{"id":"bgbl1-1994-41-6","kind":"bgbl1","year":1994,"number":41,"date":"1994-07-12T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1994/41#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1994-41-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1994/bgbl1_1994_41.pdf#page=7","order":6,"title":"Neufassung der Sechsten Durchführungsverordnung zum Marktstrukturgesetz: Qualitätsgetreide, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen und Sonnenblumenkerne","law_date":"1994-07-04T00:00:00Z","page":1459,"pdf_page":7,"num_pages":2,"content":["Nr. 41 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 12. Juli 1994                               1459\nBekanntmachung\nder Neufassung der Sechsten Durchführungsverordnung zum Marktstrukturgesetz:\nQualitätsgetreide, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen und Sonnenblumenkerne\nVom 4. Juli 1994\nAuf Grund des Artikels 3 der Verordnung zur Änderung       9. den am 20. März 1994 in Kraft getretenen Artikel 2 der\ndes Marktstrukturgesetzes und der Sechsten Durch-                eingangs genannten Verordnung.\nführungsverordnung zum Marktstrukturgesetz: Qualitäts-\ngetreide, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen und Sonnen-                Die Rechtsvorschriften wurden erlassen auf Grund\nblumenkerne vom 8. März 1994 (BGBI. 1 S. 543) wird           zu 1.     des§ 3 Abs. 3 Nr. 1 und 2 und des§ 6 Abs. 2\nnachstehend der Wortlaut der Sechsten Durchführungs-         und 2.    Nr. 1 und 2 des Marktstrukturgesetzes vom\nverordnung zum Marktstrukturgesetz: Qualitätsgetreide,                 16. Mai 1969 (BGBI. 1S. 423),\nErbsen, Bohnen, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Buch-\nweizen und Senfsamen unter ihrer neuen Überschrift in        zu 3., 4. des§ 3 Abs. 3 und des§ 6 Abs. 2 Satz 1 des\nder seit dem 20. März 1994 geltenden Fassung bekannt-        und 5.    Marktstrukturgesetzes in der Fassung der Be-\ngemacht. Die Neufassung berücksichtigt:                                kanntmachung vom 26. November 1975 (BGBI. 1\n1. die am 22. April 1970 in Kraft getretene Verordnung\ns. 2943),\nvom 14. April 1970 (BGBI. I S. 351),                      zu 6.     des § 12 in Verbindung mit § 3 Abs. 3 und des § 6\n2. den am 28. Mai 1972 in Kraft getretenen Artikel 1 der               Abs. 2 Satz 1 des Marktstrukturgesetzes in der\nVerordnung vom 19. Mai 1972 (BGBI. 1S. 804),                        Fassung der Bekanntmachung vom 26. Novem-\nber 1975 (BGBI. 1S. 2943),\n3. den am 7. August 1981 in Kraft getretenen Artikel 2\nder Verordnung vom 30. Juli 1981 (BGBI. I S. 799),        zu 7.     des § 3 Abs. 3, des § 12 in Verbindung mit § 3\nAbs. 3 und des § 6 Abs. 2 Satz 1 des Markt-\n4. den am 24. Februar 1984 in Kraft getretenen Artikel 1               strukturgesetzes in der Fassung der Bekannt-\nder Verordnung vom 20. Februar 1984 (BGBI. I S. 261),               machung vom 26. November 1975 (BGBI. 1\n5. den am 23. März 1985 in Kraft getretenen Artikel 1 der              S. 2943), das zuletzt durch das Gesetz vom\nVerordnung vom 13. März 1985 (BGBI. 1S. 571 ),                      30. August 1990 (BGBI. 1S. 1860) geändert worden\nist,\n6. den am 18. Dezember 1988 in Kraft getretenen Artikel 1\nder Verordnung vom 9. Dezember 1988 (BGBI. 1              zu 9.     des § 1 Abs. 2 Satz 2, des § 3 Abs. 3 und des\ns. 2230),                                                           § 6 Abs. 2, jeweils auch in Verbindung mit\n§ 12, des Marktstrukturgesetzes in der Fassung\n7. den am 9. Februar 1991 in Kraft getretenen Artikel 1\nder Bekanntmachung vom 26. September 1990\nder Verordnung vom 4. Februar 1991 (BGBI. 1S. 221 ),\n(BGBI. 1 S. 2134), auch in Verbindung mit Arti-\n8. den am 1. Juli 1992 in Kraft getretenen Artikel 2 Abs. 2            kel 3 des Gesetzes vom 26. Juni 1992 (BGBI. 1\nNr. 4 des Gesetzes vom 26. Juni 1992 (BGBI. 1S. 1159),              S.1159).\nBonn, den 4. Juli 1994\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nJochen Borchert","1460                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil 1\nSechste Durchführungsverordnung zum Marktstrukturgesetz:\nQualitätsgetreide, Erbsen, Bohnen,\nSojabohnen, Sonnenblumenkerne, Buchweizen und Senfsamen\n§1                              3. 300 Tonnen je Sorte Qualitätsgerste für Brauzwecke,\n(1) Zu einer Gruppe verwandter Erzeugnisse (§ 3 Abs. 1     4. 300 Tonnen je Sorte Qualitätshafer für Ernährungs-\nNr. 3 Buchstabe a des Gesetzes), für die eine Erzeuger-          zwecke,\ngemeinschaft gebildet werden kann, können mehrere der         5. 