{"id":"bgbl1-1981-7-6","kind":"bgbl1","year":1981,"number":7,"date":"1981-02-05T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1981/7#page=15","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1981-7-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1981/bgbl1_1981_7.pdf#page=15","order":6,"title":"Verordnung über die Einfuhr und die Durchfuhr von Hunden und Hauskatzen","law_date":"1981-01-30T00:00:00Z","page":143,"pdf_page":15,"num_pages":3,"content":["Nr. 7 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Februar 1981                                143\nVerordnung\nüber die Einfuhr und die Durchfuhr von Hunden und Hauskatzen\nVom 30. Januar 1981\nAuf Grund des§ 7 Abs. 1 des Tierseuchengesetzes in        den der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes, der\nder Fassung der Bekanntmachung vom 28. März 1980            Zollverwaltung und der Polizei sowie von Hunden, die im\n(BGBL I S. 386) wird mit Zustimmung des Bundesrates         Rettungsdienst eingesetzt werden.\nverordnet:\n(4) Der Nachweis nach Absatz 2 Nr. 1 Buchstabe c\n§1\nwird geführt durch Vorlage\n(1) Die Einfuhr und die Durchfuhr von Hunden und\na) eines gültigen Internationalen Impfpasses für Hunde\nHauskatzen bedürfen der Genehmigung.                            oder Katzen, in dem durch Unterschrift und Dienst-\n(2) Der Genehmigung bedarf nicht die Einfuhr und die          siegel oder Stempel eines Tierarztes bescheinigt\nDurchfuhr von Hunden und Hauskatzen,                            wird, daß das Tier mit einem zugelassenen Impfstoff\ngegen Tollwut schutzgeimpft worden ist; aus dem\n1. die im Reiseverkehr eingeführt oder durchgeführt             Dienstsiegel oder Stempel muß die Dienststelle oder\nwerden, wenn                                                 die Anschrift des Tierarztes deutlich feststellbar sein;\na) nicht mehr als drei Tiere mitgeführt werden,              oder\nb) diese Tiere nicht zur Abgabe an andere bestimmt       b) einer tierärztlichen Impfbescheinigung nach dem\nsind und                                                 Muster der Anlage.\nc) der Zolldienststelle für jedes Tier nach Maßgabe      Der Internationale lmpfpaß und die tierärztliche Impfbe-\ndes Absatzes 4 nachgewiesen wird, daß es gegen       scheinigung sind in deutscher Sprache oder mit einer\nTollwut schutzgeimpft worden ist und die Impfung     amtlich beglaubigten deutschen Übersetzung vorzule-\ngen. Die Zolldienststelle kann auf die Vorlage einer amt-\naa) mindestens 30 Tage und längstens 12 Mona-        lich beglaubigten Übersetzung verzichten, wenn ihr\nte vor dem Grenzübertritt oder                  zweifelsfrei ersichtlich ist, daß die fremdsprachige Be-\nbb) als Wiederholungsimpfung längstens 12 Mo-        scheinigung die geforderten Nachweise vollständig ent-\nnate nach vorausgegangener Tollwutschutz-       hält.\nimpfung und längstens 12 Monate vor dem\nGrenzübertritt                                     (5) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann\nim Einzelfall eine Ausnahme von Absatz 2 Nr. 1 Buch-\ndurchgeführt worden ist;                             stabe c dahingehend zulassen, daß der Tag der Tollwut-\n2. die im Artistenberuf verwendet werden;                   schutzimpfung beim Grenzübertritt weniger als 30 Tage\nzurückliegt.\n3. die im Durchgangsverkehr zwischen zwei Orten ei-\nnes angrenzenden Staates über das Gebiet der Bun-                                    § 2\ndesrepublik Deutschland oder zwischen zwei Orten\nder Bundesrepublik Deutschland über das Gebiet ei-         (1) Zuständig für die Entscheidung über die Genehmi-\nnes angrenzenden Staates in Kraftfahrzeugen oder        gung sind die obersten Landesbehörden. Die Genehmi-\nin der Eisenbahn mitgeführt werden, sofern diese        gung darf nicht erteilt werden, wenn eine Einschleppung\nDurchfuhr im Rahmen eines zwischen der Bundesre-        oder Weiterverbreitung von Tierseuchen zu befürchten\npublik Deutschland und dem angrenzenden Staat ge-       ist. Ihre Erteilung kann davon abhängig gemacht wer-\nschlossenen Abkommens über den erleichterten            den, daß der Antragsteller der Behörde geeignete\nDurchgangsverkehr erfolgt;                              Räumlichkeiten nachweist, in denen er die eingeführten\n4. die in einem Zollgrenzbezirk gehalten werden, wenn       Hunde oder Hauskatzen zur Durchführung einer amt-\nim kleinen Grenzverkehr nicht mehr als drei Tiere mit-  lichen Beobachtung von wenigstens zwei Wochen\ngeführt werden;                                         Dauer abgesondert halten kann.\n5. die bei Anlandung im Schiffsverkehr das Schiff nicht        (2) Die Genehmigung ist mit den erforderlichen\nverlassen;                                              Nebenbestimmunge·1 zu versehen.\n6. die bei Zwischenlandung im Luftverkehr den Flug-\nhafen nicht verlassen.                                                               §3\n(3) Der Genehmigung bedarf ferner nicht die Einfuhr         Ordnungswidrig im Sinne des § 76 Abs. 2 Nr. 2 des\nund die Durchfuhr von Blindenführhunden, Diensthun-         TierseuchengesP.tzes handelt, wer vorsätzlich oder","144                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1981, Teil 1\nfahrlässig ohne die Genehmigung nach§ 1 Abs. 1 einen                                  §5\nHund oder eine Hauskatze einführt oder durchführt.\nDiese Verordnung tritt am ersten Tage des auf die\nVerkündung folgenden dritten Kalendermonats in Kraft.