{"id":"bgbl1-1974-68-2","kind":"bgbl1","year":1974,"number":68,"date":"1974-07-05T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1974/68#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1974-68-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1974/bgbl1_1974_68.pdf#page=2","order":2,"title":"Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemielaboranten","law_date":"1974-06-28T00:00:00Z","page":1366,"pdf_page":2,"num_pages":33,"content":["1366                                   Rundesgesel.zblatt, Jahrg,rng 1974, Teil I\nVerordnung\nüber die Berufsausbildung zum Chemielaboranten\nVom 28. Juni 1974\nAuf Grund des § 25 Abs. 1 des Berufsbildungs-                   b)  Messen von Temperaturen,\nge1se,tze1s vom 14. Augusrt 1969 (Bunidesgesertzbl. I               c)  Abmessen von Flüsrsigkeiten,\nS. 1112), zuletzt geändert durch das Einführungs-\nd)  Gewichtsbestimmungen,\nges1etz zum Strafgesetzbuch vom 2. März 1974\n(Bundesgese1tzbl. I S. 469), wird im Einvernehmen mit               e)  Wägen mi,t der Analysenwaa,ge,\nden Bundesmini s1tern für Arbeit unJd S0,zialo1:d,nrung\n1                                                 f) Lösungen,\nund für Bildung und Wirssrmschaft verordnet:                        g)  Mischungsrechnen;\n4. Bestimmen von Kennzahlen und Konstanten:\n§ l                                  a) Dirchte,\nStaatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes                   b) Schmelz- unrd Errstarrung,spunkte;\nDer Ausbildungsberuf Chemierlaborarnt wirrid staat-         5. Trenn- und Reinigungsverfahren:\nlich anerrkannt.\na) DekaI1Jtieren, Fi1ltri,erern, Nutschen, Zentrifu-\ngierren und Auswaschen,\n§2                                   b) Ausschütteln, Scheiden UI1Jd Extrahieren,\nAusbildungsdauer, Fachrichtungen                        c) Reini,gen f:e,s,terr Stoffe durch Kr,istallisieren\nunrd UmfäHen,\nDi,e AusbHdung dauert dreieinhalb Jahr,e. Für clire\nletzten eineinhalb Jahre kann zwischen den Fach-                    d) V errdampf en und DestiiHier,en unter verschie-\nrkhtung,en                                                              denen Druckve,r häl:tni,srsen;\nChemische Industrie,                                        6. Arbeiten mi1t festen, flüssi,gen und ga1sförmigen\nMineralölindustt1ie,                                            Stoffen:\nSteinkohlen-Bergbau,                                            a) Arbeiten mit Säuren und Laug,en,\nfasienschaff.ende und -verarbei1tenide Indusüie,                b) Trocknen fester, flüssiger und gasförmiger\nNichteirsen-Mertall-Inrdustrie,                                     Stoffe,\nSiUkatindustr,ie,                                               c) Arbeiten mit Gasen;\nN ahrungsm,i1Uerl-Indus,t ri e,                             7. Probenahme;\nGetränke-Industrie,\n8. qualiit ative anorg1ani,sche Analyse;\n1\nAgrikulturchemi,e\ngewählt werden.                                                 9. quantitative anorgiani,s,che Anailys,e:\na} Gewichtsarnalyse,\nb) Maßanalyse;\n§3\nAusbildungsberufsbild                       10. qualitaMve organis,che Ana,lyse;\n(1) Gegenstand drerr für &Ue Fachri!Chtunge,n g,e-        11. Trennen von Stoffg,emischen durch Chromato-\nmeinsamen Beruf,sausbildiung slirnld minde1s1tein:s die             graphie;\nfolgenden Ferti:gkeiten und Kennrtni,s,se:\n12. Me,ssen mi1t HirLfe physikahrsch-chemi1scher Meß-\n1. das Laboratorium und seine Einrirchtungen:                     meithoden;\na) aUgemeine Einrichtungen,                             13. präparative,s Arbeiten;\nb) Geräte, Werk- und HHfs:stoffe,\n14. Arbeitsschutz und Unfa1,lverhütung;\nc) Vorriatsgefäße,\nd) Reinigen und Pflregen von Laboratoriums,ge-          15. Umweltschutzmaßnahmen.\nräten und Vorrnt'Sgofäßen;\n(2) Gegenstand der Berufsausbildung in den Fach-\n2. einfache physikdlische Vorgänge:\nriichtungen sind mindestens di,e folgenden Fertig-\na) Arbeiten mi,t festen Stoffen,                        keiten und Kenntniitsse:\nb) Rühren,\n1. in der Fachrichtung Chemische Industrie:\nc) Arbeiten bei niedrigc~n Temperaturen,\na} Arbeiten bei erhöhtem Druck,\nd) Arbeiten bei höheren Temperaturen;\nb) Dest:iLLi,eren bei Unterdruck,\n3. Messen und Wägen:                                            c) Bestimmen von Umwandlungspunkten und\na) physikalische Grundbeqriffe,                                  Flammpunkt,","Nr. 68 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                              1367\nd) Sublimieren,                                      6. in der Fachrichtung Silrikatindustrie (Emai1l-, Feu-\ne) qualitativer Nachweis funktioneller Gruppen            erfes,t-, GlaJs- und Keramikindustrie):\nin organischen Verbindungen,                       a) grundlegende Materiialkenntnisse und -vorbe-\nf) quantitative Bestimmung funktioneller Grup-               reitung,\npen in organi1schen Verbindungen,                  b) Probenahme und Probenvorbereitung,\ng) Gasana lyse,\n1\nc) physikalische Untersuchungen,\nh) Chromalographie und Ionenaustauscher,                  d) chemi1sche Unterrsuchungen,\ni) präparatives Arbeiten,                               e) präparatives Arbeiten;\nk) Di1speTgieren,                                     7. illl der Fachrkhtung NahrungsmitteHnidustrie:\n1) physikalische Meßmethoden;                           a) grundlegende Ma1terialkenntniss1e und\n2. in der Fachrichtung Minera1öLindustrie:                        -vorbereirtung,\na) grundlegend,e Matmi1alkenntni,ss,e und                b) botanische Ubl]ngen,\n-vorbereitung,                                     c) physikalische und biologische Grundfertig-\nb) analytische Untersuchungen,                                keiten der Bakteriologie,\nc) physikalische Uniteirsuchungen,                       d) Betriebshyg:iiene\nd) Verbrennungswi.irme, Heizwert von Brenn-              e) Bestimmen der Haiuptbesrtanc1tei1e von\nstoffen,                                                Leben:smi tterln,\ne) Gasanalyse,                                            f) Bestimmen von Mineralstoffen in Lebensmit-\nf) Chromatographie,                                          teln,\ng) Bestimmen von Säuren in Lebensmitteln,\ng) Desiti:lli men;\nh) Bestimmen der Vitamine A, D, E und C,\n3. in der Fuchrichtung Steinkohlen-Bergbau:\ni) Durchführen besonderer Untersuchungen ein-\na) grundlegende Materiialkenntnisse und -vor-                 ze,lner Lebensmi,tte,l1arrt1en und Gebrauchsge-\nbereitung,                                              genstände; ,\nb) Imrnediatana,lyse von feisten Brennstoffen,\n8. in de,r Fachrkhtung Geitränke-Industrie:\nc) Verbrnnnun~Jswärrne, Heizwert feister\nBrennstoffe,                                       a) grundlegende Materialkenintnisse und -vorbe-\nreitung,\nd) Elementarzusammensetzung von Brennstoffen,\nb) botani:sche Dbungen,\ne) mineralische Begleitsrtoffe der Kohle,\nc) physikalische und biologische Grundfertig-\nf) Verhalten von festen Brennstoffen bei der                 keiten der Bakteriologie,\nVerkokung und be,i de,r Schwelung,\nd) organol,eptis che Untersuchungen,\n1\ng) Untersuchung von Koks,\ne) Betriebshygiene,\nh) Gasanalyse,\nf) Bestimmen der Hauptbestandteile von Le-\ni) Gasreinigung,                                            bensmitteiln und Gertränken,\nk) Untersuchung von Kohlenwertstoffen,                   g) Bestimmen von Mineral,s,toff en in Lebernsrnit-\n1) Steinkohlenteer,                                          teln und Getränken,\nm) Schmierstoffuntersuchung,                              h) Bestimmen deir Vitamine A, D, E und C,\nn) Kesselspeisewasser, Gruben- und Abwässe•r,              i) Durchführen besonderer Untersuchungen von\no) Hiilf ss,toff e;                                            Getränken, Rohstoffen und Gebrauchsgegen-\nständen;\n4. in der Fachüchlung Eirsenschaffende und -verar-\nbe-itende Industrie:                                  9. in der Fachrichtung Agrikulturchemie:\na) grundlc~gende Mal.orialkenntnisiS1e und -vorbe-       a) chemi1sche Bestimmung de,r Hauptbestand-\nreitung,                                                teüe von Böden und Düngemitteln,\nb) Probenahme und Probenvorbereitung,                    b) chemiische Bes,timmung der Hauptbesitand-\nt1ei1le von Futtermitte1Ln und ande1Den 1arndwirt-\nc) Erze, Zuschläge und Schlracken,\nschaftlichen Beda1rfss1to:ffen,\nd) Rohei,sen, Stahl und Ferrolegii1e1Dungen,             c) Methoden zur Be,stimmung von Spurenele-\ne) Nichteisen-MertaliLe und ih:re Lergieimngen,               menten,\nf) Brennstoffe, Schmiermittel, Gase und Wässer,        d) Methoden zur Bestimmung v;on Wirkstoffen\ng) chemisch-rphysikailische und phys,ikailiische              und Pflanzenschu1tzmi1ttelrrückständen,\nVerfahren;                                         e) radiochemische UnteriSuchungsmethoden.\n5. in der Fachrichtung Nichteri1sen-Metal1l-Indu1strie:\n§4\na) grundlegende Mate.ria1lkenntnisse und -vorbe-\nAusbildungsrahmenplan\nreritung,\nDie Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen\nb) Erze, Zuschläg e und Schlacken,\n1\nna,ch derr i[l der Anlage enthaltenen Anl,ei.tung zur\nc) Brenns1toffe, SchrnierrmHtel, Gasie und Wässer,   sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsaus-\nd) Nkhte,isen-MetaliJoxide und -salze,               bildung (Ausbildungsrahmenplan) vermitteilt wer-\ne) Metalle und Legierungen;                          den. