{"id":"bgbl1-1990-64-14","kind":"bgbl1","year":1990,"number":64,"date":"1990-11-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1990/64#page=36","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1990-64-14/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1990/bgbl1_1990_64.pdf#page=36","order":14,"title":"Achte Verordnung zur Änderung der Futtermittelverordnung","law_date":"1990-11-22T00:00:00Z","page":2540,"pdf_page":36,"num_pages":5,"content":["2540                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil 1\nAchte Verordnung\nzur Änderung der Futtermittelverordnung\nVom 22. November 1990\nDer Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verordnet auf Grund\ndes § 4 Abs. 1 Nr. 2 und 9, des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 und 3 Buchstabe c und d und des § 8\nAbs. 2 Nr. 2 des Futtermittelgesetzes vom 2. Juli 1975 (BGBI. 1 S. 1745) sowie\ndes§ 4 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a, Nr. 4 und 5 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1, des§ 4 Abs. 5 Satz 2, des§ 5 Abs. 4 Nr. 1 in\nVerbindung mit Abs. 5 Nr. 1 und des § 9 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 2 des Futtermittelgeset-\nzes, von denen § 4 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 5 und § 9 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b und Abs. 3 Nr. 2 durch Gesetz\nvom 12. Januar 1987 (BGBI. 1 S. 138) geändert worden sind, im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Juaend.\nFamilie, Frauen und Gesundheit:\nArtikel 1\nDie Futtermittelverordnung vom 8. April 1981 (BGBI. 1 S. 352), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 15. Juni\n1989 (BGBI. 1 S. 1096), wird wie folgt geändert:\n1. § 13 wird wie folgt geändert:\na) In Absatz 1 wird folgender Satz angefügt:\n„Bei Mischfuttermitteln, die das Einzelfuttermittel „Calciumsalz der DL-2-Hydroxy-4-methyl-mercapto-buttersäure für\nalle Tierarten, ausgenommen Rinder, Schafe und Ziegen\" enthalten, sind zusätzlich Monomere Säure, und bei\nMischfuttermitteln, die das Einzelfuttermittel \"DL-2-Hydroxy-4-methyl-mercapto-buttersäure für alle Tierarten, ausge-\nnommen Rinder, Schafe und Ziegen\" enthalten, zusätzlich Gesamtsäure und Monomere Säure anzugeben.\";\nb) in Absatz 2 Satz 3 wird die Angabe „Nr. 3.1\" durch die Angabe „Nr. 2.2 und 3.1\" ersetzt.\n2. § 17 Abs. 3 Nr. 2 Buchstabe d wird wie folgt gefaßt:\n,,d) in Ergänzungsfuttermitteln für alle Tierarten oder Tierkategorien zur kurzfristigen zusätzlichen Vitaminversor-\ngung der Gehalt an Vitamin D bis zu 200 000 Internationale Einheiten je Kilogramm\".\n3. In§ 20 Abs. 2 Satz 1 werden die Worte „in der jeweils geltenden Fassung\" durch die Worte,,, der durch Richtlinie\n84/587/EWG (ABI. EG Nr. L 319 S. 13) angefügt worden ist,\" ersetzt.\n4. In§ 23 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 Nr. 1 wird jeweils das Wort „Futtermittel\" durch das Wort „Einzelfuttermittel\" ersetzt.\n5. § 30 Abs. 2 wird wie folgt gefaßt:\n,,(2) Zusatzstoffe und Vormischungen nach Absatz 1, die in einem Drittland hergestellt worden sind, dürfen nur von\nBetrieben in den Geltungsbereich dieser Verordnung verbracht und behandelt werden, die, falls sie ihren Sitz\n1. im Geltungsbereich dieser Verordnung haben, als Vertreter des Herstellers durch die zuständige Behörde\nanerkannt worden sind,\n2. in einem anderen Mitgliedstaat haben, nach Feststellung dieses Mitgliedstaates als Vertreter des Herstellers die\nMindestanforderungen nach Anhang III der Richtlinie 70/524/EWG erfüllen.