{"id":"bgbl1-2002-32-7","kind":"bgbl1","year":2002,"number":32,"date":"2002-05-29T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2002/32#page=35","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2002-32-7/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2002/bgbl1_2002_32.pdf#page=35","order":7,"title":"Zwanzigste Verordnung zur Änderung der Futtermittelverordnung","law_date":"2002-05-21T00:00:00Z","page":1675,"pdf_page":35,"num_pages":3,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 32, ausgegeben zu Bonn am 29. Mai 2002                                   1675\nZwanzigste Verordnung\nzur Änderung der Futtermittelverordnung*)\nVom 21. Mai 2002\nAuf Grund des § 4 Abs. 1 Nr. 1a und Nr. 5 Buchstabe a in Verbindung mit § 23 des Futtermittelgesetzes in der Fassung\nder Bekanntmachung vom 25. August 2000 (BGBl. I S. 1358), von denen § 4 Abs. 1 durch Artikel 188 Nr. 1 der Verord-\nnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verbraucher-\nschutz, Ernährung und Landwirtschaft:\nArtikel 1\nDie Futtermittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. November 2000 (BGBl. I S. 1605, I 2002\nS. 1514), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 21. Januar 2002 (BGBl. I S. 437), wird wie folgt geändert:\n1. § 23 Abs. 2 wird wie folgt gefasst:\n„(2) Abweichend von § 4 Abs. 5 Satz 1 des Futtermittelgesetzes dürfen Einzelfuttermittel mit überhöhten Gehalten\nan unerwünschten Stoffen zur Weiterverarbeitung an Herstellerbetriebe nach § 28 Abs. 1 Nr. 3, die nach § 29 Abs. 1\nanerkannt sind, und an Handelsbetriebe zur Weitergabe an solche Betriebe abgegeben werden. Dies gilt nicht für\n1. Einzelfuttermittel, deren Gehalt an Aflatoxin B1 mehr als 0,2 Milligramm je Kilogramm beträgt,\n2. Einzelfuttermittel mit einem Mindestgehalt an Phosphor von 8 vom Hundert, deren Gehalt an Cadmium je\nHundertteil Phosphor mehr als 0,5 Milligramm oder deren Gehalt an Arsen mehr als 20 Milligramm je Kilogramm\nbeträgt, und\n3. Einzelfuttermittel, deren Gehalt an Dioxinen (Summe aus polychlorierten Dibenzo-para-dioxinen (PCDD) und\npolychlorierten Dibenzofuranen (PCDF) die in Anlage 5 Spalte 3 angegebenen Höchstgehalte, berechnet nach\ndem in Anlage 5 Spalte 1 für die Bestimmung des Höchstgehaltes an Dioxinen vorgesehenen Verfahren,\nüberschreitet,\njeweils bezogen auf Futtermittel mit 88 vom Hundert Trockensubstanz.“\n_______________\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung folgender Richtlinien:\n– Richtlinie 2001/102/EG des Rates vom 27. November 2001 zur Änderung der Richtlinie 1999/29/EG des Rates über unerwünschte Stoffe und Erzeug-\nnisse in der Tierernährung (ABl. EG Nr. L 6 S. 45),\n– Richtlinie 2002/1/EG der Kommission vom 7. Januar 2002 zur Änderung der Richtlinie 94/39/EG in Bezug auf Futtermittel zur Unterstützung der\nLeberfunktion bei chronischer Leberinsuffizienz (ABl. EG Nr. L 5 S. 8).","1676             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 32, ausgegeben zu Bonn am 29. Mai 2002\n2. In Anlage 2a wird die Position „Unterstützung der Leberfunktion bei chronischer Leberinsuffizienz“ wie folgt\ngefasst:\n1               2             3                  4             5              6              7\n„Unterstüt-     Hochwerti-      Hunde          – Protein-                      Zunächst bis   a) Hinweis in\nzung der        ges Protein,                       quelle(n)                   zu 6 Monaten      der Ge-\nLeberfunkti-    mittlerer Pro-                 – Gehalt                                          brauchs-\non bei chro-    teingehalt,                        an essen-                                     anwei-\nnischer         hoher Gehalt                       tiellen                                       sung:\nLeberinsuffi-   an essentiel-                      Fettsäuren                                    „Wasser\nzienz           len Fettsäu-                                                                     zur freien\nren und                        – Leicht ver-                                     Aufnahme\nhoher Gehalt                       dauliche                                      anbieten“\nan leicht ver-                     Kohlenhy-\ndrate (ggf.                                b) Hinweis\ndaulichen                                                                        auf Ver-\nKohlenhy-                          mit Anga-\nbe