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende","Bundesg,esetzblaitt, Jahrgang 1974, TeH I\nsachliche und zcillidw Gliederung des Ausbildungs-          al:le Fachrichtungen gemeinsamen Ferhgkeiten und\ninhülles ist inslwsonclerc zuJüssig, soweit eine be-        zwei auf die Ferti,gkeiten, -di,e Gegenstand der\nrufsfeldbezow~ne Crundbildtmg vorausgegangen ist            Berufsausbildung in den einzelnen Fachrichtungen\noder betricbspn1 k l.ische fü)sonderheiten die Abwei-       sind. Der Prüfling soll über jede Arbeitsprobe ein\nchung erfordern.                                            Protokoll anfertigen. Art, Umfang und Schwierig-\nkeitsgrad der gestellten Aufgaben müssen hierauf\n§ 5\nRücksicht nehmen. Als Arbeitsproben kommen ins-\nAusbildungsplan                       besondere in Betracht:\nDer Ausbildende hat unter Zugrundelegung 'des            1. in den Fertiigkei,ten, die Gegenstand der gemein-\nAusbildungs.rahmenpl,ans für den AuszubHdenden                   samen Berufsausbildung sind:\neinen Ausbildungsplan zu ersterllen.\na} eine quahrtative Analyse miit bis zu 8 Ionen\nohne Rücksicht auf da1s zahlenmäßige Ver-\n§6\nhältnis zwischen Anionen und Kationen. Die\nFühren des Berichtsheftes                           Anzahl de,r vorhandenen Ionen wird dem\nDer Auszubi,ldonidie hat ein Berichtsheft in Form                  Prüfling nicht mitgeteilt. Die Analyse soll\neines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist                        ohne besonder,e Schwimiigke.iten durchführbar\nGe,legenheit zu geben, das Be,richtisheft währ,enid de,r              sein; sie muß insbesondere möglich sein, ohne\nAusbiLdungszeit zu führ,en. Der Ausbildende hat da,s                  daß Schmeilzaufschlüss•e oder Spurennachwei-\nBerichtsheft regelmäßig durchzusehen..                                se erforderlich werden. Di,e Analysensubstanz\nsoll keine Phosphorsäure, kein Strontium\nneben anderen Ei~da1lkahen und nicht mehr als\n§7\nein Ha,logen enthalten.\nZwischenprüfung                                 Die Analyse muß am Tage de,r Ausgabe der\n(1) Während der Be,rufsausbi,ldung irst eine                       Analys,ensubsitanz beendet we,:rden; das Ana-\nZwischenprüfung durchzuführen. Sie soH nrach zwe i       1            lysenprotokoll kann nachge,rekht we11den;\nJ ahrien s1tattf inden.                                         b) g,ewichts- oder maßanalytiische Einzelbestim-\n(2) Di e Zwiischcnprüfung erstreckt sich auf die in\n1                                                          mungen;\nder Anlage zu § 4 für die ersten zwei Jahre aufge-               c) photometrische Einzelbes,timmungen;\nführten Fertigkei'1cn und Kenntni,sse sowie aruf diie            d) physikalische Messungen;\nFe,rti,gkei1t,en und Kenntnisse, die na,ch de,r Anlage\nzu § 4 während der qesamten Ausbildung sze,irf: zu\n1            2. in den Fertigkeiten, die Gegenstand der Berufs-\nvermi1tteln sind und mit den vorstehend genannten                ausbi1l:dung in den Fachrichtung en sind:\n1\nFmUgkeiten und Kenntnissen zusammenhängen, so-                   a) eine vollständige Untersuchung oder mehrere\nwie aruf den im ßerufsschulunterrkht ent sprechend\n1\nEinzelunte,rsuchungen an Roh- oder Hilfsstof-\nden Rahmenlehrplänen zu vermi1ttelnJden Lehnsitoff,                   fen, Zwischen- oder Fertigprodukten;\nsoweit dieser für die Berufsausbiildrung wesentlich              b) He,rnteHen eines organi,schen oder anorgani-\nist.                                                                  schen Präparates nach Voflschrift.\n(3) Der PrüHing soll in insgesamt eitwa sechs bi s  1\nacht Stunden drei Arbeillsproben nach det,arilherten            (3) Die Arbeitsproben siind i,nsbe,sonde,re unter\nAnwe,i,sungen und Unte1rlagen durchführen. Dafür            folgenden Gesichtspunkten zu bewerten:\nkommen insbesondere in Betracht:                            1. Be a1chtung der Laboratori1umsübli,chen Vorschrif-\n1\n1. Einz,elnachweise von Ionen,                                  ten und der Unfallverhütungsvorschriften bei der\n2. g,ewichtsanalytische Bestimmungen,                            Ausführung der Arbeitsproben;\n3. maßanalyti:sche Bestimmung,en,                           2. Auswahl des Arbeitsverfahrens und Einteilung\n4. physikalische Messungen,                                       der Arbeit;\n5. Her,s,tellung anorganischer oder organi,scher Prä-       3. Sauberhalten des Arbeits,pLatzes und ordnungsge-\npa,rate.                                                     mäßige Rückgabe der Geräte.\nDe,r Prüfling soll über jede Arbeitsprobe ein Proto-\nkoll anfertigen. Art, Umfang und Schwieirirgkei,ts-             (4) Außerdem soll der Prüfling in den Prüfungs-\ngrad der ges,tellten Aufgaben müss,en hierauf Rück-         fächern Technologie, Technische Mathemaük sowi,e\nsicht nehmen.                                              Wi,rtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Im\nPrüfung,sfo·ch Technologi,e kommen aius dem Gebiert\n§ 8                             Chemi,e insgesamt zehn Fragen für etwa zwei\nPrüfungsanforderungen in der Abschlußprüfung,          Stunden und aus dem Gebie,t Phy,sik insgesamt\nsechs Fragen für etwa eine Stunde in Betracht. Im\n(1) Die Abschlußprüfung erstreckt si1ch aruf die in\nPrüfungsfach Technische Mathema1tik sollen insge-\nder Anl,age zu § 4 aufgeführ,ten Fertigkei,ten und\nsamt fünf Aufgaben für etwa zwe1i Stunden, im Prü-\nKenntnisse sowie auf den im Berufs1schulunterricht\nfungsf ach Wi.rtschaft,s- und Sozialkunde insgesamt\nve,rmitteUen Lehrstoff, sowci t dieser für die Berufs-\nzehn Fragen für etwa eine Stunde ge,stellt werden.\nausbi,ldung wesenlli,ch ist.\n(2) Der Prüflin~J soll in insqesamt etwa s,echzehn          (5) Die Prüfung nach Absatz 4 ist schriftlich\nbis zweiundzwanzig Stunden sechs Arbeitsproben              durchzuführen. Sie isit auf Antrag de,s Prüfliings oder\ndurchführen. Von diesen entfallen vier auf die für          nach Ermessen des Prüfungsausschusses durch e,ine","Nr. {>8 -- - Tc1g der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                              1369\nmündliclw Prülun~J mi1 c-iner Denier von etwa zehn                                       §9\nMinuten je Prüfun~Jsfdch zu ergänzen, soweit die                                Ubergangsregelung\nrnündli,chc Prüfung für das Bes,lehen de,r Prüfung\noder zur VPrbc\\ssC'runq der Prüfungslei,stung                   (1) Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei In-\nwesentlich ist.                                              krafttreten dieser Verordnung mindestens ein Jahr\nbestehen, sind die bi1sherigen Vorschriften weiter\n(6) Soweit die schriIUiche Prüfung in program-            anzuwenden, es sei denn, di,e Ve,rtragsiparteien\nmierter Form durchgeführt. wird, kann von der in             vereinbaren mit Zustimmung der zuständige,n Stelle\nAbsatz 4 angegebenen Prüfungsdauer abgewichen                die Anwendung der Vor1schriften di,eser Verord-\nund auf die mündlidH' Prüfung ganz ode·r te,ilweise          nung.\nverzichtet werden.\n(2) Fiir Bernfs.ausbildung,sverhältnisse, die be,i In-\n(7) Die Prüfungsteile nad1 den Absätzen 2 und 4           krafttreten dieser Veromdnung noch nicht ein Jahr\nhaben für die Ermittlung des Prüfungseruebni'Sses            be,stehen, kann di1e zuständ:~ge Ste11e zur Ve1rmei-\ndas gleiche Gewicht. Bei der Bewertung de,r Ergeb-           dung unbrUiger Häriten genehmigen, daß die bi1she-\nnisse der Prüfung nach Abs1a,tz 2 sollen die Lei-            rigen Vorschriften weiter angewendet werden.\nstungen in der für a,lJe -Fa,chrkhtungen gemein-\nsamen Berufsausbildung das siebenfache und in der\n§ 10\nnach Fachrichtungen getrennten Bernfsausbilidung\ndas dreifache Gewicht erhalten. Bei deir Bewertung                                 Berlin-Klausel\nder Ergebnisse der Prüfung nach Absatz 4 sollen im             Die,s,e Verordnung giH nach § 14 de,s · Dritten\nPrüfungsfach Technologi,e die Gebie,te Chemi,e und           Ube1rle,itungsgesetz-e1s vom 4. Januar 1952 (Bundes-\nPhysik jeweils dreifach, da,s Prüfungsfaich Techni-          gesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 112 des Berufs-\nsche Mathematik dreifach und da1s PrüfungiSfach              bildungsgesetzes auch im Land Berlin.\nWirtschafls- und Sozialkunde e,infach g,ewichte,t\nwerden.\n§ 11\n(8) Die Prüfung i,st bestanden, wenn in den\nInkrafttreten\nbeiden Prüfungsteilen und im Prüfungsföch Techno-\nlogie mindestens ausreichende Leisrtungen erbracht              Di1ese Verordnung tritt zwei Monate nach ihrer\nsind.                                                       Verkündung in Kra.ft.\nBonn, den 28. Juni 1974\nDer Bundesminister für Wirtschaft\nIn Vertretung\nDr. S c h 1e c h t\n,","B70                                       Bundesge,setzbLatl, Jahrgang 1974, Teil I\nAnlage\n(:;,n § 4)\nAusbildungsrahmenplan\nfür die Berufsausbildung zum Chemielaboranten\nLfd.                      