\"\n6. In § 31 Abs. 2 Nr. 2 wird der Klammerhinweis wie folgt gefaßt:\n,,(§ 30 Abs. 1 Nr. 2 und 3)\".\n7. § 38 wird wie folgt geändert:\na) Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:\n,,(2) Futtermittel, die dieser Verordnung in der bis zum 30. November 1990 geltenden Fassung entsprechen,\ndürfen noch bis zum 31. Mai 1991 in den Verkehr gebracht und verfüttert werden.\";\nb) Absatz 3 Satz 1 wird gestrichen.\n8. Anlage 1 Teil 1 wird wie folgt geändert:\na) In Nummer 1 wird nach der Position „Butterschmalz\" folgende Position eingefügt:\n2                       3           4            5             6         7\n„Calciumseifen            Erzeugnis, das nach Verseifen                             Rohfett       Wasser          *\"·\nlangkettiger Fettsäuren   von Fettsäuren aus Ölfrüchten                             Rohasche      einfach\nfür Rinder, Schafe        oder -saaten mit Calciumhydroxid                          Calcium       ungesättigte\nund Ziegen                anfällt                                                                 Fettsäuren\nmehrfach\nungesättigte\nFettäuren","Nr. 64 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. November 1990                          2541\nb) Nummer 2.1 wird wie folgt geändert:\naa) Nach der Position „DL-Methionin\" wird folgende Position eingefügt:\n2                3         4             5          6         7\n,, DL-Methionin-     DL-Methionin-Natrium-Konzentrat,                    DL-Methionin               *\"•\nNatrium-Konzentrat, flüssig, technisch rein\n'\nWasser\nflüssig              [CH 3 S(CH 2h-CH\n(NH+COO]Na\nDL-Methionin min. 40 v. H.\nin der Originalsubstanz\nNatrium min. 6,2 v. H.\nin der Originalsubstanz\nbb) nach der Position „L-Lysin-Monohydrochlorid-Konzentrat, flüssig\" wird folgende Position eingefügt:\n2                3         4             5           6         7\n„ L-Lysinphosphat    L-Lysinphosphat und seine Neben-                    L-Lysin                     *\"•1\nund seine Neben-     erzeugnisse aus der Fermentation                    Wasser\nerzeugnisse aus       von Saccharose, Ammoniak und\nder Fermentation      Fischpreßsaft mit Brevibacterium\nfür Schweine          lactofermentum\nund Geflügel          Stamm NRRL B-11470\n[NHiCH2kCH(NH2)\nCOOH] · H3PO4\nLysin min. 35 v. H.\nin der Originalsubstanz\nPhosphor min. 4,3 v. H.\nin der Originalsubstanz\nc) Nummer 2.2 wird wie folgt geändert:\naa) Die Überschrift wird wie folgt gefaßt:\n,,2.2 Hydroxyanaloge von Methionin und ihre Salze\";\nbb) in der Position „Calciumsalz der DL-2-Hydroxy-4-methyl-mercapto-buttersäure für Schweine und Geflügel\"\nwerden in Spalte 1 die Worte „Schweine und Geflügel\" durch die Worte „alle Tierarten, ausgenommen\nRinder, Schafe und Ziegen\" ersetzt;\ncc) die Position „DL-2-Hydroxy-4-methyl-mercapto-buttersäure für Schweine und Geflügel\" wird wie folgt gefaßt:\n2                3         4             5           6         7\n,, DL-2-Hydroxy-4-   DL-2-Hydroxy-4-methyl-mercapto-                      Gesamtsäure                 *\"•\nmethyl-mercapto-     buttersäure                                          Monomere\nbuttersäure          CH3-S-(CH 2h-CH(OH)-COOH                             Säure\nfür alle Tierarten,  Gesamtsäure min. 85 v. H.                            Wasser\nausgenommen          in der Originalsubstanz\nRinder, Schafe       Monomere Säure min. 65 v. H.