{"id":"bgbl1-1999-6-9","kind":"bgbl1","year":1999,"number":6,"date":"1999-02-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1999/6#page=63","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1999-6-9/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1999/bgbl1_1999_6.pdf#page=63","order":9,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 54 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Artikels 1 des Steueränderungsgesetzes 1991)","law_date":"1999-01-28T00:00:00Z","page":143,"pdf_page":63,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 1999 Teil I Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 18. Februar 1999  143\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998\n– 2 BvR 1220/93 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 54 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes in der Fassung des Artikel 1\ndes Gesetzes zur Förderung von Investitionen und Schaffung von Arbeits-\nplätzen im Beitrittsgebiet sowie zur Änderung steuerrechtlicher und anderer\nVorschriften (Steueränderungsgesetz 1991) vom 24. Juni 1991 (Bundesge-\nsetzbl. I Seite 1322) war in seiner Anwendung auf den Veranlagungszeitraum\ndes Jahres 1985 mit Artikel 3 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 des\nGrundgesetzes insoweit unvereinbar, als danach Eltern mit einem Kind nur\neinen Kinderfreibetrag von zusammen 2.432 Deutsche Mark beanspruchen\nkonnten.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 28. Januar 1999\nDie Bund esminist erin d er Just iz\nDäub ler- Gmelin\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998\n– 2 BvR 1057/91 u.a. – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. § 33c Absätze 1 bis 4 des Einkommensteuergesetzes ist seit seiner Ein-\nführung durch Artikel 3 Nummer 19 des Steuerbereinigungsgesetzes 1985\nvom 14. Dezember 1984 (Bundesgesetzbl. I Seite 1493) einschließlich aller\nnachfolgenden Fassungen mit Artikel 6 Absatz 1 und Absatz 2 des Grund-\ngesetzes unvereinbar, soweit er die in ehelicher Gemeinschaft lebenden,\nunbeschränkt steuerpflichtigen Eltern vom Abzug der Kinderbetreuungs-\nkosten wegen Erwerbstätigkeit ausschließt.\n2. § 32 Absatz 3 und Absatz 4 des Einkommensteuergesetzes seit der Fas-\nsung der Bekanntmachung der Neufassung des Einkommensteuerge-\nsetzes vom 24. Januar 1984 (Bundesgesetzbl. I Seite 113) bis zur Ände-\nrung durch Artikel 1 Nummer 8 des Gesetzes zur leistungsfördernden\nSteuersenkung und zur Entlastung der Familie (Steuersenkungsgesetz\n1986/1988) vom 26. Juni 1985 (Bundesgesetzbl. I Seite 1153) sowie § 32\nAbsatz 7 des Einkommensteuergesetzes seit der Fassung der Bekannt-\nmachung der Neufassung des Einkommensteuergesetzes vom 15. April\n1986 (Bundesgesetzbl. I Seite 441), einschließlich aller nachfolgenden Fas-\nsungen, sind mit Artikel 6 Absatz 1 und Absatz 2 des Grundgesetzes unver-\neinbar, soweit sie die in ehelicher Gemeinschaft lebenden, unbeschränkt\nsteuerpflichtigen Eltern von der Gewährung des Haushaltsfreibetrags aus-\nschließen.\n…"]}