Teil des                              zu vermittelnde Fertigkeiten\nzeitliche\nNr.              /\\ ushildunqsbcrufsbildes                                                             Richtwerte\nund Kenntnisse\nin Monaten\n---·---\n1                           2                                              3                              4\n1. Erstes Ausbildungsjahr:\ndas LaborcJl.orjum und seine\nEinrichtungen\n(§ 3 Abs. 1 Nr. l)\n1.1      allgemeine Einrichtungen                    a) Kenn1tnisse des Ausbi1ldung1siplia,tzes sowie\nder Art und Bedeutung de1r Ei[l,rirehtungen\nb) Kenrntni1s1s,e der Bestimmungen deir Labora-\ntoriiumsordn ung\nc) Kenntnisse de,r Bedeutung zweckmäßiger\nBerufs- und SchutzkLeiidung\nd) Bezekhnen, An wenden und Behandeln der\ng•ebräuchlkhen · Glas-, Porze1Llan-, Email-\nund füsengeräte sowie der sorns1tigen Aus-\nrüstungisgeig•enstände\ne) Anfertigen von Handskizzen\nf) Verhalten bei Bränden, insbesondere Ge-\nbrauch der Feue·rlös,chvorrkhtungen und\n-geräte\n1.2      Ge1rät,e, Werk- und Hilfsstoffe             a) Kenntnisse der Gläser und ihrer Kennzeich-\nrnung\nb) Glasarbe•i1ten, Kennzeichnen der Gläser\nc) Arbeiten mit Kork, Gummi und Kuns1ts tof-  1\nfen\nd) Einsetzen von Thermometern in Stopfen\nsowi,e Abziehen fostsi-tzender Kork- und\nGummi1sto:pfen\ne) Auf- und Abziehen von Gumnüs,chläuchen\nf) Handhaben der Geräte aus Kunststoffen\ng) KiUen, Dkht,en, Kleben und Beischriften\n1.3      Vorrat·sgefäße                              a) Kenntniis,s.e der UnfaiLlgefahren, i1nsbe,son-\ndere der ExpLos.ions,gefahr beim Zusam-\nmenbringen von verdi-chtietem Sauersitoff\nmit Fett\nb) Kennitnisse der Bedeutung der unteir:Schied-\nlkhen Farbanstriche und Gewinde von\nGasstahlflaschen\nc) Kennzeichnen von Flaschen und Gefäßen\nd) Füllen, Verschheßen, Trarnsportieren, Auf-\nbewahren und Entle,eren der Vorratsgefäße","Nr. 68 -    Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                            1371\nzu vermittelnde Fertiqkeiten             zeitliche\nLfd.                Teil des\nAusbild unqs berufs bildes                            und Kenntnisse                  Richtwerte\nNr.                                                                                               in Monaten\n1.4  Re~nig·en und Pflegen von                 a) Kenntnisse der Arten und der Auswahl der\nLaboratoriumsg,eräten und                     Reini,gungsmittel und Reinigungsverfahren,\nVorratsgefäßen                                insbesondere des Spülverfahrens\nb) Beachten der einschlägigen Sicherheitsvor-\nschriften\nc) Spülen je nach Art der Verunreinigungen\ndes Werkstoffes unter Verwendung von\nWasser, Soda, , Salzsäure, Schwefelsäure,\nChromschwefelsäure und anderen Lösungs-\nmitteln\n2    einfache physikalische Vorgänge\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 2)\n2.1  Arbeiten mit festen Stoffen               a) Zerkleinern, Sieben und Mischen\nb) Durchführen von Siebanalysen\nc) Schutzmaßnahmen gegen Staub unter Ein-\nsatz geeigneter Geräte und Vorrichtungen\n2.2  Rühren                                    a) Herstellen     von Rührern verschiedener\nForm, Zusammenbauen von Rührappara-\nturen\nb) Umgehen m~t Glasschliffen, insbe,sondere\nFeitten und Lösen sowie Anbringen von\nFesthaltesicherungen                                 6\nc) Arbeiten     mit   maschinell    angetriebenen\nRührgeräten\n2.3  Arbeiten bei niedrigen                    a) Herstellen und       Anwenden      von   Kälte-\nTemperaturen                                  mischungen\nb) Gewinnen von fe,stem Kohlendioxid aus\nder Stahlflasche\nc) Mischen von festem Kohlendioxid, insbe-\nsondere mit Aceton und Methanol\n2.4  Arbeiten bei höheren                      a) Kenntnisse     der Tempel\"aturbereiche von\nTempeiraturen                                 Heizquellen\nb) Handhaben von Temperaturreglern\nc) Erzielen höherer Temperaituren durch\nHeizbäder, insbesondere durch Luft-, Was-\nser-, Dampf-, Salz-, Sand-, 01- und Meitall-\nbäder\nd) mi.tte1bares und unmittelbares Beheizen\nunter Anwendung der üblichen Energie-\nquellen\n3    Messen und Wägen\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 3)","1372                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nUd.                          Teil des                                             zu vermjttelnde Fertigkeiten            Richtwerte\nNr.         /\\ 11 sl> i l d 1111 <Js 1><! r11 f sl> il des                              und Kenntnisse                    in Monaten\n-------·- - - - - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - ~ - -\n3.1  ph ysikal i1sche Grundboqriffe                                  Kenntnisse der Masse, des Gewichts, des\nVolu:rp.ens, der Temperatur und deis Auftriiebs\ni1n Luft\n3.2  Messen von Temperaturen                                         a) Anwenden von Temperaturmeßgeräten, ins-\nbesondere Flüssigkeitsthermome1tern und\nThermoelementen, Auswählen zweckmäßi-\nger Temperaturmeßgeräte\nb) Aufnehmen und Erläutern               von  Zeit-\nTemperatur-Kurven\nc) Einstellen und Konstanthailten von Tempe-\nraturen\n3.3  Abmessen von Flüssirgkeiten                                     a) fachen von Meßgeräten und Kenntiüsse\nihres Genaui1gkeitsg:rades\nb) Kenntnisse der Volumeneinheiten\nc) Kenntnisse des Temperailureinflrusses\nd) Able,sen an Flüs,sigkeit,smeßgeräten\ne) Abmessen uRd Ausgießen von Flüssig-\nkeiten unter Benutzung von Meßgefäßen\nzweckmäfüger Art und Größe\nf) Arbeiten mit Pipetten unter Beachtung der\ndam~t verbundenen besonderen Unfalrlge-\nfiahren\ng) verluSitfreies Uberführen        abgemes,sene,r\nMengen in andere Gefäße\nh) Füllen und Abl esen von Bürntt,en\n1\ni) AuffüUen von Meßkolben unter Be,achtung\nde,r Eichangaben\nk) Re ini1gen von Volrumenmeßg,erät,en\n1\n3.4  GewichtsbesHmmungen                                              a) Kenrntnisse der Arten von Waagen und\nihrer Anwendung1sbe.reiiche\nb) Kenntni,s,se der Begriffe Brutto, Tar,a und\nNe1tto\nc} Behandeln und Pflegen von Waagen und\nGewi1cht,ssätzen\nd} Tarieren verschieden großer Gefäße\ne) Bestimmen des Gewiiehts fos1teir und flüs-\nsiger Stoffe\n3.5 Wägen mit der Analysenwaiaig,e                                   a} Arbeirten mit Ana:lysenwaagen verschiede-\nner Barua1rt\nb} EinsiteUen de1s Nuililpunktes\nc} Besitimmen der Empfiindilichkeit\nd) Wägen fe,ster und flüssi1g,er Stoffe\ne) Pflegen von Waa1g en und Zubehör\n1","Nr. 68 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                            1373\nzeitliche\nLfd.                Teil des                            zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.        Ausbildunqsberufsbildes                             und Kenntnisse\nin Monaten\n4\n3.6  Lösungen                               a) Kenntni,sse der Arten und Eiigenschaften\nvon Lösungen und Lösungsmitteiln\nb) Kenntnisse der unge1sättigten und der über-\nsättigten Lösungen\nc) Kenntnisse de1r Konzentrations1angaben, ins-\nbesondere in Gewichtsprozent, Volumen-\nprozent und Gramm im Liter\nd) Kenntnisse der Veränderung der physika-\nlischen Eigenschaften beim Lösen\ne) Kenntni1sse de1s Lösevorgang1s und deir Be-\neinflus1sung der Lösungsgeischwinidigkeiit\ndurch Zerkleinern, Rühren, Schütteln und\nErwärmen\nf) Ansetzen von Lösungen\ng) Lösen fes1t,er, flüssiger und gasförmiger\nStoffe in flüs1s,i,gen Stoffen\nh) Mischen, Ve,rdünnen und Konzentrieren\nvon Lösungen\n3.7  Mi,schungsrechnen                      Kennbni1sse de,r Rechenregeln für die Hersite,1-\nlung von Lösungen vorgegebener Konzentra-\ntion\n4    Bestimmen von Kennzahlen\nund Konstanten\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 4)\n4.1  Dichte                                 a) Kenntni1sse des Begriffs der Dichte\nb) Be,stimmen deir Dichte flüssiger Stoffe durch\nAusmessen und Wägen sowie durch Be-\nnutzen de,s Aräome,ters, der Mohr' sehen\nWaage und des Pyknometers\nc) Beistimmen der Diichte fester Stoffe durch\nAbmess,en und Wäg,en nach dieir Verdrän-\ngungsmethode umd unter Anwe1ndung de1r\nhydrostrutis,che1n Waage und de1s Pykno-\nmeiters\nd) Bestimmen von Dichten in Abhängigkeit\nvon Temperaitur und Konzentration, Dar-\nstellen de1r Erg,ebnisse in Form von Tabel-\nlen und Kurven\ne) Be,s1timmen des Schütt- und Rütte,lg1ewich-\ntes\nf) Bestimmen des Schüttgewichite1s von Stof-\nf,en verschiedener Korngröße und verschie-\ndener Dichte bei Loser und ge s,tampfter\n1\nSchüttung\n4.2  Schmelz- und Erstarrungs,punkte        a) Kenntni,sse      der    physikalischen   Grund-\nbegriffe","Bundes.g,esetzblaH, Jahrg,ang 1974, TeH I\nzeitliche\nUd.                              Teil des                                        zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\n:'-Ir.                