\n§4                                Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Einfuhr und\ndie Durchfuhr von Hunden und Hauskatzen vom\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei-     20. Dezember 1967 (BGBI. 1 S. 1242), geändert durch\ntungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 3 des Gesetzes     die Verordnung vom 5. Juli 1968 (BGBI. 1S. 767), außer\nvom 26. Juli 1965 (BGBI. 1S. 627) auch im Land Berlin.     Kraft.\nBonn, den 30. Januar 1981\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nJ. Ertl","Nr. 7 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Februar 1981                                                                                                                                                                          145\nAnlage\n(zu§ 1 Abs. 4 Buchstabe b)\nTierärztliche Impfbescheinigung\nfür die Einfuhr und die Durchfuhr von Hunden\nund Hauskatzen im Reiseverkehr\nHerkunftsland: ................................................................................................................................................................................................................................................................................................\nAusstellender Tierarzt (Name und Anschrift): .............................................................................................................................................................................................\n1. Herkunft des Tieres:\nName und Anschrift des Halters des Tieres: .................................................................................................................................................................................................\nName und Anschrift des Verfügungsberechtigten: ...................................................................................................................................................................................\n····························································---······················································································································································································ .. ··························1································\nII. Angaben zur Identifizierung des Tieres:\nHund/Katze 1), Geschlecht: ............................................................................... Rasse: .............................................................................................................................................\nAlter· ............................................................................................................................................... Farbe· .........................................................................._ _ _ ........................................\nArt und Zeichnung des Felles: .............................................................................................................................................................................................................................................\nSonstige Kennzeichen oder Beschreibung: ....................................................................................................................................................................................................\nIII. Der Unterzeichnete bescheinigt folgendes:\nDas Tier ist - zuletzt 1) - am .......................................................................................................................................... 2 ) mit einem zugelassenen\nImpfstoff gegen Tollwut schutzgeimpft worden.\n- 1) 2) eine vorausgegangene Schutzimpfung des Tieres gegen Tollwut liegt nicht länger als 12 Monate zurück.\nArt des Impfstoffes: ............................................................................................................................................................._ _ _ _ _ .................................................................\nBezeichnung des Impfstoffes: ..............................................................................................................................................................................................................................................\nHersteller· .......................................................................................................................................................................................................................................................................................................\nIV. Diese Bescheinigung ist, vom Tage der letzten Tollwut-Schutzimpfung an gerechnet, 12 Monate gOltig. 2)\nAusgefertigt in - - -......................................................................................                                                    am ............................................. _______ .....................................................\n(Ort)                                                                                                                                           (Datum)\nTierarzt:\n(Siegel\noder\nStempel)\n...................................................... ______\n(Unterschrift)\n...................................................\nt) Streichen, wenn nicht zutreffend.\n2) Die Einfuhr ist nur zulässig, wenn die letzte Tollwutschutzimpfung mindestens 30 Tage und längstens 12 Monate zurückliegt; die 30-Tage-Frist gilt nicht,\nwenn es sich um eine im Abstand von längstens 12 Monaten nach der vorausgegangenen Schutzimpfung durchgeführte Wiederholungsimpfung handelt."]}