{"id":"bgbl1-1981-45-6","kind":"bgbl1","year":1981,"number":45,"date":"1981-10-24T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1981/45#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1981-45-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1981/bgbl1_1981_45.pdf#page=8","order":6,"title":"Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung","law_date":"1981-10-21T00:00:00Z","page":1136,"pdf_page":8,"num_pages":3,"content":["1136                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1981, Teil 1\nZweite Verordnung\nzur Änderung der Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung\nVom 21. Oktober 1981\nAuf Grund des § 15 Abs. 3 Nr. 1 Buchstabe b des\nLebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes vom\n15. August 1974 (BGBI. 1S. 1945, 1946) wird im Einver-\nnehmen mit dem Bundesminister für Ernährung, Land-\nwirtschaft und Forsten mit Zustimmung des Bundes-\nrates verordnet:\nArtikel 1\nDie Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer\nWirkung vom 3. August 1977 (BGBI. I S. 1479), geändert\ndurch die Verordnung vom 19. Juni 1979 (BGBI. 1\nS. 657), wird wie folgt geändert:\n1 . § 2 wird wie folgt geändert:\na) In Absatz 1 werden vor den Worten „unter tierärzt-\nlicher Aufsicht\" die Worte ,, , soweit es sich um\ndie Brunstsynchronisation handelt, auch\" einge-\nfügt.\nb) In Absatz 2 werden die Worte „durch den Tierarzt\nund nur dann\" gestrichen.\n2. Die Anlage erhält die aus der Anlage zu dieser Ver-\nordnung sich ergebende Fassung.\nArtikel 2\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei-\ntungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 11 des Geset-\nzes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts vom\n15. August 1974 (BGBI. 1S. 1945) auch im Land Berlin.\nArtikel 3\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung\nin Kraft.\nBonn, den 21. Oktober 1981\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nAntje Huber","Nr. 45 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 24. Oktober 1981                                           1137\nAnlage\n(zu § 1)\nStoffe\nLfd.                                                                                                     Anwendungsgebiete, für die die\n(allein oder als Bestandteil                                     Tiere\nNr.                                                                                                      Anwendung ausgeschlossen ist\nvon Zubereitungen)\n2                                                   3                                     4\nStoffe mit antimikrobieller Wir-                   Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-           Beeinflussung der Haltbarkeit der\nkung wie Antibiotika und Sulfon-                   fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,            von ihnen gewonnenen Lebens-\namide sowie sonstige Stoffe mit                    Haar- und Federwild, Speisefi-              mittel\nkonservierender oder antioxydie-                   sche:\nrender Wirkung\n2       Papain und andere Stoffe mit pro-                  Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-           Beeinflussung der Beschaffenheit\nteolytischer Wirkung (Zartma-                       fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,            der von ihnen gewonnenen Le-\ncher)                                               Haar- und Federwild:                        bensmittel\n3      a) Östrogenwirksame              Stilbene           Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-           alle Anwendungsgebiete\nund Stilbenderivate sowie                       fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nderen Salze und Ester                           Haar- und Federwild, Speisefi-\nsche:\nb) Andere Östrogene, deren orale                    Einhufer bis 1 ½ Jahre:                     alle Anwendungsgebiete *)\nWirksamkeit im Mäuse-Ute-\nrus-Test die Wirksamkeit des                    Einhufer über 1 ½ Jahre:                    Beeinflussung der Beschaffenheit\nDiethylstilböstrol nicht minde-                                                             des Fleisches oder des Fleisch-\nstens um den Faktor 5 unter-                                                                oder Fettansatzes\nschreitet\nRinder bis 1 ½ Jahre:                       alle Anwendungsgebiete *)\nRinder über 1 ½ Jahre:                      Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nSchweine bis 6 Monate:                      alle Anwendungsgebiete *)\nSchweine über 6 Monate:                     Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation, Beseitigung des\nEbergeruchs\nSchafe und Ziegen bis 6 Monate:             alle Anwendungsgebiete *)\nSchafe und Ziegen über 6 Monate:            Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nKaninchen bis 12 Wochen:                    alle Anwendungsgebiete *)\nKaninchen über 12 Wochen:                   Beeinflussung der Beschaffenheit\ndes Fleisches oder des Fleisch-\noder Fettansatzes, hormonale\nSterilisation\nGeflügel:                                   alle Anwendungsgebiete*) ·\nHaar- und Federwild:                        alle Anwendungsgebiete *)\nSpeisefische:                               alle Anwendungsgebiete *)\n4       Stoffe mit thyreostatischer Wir-                   Einhufer, Rinder, Schweine, Scha-           alle Anwendungsgebiete\nkung wie Thiourazile, Thioimid-                    fe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel,\nazole, Thiohydantoine                              Haar- und Federwild:\n*) Ausgenommen sind Versuche in wissenschaftlich geleiteten Forschungs- oder Untersuchungseinrichtungen","1138                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1981, Teil  1\nLfd.                  Stoffe\nAnwendungsgebiete, für die dfe\nNr.        (allein oder als Bestandteil                      Tiere                  Anwendung ausgeschlossen ist\nvon Zubereitungen)\n2                                     3                                  4\n5    a) In der Höchstmengenverord-            Pferde, Rinder, Schweine, Schafe,   Bekämpfung       von     Parasiten,\nnung, tierische Lebensmittel          Ziegen:                             Schädlingen und Lästlingen\nvom 15. November 1973\n(BGBI. 1 S. 1710) in der jeweils\ngeltenden Fassung genannte\nChlorkohlenwasserstoffe,\nausgenommen 1 ,2,3,4,5,6-\nHexachlorcyclohexan, gamma\n- Isomere (Lindan) mit minde-\nstens 99 v. H. Reinheit in flüs-\nsiger Zubereitung\nb) 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohe-         Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:     Bekämpfung       von     Parasiten,\nxan, gamma - Isomere (Lin-                                                Schädlingen und Lästlingen bei\ndan) mit mindestens 99 v. H.                                              laktierenden Tieren, die der Milch-\nReinheit in flüssiger Zuberei-                                            gewinnung dienen\ntung\nc) In der Höchstmengenverord-            Mastgeflügel, Legehennen:           Bekämpfung       von     Parasiten,\nnung, tierische Lebensmittel in                                           Schädlingen und Lästlingen\nder jeweils geltenden Fassung\ngenannte Chlorkohlenwasser-\nstoffe\nd) Salben, Pasten, Melkfette und         Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:     Anwendung am Euter laktierender\nähnliche Zubereitungen, die                                               Tiere\nin der Höchstmengenverord-\nnung, tierische Lebensmittel in\nder jeweils geltenden Fassung\ngenannte Chlorkohlenwasser-\nstoffe, bezogen auf die fertige\nZubereitung, über die Höchst-\nmengen hinaus enthalten, die\ndort für Milch und Milcherzeug-\nnisse festgesetzt sind\n6    Nicotin (L-3-1 [1-Methyl-pyrroli-        Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen:     Bekämpfung       von     Parasiten,\ndin-2-yl]-pyridin) und nicotinhalti-                                         Schädlingen und Lästlingen bei\nge Zubereitungen                                                             laktierenden Tieren, die der Milch-\ngewinnung dienen"]}