\nund Ziegen           in der Originalsubstanz\nd) in Nummer 3.2 wird nach der Überschrift folgende Position eingefügt:\n2                3          4            5           6         7\n„Mycel-Silage              Mycel, flüssiges Nebenerzeugnis                      Rohprotein\naus der Herstellung        aus der Penicillinherstellung                        Rohasche\nvon Penicillin             mit Penicillium chrysogenum                         Wasser\";\nfür Schweine, Rinder,      Stamm ATCC 48271, das mit Hilfe\nSchafe und Ziegen          von Lactobacillus brevis,\nL. collinoides, L. plantarum,\nL. sake und Streptococcus\nlactis zur Inaktivierung\ndes Penicillins siliert und\ndanach erhitzt worden ist\nRohprotein min. 7 v. H.\nin der Originalsubstanz\ne) in Nummer 4 werden in der Position „Natriumcarbonat für Geflügel\" in Spalte 1 die Worte „für Geflügel\"\ngestrichen.","2542                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil 1\n9. Anlage 3 wird wie folgt geändert:\na) In Nummer 1.1 wird in der Position „Virginiamycin\" folgende Unterposition angefügt:\n2          3             4           5           6      7                        8\n„Mastrinder                15    40       c) Angabe in der Gebrauchs-\nanweisung:\n„In Ergänzungsfuttermitteln darf\ndie Höchstmenge in der Tages-\nration nicht überschreiten:\n140 mg für 100 kg Tierkörper-\ngewicht,\n6 mg für jeweils 10 kg Tierkörper-\ngewicht darüber\"\";\nb) in Nummer 1.2 wird in der Position „Carbadox\" die Spalte 3 wie folgt gefaßt:\n1     4\n„Methyl-3-(2-Chinoxalinylmethylen) Carbazat-N          , N -Dioxid\nMindestreinheit: 96 v. H.\nCharakteristische Merkmale der zugelassenen Zubereitungen:\nGehalt an Carbadox: 5 oder 10 v. H.,\nMindesthaltbarkeit: 24 Monate,\nPropionsäure: 0,5 v. H.,\nSojabohnenöl: 7 v. H.,\nSojabohnenschalen, gemahlen: bis zu 100 v. H.;\nzulässige Höchstmenge der bei der Manipulation anfallenden Staubemission, bestimmt nach dem Stauber-\nHeubach-Verfahren:\n0, 1 µg Carbadox (Analysemethode: Richtlinie 87/316/EWG des Rates vom 16. Juni 1987 - ABI. EG Nr. L 160\nS. 32 -)\";\nc) Nummer 4 wird wie folgt geändert:\naa) In der Position „Perlit\" wird in Spalte 1 die Angabe „E 599\" eingefügt;\nbb) nach der Position „Perlit\" wird folgende Position in der Weise eingefügt, daß die geschweiften Klammern in\nden Spalten 4 und 8 auch diese Position umfassen:\n2                        3                      4       5                6            7\n,,E 553           Sepiolit    Wasserhaltiges Magnesiumsilikat                               20 000\";\nsedimentärer Herkunft mit\nmin. 60 v. H. Sepiolit und\nmax. 30 v. H. Montmorillonit,\nasbestfrei\nd) in Nummer 6.1 wird die Position „Canthaxanthin\" durch folgende Positionen in der Weise ersetzt, daß die\ngeschweifte Klammer in Spalte 6 auch die Zeilen „Geflügel, Hunde und Katzen\" in Spalte 4 umfaßt:\n2           3              4            5          6    7                     8\n„E 161 g       Cantha-                     Geflügel,\nxanthin                    Hunde und\nKatzen\nLachse und                80                a) Verabreichung nur ab\nE 161 j\nForellen\nLachse und               100\n}        dem Alter von 6 Monaten\nzulässig. Die Mischung\nvon Canthaxanthin\nForellen\nmit Astaxanthin ist\nzugelassen,\nsofern die Gesamtmenge\nder Mischung 100 ppm\nim Alleinfuttermittel\nnicht überschreitet\";\ne) in Nummer 8 wird in der Position „ 1,2-Propandiol\" die die Katzen betreffende Zeile gestrichen;\nf) Nummer 11 wird wie folgt geändert:\naa) In der in Spalte 2 die Worte „Vitamin Aals\" enthaltenden Zeile wird in Spalte 1 die Angabe „E 672\" eingefügt;\nbb) die in Spalte 2 mit den Worten „Vitamin C als\" beginnende Position wird in dieser Spalte wie folgt gefaßt:\n„Vitamin C