{"id":"bgbl1-1987-17-4","kind":"bgbl1","year":1987,"number":17,"date":"1987-03-12T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1987/17#page=11","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1987-17-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1987/bgbl1_1987_17.pdf#page=11","order":4,"title":"Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften (Leichtmofa-Ausnahmeverordnung)","law_date":"1987-02-26T00:00:00Z","page":755,"pdf_page":11,"num_pages":3,"content":["Nr. 17 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 12. März 1987                                  755\nVerordnung\nüber Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften\n(Leichtmofa-Ausnahmeverordnung)\nVom 26. Februar 1987\nAuf Grund                                                   machung vom 15. November 1974 (BGBI. 1S. 3193; 19751\n- des § 6 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 3 Buchstabe a in         S. 848), zuletzt geändert durch die Verordnung vom\nVerbindung mit Abs. 3 des Straßenverkehrsgesetzes in        16. Juli 1986 (BGBI. 1 S. 1019, 1021):\nder im Bundesgesetzblatt Teil 111, Gliederungsnummer        Sie dürfen abweichend\n9231-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, dessen\nAbsatz 1 zuletzt durch Artikel 1 Nr. 3 des Gesetzes vom     1. von§ 4 Abs. 1 Nr. 1 eine Drehzahl des Motors haben,\n13. Mai 1986 (BGBI. 1 S. 700) geändert und dessen               die mehr als 4 800 min~ 1 , aber nicht mehr als\nAbsatz 3 durch § 70 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes vom               5 000 min· 1 beträgt;\n15. März 1974 (BGBI. 1 S. 721) eingefügt worden sind,       2. von§ 50 Abs. 6 a und§ 53 lichttechnische Einrichtun-\nwird vom Bundesminister für Verkehr                             gen haben, wie sie für Fahrräder nach § 67 vorge-\n- des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe d und Nr. 5 a jeweils in          schrieben sind. Dies gilt nur, wenn die in der Anlage\nVerbindung mit Abs. 2 a und 3 des Straßenverkehrsge-            Nummer 1.7 genannten Auflagen erfüllt sind.\nsetzes in der _im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungs-\nnummer 9231-1, veröffentlichten bereinigten Fassung,                                     § 2\nzuletzt geändert gemäß Artikel 22 der Zuständigkeitsan-\nAbweichend von § 21 a Abs. 2 der Straßenverkehrs-\npassungs-Verordnung vom 26. November 1986 (BGBI. 1\nOrdnung vom 16. November 1970 (BGBI. 1 S. 1565, 1971 1\nS. 2089) sowie Nummer 5 a und Absatz 3 eingefügt\nS. 38), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27. Juni\ndurch § 70 Abs. 1 des Gesetzes vom 15. März 1974\n1986 (BGBI. 1 S. 939), brauchen die Führer der Leicht-\n(BGBI. 1 S. 721) wird vom Bundesminister für Verkehr\nmofas während der Fahrt keinen Schutzhelm zu tragen.\nund vom Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und\nReaktorsicherheit\n§ 3\nnach Anhörung der zuständigen obersten Landesbehör-\nden verordnet:                                                    Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Über-\nleitungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 3 des Gesetzes\n§ 1                                vom 28. Dezember 1982 (BGBI. 1 S. 2090) auch im Land\nBerlin.\nFür Mofas, die den in der Anlage aufgeführten Merk-\n§4\nmalen entsprechen (Leichtmofas), gelten folgende allge-\nmeine Ausnahmen von den Vorschriften der Straßenver-             Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in\nkehrs-Zulassungs-Ordnung in der Fassung der Bekannt-          Kraft; sie tritt am 28. Februar 1990 außer Kraft.