{"id":"bgbl1-1976-14-3","kind":"bgbl1","year":1976,"number":14,"date":"1976-02-06T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1976/14#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1976-14-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1976/bgbl1_1976_14.pdf#page=8","order":3,"title":"Zweite Verordnung zur Änderung der Höchstmengenverordnung Pflanzenschutz, pflanzliche Lebensmittel","law_date":"1976-02-04T00:00:00Z","page":264,"pdf_page":8,"num_pages":6,"content":["264                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1976, Teil I\nZweite Verordnung\nzur Änderung der Höchstmengenverordnung\nPflanzenschutz, pflanzliche Lebensmittel\nVom 4. Februar 1976\nAuf Grund des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes\nvom 15. August 1974 (Bundesgesetzbl. I S. 1945) wird im Einvernehmen mit den Bundesministern\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirtschaft mit Zustimmung des Bundesrates\nverordnet:\nArtikel 1\nDie Höchstmengenverordnung Pflanzenschutz, pflanzliche Lebensmittel in der Fassung der Be-\nkanntmachung vom 5. Juni 1973 (Bundesgesetzbl. I S. 536), geändert durch Artikel 4 der Verord-\nnung vom 16. Mai 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 1281), wird wie folgt geändert:\n1. § 1 wird wie folgt geändert:\na) In Absatz 3 werden nach dem Wort „Tee\" ein Komma und die Worte „teeähnliche Erzeug-\nnisse\" eingefügt.\nb) In Absatz 5 Satz 1 und 2 wird jeweils das Wort „Endverbraucher\" durch das Wort „Ver-\nbraucher\" ersetzt.\n2. In § 5 Abs. 2 werden die Worte „die in § 1 Abs. 2 des Lebensmittelgesetzes genannten Erzeug-\nnisse\" ersetzt durch die Worte „Tabakerzeugnisse im Sinne des § 3 des Lebensmittel- und Be-\ndarfsgegenständegesetzes\".\n3. Anlage 1 wird wie folgt geändert:\na) Bei den nachfolgenden Stoffen werden die bisherigen Angaben mit Ausnahme der chemischen\nBezeichnung, die unverändert bleibt, durch die folgenden Angaben ersetzt:\nHöchst-          in oder auf folgenden\nStoff                       menge\nLebensmitteln**)\nppm*)\nBenomyl                                             7,0    Zitrusfrüchte\nCarbendazim                                         3,0    Weintrauben\nMethyl-                 insgesamt berechnet         2,0    Ananas, Kernobst\nthiophanat              als Carbendazim\n1,5    Beerenobst\n2-Amino-                                            1,0    Gemüse außer Gurken, Bananen,\nbenzimidazol                                               Zitrusfrüchte ohne Schale\n0,5    Gurken, Getreide\n0,2    Bananen ohne Schale\n0,1    andere pflanzliche Lebensmittel\nBromhaltige        }    Gesamtbromid,             400,0    Gewürze\nBegasungsmittel         berechnet als Brom                 Getreide, Getreideerzeugnisse,\n50,0\nKakaokerne, Mandeln, Nüsse,\nOlsaat, Rohkaffee, Salat, Tapioka,\nTee, Trockengemüse,\nTrockenkartoffeln, Trockenobst\n30,0    Gemüse, Zitrusfrüchte\n20,0    Erdbeeren, Hülsenfrüchte\n5,0    andere pflanzliche Lebensmittel","Nr. 14    Tag der Ausgabe: Bonn, den 6. Februar 1976                      265\nHöchst-             in oder auf folgenden\nStoff                      menge                Lebensmitteln**)\nppm*)\nBromophos                                           1,5    Blatt- und sonstige Sproßgemüse,\nKernobst, Weintrauben\n1,0    Beerenobst\n0,6    Steinobst, Fruchtgemüse,\nWurzelgemüse\n0,2    Gemüsemais, Mais, Raps, Rübsen\n0,1    andere pflanzliche Lebensmittel\nButuron                insgesamt einschließ-        1,0    Spargel\nMonolinuron        l   lieh Abbau- und\nReaktionsprodukte,\nsoweit sie noch\n4-Chloranilin enthal-\n0,2\n0,1\n0,05\nGemüse, Kartoffeln, Obst\nGetreide\nandere pflanzliche Lebensmittel\nten, berechnet als\nMonuron           I    4-Chloranilin\nCaptafol                                            7,5    Blätter von Knollensellerie,\nPorree und sonstige Laucharten,\nSalat\n5,0   Fruchtgemüse, Obst\n0,2    andere pflanzliche Lebensmittel\nChlordimeform                                       3,0    Obst\n(Chlor-\n2,0    Gemüse\nphenamidin)\n0,2    Zuckerrüben\n0,1    Mais\nChlortoluron           einschließlich Abbau-        0,1   Getreide\nund Reaktionsprodukte,              