{"id":"bgbl1-1998-12-4","kind":"bgbl1","year":1998,"number":12,"date":"1998-03-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1998/12#page=4","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1998-12-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1998/bgbl1_1998_12.pdf#page=4","order":4,"title":"Verordnung über die pauschale Berechnung und die Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung für die Dauer einer fortbestehenden Mitgliedschaft bei Wehrdienst, Zivildienst oder Grenzschutzdienst (KV-/PV-Pauschalbeitragsverordnung)","law_date":"1998-03-03T00:00:00Z","page":392,"pdf_page":4,"num_pages":2,"content":["392                 B undesgesetzblatt J ahrgang 1998 Teil I Nr. 12, ausgegeben zu B onn am 10. M ärz 1998\nVerordnung\nüber die pauschale Berechnung und die Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen\nKrankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung für die Dauer einer\nfortbestehenden Mitgliedschaft bei Wehrdienst, Zivildienst oder Grenzschutzdienst\n(KV-/PV-Pauschalbeitragsverordnung)\nVom 3. März 1998\nAuf Grund                                                      Dienstleistung geltenden B ezugsgröße nach § 18 des\n– des § 244 Abs. 2 und 3 des Fünften B uches S ozialge-           Vierten B uches S ozialgesetzbuch (B eitragsbemessungs-\nsetzbuch – Gesetzliche K rankenversicherung – (Artikel 1       grundlage). S olange unterschiedliche B ezugsgrößen be-\ndes Gesetzes vom 20. Dezember 1988, B GB l. I                  stimmt sind, ist für die Dauer des Dienstes die B ezugs-\nS . 2477), der zuletzt gemäß Artikel 39 der Verordnung         größe des Gebietes anzuwenden, in dem der Dienst regel-\nvom 21. S eptember 1997 (B GB l. I S . 2390) geändert          mäßig abgeleistet wird.\nworden ist,                                                       (2) Der für die gesetzliche K rankenversicherung anzu-\n– des § 59 des B undesgrenzschutzgesetzes vom                     wendende durchschnittliche allgemeine B eitragssatz ist\n18. August 1972 (B GB l. I S . 1834) in Verbindung mit         der nach § 245 Abs. 1 S atz 1 des Fünften B uches S ozial-\n§ 244 Abs. 2 und 3 des Fünften B uches S ozialgesetz-          gesetzbuch vom B undesministerium für Gesundheit zum\nbuch,                                                          1. J anuar des K alenderjahres der Dienstleistung festge-\nstellte durchschnittliche allgemeine B eitragssatz der\n– des § 43 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes über die K ran-            K rankenkassen; für das in Artikel 3 des Einigungsvertra-\nkenversicherung der Landwirte vom 20. Dezember 1988            ges genannte Gebiet gilt § 313 Abs. 1 des Fünften B uches\n(B GB l. I S . 2477, 2557) in Verbindung mit § 244 Abs. 2      S ozialgesetzbuch. Der für die soziale P flegeversicherung\nund 3 des Fünften B uches S ozialgesetzbuch und\nanzuwendende B eitragssatz ergibt sich aus § 55 Abs. 1\n– des § 57 Abs. 1 des Elften B uches S ozialgesetzbuch            S atz 1 des Elften B uches S ozialgesetzbuch.\n– S oziale P flegeversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes\n(3) Diensttage im S inne dieser Verordnung sind die\nvom 26. M ai 1994, B GB l. I S . 