A usl1 ildu1Hr;bcrufsbilclcs                                      und Kenntnisse\nin Monaten\n---·-------- ------------- -------- ----------- - - - - - - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - , - - - - - -\nb) Herrichten und Reinigen der Geräte zur\nBe1sfammung der Schmelzpunkte\nc) Bestimmen der Schme1lz- und Ersitanungs-\npunkte unterschiedlich reiner- Stoffe\n5             Trenn- und Rei ni,gung,sverfiahr,en\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 5)\n5.1           Dekantieren, Filtrieren, Nutschen,                 a) Auswählen zweckmäfüg,er Verfahren unter\nZentrifugieren und Auswaischen                         Anwendung der edorderlichen Geräte,\nApparnt,e und sonstigen Hilfsmi1Ue l      1\nb) Durchführen             der Verfahren, Handhaben\nschwer fiilitrierbarer Stoffe sowie der Fil-\ntri1e,r hi1lfismi ttel\n5.2           Ausschütte ln, Sche,iden und\n1\na) Auswählen zweckmäßiger Verfahen unter\nExtrahieren                                            Anwendung der edorderlichen Geräte,\nAppairate und sonstigen Hi!lfsmtttel\nb) Durchführen der Verfahren\n5.3           Rei1rniigen fost,eir Stoffe drurch                 a) Kenntnisse            der   physikalischen   Grund-\nKr.istallisieren und Umfüllen                          beigriffe\nb) einfoche1s und fraktioniertes Umkdsta1Lisi,e-\n6\nren anorganische,r und organische1r Stoffe\nunter Bestimmung der notwendigen Men-\ngen des geeLgneten Lösungsmittels\nc) Umfällen anorganischer ode-r organi,scher\nStoffe\nd) Reini1gen miit Hilfe von Adsorptionsmiitteln,\ninsbesondere mit Aktivkohl,e\n5.4          Verdampfen und Destillieren unter                   a) Kenntni!sse der physikalischen Grund-\nverschiedenen Druckverhäl1tni1s,sien                   begriffe, insbesonde,re de,s Ve,rduins:tens,\nVerdampfens, Siedens und des Siedepunk-\nte1s\nb) Kenntnisse des Begriffs, des Zwecks und\nder Arten der Destillation\nc) Kenntnisse der Arten und der Funktion der\ne:rforderlichen Geräte\nd) Auf- und Abbauen von Destiillahonsappara-\ntur,ern\ne) Erzeugen von Unterdruck, insbesondere\nmi1t der Wassernüahl- und der Olipumpe\nf) Veirhindern des Siedeve,rzuges\ng) Durchführen von De,sUllatiionen, insbeson-\ndere von Wasserdampf- und Unterdruck-\ndestilLat,ionen unter Beachtung der dami1t\nverbundenen besonderen Unfollgefahren","Nr. 68 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                          1315\nzeitliche\nLfd.                Teil des                                zu vermittelnde Fertiqkeiten\nRichtwerte\nNr.         Ausbildunqsberufsbildes                              und Kenntnisse\nin Monaten\nh) Durchführen von fraktionie,rten Desti,LLatio-\nnen unter Verwendung von Fraktioni,eirauf-\n. sätzen\ni) Be,s1timmen von Si,edepunkten\nk) Le,sen und Anfertigen von Siedekurven\n1) Reinigen und Pflegen der Geräte\n6    Arbeiiten mit festen, flüssigen und\ngaJSiförmigen Stoffen\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 6)\n6.1  Arbeiten mit Säuren und Laugen          a) Kenntnisse de,r wichti:gen Arten von Säuren\nund Laugen und ihrer füg,enschaften\nb) Kenntnis,se des Vorgang,s der Neutralisa-\ntion, des Begriffs de,s Neutralpunktes und\nder Was,serstoff-Ionen-Konzentra:tion\n(pH-Wert)\nc) Unterscheiden von Säuren und Laugen mit\nHi,lf e von Indikatoren\nd) Ve:ridünnen von Säuren und Laugen unter\nBeachtung der damit verbundenen beson-\nderen Unfallgefahren, Ernte HiHe\n6.2  Trocknen fester, flüssiger und          a) Kenntnisse de,s Unterschieds zwischen\ngasförmiger Stoffe                           physikalisch und chemisch gebundenem\nWa,s,ser\nb) Kenntnisse der Zersetzung von Stoffen bei\nhöherer Tempe,ratur\nc) Kenntnisse de1r Trockenmi.tte,l und der zu-\ngehörigen Geräte\nd) Trncknen fester Stoffe bi,s zur Gewichts-\nkonstanz\ne) Trocknen flüssiger Stoffe durch Verwen-\ndung geeigneter Trockenmittel\nf) Trocknen gasförmi:g,e,r Stoffe in der Wasch-\nflasche und im Trockenturm\ng) Bestimmen des Feuchtigkeitsgeha.Ues\n6.3  Arbei,ten mi1t Gasen                    a) Kenntnisse der wichtigen Arten von G&sen\nund ihrer Eigenschaften\nb) Kenntnis,se de:r Abhängigke.it des Volu-\nmens von Druck und Temperatur\nc) Kenntnisse der Kennzeichen der verschie-\ndenen Gasleitungen und -behälter\nd) Auf- und Abbauen, Reinigen und Pflegen\nvon Gasentwicklungsapparaturen\ne) Herstellen von Kohlendioxid, Wasserstoff,\nSchwefelwass,erstoff und anderen Gasen","Bundes,goset.zbl,atl, Jdhrgang 1974, Teil I\n1  .   -\nzeitliche\nUd.                       Teil des                                   zu vermittelnde Fertiqkeiten\nRichtwerte\nNr.            i\\11sbild11nqslie111fshildcs                               und Kenntnisse\nin Monaten\n~                     ~·--·-·-----1------------------------1--------·\n')                                                  3\n----'--------------- -------- - - - - - - - - - - ' - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - , - - - - -\nf) Wa,schen von Gasen\ng) Gebrauchsforhgmachen von Garsstahlfla-\nschen ·unter Verwendung von Nadel- und\nReduzierventilen\nh) Umgehen mit verrflüssigten, verdichteten\noder unrter Druck gelösten Garsen\ni) Entnehmen bestimmter Gasmengen unter\nBeachtung der damit verbundenen beson-\nderen Unfallgefahren\nk) Umgehen miit Atemschutzgeräten und Gas-\nmasken\nII. zweites Ausbildungsjahr:\nProbenahme                                     a) Kenntnisse deir Bedeutung de,r Probenahme\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 7)                                                                                   ½\nb) Entnehmen der Proben\nc) Vorbereiten von Proben zur Analyse\n2       quaJit,at,ive anorganische AnaJlys1e            a) Durchführen von Vorproben, insbesondere\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 8)                                  der Flammenfärbung, der Perlenprobe und\nder Glühröhrchenprobe\nb) Ausführen von Sodaauszügen und Sulfat-\naufschlüss,en\nc) Nachwei sen der Kationen von Siföer,\n1\nQuecksirlber, BLe,i, Wismut, Kupfer, Cad-\nmium, Arsen, Antimon, Zinn, Nickel, Ko-           2\nba1lit, Eisen, Chrom, Mang,an, Aluminium,\nZink, Barium, Cakium, Magnesium, Ka-\nliium, Natrium und de,s Ammoniumions\nd) Nachweisen von Anionen, insbesondere\nvon Sulfat, Nitrnt, Carbonat, Chlorid, Bro-\nmid, Jodid, Phosphat, Chroma,t und Acetat\ne) Trennen von Gemengen mit höchstens acht\nIonen unter Auss,chluß von Phospha,t\n3       quantitative anorganiische\nAnalyse (§ 3 Abs. 1 Nr. 9)\n3.1     Gewichtsana,lyse                               a) Kenntni,sse der stöch1ometrischen Grund-\nbegriffe und de,r chemischen Vorgänge bei\nder Gewicht1sanalyse\nb) Rechnen mit dem Rechenschieber und der\nLog,arithmentaf e l1\nc) Glühen von Tiegeln bi,s zur Gewichtskon-\nstanz\nd) Bestimmen des Glührückstandie,s","Nr. b8       Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                         1377\nTeil des                                  zu vermittelnde Fertiqkeiten        zeitliche\nLfd.\nRichtwerte\nNr.          /\\ ush ild u nqshcru lslJildes                              und Kenntnisse\nin Monaten\ne) Bestimmen des WassergehaHs iin krista11-\nwasserhaltigen Stoffen                            2\nf) Durchführen von Gewichtsanalysen\n-----'-----------·-·· - - - - - - - , - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1\n3.2  Maßanalyse                                     a) Kenntnisse . der stöchiometrischen Grund-\nbegriffe und der chemi,schen Vorgänge bei\nder Maßanalyse\nb) Kenntnisse der Urtiterstoffe, insbesondere\ndes Nafriumcarbonats, der Oxalsäure und\ndes Kaliumdichromats\nc) Herstellen von Titrierlösungen verschie-\ndener Normalität und Einstellen gegen\nU rti terstoff e\nd) Durchführung von Maßanalysen, insbeson-\ndere von Neutrarlisations-, Redox-, Fäl-\nlungs- und komplexometrischen Analysen\n4    qualitative organische Analyse                 a) Kenntnisse der chemischen Vorgänge beim\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 10)                                qualitativen Nachweis der in organischen\nVerbindungen vorkommenden wichtigsten\nGrundstoffe                                      1½\nb) Nachweisen von Kohlenstoff, Wasserstoff,\nStickstoff, Schwefel und Halogenen\n5    Trennen von Stoffgemischen                     a) Kenntnisse der Bedeutung der Chromato-\ndurch Chromatographie                              graphie und ihrer Anwendungsmöglichkei-\n(§ 3 Abs. l Nr. 11)                                ten\nb) Trennen unter Verwendung von Calcium-\nkarbonat, Tonerde, Kieselgel, Kohle, Papier\nund anderen Adsorptionsmitteln\n4\n6    Messen mit HiUe phy,sikahsch-                   a) Bestimmen der Molekülmasse\nchemischer Meßmethoden                          b) Messen der Wa.s,serstoff-Ionen-Konzentra-\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 12)                                tion (pH-Wert)\nc) Messen des elektrischen Widerstandes\nd) Me,sse:n mit dem Potentiometer, Viskosi-\nmeter, Kalorimeter, Photometer und Polari-\nmeter\n7    präparntives Arbeiten                          a) Kenntnisse der g•eeigneten Ausgangsstoffe\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 13}                                und der zweckmäßigen Verfahren\nb) Herstellen von Präparaten unter zweck-             2\nmäßiger Anwendung von Verfahren und\nAusgangsstoffen, Kombinieren e,inf ach er\nUntersuchungsmethoden und Verfahren","1378                                            Bundesig,e,s,etzbla,tt, Jahrgang 1974, Teil I\nLfd.                                                                                                                zeitliche\nTeil des                                    zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.                   /\\ usbi ldunqslwru rsbildes                                 und Kenntnisse\nin Monaten\n-~----~--~ - - - - - - -\nl                                 2                                                    3                             4\nIII. Die letzten eineinhalb Ausbildungsjahre:\n1. Fachrichtung Ch cm i s c h e Industrie :\nArbei,lon bei eirhöhtem Druck                     a) Kenntnisse deir Arten von Druckgefäßen,\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a)                        Einschmelzröhren,         Druckflaschen    und\nAutoklaven\nb) Kenntnisse der einschlägigen Bestimmun-\ngen de1s Jugendarbeirbs,schutzes\nc) Arbeiiten be1i erhöhtem Druck für analy-\ntische und syntheti1sche Zwecke\n2            Deistiillieren bei Unterdruck                     a) Kenntni1sse de1s Begriffs und Zwecks sowie\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b)                        der Ausführung fraktionierter Vakuumde-\nsüLla ti onen\nb) Kenntnisse der Methoden zur Erzeugung\nvon Vakuum\nc) Anfertigen und Lesen von Siededia,gram-\nmen\n3            Bestimmen von Umwandlungs-                         a) Kenntni,sse      de,r  physikalischen    Grund-\npunkten und Flammpurnkt                                begriiffe\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe c)\nb) Kenntnisse de,s Beigriffs und Zwecks der\nBestimmung deis E11st,arrung,spunktes\nc) Kenntni,sse deir Abhängi,gkeiiit de s Schmelz-\n1\n2\nund Erntarrungspunkte,s vom Reinheitsgrad\nd) Kenntnisse des Mi1schschme,lz- und Misch-\ne,rsitarrung1spunkte1s\ne) Kenntni1sse der Unterkühlung und des Er-\nstarrungsverzugs             ·\nf) Kenntnisse verschiedene\"r         Besti:mmungs-\nve,rf ahren und -apparate\ng) Kenntnisse des Be,griffs und Zweck,s der\nBestimmliing des Fliammpunktes sowie de,r\nhi,erzu erforide,rlkhen Verfahren und Ge-\nräte\nh) Beisitimmen von Umwand:Lungspunkten und\nFlammpunkt, insbesondere von Misch-\nschmelz- und Mischerst,arrungsipunkt\n4            Subbmieren                                        a) Kenntni,sse       der   physikahischen    Grund-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe d)                        begriffe\nb) Kenntnisse der Sublimationsapparate\nc) Sublimieren insbesondere von Jod, Am,\nmoniumchlorid, Schwefel und Benzoesäure","Nr. 68 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974\nzeitliche\nLfd.                     Teil des                                zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.            i\\ usbi ldunqsherufsbildes                              und Kenntnisse\nin Monaten\n- - - - , - - - - - - - - - - ------ - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - - -\n5       qualitativer Nachweis funktio-              a) KenntnLsse der chemischen Vorgänge\nnol,]cr Gruppen in organischen              b) Nachweisen von Hydroxyl-, Aldehyd-,\nVerbindungen                                    Keto-, Carboxyl-, Amino-Gruppen und un-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. l Buchstabe e)\ngesättigten      Kohlenwasserstoffverbindun-\ngen in Reinsubstanzen\n3\n6       quanLitc1Li vc Bestimmung funktio-          a) Kenntnisse der chemischen Vorgänge\nneller Gruppen in organischen\nb) Bestimmen der Verseifungs-, Neutralisa-\nVerbindungen                                    tions-, Säure-, Hydroxyl- und der Jodzahl\n(§ 3 Abs. 2 Nr. l Buchstabe f)\n-------------------------',-----------------------'------\n7       Gasanalyse                                  Bestimmen von Kohlendioxid, Sauerstoff und\n(§ 3 Abs. 2 Nr. l Buchstabe g)              Kohlenmonoxid\n8       ChromcJLogruphic und Ionenaus-              a) Kenntnisse der physikalischen und           der\ntauscher                                        chemischen Vorgänge\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe h)              b) Kenntnisse der Papier-, Dünnschicht- und\nSäulenchromatographie\nc) Kenntnis,se der Arten und Funktion der\nerforderlichen Geräte\nd) Kenntnisse der Auftragsmethoden mi,t ver-\nschiedenen Mengen\ne) Na,chwei.sen       der     chromatographi:schen\n3\nZonen, insbe,sondere mit ultraviolettem\nUcht (UV-Licht) und mit Sprührnagenzien\nf) Re.inigen einer unreinen Substanz und\nTrennen eines Fa.rbstoffgemisches durch\nchromatog.raphische Verfahren\nd) Durchführen von Modellversuchen             zur\nGaschromatographie\nh) Vorbereiten und Aktivieren von Ionenaus-\ntauschern\ni) Arbeiten mirt Ionenaustauschern\nk) Herstellen von Salzsäure aus Natrium-\nchlorid, Entsalzen von Wa,5iser und Re-\ngeneri,eren der Säulenfül,lung\n9       präpa,ratives Arbei1ten                     a) Heirstellen von anorganischen und von\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchsitabe i)                 organischen Präparaten an Hand ausgear-\nbe,itete,r Vorschriften; hi,erfür sind insbe-\nsondere geeignet die Re,aktionen: Gewin-\nnen von Säuren, Laugen und Sa,lzen,\nmetallischen und nichtmetaillischen Grund-\nstoffen, Oxydationen, Reduktionen, Hydrie-\nrungep, Halogenierungen, Sulfonierungen,\nNiitrierungen, Amidierungen, Acylierun-\ngen, Veresterungen, Verseifungen, Diazo-\nUerungen, Kupplungen, Ersatz der Dia-\nzoniumgruppe, Kondensations- und Poly-\nmeris,ationsreaktionen, Alka,lischrnelzen","1380                                   Bunde,s,g,esetzblatt, Jahrgang 1974, Teiil I\nzeitliche\nLfd.                    Teil des                                   zu vermittelnde Fertigkeiten         Richtwerte\nNr.           A ushild unqsl>erufsbildes                                und Kenntnisse                 in Monaten\nb) PLanen und Aufbauen zweckmäßiger Appa-\nraturen unter besonderen Versuchsbedin-\ngungen\nc) Aufbereüen und Reinigen von Zw1schen-\nprodukten\nd) Identifizieren und        Charnkte,risieren des\nEndproduktes\ne) Be,rechnen der Ausbeute, Führen von Pro-\ntokollen und Auswerten des Versuchsab-\nlaufs\n6\nf) Beachten der besonderen UnfaLlgefahren\n10       Diispergieren                                 a) Kenntnisse des Zwecks der Verfahren\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe k)              b) Kenntnisse der Art,en und der Funktion der\ne.rforderlichen Geräte, Vorrichtungen und\nHi:lfsstoffe\nc) Verpasten durch Vermischen von flüssi,gen\nmit festen Stoffen unter Beachtung der\nvorgeschriebenen Re,ihenfol,ge und de,r Ge-\nschwindigkeit der Zugabe\nd) Verpasten durch Lösen in Lösungsmitteln,\nAusfällen der Lösung durch Eingießen in\nWasser, Eiswasser oder andere zur Fällung\ngeeignete Flüssigkeiten\ne) Dispergieren unter Verwendung von\nDispergiermitteln und zweckmäßigen Ap-\nparaturen\nf) Trocknen dispergierter Stoffe\ng) Ausführen von Fiilte,rproben\nh) Emulgiieren von 01 in Wasser oder Wa,sser\nin 01 unter Verwendung von Turbo-\nmischern oder anderen entsprechenden\nApparnturen und unter V erwenrdung von\ngeeigneten Emulgaitoren\n11       phys1ika'1ische Meßmethoden                  a) Kenntnisse        der   physikalischen    Grund-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe l)                    begri,ffe\nb) Bestimmen de,r Molekülmasse\nc) Ausführen von Messungen der Viskosime-\n4\ntriie, Kalorimetrie, Photometrie, PoLa,rime-\ntrie, Refraktometrie und Potentiometrie\nd) Me,ssen von Widerstand, Leitfähigkeit,\nOberflächenspannung und Wa1ss:erstoff-\nIonen-Konzentmt,ion (pH-Wert)\n2. Fachrichtung Mineralölindustrie:\ngrundlegende Materiailke,n:ntnisse            a) Kenntni,sse der Herkunft, Gewinnung, Ver-\nund -vorbernitung                                  arbeiitung und Verwendung des Erdöls, der\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a)                    Zwi,schenprodukte, Endprodukte und Hilfs-\nmitte,l","Nr. (iß     Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                          1381\nzeitliche\nLfd.                     