\nBonn, den 26. Februar 1987\nDer Bundesminister für Verkehr\nDr. W. Dollinger\nDer Bundesminister\nfür Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit\nWallmann","756                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1987, Teil    1\nAnlage\nMerkmale der Leichtmofas\nFahrrad-Merkmale\n1.1 Leergewicht:                                             nicht mehr als 30 kg\n1.2 Feigendurchmesser für Vorder- und Hinterrad:             mindestens 559 mm (entspricht 26 Zoll), aber nicht mehr als\n640 mm (entspricht 28 Zoll)\n1 .3 Reifenbreite:                                           nicht mehr als 47 mm (entspricht 1,75 Zoll)\n1.4 Länge der Tretkurbel:                                    mehr als 169 mm\n1.5 Fahrweg im größten Gang je Kurbeiumdrehung:              mehr als 4,4 m\n1 .6 Abstand Oberkante Sitzrohrmuffe\nbis Mitte Tretlagerachse:                               mehr als 530 mm\n1.7 lichttechnische Einrichtungen:                           müssen in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein; folgende\nAuflagen müssen erfüllt sein:\na) Ein Antrieb der Lichtmaschine, der auch nur eine kurzzeitige\nUnterbrechung der Stromerzeugung nicht erwarten läßt.\nb) Eine Schaltung, die selbsttätig bei geringer Geschwindigkeit\nvon Lichtmaschinen- auf Batteriebetrieb umschaltet (Stand-\nbeleuchtung).\nc) Ein Großflächen-Rückstrahler, der mit dem Buchstaben „Z\"\ngekennzeichnet ist.\nd) Ein Scheinwerfer, der der Nummer 23 Abs. 5 Ziffer 2 der\nTechnischen Anforderungen an Fahrzeugteile bei der Bauart-\nprüfung nach § 22 a StVZO (VkBI. 1983 S. 617) entspricht.\n2    Mofa-Merkmale\n2.1 Hubraum:                                                 nicht mehr als 30 cm 3\n2.2 Leistung:                                                nicht mehr als 0,5 kW\n2.3 Durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit:        nicht mehr als 20 km/h\n2.4 Bremsen:                                                 es gilt § 41 StVZO\n2.5 Übersetzung zwischen Kurbelwelle und Antriebsrad:        keine Änderungsmöglichkeit\n2.6 Leistungscharakteristik:                                 derart ausgelegt, daß oberhalb einer Geschwindigkeit, die nicht\nmehr als 24 km/h betragen darf, keine Überschußleistung zum\nAntrieb des Fahrzeugs abgegeben werden kann\n2.7 maximaler Geräuschpegel bei Vorbeifahrt\nin 7,5 m Entfernung mit Höchstgeschwindigkeit:          65 dB (A)","Nr. 17 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 12. März 1987          757\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom\n18. November 1986 - 1 Bvl 29/83 u. a. - wird die Ent-\nscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 118 a Absatz 1 des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG),\neingefügt durch Artikel 1 Nummer 40 des Fünften\nGesetzes zur Änderung des Arbeitsförderungsgesetzes\n(5. AFG-ÄndG) vom 23. Juli 1979 (Bundesgesetzbl. 1\nS. 1189) ist mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes\nunvereinbar und nichtig, soweit diese Vorschrift für Stu-\ndenten einer Hochschule oder sonstigen Ausbildungs-\nstätte das Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld\nanordnet.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31\nAbs. 2 des Gesetzes über das Bundesverfassüngsgericht\nGesetzeskraft.\nBonn, den 19. Februar 1987\nDer Bundesminister der Justiz\nEngelhard\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom\n18. November 1986 - 1 BvR 1365/84 - wird folgende\nEntscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 1934 c des Bürgerlichen Gesetzbuchs, eingefügt\ndurch Artikel 1 Nummer 88 des Gesetzes über die\nrechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder vom\n19. August 1969 (Bundesgesetzbl. 1 S. 1243), ist mit\nArtikel 6 Absatz 5 des Grundgesetzes unvereinbar und\nnichtig.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31\nAbs. 2 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht\nGesetzeskraft.\nBonn, den 23. Februar 1987\nDer Bundesminister der Justiz\nEngelhard"]}