andere pflanzliche Lebensmittel\n0,05\nsoweit sie noch\n3-Chlor-4-methylanilin\nenthalten, berechnet als\n3-Chlor-4-methylanilin\n2,4-D ein-                                          2,0    Zitrusfrüchte\nschließlich Salze\nund Ester         }    insgesamt berechnet als\n2,4-D                        0,1    andere pflanzliche Lebensmittel\n(Zitrusfrüchte ohne Schale)\nDichlofluanid\nDimethy lamino-   l    insgesamt berechnet als\nDichlofluanid\n15,0    Beerenobst außer Erdbeeren,\nWeintrauben\nsulfanilid        f                                10,0    Erdbeeren, Salat\n5,0    alles übrige Obst\n3,0    Bohnen, Gurken, Paprika, Tomaten\n1,0    Zwiebeln\nDichlorvos                                          2,0    Getreide\n0,5    Getreideerzeugnisse\n0,1    andere pflanzliche Lebensmittel\nDithiocarbamate                                     2,0    Gemüse außer Gurken und\nThiuram-\ndisulfide\nf\n)\ninsgesamt berechnet als\nSchwefelkohlenstoff\n1,0\nTomaten, Obst\nGurken, Tomaten\n0,05   andere pflanzliche Lebensmittel","266                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1976, Teil I\nHödlst-\nStoff                        menge\nin oder auf folgenden\nppm•)               Lebensmitteln**)\nDiuron                  insgesamt einschließlich     1,0   Spa.rgel\nAbbau- und Reaktions-        0,2   Getreide, Knollensellerie, Blätter\nprodukte, soweit sie               von Knollensellerie, Möhren\nLinuron                 noch 3,4-Dichloranilin\nenthalten, berechnet als     0,1   andere pflanzliche Lebensmittel\nNeburon                 3,4-Dichloranilin\nEndosulfan                                         30,0    Tee (getrocknet)\ninsgesamt berechnet als\nEndosulfan-\nsulfat\n}     Endosulfan                   1,0\n0,5\nGemüse außer Möhren, Obst\nRaps, Rübsen\n0,2   Möhren\n0,15   Mais\n0,1    andere pflanzliche Lebensmittel\nEthion                                               1,0  Zitrusfrüchte\n0,1    Gemüse, Obst\n(Zitrusfrüchte ohne Schale)\n0,05   andere pflanzliche Lebensmittel\nHexachlorbenzol                                     0,1    Gemüse bis 31. Dezember 1978\n0,01  Getreide\n0,005 andere pflanzliche Lebensmittel\nLindan                                              2,0   Blatt- und sonstige Sproßgemüse\n{r-Hexachlorcyclohexan)\n1,5   Fruchtgemüse, Wurzelgemüse\naußer Möhren, Obst, Olsaat\n0,1   Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüd1te,\nMöhrc.-n, Zuckerrüben\nLinuron (siehe Diuron)\nMetobromuron           einschließlich Abbau-        1,0   Salat\nund Reaktionsprodukte,\n0,1   frische Bohnen, Erbsen,\nsoweit sie nodl 4-Brom-\nKartoffeln, Puffbohnen, Mais\nanilin enthalten, be-\nrechnet als 4-Bromani-       0,05  andere pflanzliche Lebensmittel\nlin\nMevinphos                                           0,3   Spinat\n0,1   alles übrige Gemüse, Obst\n0,05  andere pflanzlidle Lebensmittel\nMetoxuron              einschließlich Abbau-        0,2   Möhren\nund Reaktionsprodukte,             andere pflanzliche Lebensmittel\n0,1\nsoweit sie nodl 3-Chlor-\n4-methoxyanilin enthal-\nten, berechnet als\n3-Chlor-4-methoxyani-\nlin\nMetribuzin                                         O,t    Kartoffeln, Spargel, Tomaten\nMonolinuron            (siehe Buturon)\nMonuron                (siehe Buturon)","Nr. 14 --- Tag der Ausgabe: Bonn, den 6. Februar 1976                        267\nHöchst-            in oder auf folgenden\nStoff                       menge                Lebensmitteln**)\nppm*)\nParathion                                           0,5     Gemüse, Obst\nParaoxon          }     insgesamt\n0,1     andere pflanzliche Lebensmittel\nParathion-        i                                 0,15    Gemüse, Obst\nMethyl\nl    insgesamt                   0,1     andere pflanzliche Lebensmittel\nParaoxon-\nMethyl             r)\nQuintozen                                           1,0     Kopfsalat und Endivie\n(1. Oktober bis 30. April)\n0,3     Salat, Chicoree\n0,03    Olsaat\n0,02    Kohl\n0,01    Bananen ohne Schale\nPhosphor-                                           0,1     Getreide\nwasserstoff             insgesamt berechnet als\nPhosphide\n}    Phosphorwasserstoff\n0,01    