Teil des                                zu vermittelnde Fertigkeiten\nJ\\ us!J ild unqslH)ru fsbildes                            und Kenntnisse                Richtwerte\nNr.                                                                                                 in Monaten\n---- ----------------------------------1-----------------------1------\nb) Kenntnisse der aUgemeinen und speziellen\nphysikailischen und chemi1s.chen Eigen-\nschaften der zu untersuchenden Ausgangs-,         3\nZwischen- und Endprodukte sowie de,r\nHilfsstoffe\nc) Kenntnisse de,r einschlägigen Unfallver-\nhütungsvorschriften\nd) Probenahme und Probenvorbereitung für\nVor-, Fertig-, Hilfs- und Nebenprodukte\nvon mineralölverarbeitenden Betrieben\n2    analytische Untersuchungen                     a) Kenntnisse der chem1s,chen und physika-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b)                      lischen Vorgänge bei de1r Durchführung\nvon Ana,lysen- und Untersuchungsmetho-\nden\nb) Bestimmen der zur Kennzeichnung von\nVor- und Fertigprodukten erfoDderlichen\nAna1lysendaJten nach den Normen des Deut-\nschen Normenausschusisers (DIN-Normen),\nnach den Normen der American Society for          6\nTesting and Materials (ASTM-Normen),\nnach den Normen des Institute of Petroleum\n(IP-Normen) und nach anderen Normen\nc) analytische Untersuchungen der Hilfs- und\nNebenprodukte von mineralölvmarbeiten-\nden Betrieben\nd) Durchführen von Analysen zur Dbe,rwa-\nchung der Endprodukte\n3    physikalische Untersuchungen                    a) Kenntnis:Se     der   physika,lischen Grund-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe c)                     begriffe\nb) Kenntnilsse der Grundzüge der Spektral-\nphotometriie\nc) Bestimmen und Messen von Dichte, Siede-\npunkt, Schmelzpunkt, Viskosität, Viskosi-\ntätsindex, Fließ- und Stockpunkt, Flamm-\nund Brennpunkt, Erwetchung,spunkt, Tropf-\npunkt\nd) Bestimmen und Me1ssen von Emulgie,rbar-\nkeit, KältebeständigkeH, Refraktion\ne) Ausführen von Bestimmungen und Me-s-                3\nsiungen der Photometrie, Potentiometrie,\nKonduktometrie, dead-stop-Titrationen\n4     Verbrennungswärme, Heizwert                    a) Kenntnisse der exothermen und der endo-\nvon Brennstoffen                                    thermen Vorgänge\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d)                 b) Kenntnisse der Verbrennungswärme und\ndes Heizwerts, ihrer Berechnung aus den\nkalorischen Daten und ihrer Umrechnung\nauf verschiedene Bezugsbasen\nc) kalorimetrisches Bestimmen von Verbren-\nnungswärme und Heizwert","Bundesgeselzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nLfd.                           Teil des                                        zu vermittelnde Fertiqkeiten\nNr.            1\\ 11~;li i ld 11 nqsi>eru f shildns                                  und Kenntnisse\nRichtwerte\nin Monaten\n---.. - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - -\n5       Güsctin<llyse                                               a) Kenntnisse der chemischen und der physi-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe e)                                 kal,ischen Vorgänge\nb) Kenntnisse der Arten und der Funktion der\nerforderlichen Geräte\nc) Bestimmen von Kohlendioxid, Kohlen-\nmonoxid, Wasserstoff, Schwefelwasiser-\nstoff, Schwefeldioxid\n----------~---------------------',-----------------------1\n6       Chromatographi,e                                           a) Kenntnisse der physikailischen und der                     3\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe f)                                 chemischen Vorgänge\nb) Kenntnisse der Grundzüge der Gaschroma-\ntographie\nc) Kenntnisse der Grundzüge           der   Säulen-\nchromatographie\nd) Untersuchen von Kohlenwasserstoffgemi-\nschen mit Hiilfe der Gaschromatographie\ne) säulenchromatographische Arbeiten\n7      Destillieren                                                a) Kenntnisse      der   physikaliischen     Grund-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe g)                                 beg,riffe\nb) Kenntnisse des Begriffs und Zwecks frak-\ntionierter Dest,ilLationen\nc) Kenntnisse verschiedener           Destillations-          3\napparaturen\nd) Ausführen fraktionierter Desti:Uationen\ne) Durchführen von Siedeanalysen\nf) Anfertigen und Lesen von Siedediagram-\nmen\n3. Fachrichlung Steinkohlen-Bergbau:\ngrundlegende Materialkenntnisse                             a) Kenntnisse de,s Vorgangs der Inkohlung\nund -vorbereitung                                               und der Produkte der Inkohlungsreihe\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe a)\nb) Kenntnisse der Klassifizierung der Stein-\nkohle nach Arten\nc) Kenntnisse des Aufbaus der Steinkohle\nd) Kenntnisse der Einteilung von Steinkohle\nund Koks nach Sorten\ne) Kenntnisse der Grundzüge des Unterta,ge-\nbe,tüebs einer Zeche einschließli,ch der\nWas,serhaltung und Grubenbewetterung\nf) Kenntnisse der Grundzüge de1s Ubertage-                  2\nbetriebs einer Zeche einschließlich Kraft-\nwerk, Aufbereitung, Wäsche, Kokerei,\nKohlenwertstoffanlagen, Brikettfabrik\ng) Kenntnisse der einschlägigen Unfallver-\nhütungsvorschriften","Nr. 68      Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                         1383\nzu vermittelnde Fertigkeiten          zeitliche\nLfd.                     Teil des\nRichtwerte\nNr.          /\\ uslii ldunqsbcru fsbildes                           und Kenntnisse\nin Monaten\n--- --------------------\\-----------------------1-----\nh) Pr,obenehmen und Vorbereiten der Probe\nfür Brenns,toff e, Gas,e, Kohlenwertstoffe,\nSteinkohlenteer, Schmierstoffe, Wässer,\nHilfsstoffe\n------------·--··--------          -----·------------.----------------------'---------\n2     Tmmedic1tc1nalyse von festen Brenn-          a) Kenntnisse der normalen und der ballast-\nstoffen                                          reichen Brennstoffe\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe b)               b) Kenntnisse der Bezugsbasen Rohkohle, luft-\ntrockene, wasserfreie, wasser- und asche-\nfreie Kohle sowie wasser- und mineralstoff-\nfreie Kohle für die Berechnung von Unter-         1\nsuchungsergebnissen\nc) Bestimmen des Gehaltes an Wasser, Asche      \\\nund flüchtigen Bestandteilen von Flözkoh-\nlen, Stückkohlen, Kokskohlen, Bergen,\nWaschprodukten, Abgängen\n3     Verbrennungswärme, Heizwert                  a) Kenntnisse der exothermen und der endo-\nfester Brennstoffe                               thermen Vorgänge\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe c)               b) Kenntnisse der Verbrennungswärme und\ndes Heizwerts, ihrer Bere.chnung aus den\nkalorischen Daten und ihrer Umrechnung            2\nauf verschiedene Bezug1sba:sen\nc) kalorimetrisches Bestimmen von Verbren-\nnungswärme und Heizwert fester Brenn-\nstoffe\n4     Elementarzusammensetzung              von    a) Kenntni,sse der Elementarzusammensetzung\nBrennstoffen                                     von Kohle und Koks\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe d)               b) Kenntnisse des Chemismus von Verbren-\nnungsvorgängen\nc) Bestimmen des Gehaltes an Kohlenstoff,\nWasserstoff, Stickstoff und Schwefel\n5     mineralische         Begleitstoffe     der    a) Kenntnisse der mineralischen Begleitstoffe\nKohle                                            der Kohle und ihrer Wandlung beim Ver-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe e)                  brennungsvorgang\nb) Kenntnisse     des    Schmelzverhaltens  der\nAsche            \\                                 2\nc) Bestimmen des Gehaltes der Brennstoff-\nasche an Siliziumdioxid, Eitsen (III)-Oxid,\nAluminiumoxid, Calciumoxid, Magnesium-\noxid, Schwefeltrioxid, Phosphorpentoxid,\nNatriumoxid, Ka,liumoxid, Titandioxid\n6     Verhalten von feisten Brennstoffen            a) Kenntnisse der Grundzüge der Verkokung\nbei der Verkokung und bei der                     und Schwelung\nSchwelung                                     b) Kenntnisse der Grundzüge der thermischen\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe f)                   Zersetzung","1384                                Bundesgesetzblartl, Jahrgang 1974, Teil I\nLfd.                 Teil des                              zu vermittelnde Fertiqkeiten          zeitliche\nNr.          A ushildunqsberufsbildes                            und Kenntnisse                Richtwerte\nin Monaten\nc) Kenntnisse der Dilatation der Kohle\nd) Ermiitteln des Ausbringens an Koks und\nKohlenwertstoffen\n7      Untersuchung von Kol{JS                  a) Kenntnisse der Verwendung von Koks im\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe g)               Ei,senhüttenbetrieb, in der Gießerei und in\nVergasungsbetrieben sowie der sich daraus\nergebenden Güteanforderungen\nb) Bes,tiimmen des Geha'1tes an Wasser, Asche,\nFlüchtigen Bestandteilen und Schwefel\nc) Bestimmen der Dichte, des Schüttgewich-\ntes, der Trommelfostigkeit\n8     Gas,analyse                               a) Kenntnisse der chemischen und der physi-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe h)               kalischen Vorgänge\nb) Kenntnisse      der Zusammensetzung von\nKoksofen-, Rauch- und Generatorgas, der\nExplosions,grenzen von Gasgemischen und\nvon Gasen unter Tage\nc) Durchführung von Gasana,lysen mi,t dem\nOrsat-Gerät, dem Ga,schromatographen\nund mit physikalisch-chemischen Meßge-\nräten\nd) Bestimmen des Gasheizwertes mit dem\nJunkers-Kalorimeter und der Gasdichte\nnach Bunsen-Schilling und Dumas                   2\ne) Untersuchen des Koksofengase,s auf Tau-\npunkt, Sauerstoff, Schwefelwa,sserstoff,\norganisch gebundenen Schwefel, auf Am-\nmoniak, Cyanwasserstoff, Stickstoffmon-\noxid, Naphthalin und Gasbenzol\n9      Gasreinigung                             a) Kenntnisse der Wirkungsweise der trok-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe i)               kenen und der naissen Gasreinigung\nb) Bestimmen des Wassers und des Schwefels\nin der Gasreinigungsmasse\nc) Untersuchen der Wa,schlösungen\n10      Untersuchung von Kohlenwertstof-          a) Kenntnisse des Teers als Rohstoffbasis, der\nfen                                          Zusammensetzung und Aufbereitung von\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe k)               Teer und Teerfraktionen sowie der Gewin-\nnung von Ammoniak und Benzol\nb) Durchführen von Siedeanalysen von Ben-\nzolvorerzeugnissen, Rohbenzol, Benzol-\nwaschöl, Teer\nc) Bestimmen von Ammoniak, Schwefelwas-\nserstoff, Kohlendioxid, Phenol, Pyridin,           2\nBlausäure in Ammoniakwasser\nd) Bestimmen von Phenol und Pyridin im\nLeichtöl","Nr. 68    Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                                       1385\nzeitliche\nLfd.                      