{"id":"bgbl1-1995-43-3","kind":"bgbl1","year":1995,"number":43,"date":"1995-08-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1995/43#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1995-43-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1995/bgbl1_1995_43.pdf#page=6","order":3,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu Artikel 1 § 3 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 Satz 1 G 10)","law_date":"1995-08-07T00:00:00Z","page":1042,"pdf_page":6,"num_pages":1,"content":["1042                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1995, Teil t\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Januar 1995\n- 1 BvR 2226/94 - wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Artikel 1 § 3 Absatz 3 Satz 1 des Gesetzes zu Artikel 1O Grundgesetz (G 10)\nvom 13. August 1968 (BGBI. 1 S. 949) in der Fassung des Artikels 13\ndes Verbrechensbekämpfungsgesetzes vom 28. Oktober 1994 (BGB!. 1\nS. 3186) ist einstweilen mit der Maßgabe anzuwenden, daß bei der Durch-\nführung von Maßnahmen nach Absatz 1 erlangte personenbezogene Daten\nnur dann verwendet werden dOrfen, wenn bestimmte Tatsachen den\nVerdacht begründen, daß jemand eine der in der Vorschrift genannten\nStraftaten plant, begeht oder begangen hat.\n2. Artikel 1 § 3 Absatz 5 Satz 1 G 10 in der Fassung des Artikels 13 des\nVerbrechensbekämpfungsgesetzes ist einstweilen mit der Maßgabe\nanzuwenden, daß die nach Absatz 1 erlangten Daten den in der Vorschrift\ngenannten Behörden nur dann zu Obermittein sind, wenn bestimmte\nTatsachen den Verdacht begründen, daß jemand eine der in§ 3 Absatz 3\nG 10 genannten Straftaten plant, begeht oder begangen hat.\n3. Im übrigen wird der Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung\nabgelehnt.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß§ 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 7. August 1995\nDie Bundesministerin der Justiz\nLeutheu sser-Sc h narren berg er"]}