{"id":"bgbl1-1992-51-4","kind":"bgbl1","year":1992,"number":51,"date":"1992-11-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1992/51#page=15","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1992-51-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1992/bgbl1_1992_51.pdf#page=15","order":4,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 32a Abs. 1 Satz 2 EStG i.V.m. § 38c EStG in der für 1991 geltenden Fassung, § 32 Abs. 8 EStG i.d.F. des Gesetzes vom 4. 11. 1977 (BGBl. I S. 1965), § 32a Abs. 1 Satz 2 EStG in der für die Jahre 1978 bis 1984, 1986 und 1988 jeweils geltenden Fassung)","law_date":"1992-10-23T00:00:00Z","page":1851,"pdf_page":15,"num_pages":1,"content":["Nr. 51 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 10. November 1992                1851\nEntscheidung. des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 25. September 1992\n- 2 Bvl 5/91 u. a. - wird die Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. § 32a Absatz 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes in Verbindung mit§ 38c\ndes Einkommensteuergesetzes in der für 1991 geltenden Fassung des Steuer-\nreformgesetzes 1990 vom 25. Juli 1988 (Bundesgesetzbl. 1 Seite 1093) sowie\n§ 32 Absatz 8 des Einkommensteuergesetzes in der Fassung des Artikels 1\nNummer 4 a Buchstabe b des Gesetzes zur Steuerentlastung und Investitions-\nförderung vom 4. November 1977 (Bundesgesetzbl. 1 Seite 1965) sind mit\ndem Grundgesetz unvereinbar. Gleiches gilt für§ 32a Absatz 1 Satz 2 des\nEinkommensteuergesetzes in der für die Jahre 1978 bis 1984, 1986 und 1988\njeweils geltenden Fassung.\n2. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, spätestens mit Wirkung zum 1. Januar 1996\neine Neuregelung zu treffen. Bis zum Inkrafttreten einer Neuregelung bleiben\ndie als verfassungswidrig erkannten Regelungen weiter anwendbar. Es ist\njedoch mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 1993 sicherzustellen, daß\nbei der Einkommensbesteuerung dem Steuerpflichtigen die Erwerbsbezüge\nbelassen werden, die er zur Deckung eines nach den Grundsätzen dieser\nEntscheidung zu bestimmenden existenznotwendigen Bedarfs benötigt.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Gesetzes\nüber das Bundesverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 23. Oktober 1992\nDie Bundesministerin der Justiz\nLe uth e u sse r-Sc h narren berge r"]}