{"id":"bgbl1-2000-27-3","kind":"bgbl1","year":2000,"number":27,"date":"2000-06-23T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2000/27#page=30","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2000-27-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2000/bgbl1_2000_27.pdf#page=30","order":3,"title":"Neunundzwanzigste Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung","law_date":"2000-06-14T00:00:00Z","page":846,"pdf_page":30,"num_pages":3,"content":["846                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2000 Teil I Nr. 27, ausgegeben zu Bonn am 23. Juni 2000\nNeunundzwanzigste Verordnung\nzur Änderung der Kosmetik-Verordnung*)\nVom 14. Juni 2000\nAuf Grund des § 26 Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 32 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4, 5, 8 und 9 Buchstabe b des Lebensmittel-\nund Bedarfsgegenständegesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1997 (BGBl. I S. 2296) in\nVerbindung mit Artikel 56 Abs. 1 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) und dem\nOrganisationserlass vom 27. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3288) verordnet das Bundesministerium für Gesundheit im Ein-\nvernehmen mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie und für Arbeit und Sozialordnung:\nArtikel 1\nDie Kosmetik-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2410), zuletzt geän-\ndert durch die Verordnung vom 18. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3773), wird wie folgt geändert:\n1. In § 3b Abs. 7 wird die Angabe „30. Juni 2000“ durch die Angabe „30. Juni 2001“ ersetzt.\n2. § 6a wird wie folgt geändert:\na) Die Absätze 1 und 2 werden gestrichen.\nb) Absatz 3 wird Absatz 1.\nc) Folgender Absatz 2 wird angefügt:\n„(2) Kosmetische Mittel, die den Vorschriften dieser Verordnung in der bis zum 23. Juni 2000 geltenden Fassung\nentsprechen, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2000 in den Verkehr gebracht werden.“\n3. In Anlage 1 Teil A Nummer 419 Buchstabe c wird Unterbuchstabe aa wie folgt gefasst:\n„aa) Umesterung oder Hydrolyse bei mindestens 200 °C und unter entsprechend geeigneten Druckbedingungen\nwährend 20 Minuten (Glycerin, Fettsäuren und Fettsäureester),“.\n4. Anlage 2 Teil A wird wie folgt geändert:\na) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:\na                   b                            c                       d                         e                           f\n„1a      Borsäure, Borate                a) Puder                  a) 5 % (m/m)             a), b) und d)             a), b) und d)\nund Tetraborate                                               berechnet als        Nicht in Erzeugnis-       Nicht bei Kindern\nBorsäure             sen für Kinder unter      unter 3 Jahren\nb) Mittel für die         b) 0,1% (m/m)            3 Jahren verwen-          anwenden\nMundhygiene               berechnet als        den                       a) und d)\nBorsäure             a) und d)                 Nicht auf verletzter\nc) Zahnprothe-            c) –                     Wenn der Gehalt           oder gereizter Haut\nsen-Reini-                                     an freiem löslichen       verwenden\ngungsmittel                                    Borat 1,5 %,              b) Nicht ver-\nd) Andere Er-             d) 3 % (m/m)             berechnet als Bor-             schlucken\nzeugnisse (mit            berechnet als        säure, übersteigt:\nAusnahme von              Borsäure             Hinweis „Nicht auf\nBadezusätzen                                   verletzter oder\nund Haarwell-                                  gereizter Haut ver-\nmitteln)                                       wenden“\n1b     Tetraborate                     a) Badezusätze            a) 18 % (m/m)            a) Nicht in Er-           a) Nicht zum\nberechnet als             zeugnissen für            Baden von Kin-\nBorsäure                  Kinder unter              dern unter\n3 Jahren ver-             3 Jahren ver-\nwenden                    wenden\nb) Haarwellmittel         b) 8 % (m/m)                                       b) Sorgfältig aus-\nberechnet als                                       spülen“.