{"id":"bgbl1-1976-144-3","kind":"bgbl1","year":1976,"number":144,"date":"1976-12-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1976/144#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1976-144-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1976/bgbl1_1976_144.pdf#page=7","order":3,"title":"Verordnung zur Änderung der Farbstoff-Verordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen","law_date":"1976-12-13T00:00:00Z","page":3395,"pdf_page":7,"num_pages":5,"content":["Nr. 144 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 18. Dezember 1976                     3395\nVerordnung\nzur Änderung der Farbstoff-Verordnung\nund anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen\nVom 13. Dezember 1976\nAuf Grund des § 5 a Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Lebensmittelgesetzes in der Fassung der Bekannt-\nmadrnng vom 17. Januar 1936 (Reichsgesetzbl. I S. 17), zuletzt geändert durch das Gesetz zur\nGesamtreform des Lebensmittelrechts vom 15. August 1974 (Bundesgesetzbl. I S. 1945), sowie auf\nGrund des § 19 Nr. 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes vom 15. August 1974\n(Bundesgesetzbl. I S. 1945, 1975 I S. 2652), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes zur Neu-\nordnung des Arzneimittelrechts vom 24. August 1976 (Bundesgesetzbl. I S. 2445), wird im Einver-\nnehmen mit den Bundesministern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirtschaft\nmit Zustimmung des Bundesrates verordnet:\nArtikel 1\nDie Farbstoff-Verordnung vom 19. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 756), zuletzt geändert\ndurch Artikel 2 der Verordnung vom 16. Mai 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 1281), wird wie folgt\ngeändert:\n1. In Anlage 1 Liste A werden die Stoffe mit den EWG-Nummern E 103, E 105, E 111, E 121, E 125,\nE 126, E 130, E 152 mit allen Angaben gestrichen.\n2. In Anlage 1 Liste B wird der Stoff mit der EWG-Nummer E 181 mit allen Angaben gestrichen.\n3. Anlage 2 Nr. 3 Buchstabe b erhält folgende Fassung:\n„b) zum Lackieren von gefärbten und bemalten Eiern sowie für Stempelfarben zum Stempeln\nvon Eierschalen und Käseüberzügen\nKolophonium\nKopal\nSchellack.\nÄ thy lcell ulose\nBenzylalkohol\nMilchsäure-Äthylester\".\n4. In der Anlage 5 werden die für die Stoffe mit den EWG-Nummern E 103, E 105, E 111, E 125,\nE 126, E 152 und E 181 festgesetzten Reinheitsanforderungen gestrichen.\nArtikel 2\nDie Konservierungsstoff-Verordnung vom 19. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 735), zuletzt\ngeändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 31. Januar 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 429), wird wie\nfolgt geändert:\n1. In § 1 Abs. 1 werden nach dem Wort „para-Hydroxybenzoesäure-Propylester\" ein Komma und\ndas Wort „para-Hydroxybenzoesäure-Methylester\" eingefügt.\n2. Anlage 1 wird wie folgt geändert:\na) In Teil I werden im zweiten Absatz die Worte „keine nachweisbaren Spuren anderer\ngesundheitlich bedenklicher Verunreinigungen\" durch die Worte „keinen in toxikologischer\nHinsicht gefährlichen Gehalt an anorganischen Verbindungen, insbesondere an Schwer-\nmetallen,\" ersetzt.","3396                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1976, Teil I\nb) In Teil II werden nach den Reinheitsanforderungen für E 217 p-Hydroxybenzoesäure-n-\nPropylester-Natriumverbindung folgende Reinheitsanforderungen eingefügt:\n„E 218 p-Hydroxybenzoesäuremethylester\nAussehen                                weißes, fast geruchloses, kristallines Pulver.\nSchmelzintervall                        125-128 °C.