1014) in Verbindung mit\nTage, für die B eiträge zu entrichten sind. Die Zahl der\n§ 244 Abs. 2 und 3 des Fünften B uches S ozialgesetz-\nDiensttage ist die Gesamtzahl der Tage, an denen im\nbuch\nK alenderjahr Dienst geleistet wurde. Unberücksichtigt\nverordnet das B undesministerium für Gesundheit im Ein-           bleiben in der Zahl der Diensttage die Diensttage der P er-\nvernehmen mit dem B undesministerium des Innern, dem              sonen, die in § 193 Abs. 1 des Fünften B uches S ozialge-\nB undesministerium der Finanzen, dem B undesministeri-            setzbuch bezeichnet sind oder zuletzt vor dem Dienstein-\num der Verteidigung, dem B undesministerium für Familie,          tritt nicht bei einer K rankenkasse (§ 4 des Fünften B uches\nS enioren, Frauen und J ugend sowie dem B undesministe-           S ozialgesetzbuch) versichert oder nach § 10 des Fünften\nrium für Arbeit und S ozialordnung:                               B uches S ozialgesetzbuch familienversichert waren. Die\nFeststellung der Anzahl der nicht zu berücksichtigenden\n§1                                Diensttage nimmt für die Anzahl der Wehrdiensttage das\nAllgemeines                             B undesamt für Wehrverwaltung, für die Anzahl der Zivil-\ndiensttage das B undesamt für den Zivildienst und für die\nDie B eiträge zur gesetzlichen K rankenversicherung und\nAnzahl der Grenzschutzdiensttage das Grenzschutzpräsi-\nzur sozialen P flegeversicherung werden für P ersonen,\ndium M itte vor. Das B undesversicherungsamt bestimmt\nderen M itgliedschaft während des Wehrdienstes, Zivil-\nim Einvernehmen mit dem B undesamt für Wehrverwal-\ndienstes oder Grenzschutzdienstes fortbesteht (Dienst-\ntung, dem B undesamt für den Zivildienst und dem Grenz-\nleistende), pauschal berechnet.\nschutzpräsidium M itte das Verfahren zur Feststellung der\nnicht zu berücksichtigenden Diensttage.\n§2\nBeitragsberechnung\n§4\nDie pauschalen B eiträge werden kalenderjährlich wie\nfolgt berechnet:                                                                     Abrechnungsverfahren\n1. B eiträge zur gesetzlichen K rankenversicherung:                  (1) Das B undesversicherungsamt führt die Abrechnung\nEin Zehntel des P rodukts aus jährlicher B eitragsbe-         der pauschalen B eiträge nach § 2 Nr. 1 und 2 durch.\nmessungsgrundlage, durchschnittlichem allgemeinem                (2) Dem B undesversicherungsamt werden bis 1. M ärz\nB eitragssatz und Zahl der Diensttage wird durch 365          jedes J ahres für das vorangegangene K alenderjahr mitge-\n(in S chaltjahren 366) geteilt.                               teilt:\n2. B eiträge zur sozialen P flegeversicherung:                    1. vom B undesamt für Wehrverwaltung die Anzahl der für\nEin Zehntel des P rodukts aus jährlicher B eitrags-                die B eitragsberechnung zu berücksichtigenden Wehr-\nbemessungsgrundlage, B eitragssatz und Zahl der                    diensttage,\nDiensttage wird durch 365 (in S chaltjahren 366) geteilt.     2. vom B undesamt für den Zivildienst die Anzahl der für\ndie B eitragsberechnung zu berücksichtigenden Zivil-\n§3                                     diensttage,\nBerechnungsgrundlagen                         3. vom Grenzschutzpräsidium M itte die Anzahl der für die\n(1) Als beitragspflichtige Einnahmen gilt ein B etrag in            B eitragsberechnung zu berücksichtigenden Grenz-\nHöhe von 80 vom Hundert der für das K alenderjahr der                  schutzdiensttage,","B undesgesetzblatt J ahrgang 1998 Teil I Nr. 12, ausgegeben zu B onn am 10. M ärz 1998                   393\n4. von den S pitzenverbänden der K rankenkassen die sich         Wenn zu erwarten ist, daß sich die pauschalen J ahres-\naus S palte 2 des zusätzlichen Vordrucks K M 1 über          beiträge für das laufende K alenderjahr um mehr als 5 vom\nM itglieder und K ranke im J ahresdurchschnitt ergeben-      Hundert gegenüber den zuletzt ermittelten pauschalen\nden M itgliederzahlen nach M aßgabe der Ausfüllanlei-        J ahresbeiträgen ändern werden, verändern die Zahlungs-\ntung zum zusätzlichen Vordruck K M 1 über M itglieder        pflichtigen im Einvernehmen mit dem B undesversiche-\nund K ranke im J ahresdurchschnitt.                          