\nBorsäure\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung folgender Richtlinie:\nVierundzwanzigste Richtlinie 2000/6/EG der Kommission vom 29. Februar 2000 zur Anpassung der Anhänge II, III, VI und VII der Richtlinie 76/768/EWG\ndes Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über kosmetische Mittel an den technischen Fortschritt (ABl. EG Nr. L 56 S. 42).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2000 Teil I Nr. 27, ausgegeben zu Bonn am 23. Juni 2000                            847\nb) Nummer 14 wird wie folgt gefasst:\na                 b                      c                    d                        e                        f\n„14     Hydrochinon               Oxidations-         0,3 %                                            1. Nicht zur Fär-\nHaarfärbemittel     (x x)                                                bung von Wim-\npern und\n1. allgemeine Ver-\nAugenbrauen\nwendung\nverwenden.\nSofort Augen\nspülen, falls das\nErzeugnis mit\nden Augen in\nBerührung ge-\nkommen ist.\nEnthält Hydro-\nchinon.\n2. gewerbliche                                                       2. Nur für gewerb-\nVerwendung                                                            liche Verwen-\ndung. Enthält\nHydrochinon.\nSofort Augen\nspülen, falls das\nErzeugnis mit\nden Augen in\nBerührung ge-\nkommen ist.“\nc) Folgende Nummer wird angefügt:\na                 b                      c                    d                        e                        f\n„65     Benzalkoniumchlorid,      a) Durch Aus-       a) 3 % berechnet        a) Im Fertigpro-         a) und b)\n-bromid und -saccharinat     spülen zu ent-       als Benzalko-            dukt darf die       Kontakt mit den\nfernende Haar-       niumchlorid              Konzentration       Augen vermeiden“.\npflegemittel                                  an Benzalko-\nniumchlorid,\nb) Andere Mittel    b) 0,1% berech-\n-bromid und\nnet als Benz-\n-saccharinat\nalkonium-\nmit einer Alkyl-\nchlorid\nkette von klei-\nner oder gleich\nC14 0,1% (be-\nrechnet als\nBenzalkonium-\nchlorid) nicht\nübersteigen\n5. Anlage 3 Teil A wird wie folgt geändert:\na) In Nummer 99 wird in Spalte b die Angabe „Acid Violet 23“ durch die Angabe „Acid Violet 43“ ersetzt.\nb) In Nummer 145 wird in Spalte c die Angabe „75 510“ durch die Angabe „77 510“ ersetzt.\n6. Anlage 6 wird wie folgt geändert:\na) In Teil A werden folgende Nummern angefügt:\na                  b                          c                             d                                e\n„55     Benzylhemiformal           0,15 %                       Nur in Mitteln, die ausge-\nspült werden\n56     3-Iod-2-propinyl-          0,05 %                       1. Nicht verwenden für\nbutylcarbamat                                              Mittel für die Mund-\nhygiene sowie Lippen-\npflegemittel und -kos-\nmetika\n2. Wenn die Konzentration         Enthält Jod“.\nin den für den Verbleib\nauf der Haut bestimm-\nten Produkten mehr als\n0,02 % beträgt, ist der\nHinweis „Enthält Jod“\nhinzuzufügen\nb) In Teil B werden die Nummern 21 und 29 gestrichen.","848                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2000 Teil I Nr. 27, ausgegeben zu Bonn am 23. Juni 2000\n7. Anlage 7 wird wie folgt geändert:\na) In Teil A werden folgende Nummern angefügt:\na                   b                           c                      d                     e\n„21     4-Dimethylaminobenzoe-       8%\nsäure-2-ethylhexylester\n(OCTYL DIMETHYL PABA)\n22     2-Hydroxy-4-methoxy-ben-     5%\nzophenon-5-sulfonsäure       (berechnet als Säure)\nund ihr Natriumsalz\n(BENZOPHENONE-4,\nBENZOPHENONE-5)\n23     2,2(-Methylen-bis(6-(2H-     10 %\nbenzotriazol-2-yl)-4-\n(1,1,3,3-tetramethyl-\nbutyl)phenol)\n24     2,2(-(1,4-Phenylen)bis(1H-   10 %\nbenzimidazol-4,6-disulfon-   (berechnet als Säure)\nsäure, Mononatriumsalz)\n25     2,4-Bis[4-(2-ethylhexyloxy)- 10 %“.\n2-hydroxyphenyl]-6-(4-\nmethoxyphenyl)-1,3,5-\ntriazin\nb) In Teil B werden die Nummern 5, 17 und 29 gestrichen.\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 14. Juni 2000\nDie Bundesministerin für Gesundheit\nAndrea Fischer"]}