\nGehalt                                  nach zweistündigem Trocknen bei 80 °C nicht\nweniger als 99,00/o, ausgedrückt als CsHsO3,\nSulfatierte Asche                       nicht mehr als 0,05 0/o.\nFreie Säure                             nicht mehr als 0,7 °/o, ausgedrückt als\np-Hydroxybenzoesäure.\nSalicylsäure                            nicht mehr als 0,1 0/o.\nTrocknungsverlust                       nach zweistündigem Trocknen bei 80 °C\nnicht mehr als 0,5 0/o.\nE 219 p-Hydroxybenzoesäuremethylester-Natriumverbindung\nAussehen                                weißes, hygroskopisches Pulver.\nSchmelzintervall des Methylesters       Der weiße Niederschlag, der sich bei Ansäuern einer\n10 0/oigen (Gewicht/Volumen) wäßrigen Lösung der\np-Hydroxybenzoesäuremethylester-Natriumverbin-\ndung mit Salzsäure (unter Verwendung von Lack-\nmuspapier als Indikator) bildet, muß nach Waschen\nmit Wasser und zweistündiger Trocknung bei 80 °C\nein Schmelzintervall von 125- 128 °C aufweisen.\nGehalt                                  nicht weniger als 99,5 0/o CsH1O3Na,\nauf die Trockenmasse berechnet.\nWasser                                  nicht mehr als 5,00/o (Karl-Fischer).\nSulfatierte Asche                        40,0 - 44,5 0/o, auf die Trockenmasse berechnet.\npH-Wert (0,1 0/oige Lösung in\nkohlensäurefreiem Wasser)                nicht weniger als 9,7 und nicht mehr als 10,3.\nSalicylsäure                            nicht mehr als 0, 1 0/o.\nE 236 Ameisensäure\nAussehen                                 klare, farblose, stark ätzende Flüssigkeit mit einem\nbezeichnenden beißenden Geruch.\nGehalt                                   nicht weniger als 98,0 0/o CH2O2.\nEssigsäure                               nicht mehr als 0,5 0/o.\nSulfate                                  nicht mehr als 40 mg/kg, ausgedrückt als SO4.\nSulfite                                  25 ml Ameisensäure mit 25 ml Wasser verdünnen.\n0,1 ml einer 0,1 n Jodlösung zusetzen. Die Lösung\nmuß eine gut erkennbare gelbe Farbe behalten.\nChloride                                 nicht mehr als 50 mg/kg, ausgedrückt als Cl.\nSpezifisches Gewicht                    1,216-1,220 (20 °/20 °).\nNichtflüchtige Bestandteile             nicht mehr als 0,05 0/o.\nAldehyde                                Eine 5 0/oige schwach alkalische Lösung darf beim Er-\nhitzen keinen stechenden oder brenzligen Geruch\nentwickeln.\nFormaldehyd                             nicht mehr als 0,1 0/o des AmeisensäuregehaHs, Be-\nstimmung mit Chromotropsäure.\nOxalsäure                                nicht mehr als 0,5 0/o des Ameisensäuregehalts, be-\nstimmt als Kalziumoxalat und ausgedrückt als Oxal-\nsäure.","Nr. l 44  Tag der Ausgabe: Bonn, den 18. Dezember 1976                      3397\nE 237 Natriumformiat\nAussehen                              weißes, kristallines Pulver.\nGehalt                                 nicht weniger als 98 0/o NaCHO2 nach zweistündigem\nTrocknen bei 105 °C.\nFlüchtige Bestanclleile                nicht mehr als 2 0/o, Bestimmung durch zweistündiges\nTrocknen bei 105 ° C.\nSäuregrad oder Alkalinität             1 g Natriumformiat darf nicht mehr als 0,5 ml HCl\n0,1 n oder NaOH 0,1 n zur Neutralisation gegen\nPhenolphthalein benötigen.\nAldehyde                               Eine 5 °/oige schwach alkalische Lösung darf beim\nErhitzen keinen stechenden oder brenzligen Geruch\nentwickeln.\nFormaldehyd                            nicht mehr als 0,1 0/o des Natriumformiatgehalts,\nBestimmung mit Chromotropsäure.\nOxalsäure                              nicht mehr als 0,5 0/o des Natriumformiatgehalts, be-\nstimmt als Kalziumoxalat und ausgedrückt als Oxal-\nsäure.