rungsamt den in S atz 1 genannten Vomhundertsatz ent-\nsprechend. Die Zahlungspflichtigen teilen dem B undes-\n(3) Aus dem errechneten Gesamtbetrag der B eiträge\nversicherungsamt mit, in welcher Höhe für das vorausge-\nnach Absatz 2 Nr. 1 bis 3 werden die Anteile an den B eiträ-\ngangene K alenderjahr Vorschüsse an die Empfangsbe-\ngen gemäß Absatz 2 Nr. 4 für die jeweilige K assenart\nrechtigten gezahlt worden sind.\ngetrennt nach K rankenversicherungs- und P flegeversi-\ncherungsbeiträgen ermittelt.                                        (4) B is zum 31. M ärz jedes J ahres zahlen die Zahlungs-\npflichtigen die Restbeträge, um welche die Vorschüsse\n§5                                 niedriger als die B eiträge gewesen sind, oder fordern die\nB eträge, um welche die Vorschüsse höher als die B eiträge\nZahlung der Beiträge                         gewesen sind (Ausgleichsbeträge), von den Empfängern\n(1) Die B eiträge zur gesetzlichen K rankenversicherung       der Vorschüsse. Die Zahlungspflichtigen können die Aus-\nund zur sozialen P flegeversicherung werden vom B undes-         gleichsbeträge auch mit den folgenden Vorschußzahlun-\namt für Wehrverwaltung, vom B undesamt für den Zivil-            gen verrechnen.\ndienst und vom Grenzschutzpräsidium M itte jährlich nach-\nträglich gezahlt. Das B undesversicherungsamt übersen-                                            § 6\ndet den Zahlungspflichtigen für jedes K alenderjahr einen                               Übergangsregelung\nNachweis über die zu entrichtenden B eiträge, die gezahl-\nten Vorschüsse und die zu zahlenden oder zu vereinnah-              Das B undesversicherungsamt kann zur Abrechnung\nmenden Ausgleichsbeträge.                                        und Zahlung der B eiträge für die K alenderjahre 1995 und\n1996 mit den nach § 4 Abs. 2 B eteiligten abweichende\n(2) Die B eiträge zur gesetzlichen K rankenversicherung       Regelungen vereinbaren.\nwerden an die S pitzenverbände der K rankenkassen\ngezahlt. Die B eiträge zur sozialen P flegeversicherung\n§7\nnach § 2 Nr. 2 sind jeweils in einer S umme an den Aus-\ngleichsfonds der sozialen P flegeversicherung zu zahlen.                         Inkrafttreten, Außerkrafttreten\n(3) Auf die B eiträge zur gesetzlichen K rankenversiche-         Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. J anuar 1995\nrung und zur sozialen P flegeversicherung haben die Zah-         in K raft. Gleichzeitig tritt die K V-P auschalbeitragsverord-\nlungspflichtigen bis zum zehnten Tag jedes K alendervier-        nung vom 13. November 1973 (B GB l. I S . 1664), zuletzt\nteljahres Vorschüsse in Höhe von 25 vom Hundert des              geändert durch Artikel 22 des Gesetzes vom 24. J uli 1995\nzuletzt ermittelten pauschalen J ahresbeitrags zu zahlen.        (B GB l. I S . 962), außer K raft.\nDer B undesrat hat zugestimmt.\nB onn, den 3. M ärz 1998\nD er B und es minis ter für G es und heit\nH o rs t S eeho fer"]}