{"id":"bgbl1-1999-18-4","kind":"bgbl1","year":1999,"number":18,"date":"1999-04-14T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1999/18#page=47","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1999-18-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1999/bgbl1_1999_18.pdf#page=47","order":4,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 28 Abs. 1 Satz 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes i.d.F. des Vierzehnten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes)","law_date":"1999-03-29T00:00:00Z","page":699,"pdf_page":47,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 1999 Teil I Nr. 18, ausgegeben zu Bonn am 14. April 1999 699\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Januar 1999\n– 1 BvR 2161/94 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Die §§ 2232, 2233 des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Fassung des\nBeurkundungsgesetzes vom 28. August 1969 (Bundesgesetzblatt I\nSeite 1513) und § 31 dieses Gesetzes sind mit Artikel 3 Absatz 1 und Ab-\nsatz 3 Satz 2 sowie mit Artikel 14 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar,\nsoweit sie testierfähigen Personen, die weder schreiben noch sprechen\nkönnen, die Möglichkeit der Testamentserrichtung verwehren.\n…\n4. Bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung können Personen, die\nweder schreiben noch sprechen können, aber testierfähig sind, ein nota-\nrielles Testament im Sinne des § 2231 Nummer 1 des Bürgerlichen Gesetz-\nbuches nach Maßgabe der Entscheidungsgründe errichten.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat nach § 31 Abs. 2 des Gesetzes über\ndas Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 26. März 1999\nDie Bund esminist erin d er Just iz\nDäub ler- Gmelin\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 2. Februar 1999\n– 1 BvL 8/97 – wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 28 Absatz 1 Satz 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes in der Fas-\nsung des Vierzehnten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsför-\nderungsgesetzes (14. BAföGÄndG) vom 30. Juli 1991 (Bundesgesetzblatt I\nSeite 1732) ist insoweit mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar,\nals bei der Berechnung des auf den Bedarf anzurechnenden Vermögens des\nAuszubildenden Grundstücke mit den Einheitswerten auf der Grundlage der\nWertverhältnisse vom 1. Januar 1964 (§ 28 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Bundes-\nausbildungsförderungsgesetz) oder 140 vom Hundert dieses Einheitswertes\n(§ 28 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Bundesausbildungsförderungsgesetz) be-\nrücksichtigt werden, während Wertpapiere mit dem Kurswert am 31. Dezem-\nber des Jahres vor der Antragstellung (§ 28 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 und\nAbsatz 2 Bundesausbildungsförderungsgesetz) und sonstige Gegenstände\nmit dem Zeitwert im Zeitpunkt der Antragstellung (§ 28 Absatz 1 Satz 1 Num-\nmer 5 und Absatz 2 Bundesausbildungsförderungsgesetz) angesetzt werden.\nDie Vorschrift darf bis zum Erlaß einer verfassungsgemäßen Regelung, läng-\nstens bis zum 31. Dezember 2000, angewandt werden.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBonn, den 29. März 1999\nDie Bund esminist erin d er Just iz\nDäub ler- Gmelin"]}