\nE 238 Kalziumformiat\nAussehen                               weißes, kristallines Pulver.\nGehalt                                 nach zweistündigem Trocknen bei 105 °C nicht weni-\nger als 98 0/o CaC2H2O4,\nFlüchti9e Beslandteile                 nicht mehr als 2 0/o, Bestimmung durch zweistündiges\nTrocknen bei 105 °C.\nWasserunlösliche Stoffe                nicht mehr als 0,5 °/o.\nSäuregrad oder Alkalinität             1 g Kalziumformiat darf nicht mehr als 0,5 ml HCl\n0,1 n oder NaOH 0,1 n zur Neutralisation g~gen\nPhenolphthalein benötigen.\nAldehyde                               Eine 5 0/oige schwach alkalische Lösung darf beim Er-\nhitzen keinen stechenden oder brenzligen Geruch\nentwickeln.\nFormaldehyd                            nicht mehr als 0,1 0/o des Kalziumformiatgehalts,\nBestimmung mit Chromotropsäure.\nOxalsüure                             nicht mehr als 0,3 0/o des Kalziumformiatgehalts, be-\nstimmt als Kalziumoxalat und ausgedrückt als Oxal-\nsäure.\"\n3. In Anlage 4 werden nach dem Stoff „E 217 p-Hydroxybenzoesäure-n-Propylester, Natriumver-\nbindung\" folgende Nummern und Stoffe eingefügt:\n„E 218 p--Hydroxybenzoesäuremethylester\nE 219 p-I-Tyclroxybenzoesäuremethylester-Natriumverbindung\".\nArtikel 3\nDie Allgemeine Fremdstoff-Verordnung vom 19. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 742), zu-\nletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 10. Mai 1976 (Bundesgesetzbl. I S. 1200), wird\nwie folgt geändert:\n1. In § 2 Abs. 2 Nr. 14 werden nach dem Wort „Natrium-\" ein Komma und das Wort „Kalium-\"\neingefügt.\n2. In § 4 Abs. 3 werden nach den Worten „aufgeführte Stoffe\" die Worte „sowie Sorbit, Mannit\nund Mono- und Diglyzeride von Speisefettsäuren\" eingefügt.","3398                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1976, Teil I\n3. In Anlage 1 Teil II werden folgende Reinheitsanforderungen angefügt:\n„E 283 Kaliumpropionat\nAussehen                                       weißes, kristallines Pulver.\nGehalt                                         nicht weniger als 99 °/o in der zwei Stunden bei\n105 °C getrockneten Probe.\nFlüchtige Bestandteile                         nicht mehr als 4 °/o, bestimmt durch zweistündiges\nTrocknen bei 105 °C.\nWasserunlösliche Bestandteile                  nicht mehr als 0,3 0/o.\nLeicht oxydierbare Bestandteile                keine Spuren.\nEisen                                          nicht mehr als 30 mg/kg.\"\n4. In Anlage 2 werden nach den Worten „E 282 Calciumpropionat (Calciumverbindung der Pro-\npionsäure)11 folgende Angaben eingefügt:\n,,E 283 Kaliumpropionat (Kaliumverbindung der Propionsäure) \".\nArtikel 4\nDie Fruchtbehandlungsverordnung vom 19. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 751), zuletzt\ngeändert durch Artikel 21 der Verordnung vom 16. Mai 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 1281), wird wie\n':,Jnt geändert:\n11\n1. In § 1 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe d werden nach dem Wort „Polyolefinharze, das Wort „Paraffin\"\nund ein Komma eingefügt.\n2. In § 1 Abs. 2 wird folgender Satz angefügt:\n,,Paraffin muß den in der Anlage der Kaugummi-Verordnung vom 20. September 1972 {Bundes-\ngesetzbl. I S. 1825) in der jeweils geltenden Fassung für Hartparaffin zu Nummer 7 a festgesetz-\nten Reinheitsanforderungen entsprechen.    11\n3. In Teil II der Anlage werden folgende Reinheitsanforderungen angefügt:\n,,E 233   2-(4-Thiazolyl)-Benzimidazol (Thiabendazol)\nAussehen                                       geruchloses, weißes oder fast weißes Pulver.\nSchmelzintervall                               296 - 303 °C.