{"id":"bgbl1-1995-17-2","kind":"bgbl1","year":1995,"number":17,"date":"1995-04-07T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1995/17#page=50","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1995-17-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1995/bgbl1_1995_17.pdf#page=50","order":2,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 11 Abs. 2 BAföG)","law_date":"1995-03-23T00:00:00Z","page":478,"pdf_page":50,"num_pages":1,"content":["478                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1995, Teil 1\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Januar 1995\n-1 Bvl 20/87, 1 Bvl 20/88 - wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. § 11 Absatz 2 erster Halbsatz des Bundesgesetzes über individuelle Förde-\nrung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) vom\n26. August 1971 (Bundesgesetzblatt I Seite 1409) in der Fassung des Sie-\nbenten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes\nvom 13. Juli 1981 (Bundesgesetzblatt I Seite 625) ist mit Artikel 3 Absatz 1\ndes Grundgesetzes unvereinbar, soweit auf den Bedarf des Auszubildenden\nEinkommen und Vermögen des dauernd von ihm getrennt lebenden Ehegat-\nten anzurechnen sind.\n2. Bis zu einer gesetzlichen Neuregelung sind die dem Auszubildenden\nzufließenden Unterhaltsleistungen seines Ehegatten als eigenes Einkommen\nanzurechnen. Im übrigen darf bis dahin die Gewährung der Ausbildungsför-\nderung von der Abtretung etwaiger Unterhaltsansprüche gegen den Ehegat-\nten abhängig gemacht werden.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 23. März 1995\nDie Bundesministerin der Justiz\nLeutheu sser-Sch narren berger"]}