Getreideerzeugnisse, Gewürze,\nRohkaffee, Tee, Olsaat\nSulfotepp                                           0,5     Salat\n0,2     Gurken, Paprika, Tomaten\n0,1     andere pflanzliche Lebensmittel\nTCA                                                 1,0     Raps, Zichorienwurzel,\nZuckerrüben\n0,01    andere pflanzliche Lebensmittel\nTecnazen                                            0,3     Erdbeeren, Chicoree, Paprika,\nSalat, Tomaten\n0,05    andere pflanzliche Lebensmittel\nb) Folgende Stoffe mit den dazu gehörenden Angaben werden an der der alphabetischen Rei-\nhenfolge jeweils entsprechenden Stelle eingefügt:\nHöchst-\nStoff                         menge           in oder auf folgenden\nppm*)            Lebensmitteln**)\nAminocarb        4-Dimethylamino-3-methyl-phenyl-          1,0     Kernobst\nN-methyl-carbama t\nBromoxynil       3,5-Dibrom-4-hydroxy-benzonitril          0,1     Getreide\nBrornpyrazon     5-Amino-4-brom-2-phenyl-                  0,1     Getreide\npyridazin-3 (2H)-on\nFensulfothion    O,O-Diaethyl-O-4-methyl-sulfinyl-         0,1     Zuckerrüben\nphenyl-monothiophosphat                   0,05    Gemüse, Obst\n(Bananen ohne Schale)\nFonofos          Aethyl-O-aethyl-S-phenyl-                 0,3     Radieschen, Rettich\ndi thiophosphona t                                Kohl, Zwiebeln\n0,05","268                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1976, Teil I\nHö<hst-         in oder auf folgenden\nStoff                         menge              Lebensmitteln**)\nppm*}\nFuberidazol      2-(2-Furyl)-benzimidazol                 0,1     Getreide\nIsocarbamid      Imidazolidin-2-on-1-carbonsäure-         0,1     Zuckerrüben\nisobutylamid\nIsononuron       Isomerengemisch von 3-(3a,4,5,6,7,       0,2     Getreide\n7-a-Hexahydro-4,7-methano-indan-\n1-yl)-1,1-dimethyl-hamstoff\nund\n3-(3a,4,5,6,7,7a-Hexahydro-4,7-\nmethano-indan-2-yl)-1„ 1-dimethyl-\nharnstoff\nNeburon          3-(3,4-Dichlor-phenyl)·-1-rnethyl-1-\n(siehe Diuron)   n-butyl-harnstoff\nTrichlornnat     Aethyl-O-aethyl-O-(2,4,5-trichlor-       0,5     Kohl\nphenyl)-thiophosphonat                   0,2     Zwiebeln, Radieschen\"\nRettich\n0,05    Bohnen, Getreide\nTriforin         1 ,4-bis(2,2,2-Trichlor•-1-formamido-    1,5     Kernobst\naethyl)-piperazin\n1,0     Gurken\n0,2     Getreide\nc) In der mit **) bezeichneten Fußnote zur Anlage 1 werden in Buchstabe g nach dem Wort\n,.Tee\" ein Komma und die Worte „teeähnliche Erzeugnisse\" eingefügt.\n4. Anlage 2 wird wie folgt geändert:\na) An Stelle von „Kelevan\" und „Chlordecon\" und den dazu gehörenden Angaben 1Nird folgen-\ndes eingefügt;\n„Kelevan                                               5-Aethyl-(1,1 a,3,3a,4,5,5,5a,5b,6-\neinschließlich                                         decachloro-octahydro-2-hydroxy-\nKelevansäure                                           1,3,4-methano-1-H-cyclobuta-[cd]-\ninsgesamt berechnet        pentalen-2-yl)-laevulinat\nund                         als Kelevan 1)\nChlordecon                                             Decachlor-pentacydo[S.2.1.0 2 6 .Q 3 ,9 .0 5 ,8]\n(Kepone)                                               decanon-4\".\nb) In der mit*) bezeichneten Fußnote wird das Wort Frischgewicht\" gestrichen,\n11\nArtikel 2\nDer Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit wird den Wortlaut der Höchstmengen-\nverordnung Pflanzenschutz, pflanzliche Lebensmittel in der geltenden Fassung bekanntmachen\nund dabei Unstimmigkeiten des Wortlauts beseitigen,\nArtikel 3\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 11 des Gesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittel-\nrechts vom 15. August 1974 (Bundesgesetzbl. I S. 1945) auch im Land Berlin.","Nr. 14 -Tag der Ausgabe: Bonn, den 6. Februar 1976                    269\nArtikel 4\n(1) Diese Verordnung tritt am 1. Mai 1976 in Kraft.\n(2) Soweit für einzelne Lebensmittel nach dieser Verordnung höhere als die bisher gültigen\nHöchstmengen zulässig werden, sind die höheren Höchstmengen bereits vom Tage nach der Ver-\nkündung an anzuwenden.\nBonn, den 4. Februar 1976\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nKatharina Focke"]}