als\nL( + )-Ascorbinsäure-Reinsubstanz\nAscorbylphosphate\nDinatrium-L-Ascorbat-2-Sulfat\nVitamin C-Präparat\"","Nr. 64 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. November 1990                              2543\nund in Spalte 4 wie folgt geändert:\naaa) Die geschweifte Klammer umfaßt die Position bis zu der Zeile „Ascorbylphosphate\";\nbbb) in der mit dem Wortteil „Dinatrium\" beginnenden Zeile wird das Wort „Fische\" eingefügt;\nccc) in der Zeile „ Vitamin C-Präparat\" wird das Wort „alle\" eingefügt;\ncc) nach der in Spalte 2 mit den Worten „p-Aminobenzoesäure als\" beginnenden Position wird folgende Position\nin der Weise angefügt, daß die geschweifte Klammer in Spalte 8 auch diese Position umfaßt:\n2                  3              4            5        6             7                8\n„Taurin                                 Heimtiere\".\n10. In Anlage 5 wird nach der in Spalte 1 mit dem Wort „Rizinus\" beginnenden Position folgende Position eingefügt:\n2                           3\n„Saaten, Früchte und hieraus gewonnene Erzeugnisse von                  alle Futtermittel      nicht bestimmbare Menge\".\nAprikose - Prunus armeniaca L.\nBittermandel - Prunus dulcis\n(Mill.) D. A. Webb var. amara\n(DC.) Focke ( = Prunus amygdalus Batsch var. amara [DC.] Focke)\nBuchecker, ungeschält - Fagus sylvatica L.\nLeindotter - Camelina sativa (L.) Crantz\nMowrah, Bassia, Madhuca -\nMadhuca longifolia (L.) Macbr. ( = Bassia longifolia L.\n= lllipe malabrorum Engl.),\nMadhuca indica Gmelin ( = Bassia latifolia Roxb.\n= lllipe latifolia F. Mueller)\nSheanuss - Butyrospermum parkii (G. Don) Kotschy\nPurgierölbaum - Croton tiglium L.\nPurgierstrauch - Jatropha curcas L.\nAbessinischer (Äthiopischer) Senf -\nBrassica carinata A. Braun\nChinesischer Gelbsenf - Brassica juncea (L.) Czern.\net Coss. ssp. juncea var. lutea Batalin\nIndischer Braunsenf - Brassica juncea (L.) Czern\net Goss. ssp. integrifolia (West) Thell.\nSareptasenf - Brassica juncea (l.)\nCzern. et Coss. ssp. juncea\nSchwarzer Senf - Brassica nigra (l.) W. D. J. Koch.\n11. Anlage 6 wird wie folgt gefaßt:\n„Anlage 6\n(zu §§ 25, 27)\nVerbotene Stoffe\nHefen der Gattung Candida, auf n-Alkanen gezüchtet\nKot\nReisspelzen\".\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 22. November 1990\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nIn Vertretung\nKurt Eisenkrämer","2544                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil 1\nChemikalien-Altstoffverordnung\n(ChemAltstoffV)\nVom 22. November 1990\nAuf Grund des§ 3 Nr. 2 und des§ 25 des Chemikaliengesetzes in der Fassung\nder Bekanntmachung vom 14. März 1990 (BGBI. 1 S. 521) in Verbindung mit\nArtikel 5 Nr. 2 des Gesetzes vom 14. März 1990 (BGBI. 1 S. 493) verordnet die\nBundesregierung:\n§ 1\nAlte Stoffe\nAlte Stoffe im Sinne des § 3 Nr. 2 des Chemikaliengesetzes sind die im\nAltstoffverzeichnis der Europäischen Gemeinschaften - EINECS - (ABI. EG\nNr. C 146 A vom 15. Juni 1990) bezeichneten Stoffe in der jeweils jüngsten\nim Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichten Fassung.\n§2\nInkrafttreten, abgelöste Vorschriften\nDiese Verordnung tritt am 15. ·Dezember 1990 in Kraft; gleichzeitig tritt die\nChemikalien-Altstoffverordnung vom 2. Dezember 1981 (BGBI. 1 S. 1239), ge-\nändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 14. März 1990 (BGBI. 1 S. 493), außer\nKraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 22. November 1990\nDer Bundeskanzler\nDr. Helmut Kohl\nDer Bundesminister\nfür Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit\nKlaus Töpfer"]}