ihrer                                      packung,\ndraten                                                                           Behältnis,\nBehand-\nlung)                                         Etikett:\n„Es wird\n– Natrium                                         empfoh-\n– Kupfer                                          len, vor\n(insge-                                       der Ver-\nsamt)                                         wendung\noder Ver-\nlängerung\nder Ver-\nfütte-\nrungs-\ndauer den\nRat eines\nTier-\narztes\neinzu-\nholen“\nHochwerti-      Katzen         – Protein-                      Zunächst bis   a) Hinweis in\nges Protein,                       quelle(n)                   zu 6 Monaten      der Ge-\nmittlerer Pro-                 – Gehalt                                          brauchs-\nteingehalt                         an essen-                                     anwei-\nund hoher                          tiellen                                       sung:\nGehalt an                          Fettsäuren                                    „Wasser\nessentiellen                                                                     zur freien\nFettsäuren                     – Natrium                                         Aufnahme\n– Kupfer                                          anbieten“\n(insge-                                    b) Hinweis\nsamt)                                         auf Ver-\npackung,\nBehältnis,\nEtikett:\n„Es wird\nempfoh-\nlen, vor\nder Ver-\nwendung\noder Ver-\nlängerung\nder Ver-\nfütte-\nrungs-\ndauer den\nRat eines\nTier-\narztes\neinzu-\nholen“.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 32, ausgegeben zu Bonn am 29. Mai 2002                                         1677\n3. Anlage 5 wird wie folgt geändert:\na) Satz 2 der Vorbemerkung wird wie folgt gefasst:\n„Die Gehalte werden, soweit Dioxine betroffen sind, in Nanogramm TEQ je Kilogramm, im Übrigen in Milligramm\nje Kilogramm angegeben.“\nb) Die Position „Dioxine“ wird wie folgt gefasst:\n1                                                    2                                      3\n„Dioxin (Summe aus polychlorierten Dibenzo-para-                  Sämtliche Einzelfuttermittel                         0,75\ndioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzo-                      pflanzlichen Ursprungs\nfuranen (PCDF), ausgedrückt in Toxizitätsäquiva-                  einschließlich pflanzliche\nlenten (TEF) der Weltgesundheitsorganisation                      Öle und Nebenerzeugnisse\n(WHO) unter Verwendung der WHO-TEF (19972)))\nPCDD/F3)                                                          Mineralische Einzelfutter-                           1,0\nmittel\nTierisches Fett einschließ-                          2,0\nlich Milchfett und Eifett\nSonstige Erzeugnisse von                             0,75\nLandtieren einschließlich\nMilch und Milcherzeugnisse\nsowie Eier und Eiererzeug-\nnisse\nFischöl                                              6\nFisch, sonstige Wassertiere,                         1,25\nihre Erzeugnisse und\nNebenerzeugnisse, aus-\ngenommen Fischöl sowie\nFrischfisch, der direkt an-\ngeliefert und ohne Zwi-\nschenverarbeitung zur\nErzeugung von Futtermitteln\nfür Pelztiere verwendet wird\nMischfuttermittel, ausge-                            0,75\nnommen Futtermittel für\nPelztiere, Heimtiere und\nFische\nFuttermittel für Fische                              2,25“.\nFuttermittel für Heimtiere\n_______________\n2) Die Bestimmungsmethode ist folgender Quelle zu entnehmen:\nSchlussfolgerungen des Treffens einer Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation in Stockholm, Schweden, 15. bis 18. Juni 1997, nach: „Van\nden Berg und andere, 1998, Toxic Equivalency Factors (TEFs) for PCBs, PCDDs, PCDFs for humans and wildlife. Environmental Health Perspective,\n106 (12), 775–792“.\n3) Bei der Berechnung der Gehalte gehen alle Toxizitätsäquivalente für die einzelnen Kongenere, die unter der Nachweisgrenze liegen, mit der Nachweis-\ngrenze in die Berechnung der Summe aller Toxizitätsäquivalente ein.\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am 1. Juli 2002 in Kraft. Abweichend von Satz 1 tritt Artikel 1 Nr. 2\nam 20. November 2002 in Kraft.\nBonn, den 21. Mai 2002\nDie Bundesministerin\nfür Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft\nRenate Künast"]}