{"id":"bgbl1-1984-11-4","kind":"bgbl1","year":1984,"number":11,"date":"1984-03-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1984/11#page=16","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1984-11-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1984/bgbl1_1984_11.pdf#page=16","order":4,"title":"Verordnung über Einschränkungen und Verbote für bestimmte Stoffe in Spielwaren und Scherzartikeln (Spielwaren- und Scherzartikel-Verordnung)","law_date":"1984-02-28T00:00:00Z","page":376,"pdf_page":16,"num_pages":2,"content":["376                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1984, Teil 1\nVerordnung\nüber Einschränkungen und Verbote für bestimmte Stoffe\nin Spielwaren und Scherzartikeln\n(Spielwaren- und Scherzartikel-Verordnung)\nVom 28. Februar 1984\nAuf Grund des § 32 Abs. 1 Nr. 1 und 4 des                      (2) Nach § 52 Abs. 2 Nr. 10 des Lebensmittel- und\nLebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes vom              Bedarfsgegenständegesetzes wird bestraft, wer ent-\n15. August 197 4 (BGBI. 1S. 1945, 1946) wird im Einver-      gegen § 1 Abs. 2 Spielwaren in den Verkehr bringt.\nnehmen mit den Bundesministern für Wirtschaft und für\nArbeit und Sozialordnung mit Zustimmung des Bundes-\nrates verordnet:                                                                          §3\n§ 1                                                Ordnungswidrigkeiten\nVerwendungs- und Verkehrsverbot                      Wer eine in § 2 Abs. 2 bezeichnete Handlung fahr-\nlässig begeht, handelt nach § 53 Abs. 1 des Lebens-\n( 1) Es ist verboten, die in der Anlage aufgeführten\nStoffe beim Herstellen oder Behandeln der dort genann-        mittel- und Bedarfsgegenständegesetzes ordnungs-\nwidrig.\nten Scherzartikel zu verwenden.\n(2) Spielwaren dürfen gewerbsmäßig nicht in den Ver-                                   §4\nkehr gebracht werden, wenn ihr Gehalt an frei verfüg-                              Berlin-Klausel\nbarem Benzol höher als 5 Milligramm je Kilogramm des\nGewichts der Spielware oder der benzolhaltigen Teile              Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Über-\nvon Spielwaren ist.                                            leitungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 11 des\nGesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts\n§2\nvom 15. August 1974 (BGBI. 1 S. 1945) auch im Land\nStraftaten                            Berlin.\n( 1 ) Nach § 51 Abs. 1 Nr. 6, Abs. 2 bis 4 des Lebens-                                 §5\nmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes wird bestraft,                               Inkrafttreten\nwer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 Abs. 1\nbeim Herstellen oder Behandeln von Scherzartikeln dort            Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung\ngenannte Stoffe verwendet.                                     in Kraft.\nBonn, den 28. Februar 1984\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nIn Vertretung\nWerner Chory","Nr. 11 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 10. März 1984                  377\nAnlage\n(zu § 1 Abs. 1)\nVerbotene Stoffe                                                                Scherzartikel\n1. Pulver aus der Panamarinde (Quillaja saponaria),                             Niespulver\nihre Saponine und deren Derivate\nPulver aus der Wurzel der Christ-, Weihnachtsrose (Helleborus niger)\n- schwarzer Nieswurz\nPulver aus der Wurzel des Bärenfußes (Helleborus viridis)\n- grüner Nieswurz\nPulver aus der Wurzel des weißen Germers (Veratrum album)\n- weißer Nieswurz\nPulver aus der Wurzel des schwarzen Germers (Veratrum nigrum)\n- schwarzer Nieswurz\nHolzstaub\nBenzidin und seine Derivate\no-Nitrobenzaldehyd\n2. Ammoniumsulfid und Ammoniumhydrogensulfid                                    Stinkbomben\nAmmoniumpolysulfide\n3. Flüchtige Ester der Bromessigsäure:                                          Tränengas\nMethylbromacetat\nÄthylbromacetat\nPropylbromacetat\nButyl bromacetat"]}