300 Tonnen je Sorte Qualitätshartweizen für Ernäh-\nfolgenden Erzeugnisse zusammengefaßt werden:                     rungszwecke,\nKN-Code           Erzeugnisse                                 6. 400 Tonnen je Sorte Qualitätsweizen für Brauzwecke,\n7. 400 Tonnen je Sorte Erbsen und Bohnen.\nex 10 01          Qualitätsweizen für Backzwecke\nex 10 01          Qualitätshartweizen (Durum-Weizen) für        (2) Das erste Jahr beginnt mit dem der Antragstellung\nErnährungszwecke                            auf Anerkennung als Erzeugergemeinschaft folgenden\nex 10 01          Qualitätsweizen für Brauzwecke              -  1. April bei Sommerfrucht,\nex 10 02          Qualitätsroggen für die Brotherstellung     -  1 . Oktober bei Winterfrucht.\nex 1003           Qualitätsgerste für Brauzwecke\nex 10 04          Qualitätshafer für Ernährungszwecke                                         §3\nex0713            Trockene, ausgelöste Erbsen und Bohnen,       (1) Die Mindestmenge eines Liefervertrages (§ 6 Abs. 1\nnicht geschält oder zerkleinert             Nr. 4 des Gesetzes) wird festgesetzt auf jährlich jeweils\n(2) Im Sinne dieser Verordnung ist                         50% der in § 2 Abs. 1 bezeichneten Mengen. Werden\nLieferverträge mit Zustimmung der Erzeugergemeinschaft\n1. Qualitätsweizen Erntegut von Sorten, die einen Sedi-       unmittelbar zwischen Mitgliedern der Erzeugergemein-\nmentationswert von mindestens 30 und bei einem           schaft und einem Unternehmen abgeschlossen, so gelten\nUmrechnungsfaktor für Stickstoff von 5, 7 einen Roh-     diese Lieferverträge für die Berechnung der Mindest-\nproteingehalt in der Trockensubstanz von mindestens      menge nach Satz 1 als ein Liefervertrag.\n12 % erreichen; die Fallzahl bei der Auswuchsbestim-\nmung muß mindestens 150 betragen;                          (2) Die Mindestdauer eines Liefervertrages (§ 6 Abs. 1\nNr. 5 des Gesetzes) wird für Lieferverträge nach Absatz 1\n2. Qualitätsroggen Erntegut von Sorten, die ein Mehl-\nauf drei Jahre festgesetzt.\namylogramm von mindestens 330 Amylogramm-\nEinheiten erreichen; die Fallzahl bei der Auswuchs-\nbestimmung muß mindestens 90 betragen;                                                  §3a\n3. Qualitätsgerste Erntegut von Sorten, die bei einem           Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnung\nUmrechnungsfaktor für Stickstoff von 6,25 einen          1. die Erzeugnisse, die zu einer Gruppe verwandter Er-\nRohproteingehalt von höchstens 11,5 % und eine              zeugnisse (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a des Gesetzes)\nKeimfähigkeit ab 15. Oktober von mindestens 98 %            zusammengefaßt werden können, um\nerreichen; der Vollgerstenanteil muß mindestens 90 %\na) Dinkel für die Grünkern-, Gebäck- und Teigwaren-\nbetragen;\nherstellung,\n4. Qualitätshafer Erntegut von Sorten, die, bezogen auf die      b) Qualitätskörnermais zur Herstellung von Erzeug-\nTrockensubstanz, einen Spelzengehalt von höchstens               nissen für die menschliche Ernährung sowie für die\n26 % und ein Tausendkorngewicht von mindestens                  technische Verwendung,\n27 g aufweisen;\nc) Sojabohnen,\n5. Qualitätshartweizen Erntegut von Sorten, die, bezogen\nd) Sonnenblumenkerne,\nauf die Trockensubstanz, bei einem Umrechnungs-\nfaktor für Stickstoff von 5, 7, einen Rohproteingehalt      e) Buchweizen,\nvon mindestens 14 % und einen Gelbpigmentgehalt im          f) Senfsamen\nGrieß von mindestens 0,450 mg/100 g aufweisen;              ergänzen und\n6. Qualitätsweizen für Brauzwecke Erntegut von Sorten,        2. für diese Erzeugnisse\ndie, bezogen auf die Trockensubstanz, bei einem Um-\nrechnungsfaktor für Stickstoff von 6,25 einen Roh-           a) die Mindesterzeugungsmenge (§ 3 Abs. 1 Nr. 6 des\nproteingehalt von höchstens 12 % und eine Keimfähig-             Gesetzes),\nkeit von mindestens 95 % erreichen; der Vollkornanteil       b) die Mindestmenge und Mindestdauer von Liefer-\nmuß mindestens 90 % betragen.                                    verträgen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 und 5 des Gesetzes)\nfestsetzen.\n§2                                                              §4\n(1) Die Mindesterzeugungsmenge(§ 3 Abs. 1 Nr. 6 des                       (Inkrafttreten in dem in Artikel 3\nGesetzes) wird festgesetzt auf jährlich                               des Einigungsvertrages genannten Gebiet)\n1. 400 Tonnen je Sorte Qualitätsweizen für Backzwecke,\n2. 300 Tonnen je Sorte Qualitätsroggen für die Brot-                                         §5\nherstellung,                                                                       (Inkrafttreten)"]}