hilfs-\nzwecke, Fernwirk-Funkanlagen\n4.2                      Betriebsfunk auf Frequenzen,         Kanal                                         674\ndie nicht zur Nutzung als\n„Gemeinschaftsfrequenzen“\nbestimmt sind, einschließlich\nBetriebsfunk in Bündelfunk-\ntechnik\n4.3                      CB-Funk                              Zuteilungsinhaber                               16\n4.4                      Grundstücks-Personenruf              Netz mit …\n(Netze ohne Quittungssender)         Rufempfängern\nbis zu                2                          5\nbis zu                5                         10\nbis zu               10                         19\nbis zu               50                         38\nbis zu              150                         76\nbis zu              400                       153\nbis zu           1 000                        306\nmehr als         1 000                        458\n4.5                      Grundstücks-Personenruf              Netz mit …\n(Netze mit Quittungssendern),        Rufempfängern\nGrundstücksüberschreitender          bis zu                2                          6\nPersonenruf                          bis zu                5                         12\nbis zu               10                         25\nbis zu               50                         49\nbis zu              150                         98\nbis zu              400                       197\nbis zu           1 000                        295\nmehr als         1 000                        394\n4.6                      Fernsehfunkanlagen des nömL,         Sendefunkanlage                                 36\nbewegbare Kleinst-Richtfunk-\nanlagen, Funkanlagen zur vor-\nübergehenden Einrichtung von\nFernsehleitungen, Funkanlagen\nfür Ton- und Meldeleitungen\n4.7                      Durchsage-Funkanlagen                Sendefunkanlage                                  6\n(Führungs-Funkanlage,\ndrahtlose Mikrofonanlage)\n4.8                      Mietsprechfunkgerät, Funkanlage                                           kein Betrag\nzur Fernsteuerung von Modellen,\ndrahtlose Mikrofonanlage für\nHörgeschädigte\n5     Flugfunkdienst\n5.1                      stationäre Bodenfunkstellen,         Funkstelle                                    272\nortsfeste Flugnavigations-\nfunkstellen\n5.2                      übrige Bodenfunkstellen,             Funkstelle                                      34\nLuftfunkstellen","2228                    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 41, ausgegeben zu Bonn am 28. Juni 2002\n1                    2                                   3                                    4                                    5\nJahresbeitrag\nFunkdienst/\nNr.                                                Nutzergruppen                        Bezugseinheit                       je Bezugseinheit\nFunkanwendung\nnach § 3 (in Euro)\n6           Amateurfunkdienst             Amateurfunkstelle                        je Zulassung zur                                                4\nTeilnahme am Amateur-\nfunkdienst\n7           Seefunkdienst/                Seefunk/Binnenschifffahrtsfunk           Funkstelle                                                     17\nBinnenschifffahrts-\nfunk\n8           Nichtnaviga-                  Nichtnavigatorischer Ortungsfunk Sendefunkanlage                                                        10\ntorischer Ortungs-\nfunkdienst\n9           Sonstige Funk-\nanwendungen\n9.1                                       Demonstrations-Funkanlagen               Sendefunkanlage                                                 3\n9.2                                       Versuchs-Funkanlagen                     Zuteilung                                                      98\n9.3                                       WLL/DECT                                 Sendefunkanlage                                                32\nDVB-T\nUMTS\n*) Theoretische Versorgungsfläche:\nDie Theoretische Versorgungsfläche ist eine Berechnungsgröße zur Ermittlung des Frequenznutzungsbeitrags. Sie basiert für alle Rundfunkdienste\nauf den internationalen Ausbreitungskurven der ITU- R P.370 sowie den jeweils gültigen nationalen Richtlinien (zurzeit 176 TR 22 bzw. 5 R 22 vom März\n1992).\nAuf der Basis dieser Ausbreitungskurven wird für eine Sendefunkanlage eine Mindestnutzfeldstärkekontur gemäß den jeweils gültigen internationalen\nAbkommen errechnet. Hieraus ergibt sich für jeden 10°-Schritt eine Entfernung R vom Senderstandort bis zu dem Punkt, an dem die Mindestnutzfeld-\nstärke erreicht ist. Daraus kann für jede der 36 Richtungen ein Flächenelement\n❙\nπR  2\nA =\n36\nberechnet werden. Durch Addition der 36 Flächenelemente ergibt sich die Theoretische Versorgungsfläche einer Sendeanlage in km2.\nDie Ermittlung der Entfernungen basiert auf den Ausbreitungskurven für Landausbreitung der Empfehlung ITU- R P.370 für 50 % Zeit- und 50 %\nOrtswahrscheinlichkeit. Die Geländerauhigkeit beträgt 50 m. Als Parameter sind der Frequenzbereich, in welchem die Nutzung stattfindet, der Wert der\nMindestnutzfeldstärke sowie die sektoriellen effektiven Antennenhöhen und Leistungen erforderlich. Für Entfernungen (R) kleiner 10 km werden die\nAusbreitungskurven verwandt, welche zurzeit auch in den Anlagen 1a und 2a der Richtlinien 176 TR 22 bzw. 5 R 22 zu finden sind.\nFür Sender, die im Rahmen eines Gleichwellennetzes betrieben werden, wird mittels Leistungsadditionsverfahren eine Summenfeldstärke des Netzes\nberechnet. Die Theoretische Versorgungsfläche entsteht durch Addition von hinreichend kleinen Flächenelementen, in denen die Mindestnutzfeld-\nstärke erreicht wird.“\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in\nKraft.\nBerlin, den 24. Juni 2002\nDer Bundesminister\nfür Wirtschaft und Technologie\nMüller"]}