{"id":"bgbl1-1995-65-6","kind":"bgbl1","year":1995,"number":65,"date":"1995-12-21T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1995/65#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1995-65-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1995/bgbl1_1995_65.pdf#page=8","order":6,"title":"Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit","law_date":"1995-12-15T00:00:00Z","page":1724,"pdf_page":8,"num_pages":2,"content":["1724                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1995, Teil 1\nGesetz\nzur Änderung des Gesetzes\nzur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit\nVom 15. Dezember 1995\nDer Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates              maßgebenden Beträge der Verordnung zur Durch-\ndas folgende Gesetz beschlossen:                                führung des § 88 Abs. 2 Nr. 8 des Bundessozialhilfe-\ngesetzes zugrunde zu legen; im übrigen sind die gel-\nArtikel 1                             tenden Vorschriften des Bundessozialhilfegesetzes\nanzuwenden.\nÄnderung des Pflege-Versicherungsgesetzes\n(4} Die Leistung nach Absatz 1 mindert sich um\nDas Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der\n1. den Betrag des Pflegegeldes nach§ 37 des Elften\nPflegebedürftigkeit vom 26. Mai 1994 (BGBI. 1 S. 1014,\nBuches Sozialgesetzbuch,\n2797), geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 29. Juli\n1994 (BGBI. 1S. 1890), wird wie folgt geändert:                 2. den Wert der Sachleistung nach § 36 des Elften\nBuches Sozialgesetzbuch,\n1. Artikel 51 wird wie folgt gefaßt:                            3. den Wert der Kombinationsleistung nach § 38 oder\n,,Artikel 51                             § 41 des Elften Buches Sozialgesetzbuch,\nPflegegeld nach dem Bundessozialhilfegesetz            4. den Betrag des Pflegegeldes nach § 69a des Bun-\ndessozialhilfegesetzes und\n(1) Personen, die am 31. März 1995 Pflegegeld nach\n§ 69 des Bundessozialhilfegesetzes in der bis zum            5. die Kostenübernahme nach § 69b Abs. 1 Satz 2 des\n31. März 1995 geltenden Fassung bezogen haben,                   Bundessozialhilfegesetzes.\nerhalten dieses Pflegegeld und zusätzlich das bis zum           (5) Der Anspruch nach Absatz 1 ruht für die Dauer\n31. März 1995 nach§ 57 des Fünften Buches Sozial-            einer Unterbringung in einer vollstationären Einrich-\ngesetzbuch gezahlte Pflegegeld vom Träger der                tung. Er entfällt, wenn\nSozialhilfe nach Maßgabe der Absätze 3 bis 5.\n1. die Leistungsvoraussetzungen nach § 69 des Bun-\n(2) Voraussetzung für die Leistung nach Absatz 1 ist         dessozialhilfegesetzes in der bis zum 31. März 1995\nnicht, daß                                                      geltenden Fassung nicht mehr vorliegen oder\n1. Pflegebedürftigkeit oder mindestens erhebliche           2. die Dauer der Unterbringung in der Einrichtung\nPflegebedürftigkeit im Sinne des Elften Buches              zwölf Monate übersteigt.\nSozialgesetzbuch oder des Bundessozialhilfe-\ngesetzes vorliegt oder                                     (6) Verwaltungsakte, die auf der Grundlage des Arti-\nkels 51 in der Fassung des Pflege-Versicherungs-\n2. bis zum 31. März 1995 Pflegegeld nach § 57 des           gesetzes vom 26. Mai 1994 (BGBI. 1 S. 1014, 2797}\nFünften Buches Sozialgesetzbuch geleistet wurde.        ergangen sind und nicht den Regelungen in den Absät-\n(3) Bei Festsetzung der Leistung nach Absatz 1 sind      zen 1 bis 5 entsprechen, sind mit Wirkung für die Ver-\ndie am 31. März 1995 maßgebenden Grundbeträge der           gangenheit zurückzunehmen und durch einen neuen\nEinkommensgrenzen nach den §§ 79 und 81 des Bun-            Verwaltungsakt mit Wirkung vom 1. April 1995 zu\ndessozialhilfegesetzes und die zu diesem Zeitpunkt          ersetzen.\"","Nr. 65 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 21. Dezember 1995                               1725\n2. Nach Artikel 52 wird folgender Artikel eingefügt:               liger Zahlungen benötigt werden. Die Länder leiten die\nFinanzhilfen unverzüglich, spätestens innerhalb von\n,,Artikel 52a                             30 Tagen, an die Letztempfänger weiter.\"\nDurchführungsvorschrift zu Artikel 52\n(1) Der Bund richtet für die Finanzhilfen nach Arti-                               Artikel2\nkel 52 Verwahrkonten bei den Bundeskassen ein, auf\ndie er die Jahrestranchen zur eigenen Bewirtschaftung                              Inkrafttreten\ndurch die Länder überträgt.                                   (1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in\n(2) Die Minister und Senatoren der Länder sind          Kraft, soweit in Absatz 2 nichts Abweichendes bestimmt\nermächtigt, die zuständigen Bundeskassen zur Aus-          ist.\nzahlung der benötigten Finanzhilfen anzuweisen,               (2) Mit Wirkung vom 1. April 1995 tritt Artikel 1 Nr. 1 in\nsobald die Bundesmittel zur anteiligen Begleichung fäl-    Kraft.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt und\nwird im Bundesgesetzblatt verkündet.\nBerlin, den 15. Dezember 1995\nDer Bundespräsident\nRoman Herzog\nDer Bundeskanzler\nDr. Helmut Kohl\nDer Bundesminister\nfür Arbeit und Sozialordnung\nNorbert Blüm\nDer Bundesminister der Finanzen\nTheo Waigel\nDer Bundesminister für Gesundheit\nHorst Seehofer"]}