{"id":"bgbl1-1998-24-8","kind":"bgbl1","year":1998,"number":24,"date":"1998-04-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1998/24#page=59","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1998-24-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1998/bgbl1_1998_24.pdf#page=59","order":8,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 1 Nr. 3 Buchstabe l, § 2a Abs. 1 und 3, §§ 3, 4 und 12 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Nr. 5 und teilweise Halbsatz 2 des Bundesgrenzschutzgesetzes und zu § 31 Abs. 2 Nr. 19 des Luftverkehrsgesetzes)","law_date":"1998-04-17T00:00:00Z","page":803,"pdf_page":59,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil I Nr. 24, ausgegeben zu Bonn am 30. April 1998 803\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Januar 1998\n– 2 BvF 3/92 – wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Die Bestimmungen des § 1 Nummer 3 Buchstabe l und des § 2a Absatz 1\nund Absatz 3 des Bundesgrenzschutzgesetzes vom 18. August 1972 (Bun-\ndesgesetzblatt I Seite 1834) in der Fassung des Gesetzes zur Übertragung\nder Aufgaben der Bahnpolizei und der Luftsicherheit auf den Bundesgrenz-\nschutz vom 23. Januar 1992 (Bundesgesetzblatt I Seite 178) waren mit dem\nGrundgesetz vereinbar.\n2. Die Bestimmungen der §§ 3, 4 und des § 12 Absatz 1 Satz 1 Halbsatz 1\nNummer 5 des Bundesgrenzschutzgesetzes in der Fassung des Artikel 1\ndes Gesetzes zur Neuregelung der Vorschriften über den Bundesgrenz-\nschutz (Bundesgrenzschutzneuregelungsgesetz – BGSNeuRegG) vom\n19. Oktober 1994 (Bundesgesetzblatt I Seite 2978) einschließlich der Worte\n„oder der Verdacht eines Verbrechens nach § 315 Absatz 3 Nummer 1 des\nStrafgesetzbuches“ in Halbsatz 2 derselben Vorschrift sind mit dem Grund-\ngesetz vereinbar.\n3. Die Bestimmung des § 31 Absatz 2 Nummer 19 des Luftverkehrsgesetzes\nin der Fassung des Gesetzes zur Übertragung der Aufgaben der Bahnpoli-\nzei und der Luftsicherheit auf den Bundesgrenzschutz vom 23. Januar 1992\n(Bundesgesetzblatt I Seite 178) ist mit dem Grundgesetz vereinbar.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 17. April 1998\nDer Bundesminister der Justiz\nSchmidt-Jortzig\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Februar 1998\n– 1 BvF 1/91 – wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 3a des Gesetzes über den „Westdeutschen Rundfunk Köln“ in der Fassung\ndes Siebten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den „Westdeutschen\nRundfunk Köln“ und des Rundfunkgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen\n(7. Rundfunkänderungsgesetz) vom 24. April 1995 (Gesetz- und Verordnungs-\nblatt Seite 340) und § 3a des Rundfunkgesetzes für das Land Nordrhein-West-\nfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. August 1995 (Gesetz- und\nVerordnungsblatt Seite 994) sind insoweit mit Artikel 12 Absatz 1 des Grundge-\nsetzes unvereinbar, als sie das Kurzberichterstattungsrecht bei berufsmäßig\ndurchgeführten Veranstaltungen unentgeltlich gewähren. Im übrigen sind sie\nnach Maßgabe der Gründe mit dem Grundgesetz vereinbar.\nDer Gesetzgeber ist verpflichtet, binnen fünf Jahren eine verfassungsgemäße\nRegelung zu treffen. Bis zu deren Erlaß, längstens bis zum Ablauf der Frist,\nbleiben die Vorschriften über die unentgeltliche Kurzberichterstattung\nanwendbar.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 21. April 1998\nDer Bundesminister der Justiz\nSchmidt-Jortzig"]}