{"id":"bgbl1-1998-54-6","kind":"bgbl1","year":1998,"number":54,"date":"1998-08-24T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1998/54#page=20","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1998-54-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1998/bgbl1_1998_54.pdf#page=20","order":6,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu Artikel 233 § 2a Abs. 8 Satz 1 des Einführungsgesetzes zum BGB)","law_date":"1998-08-06T00:00:00Z","page":2208,"pdf_page":20,"num_pages":1,"content":["2208 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil I Nr. 54, ausgegeben zu Bonn am 24. August 1998\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 8. April 1998 – 1 BvR\n1680/93 u.a. – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\nArtikel 233 § 2a Absatz 8 Satz 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen\nGesetzbuch in der Fassung des Sachenrechtsänderungsgesetzes vom\n21. September 1994 (Bundesgesetzblatt I Seite 2457) ist mit Artikel 14\nAbsatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit er für die Zeit vom\n22. Juli 1992 bis zum Ablauf des 31. Dezember 1994 einen gesetzlichen\nAnspruch des Grundstückseigentümers auf Nutzungsentgelt gegen den nach\nArtikel 233 § 2a Absatz 1 des genannten Gesetzes Berechtigten nicht vorsieht.\nDer Gesetzgeber ist verpflichtet, die verfassungswidrige Regelung spätestens\nbis zum 30. Juni 2000 durch eine verfassungsgemäße Regelung zu ersetzen.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 6. August 1998\nDer Bundesminister der Justiz\nSchmidt-Jortzig\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 1. Juli 1998 – 2 BvR\n441/90 u.a. – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\nI.   § 41 Absatz 1 Satz 1 und § 130 jeweils in Verbindung mit § 37 Absätze 2\nund 4, § 43 Absätze 1 und 2 und § 198 Absatz 3 des Gesetzes über den\nVollzug der Freiheitsstrafe und der freiheitsentziehenden Maßregeln der\nBesserung und Sicherung – Strafvollzugsgesetz (StVollzG) – vom\n16. März 1976 (Bundesgesetzbl. I Seite 581, berichtigt Seite 2088 und\n1997 I Seite 436), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Bekämpfung von\nSexualdelikten und anderen gefährlichen Straftaten vom 26. Januar 1998\n(Bundesgesetzbl. I Seite 160), sind nach Maßgabe der Gründe mit dem\nGrundgesetz vereinbar.\nII.  § 198 Absatz 3 des Strafvollzugsgesetzes ist, soweit sich die Vorschrift auf\ndie gesetzliche Altersrentenversicherung bezieht, mit dem Grundgesetz\nvereinbar.\nIII. 1. § 200 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes ist mit dem Resozialisie-\nrungsgebot aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1\nund Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar.\n2. § 200 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes bleibt bis zu einer gesetz-\nlichen Regelung, längstens bis zum 31. Dezember 2000, anwendbar.\nSofern bis dahin keine Neuregelung in Kraft getreten ist, entscheiden\nab dem 1. Januar 2001 die zuständigen Gerichte über die Bemessung\ndes in § 43 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes vorgesehenen Arbeitsent-\ngelts.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 8. August 1998\nDer Bundesminister der Justiz\nSchmidt-Jortzig"]}