{"id":"bgbl1-1984-41-5","kind":"bgbl1","year":1984,"number":41,"date":"1984-09-29T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1984/41#page=23","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1984-41-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1984/bgbl1_1984_41.pdf#page=23","order":5,"title":"Neufassung der Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung","law_date":"1984-09-25T00:00:00Z","page":1251,"pdf_page":23,"num_pages":4,"content":["Nr. 41 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 29. September 1984               1251\nBekanntmachung\nder Neufassung der Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung\nVom 25. September 1984\nAuf Grund des Artikels 2 der Dritten Verordnung zur Änderung der Verord-\nnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung vom 5. April 1984 (BGBI. 1\nS. 597) wird nachstehend der Wortlaut der Verordnung über Stoffe mit\npharmakologischer Wirkung in der ab 1. Januar 1985 geltenden Fassung\nbekanntgemacht. Die Neufassung berücksichtigt:\n1. die am 1. Januar 1978 in Kraft getretene Verordnung vom 3. August 1977\n(BGBI. 1 S. 1479),\n2. die am 1. September 1979 in Kraft getretene Verordnung vom 19. Juni\n1979 (BGBI. 1 S. 657),\n3. die am 25. Oktober 1981 in Kraft getretene Verordnung vom 21. Oktober\n1981 (BGBI. 1 S. 1136),\n4. die nach ihrem Artikel 4 in Kraft getretene bzw. in Kraft tretende eingangs\ngenannte Verordnung.\nDie Rechtsvorschriften wurden erlassen auf Grund des § 15 Abs. 3 Nr. 1\nBuchstaben a, b und c des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes\nvom 15. August 197 4 (BGBI. 1 S. 1945, 1946).\nBonn, den 25. September 1984\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nGeißler",".\nNr. 41 -Tag der Ausgabe: Bonn, den 29: September 1984                                                 1253\nAnlage 1\n(zu den §§ 1, '3 und_ 4).\nStoffe\nLfd.\n(allein oder als Bestandt~il\n-                                 Anwendungsgebiete, für die die\nTiere\nNr.                                                                                                              Anwendung ausgeschlossen ist\nvon Zu,bereitungen)\n2                                                     3                                          4\n1      Stoffe . mit antimikrobieller Wir-                     Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-            Beeinflussung der Haltbarkeit der\nkung wie Antibiotika und Sulfon-                       fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,             von ihnen gewonnenen Lebens;.\namide sowre sonstige Stoffe mit                       ·Haar- und Federwild, . Speise-               mittel\nkonservierender oder antioxydi~-                       fische:\n_render Wir:kung\n2     Papain und andere Stoffe mit pro- Einhufer, Rinder,.Schweine;Scha-                                  Beeinflussung der Beschaffenheit\nteolytischer ·wirk~Qg (Zartma- · fe, Ziegen, Kaninchen, Geflugel,                                    der von ihnen .gewonnenen Le-\n.eher)               '                                  Haar- und Federwild:                          bensmittel                   -\n3      a) Östrogenwirksame Stilbene                           Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-             all'3 Anwendungsgebiete\nund. Stilbertderivate sowie                         fe~ Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nderen Satze -ünd Ester                              Haar- und Fede~ild, Speise-\nfische:\nb) Andere Östrogene, deren·orale                       Einhufer bis 1 ½ Jahre:                       alle Anwendungsgebiete *)\nWirksamkeit· im Mäuse-Ute-                           Einhufe:fr über ·1 ½ Jahre:                 ·Beeinflussung der Beschaffenheit\nrus-Test die Wirksamkeit des                                                                     des Fleisches' oder des Fleisch-\nDiethylstilböstro1 ·nicht minde-                                                                 oder Fettansatzes\nstens um den Faktor 5 unter-\nRinder bis 1 ½ Jahre:                        alle Anwendung~gebiete *)\nschreitet\nBinder über 1 ½' Jahre:                      Beeinflussung der Beschaffenheit ,\n-1:tes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale.\nSterilisation                ,\nSchweine bis 6 Monate:                       alle Anwendungsgebiete *)\nSchweine über 6 Monate:                      Beeinflussung der Besch$ffenheit\ndes F~eisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes,,. hormonale\nSterilisation, Beseitig_ung . des\nEbergeruch& ,\nSchafe und Ziegen bis 6 Monate:               alle A.nwendungsgebiete -~>\n·Schafe und Ziegen über 6 Monate:              Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\n/\nKaninchen bis 12 Wochen:                      alle Anwendungsgebiete·*)\nKaninchen über 12 Wochen:                     Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Flefsches oder des Fleisch\n.oder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation .                 ,\nGeflügel:                                     alle .Anwendungsgebiete *)\nHaar- und Federwild:                         alle Anwendungsgebiete *)\nSpeisefische:                                alle Anwendungsgebiete *)\n4 . .Stoffe mit thyreostatischer .Wtr- Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-                                   alle AnwendunQsgebiete\nkung wie Thiourazile, Thioimid- · fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nazole, Thiohydantoine                                  Haar- und Federwild:\n\") Ausgenommen sirid Versuch_e in wissenschaftli.ch- geleiteten For~hungs- oder Untersuchungseinrichtungen\n~","Nr. 41 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 29. September 1984                                           1253\nAnlage 1\n(zu den§§ 1, 3 und 4)\nLfd.                     Stoffe\nAnwendungsgebiete, für die die\nNr.         (allein oder als Bestandteil                                     Tiere\nAnwendung ausgeschlossen ist\nvon Zubereitungen)\n2                                                    3                                        4\nStoffe mit antimikrobieller Wir-                   Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-            Beeinflussung der Haltbarkeit der\nkung wie Antibiotika und Sulfon-                   fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,             von ihnen gewonnenen Lebens-\namide sowie sonstige Stoffe mit                    Haar- und Federwild, Speise-                 mittel\nkonservierender oder antioxydie-                   fische:\nrender Wirkung\n2     Papain und andere Stoffe mit pro-                  Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-            Beeinflussung der Beschaffenheit\nteolytischer Wirkung (Zartma-                      fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,             der von ihnen gewonnenen Le-\ncher)                                              Haar- und Federwild:                         bensmittel\n3     a) Östrogenwirksame Stilbene                       Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-            alle Anwendungsgebiete\nund Stilbenderivate sowie                       fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nderen Salze und Ester                           Haar- und Federwild, Speise-\nfische:\nb) Andere Östrogene, deren orale                   Einhufer bis 1 ½ Jahre:                      alle Anwendungsgebiete *)\nWirksamkeit im Mäuse-Ute-                       Einhufer über 1 ½ Jahre:                     Beeinflussung der Beschaffenheit\nrus-Test die Wirksamkeit des                                                                 des Fleisches oder des Fleisch-\nOiethylstilböstrol nicht minde-                                                              oder Fettansatzes\nstens um den Faktor 5 unter-\nschreitet                                       Rinder bis 1 ½ Jahre:                        alle Anwendungsgebiete *)\nRinder über 1 ½ Jahre:                       Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nSchweine bis 6 Monate:                       alle Anwendungsgebiete *)\nSchweine über 6 Monate:                      Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation, Beseitigung des\nEbergeruchs .\nSchafe und Ziegen bis 6 Monate:             alle Anwendungsgebiete *)\nSchafe und Ziegen über 6 Monate:            Beeinflussung der Beschaffenhei\ndes Fleisches oder des Fleisch\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nKaninchen bis 12 Wochen:                    alle Anwendungsgebiete *)\nKaninchen über 12 Wochen:                   Beeinflussung der Beschaffenhei\ndes Fleisches oder des Fleisch\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nGeflügel:                                   alle Anwendungsgebiete *)\nHaar- und Federwild:                        alle Anwendungsgebiete *)\nSpeisefische:                               alle Anwendungsgebiete *)\n4     Stoffe mit thyreostatischer Wir-                   Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-            alle Anwendungsgebiete\nkung wie Thiourazile, Thioimid-                    fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nazole, Thiohydantoine                              Haar- und Federwild:\n*) Ausgenommen sind Versuche in wissenschaftlich geleiteten Forschungs- oder Untersuchungseinrichtungen","1254                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1984, Teil 1\nLfd.                   Stoffe\nAnwendungsgebiete, für die die\n(allein oder als Bestandteil                        Tiere\nNr.                                                                                     Anwendung ausgeschlossen ist\nvon Zubereitungen)\n2                                       3                                    4\n5   a) In der Pflanzenschutzmittel-          Pferde, Rinder, Schweine, Schafe,      Bekämpfung      von     Parasiten,\nHöchstmengenverordnung               Ziegen:                                Schädlingen und Lästlingen\ngenannte Chlorkohlenwasser-\nstoffe, ausgenommen\n1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclo-\nhexan, gamma - Isomere (Lin-\ndan) mit mindestens 99 v. H.\nReinheit in flüssiger Zuberei-\ntung\nb) 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohe-         Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:        Bekämpfung       von     Parasiten,\nxan, gamma - Isomere (Lin-                                                  Schädlingen und Lästlingen bei\ndan) mit mindestens 99 v. H.                                                laktierenden Tieren, die der Milch-\nReinheit in· flüssiger Zuberei-                                             gewinnung dienen\ntung\nc) In der Pflanzenschutzmittel-          Mastgeflügel, Legehennen:              Bekämpfung       von     Parasiten,\nHöchstmengenverordnung                                                      Schädlingen und Lästlingen\ngenannte Chlorkohlenwasser-\nstoffe\nd) Salben, Pasten, Melkfette und         Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:        Anwendung am Euter laktierender\nähnliche Zubereitungen, die                                                 Tiere\nin der Pflanzenschutzmittel-\nHöchstmengenverordnung\ngenannte Chlorkohlenwasser-\nstoffe, bezogen auf die fertige\nZubereitung, über die Höchst-\nmengen hinaus enthalten, die\ndort für Milch und Milcherzeug-\nnisse festgesetzt sind\n6   Nicotin (L-3-1 [1-Methyl-pyrroli-        Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:       Bekämpfung       von     Parasiten,\ndin-2-yl]-pyridin) und nicotinhal-                                             Schädlingen und Lästlingen bei\ntige Zubereitungen                                                             laktierenden Tieren, die der Milch-\ngewinnung dienen\n7   Chloramphenicol                          a) Pferde, Rinder, Schafe, Zie-        alle Anwendungsgebiete\ngen, die der Milchgewinnung\ndienen, während der Laktation\nund zwischen den Laktations-\nperioden\nb) Geflügel, das der Eiergewin-        alle Anwendungsgebiete\nnung dient, ab Beginn der\nLegereife,         ausgenommen\nZuchttiere, deren Eier nicht als\nLebensmittel verwendet wer-\nden\nAnlage 2\n(ZU§ 3 a)\nHöchstmenge in\nLfd.\nStoffe             Milligramm pro               Lebensmittel\nNr.\nKilogramm (ppm)\n1              2                         3                         4\n1       Chloramphenicol               0,001            Eier, Eiprodukte, Milch,\nMilcherzeugnisse"]}