\nGehalt                                         98 bis 101 0/o C10H1NaS, auf das wasserfreie Erzeug-\nnis berechnet.\nSulfatierte Asche                              nicht mehr als 0,2 0/o.\nWasser                                         nicht mehr als 0,5 0/o (Karl-Fischer).\n10/o\nUV-Absorption                                    E    1 cm  bis  302 ± 2 nm: ca.     1 230.\n(0,00050/o Gewicht/Volumen in HCI 0,1 n)         E    10/o\ncm  b'1s 258 +\n_ 2 nm:  ca.    200.\n1\n10/o\nE    1 cm  bis  243 ± 2 nm: ca.     620.\nAbsorption bei 241 - 245 nm\nVerhältnis - - - - - - - - - - -                    0,47 - 0,53.\nAbsorption bei 300 - 304 nm\nAbsorption bei 256 - 260 nm\nVerhältnis - - - - - - - - - - - -                 0,14 - 0,18.\nAbsorption bei 300 - 304 nm\nSelen                                          nicht mehr als 10 mg/kg.\"","Nr. 144 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 18. Dezember 1976                     3399\nArtikel 5\nDie Schwefeldioxid-Verordnung vom 13. August 1969 (Bundesgesetzbl. I S. 1326), zuletzt ge-\n~inderl durch die Zuckerartenverordnung vom 8. März 1976 (Bundesgesetzbl. I S. 502), wird wie\nfol9t n,~ctnclerl:\n1. In § 1 Abs. 1 werden vor dem Wort „Calciumsulfit\" das Wort „und\" durch ein Komma ersetzt\nund am Ende des Satzes die Worte „und Calciumhydrogensulfit\" angefügt.\n2. In Anlage 3 werden die Worte „E 227 Calciumhydrogensulfit\" angefügt.\n3. In Anlage 4 Teil II werden folgende Reinheitsanforderungen angefügt:\n„E 226 Calciumsulfit\nAussehen                                      weiße Kristalle oder weißes, kristallines Pulver.\nGehalt                                        nicht weniger als 95 0/o CaSQ3 · 2H2O\nund nicht weniger als 39 0/o SO2.\nSulfate                                       nicht mehr als 0,1 0/o, ausgedrückt als SQ4,\nChloride                                      nicht mehr als 0,05 0/o, ausgedrückt als Cl.\nEisen                                         nicht mehr als 0,005 0/o.\nSelen                                         nicht mehr als 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-\nGehalt des Produkts.\nE 227 Calciumhydrogensulfit (Lösung)\nAussehen                                     helle, grünlichgelbe, wäßrige Lösung mit einem\ndeutlichen Geruch nach Schwefeldioxid.\nGehalt                                       6 bis 80/o (Gewicht/Volumen) Schwefeldioxid und\n2,5 bis 3,50/o (Gewicht/Volumen) Calciumoxid (Ätz-\nkalk) entsprechend 10 bis 14 9 /o (Gewicht/Volumen)\nCalciumhydrogensulfit [Ca (HSQ3)2].\nEisen                                        nicht mehr als 30 mg/kg.\nSelen                                        nicht mehr als 10 mg/kg, bezogen auf den S02-\nGehalt des Produkts.\"\nArtikel 6\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 11 des Gesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittel-\nrechts auch im Land Berlin.\nArtikel 7\n(1) Artikel 3 Nr. 2 tritt mit Wirkung vom 1. August 1976, Artikel 1 Nr. 3 und Artikel 4 Nr. 1\nund 2 treten am Tage nach der Verkündung in Kraft. Artikel 2 Nr. 2 Buchstabe b hinsichtlich der\nReinheitsanforderungen für die Stoffe mit. den EWG-Nummern E 236, E 237 und E 238, Artikel 4\nNr. 3 und Artikel 5 Nr. 3 hinsichtlich der Reinheitsanforderungen für den Stoff mit der EWG-\nNummer E 226 treten am 1. Januar 1978, im übrigen tritt diese Verordnung am 1. Januar 1977 in\nKraft.\n(2) Lebensmittel, die nach den bis zum 31. Dezember 1976 geltenden Vorschriften hergestellt\nworden sind, dürfen noch bis zum 31. Dezember 1977 in den Verkehr gebracht werc;len.\nBonn, den 13. Dezember 1976\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nKatharina Focke"]}