{"id":"bgbl1-2001-19-6","kind":"bgbl1","year":2001,"number":19,"date":"2001-05-04T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2001/19#page=78","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2001-19-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2001/bgbl1_2001_19.pdf#page=78","order":6,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zum Elften Buch Sozialgesetzbuch; hier: Zugang zur gesetzlichen Pflegeversicherung)","law_date":"2001-04-20T00:00:00Z","page":774,"pdf_page":78,"num_pages":1,"content":["774 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil I Nr. 19, ausgegeben zu Bonn am 4. Mai 2001\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 3. April 2001 – 1 BvR\n1629/94 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. § 54 Absatz 1 und 2, § 55 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 sowie § 57 des Elften\nBuches Sozialgesetzbuch vom 26. Mai 1994 (Bundesgesetzblatt I Seite 1014)\nsind mit Artikel 3 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 des Grund-\ngesetzes nicht vereinbar, soweit Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung,\ndie Kinder betreuen und erziehen, mit einem gleich hohen Pfegeversiche-\nrungsbeitrag wie Mitglieder ohne Kinder belastet sind.\n2. Die unter 1 genannten Vorschriften des Elften Buches Sozialgesetzbuch kön-\nnen bis zu einer Neuregelung, längstens bis zum 31. Dezember 2004, weiter\nangewendet werden.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 20. April 2001\nDie Bund esminist erin d er Just iz\nDäub ler- Gmelin\n–––––––––––––––\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 3. April 2001 – 1 BvR\n81/98 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Die Regelungen des Elften Buches Sozialgesetzbuch vom 26. Mai 1994 (Bun-\ndesgesetzblatt I Seite 1014, 1015) über den Zugang zur gesetzlichen Pflege-\nversicherung sind mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes insoweit unver-\neinbar, als durch sie Personen generell vom Zugang ausgeschlossen sind, die\nbei Inkrafttreten des Elften Buches Sozialgesetzbuch keinen die Versiche-\nrungspflicht nach diesem Gesetz begründenden Tatbestand erfüllten.\n2. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2001 nach Maßgabe\nder Gründe eine verfassungsgemäße Regelung zu treffen.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 20. April 2001\nDie Bund esminist erin d er Just iz\nDäub ler- Gmelin"]}