Teil des                              zu vermittelnde Fertiqkeiten\nRichtwerte\nNr.          A usll i ld unqsberufsbildes                             und Kenntnisse\nin Monaten\n---·----1------·--·---------------~---1-----------------------1------\ne) Untersuchen der Schwefelsäure, des Sät-\nti,ge,rbades und des Sa,lzes im Ammoniak-\nBetrieb\nf) Untersuchen von Waschöl\n1l    Steinkohlen teer                              a) Kenntnisse der Gewinnung und der Ver-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe I)                    wendung von Pech\n½\nb) Bestimmen des Erweichungspunktes von\nPech und des Pechgehalte,s von Briketts\n12    Schnüersloffuntersuchung                      a) Kenntni,sse der allgemeinen und spezieUen\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe m)                    Eigenischaft,en von Schmierstoffen\nb) Bestimmen physikaiLischer Eigenschaften,\ninsbesondere von Dichte,             Viskosität,\nflamm-, Fließ- und Tropfpunkt, NeutrnHsa-\ntions- und Verseifungszahl, sowie Alte-\nrungs,t'es,t und Harztest\n13    Ke,ssel,spe,isewasseir, Gruben         und    a) Kenntnisse des Begriffs deT Härte und der\nAbwässer                                          Korrosion\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabt~ n)\nb) Kenntnisse der löslichen Begleitstoffe des\nWassers\nc) Durchführen von Ana1ysen nach einschlä-\ngigen Vorschriften\n14    Hi11fs-stoff e                                a) Kenntnisse de,r mineralischen Baustoffe,\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe o)                    insbesondere de s Ka·lks und des Kalkmör-\n1\ntels, des Zementes und des Betons\nb) Kenntniisse der Mittel zur Wasserreinigung,\ninsbesondere des Kalks, der Soda, der\nIonenaustauscher, des Kochsalzes und der\nPhosphate\nc) Kenntnisse der Korrosionss-chutzmit,tel\nd) Kenntnisse des Explosionsschutze,s unter\nTage, · i1nshe,sondere der Ge,steins,st,aub-\nSperren und der Gesteinsstaub-Streuung                          2\ne) Kenntnisse der Metalle und ihrer Legierun-\ngen, der Stahlsorten, der Hartmet,all-Legie-\nrungen, des Rotgusses, des Messings, der\nLage.rmeta,He und des Lötzinns\nf) quantiita,tive Untersuchungen eines Zemen-\ntes auf seinen Gehailt an Eisen (III)-Oxid,\nAluminiumoxid, Ca.lciumoxid und Magne-\nsiumoxid\ng) Bestimmen des Gehaltes eines Gesteins-\nstaubes an brennbaren Bestandteilen\n----'-----------···--------..:..._                  _____________________ _____                          ...;......","l3C6                                   Bundes,gesietzblaH, Jahrgang 1974, Teil I\nLfd.\nzeitliche\nTeil des                                zu vermittelnde Fertigkeiten      Richtwerte\nNr.            Aushild11 nqsbPrufsbildes                              und Kenntnisse              in Monaten\n1                          2                                                3                          4\n4. Fachrichtung Eisenschaffende und -verarbeitende Industrie:\ngrundlegende Mate,rialkenntni1sse           a) Kenntnisse der Herkunft, Zusammensetzung\nund -vorbereitung                              und mechani,schen Be,schaffenheit der in\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe a)                 Eisenhüttenwerken verwendeten Erze\nb) Kenntnisse der Vorbereitung von Erzen für\nden Hochofenprozeß durch Brechen, Klas-\nsieren, Sintern\nc) Kenntnisse der Zusammensetzung, Eigen-\nschaften und Wi rkung der Zuschläge für\n1\nRoheisen- und Stahlhersteillungsverfahren\nd) Kenntnisse der Bedeutung der Schlacken\nfür den Schmelzprozeß, der Schlackenarten\nund der -weiterverwendung\ne) Kenntnisse der Brennstoffe Kohle, Koks,\nHeizöl, Koksofengas, Gichtgas, Gene,rator-\ngas, Erdgas\nf) Kenntnisse der Zusammensetzung von Ab-\ngasen und Stäuben\ng) Kenntniisse der Funktion und Wirkung der\nSchmiermitte,}\nh) Kenntnisse der e,inschlägigen UnfaHverhü-\ntungsvorschriften\ni) Kenntnisse der Kühlung, Gasreinigung,\nSchlackengranulaHon, Ents,ailzung und der\nAbwasserreini,gunig\nk) Kenntnisse der Arten von.Roheisen\n1) Kenntnisse der Stahlsorten na,ch Herstel-\nlung und Verwendung, insbesondere de s   1\nSiemens-Martin-Stahls sowie des Thomas-,\nOxygen- und Elektrostahls\nm) Kenntnisse der Ferrolegierungen und der\nDesoxida ti onsmittel\nn) Kenntnisse der Nichtei1sen-Met1alle    (NE-\nMetalle) und ihrnr Legierungen\no) Kenntnisse der Korrosion und de1s Korro-\nsi,onsschutzes\np) Vorbereiten von Erz- und Schla,ckenproben\nbiis zur Ana1lysenfeinhei1t\nq) Durchführen von Siebanalysen\n2       Probenahme und Probenvorberei-              a) Kenntni,sse der Gase, Schmiermittel, flüs-\ntung                                            sigen Brennstoffe und Wässer\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe b)\nb) Klopfen, Bohren, Fräsen, Trennschle,ifen\nund Schleifen von Erzen, Zuschlägen,\nSchlacken, Kohle, Koks, Roheisen, Stahl,\nFerrolegierungen, NE-Metallen, Legierun-\ngen","Nr. 68          • Tug der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                           1387\nzeitliche\nLfd.                      ·rcil des                                       zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.         /\\ ush i I du nqslH: r11 rs h i !des                                  und Kenntnisse             in Monaten\n3    Erze, Zuschlüge und Schlacken                          a) Kenntnisse der chemischen Vorgänge bei\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe c)                             der Analyse von Erzen, von Zuschlägen\nund von Schlacken\nb) Bestimmen des Wassergehaltes und des\nGlühverlustes von Erzen, Bestimmen von\nEisen, Mangan, Phosphor, Schwefel, Sili-\nziumdioxid, AJuminiumoxid, Titandioxid,\nCalciumoxid und Magnesiumoxid in Erzen\nc) Bestimmen von Calciumoxtd, Magnesium-\noixd, Eisen (HI)-Oxid, Aluminiumoxid und\n5\nKohlendioxid in Kalkstein und Dolomit\nd) Besvimmen von Siliziumdioxid, Aluminium-\noxid, Titandioxid, Calciumoxid, Magne-\nsiumoxid, Ge,samteisen, Phosphor und\nSchwefel in Schlacken\ne) Bestimmen der Gesamtphosphorsäure und\nder citratlöslichen Phosphorsäure in Tho-\nmasschl,acke\nf) Durchführen von Berechnungen, insbeson-\ndere der Basizität von Schlacken\n4    Roheiisen, Stahl und Feirrolegie-                      a) Kenntnisse der chemischen Vorgänge bei\nrungen                                                     der Analyse von Roheisen, St,ahl und Ferro-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe d)                             legierungen\nb) Bestimmen von Gesamt-Kohlenstoff, Sili-\nzium, Mangan, Phosphor, Schwefel und\nKupfer in Roheisen\nc) Bestimmen von Kohlenstoff, Silizium, Man-\ngan, Phosphor, Schwefel, Kupfer und Stick-\nstoff in unlegi,erten Stählen                      4\nd) Bestimmen von Kohlenstoff, Silizium, Man-\ngan, Phosphor, Schwefü.I, Chrom, Kobalt,\nKupfer, Nickel, Molybdän, Titan, Vanadium\nund Wolfram in legierten Stählen\ne) Bestimmen von Hauptbestandteilen in Fer-\n.eyl,c1 u\\:.lc„   insbesondere von Kohlen-\nstoff, Siiliizium, Mangan, Phosphor, Schwe-\nfel, Chrom, Koba!U, Kupfer, Nickel, Molyb-\ndän, Titan, Vanadium und Wolfram\n5    Ni1chtei1sen-MetaHe und ihre Le1gi,e-                  a) Kenntnisse der chemischen und der physi-\nrung,en                                                    kahschen Vorgänge bei de,r Ana,lyse von\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchst,ahe e)                            Nichteisen-Metallen und ihren Legierungen\n1½\nb) Bestimmen von Kupfer, Eisen und Silizium\nin AliumhümnmetaH, von Kupfer, Blei, An-\ntimon und Zinn in La,germe,tallen und von\nKupfer, Zinn und Zink in Bronzen\n6    Brennstoffe, Sch,niermiittel, Gase                     a) Kenntnisse der chemischen und dm physi-\nund Wäs,ser                                                ka,Hschen Vorgänge bei der Analyse von\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe f)                             Kohle, Koks, flüssigen Brennstoffen, Gasen\nund Wässern","1388                                          Bundesgesetzblatt, Jd.hrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nLfd.                         TPil des                                  zu vermittelnde Fertiqkeiten            Richtwerte\nNr.            /\\ 11sl1i ld 1111qsberufsbi !des                             und Kenntnisse                   in Monaten\n-- - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - -\nb) Bestimmen von Wasser, flüchtigen Bestand-\nteilen, Asche und Schwefel in Kohle und\nKoks\n2½\nc) Durchführen von Elementaranalysen und\nvon Berechnungen des Heizwertes von\nKohle und Koks\nd) Bestimmen des Wassergehaltes, der Dichte,\nder Viskosität und des Flammpunktes von\nflüssigen Brennstoffen und Schmiermitteln\ne) Bestimmen der Neutralisationszabl und der\nHärte des Wassers\nf) Bestimmen der Alkalität\n7       chemisch-physika,1,ische und physi-                a) Kenntnisse der Anwendung chemisch-phy-\nkaH1s,che Verfahren                                    sikalischer und physikalischer Untersu-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe g)                         chungsverfahren und der Geräte\nb) Kenntnisse des Aufbaus von Spektrogra-\nphen, Luft- und Vakuumspektrometern\nc) Kenntnisse der Erzeugung uncl der Eigen-\nschaften von Röntgenstrahlen\nd) Kenntnisse des Aufbaus von Sequenz- und\nSimultangerälen\ne) Kenntnisse der Probenbeschaffenheit\nf) Kenntnisse der Einflüsse der Probenvorbe-\nreitung und des äußeren und inneren Stan-\ndards\ng) Durchführen von potentiometrischen und\nPolarisationsspannungstilrationen, Messen            4\nder Wasserstoff-Ionen-Konzentration (pH-\nWert)\nh) Durchführen von coulometrischen Messun-\ngen\ni) Durchführen von elektrolytischen und po-\nlarographischen Analysen\nj) Durchführen von photometrischen Analy-\nsen\nk) Durchführen von gaschromatographischen\nBestimmungen\n1) Arbeiten mit Flammenphotometern, Atom-\nabsorption, Spektralanalyse\nm) Durchführen von Röntgenfluoreszenzanaly-\nsen\n5. Fachrichtung Nichteisen-Metall-Industrie:\ngrundlegende Ma tl~ri,a,lkenn tnisse               a) Kenntnisse der Herkunft, Zusammenset-\nund -vorbeireitung                                     zung und Aufbereitung der wichtigsten in\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe a)                         Metallhütten zur Verarbeitung gelangen-\nden Erze und Zuschläge","Nr. 68           Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                           1389\n--- ----,--------····-------------------------------c,---------------------------;-----\nzeitliche\nLfd.                      Teil dPs                                         zu vi:rmittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.          A usiJ i ld tlfl qslH,ru fslJ i ]des                                      Kimntnisse             in Monaten\n~ ·-· \"---·--- ----·-·----,----------- - - - - - - - - - - - - 1 - - - - - -\nb) Kenntnisse der BeschaHenhei,t und Verwen-\ndung der verschiedenen Arten von Kohlen,\nKoks, Heizöl und Brennga1sen für met,allur-\ngi,sche Zwecke und für die Energieerzeu-\ngung\nc) Kenntnisse der Eigenschaften der in der\nNE-Metall-Industrie gebräuchlichenSchmier-\nöle und -fette\nd) Kenntnisse der Anforderungen an das in\nder NE-Meta 11-lndustrie zu verwendende\n7\nvVasser\ne) Kenntni,sse der Abwässer\nf) Kenntnisse der Reinheitsgrade und Normen\nfür die wichtigsten NE-Metalle und -Le-\ngierungen\ng) Kenntnisse der Eigenschaften der technisch\nwichtigs,ten NE-Metalloxide und --salze\nh) Material vorboreitung\ni) Vorbereiten von Proben von Erzen, Schlak-:-\nken und Met,aHen im Laboratorium bis zur\nAnalysenfeinheit\nk) Probenehmen von Lösungen, flüssigen\nBrennstoffen, Schmi,ermiUe,ln und Gasen\n1) Durchführen von Siebanalys,en\n2      Erze, Zuschläge unid Schlacken                        a) Kenntnisse der chemi:schen und der physi-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe b)                             kalischen Vorgänge bei der Analyse\nb) Bestimmen von Eisen, Mangan, Kupfer,\nBlei, Arsen, Zinn, Antimon, Nickel, Kobalt,        3\nZink, Titan, Schwefel, Phosphor, SHizium-\ndioxid, Cakiumoxid, M,agnesiumoxid, Alu-\nminiumoxid, Schwefeldioxid, Kohlendioxid,\nHalogen\n----'-------------------'--------------------------:--------------\n3     Brennstoffe, Schmiermi~,te:l, Ga,se                    a) Kenntnisse der chemischen und der physi-\nund Wässer                                                 kahschen Vorgänge bei der Analyse\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe c)                        b) Be,stimmen von Wa,sser, flüchtigen Bestand-\nte,i,len, Asche, Heizwerten und Schwefel in\nKohle und Koks\nc) Bestimmen von Dichte, Flamm- und Brenn-\npunkt, Vi1skosität und Heizwert von flüssi-\ngen Brnnnstoff en\n2½\nd) Be,sitimmen von Viskosität, Wasser, Dichte,\nSäurezahl, Tropfpunkt und Asche von\nSchmiermitteln\ne) Bestimmen der Was-serstoff-Ionen-Konzen-\ntration (pH-We,rt), Alkalität, Härte, Sauer-\nstoff, Chlor und Sulfat in Wäs:sern\nf) Beistimmen von Kohlendioxid, Kohlenmon-\noxid, Schwefeldioxid und Sauerstoff in Ga-\nsen","1390                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nLfd.                         Teil des                                 zu vermittelnde Fertigkeiten\nNr.              J\\ uslJi ld u nqslwrufsbildes                              und Kenntnisse\nRichtwerte\nin Monaten\n-- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - , - - - - 1 - - - - - -\n4\n4        NichteLsen-Metailloxide und -s,alze             Kenntnisse der chemischen und der physikali-                     2\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe d)                  schen Vorgänge bei der Analyse\n5        Metalle und Legierungen                         a) Kenntnisse dm che.miischen und der physi-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe e)                      kalirschen Vorgänge be,i der Ana,lyse\nb) Bestimmen von Kupfer, Zinn, Blei, Zink,\nfü,sen, Ma,ng,an, Aluminium, Nirckel und\nPhosphor in Kupfer und Kupferlegierungen\nc) Bestimmen von Kupfeir, Blei, Antimon, Zinn,\nWismut, Arsen, Si,lber, Zink und Eisen in\nLagerweißmetallen und Loten\nd) Bestimmen von Magnesium, Silizium, Kup-\nfer, Eisen, Mangan, Zink, Nickel und Titan                  3½\nin Aluminium und Aluminiumlegierungen\ne) Bestimmen von Zink, Mangan, Aluminium\nund Kupferr in Magnesium und Magnesium-\nLegi,e,rungen\nf) Bestimmen von Nickerl, Kupfer, Mangan\nund Zinn in Nickel und NickeUe.gierungen\ng) Be,stimmen von Kohlenstoff, Silizium, Man-\ngan, Phosphor und Schwefel in unlegi,erten\nStählen und in Guße,i1sen\n6. Fachrichtung Si 1i k a t in du s tri e ( E m a i 1-, Feuer fest - ,\nGlas- und Keramikindustrie):\ngrundlegende Ma:teriralkenntniisse              a) Kenntni,s,se der Be.griffe Keramik, feuer-\nund -vorbere.itung                                  foste Stoffe, Glas, Email und Glasur sowie\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 6 Buchstabe a)                      der Brennverdichtungen durch Schmelzen,\nSintern, Fritten\nb) Kenntnisse der Mehrstoffsysteme\nc) Kenntni,s,se der Vorkommen, Zusammenset-\nzung und kennzekhnenden Eigenschaften\nder für die Silikatindustrie wichtigsten\nStoffe, insbesondere: Tone, Kaolin, Scha-\nmotte, Sillimanit, Feldspat, Pegmatit,\nSpeckstein, Talkum, Quarz, Chromeisen-\nstein, Kalkstein, Dolomit, Ma,gnesi1t, Soda,\nPottasche, Natriumsulfat, Kaliisalpe,ter, Na-\ntronsalpeter, Flußspat, Kiesel-Borax, Bor-\nsäure, Bleioxide, Zinkoxide, Farboxide,\nHaftoxide\nd) Kenntnisse der Färbungs- und Entf ärbungs-\nmittel in der Glasindustrie\ne) Kenntnirsse der br,anchenüblichen Maschi-                      3\nnen, Trockenanlagen und Ofen\nf) Kenntnisse der Beschaffenheit und Ver-\nwendung der Erzeugnisse\ng) Kenntnisse der Eigenschaften der Brenn-\nstoffe","Nr. 68       Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                            1391\nzu vermittelnde Fertigkeiten           zeitliche\nLfd.                        'foil des\n/\\ usbi ld u nqslH\\ ru lsbildes                             und Kenntnisse                 Richtwerte\nNr.\nin Monaten\n---·-····- --------------- - - - - - - - · - - - - - · - 1 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 - - - - -\nh) Kenntni:sse des Einflusses hoher Tempera-\nturen auf die Qualität\ni) Kenntniisse der Herste,llung und der Eigen-\nschaften von Stahl und Gußeisen\nk) Kenntni,sse der einschlägigen UnfaHverhü-\ntungsvorschriften\n1) Umgehen mit Tempe,raturrneßgeräten und\nMessen hoher Tempemituren\nm) Aufbereiten und Verarbeiten von Schlak-\nke.n, WassergLas und Tonerde,schmelzze-\nment für die Feuerfestindusitrie\n----,---------------------------------,,----------------------,------\n2         Probenahme und Probenvorberei-                 a) Kenntni,s,se der Probenahme und ihrer Be-\ntung                                               deutung\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 6 Buchstabe b)                                                                          4\nb) Feinzerkle.inern für analytische Zwecke\nc) HersteHen von Prüfkörpern\n3         physikaliische Untersuchung en       1\na) Kenntnisse der physikalischen Grundbe-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 6 Buchstabe c)                     griffe\nb) Durchführen von Sieb-, Schlämm- und Se-\ndimentationsanalysen, SchlickerkontroHen,\nSchwindungs- und Dickenmessungen, Span-\nnungsprüfungen, potentiometrischen und\nkolorimetdschen Bestimmungen\nc) Mikroskopieren sowi,e HersteUen von Prä-              3\nparaten für mikroskopische Untersuchun-\ngen\nd) Bestimmen von Pla,stiz~tätszahl, Dichte,\nSchütt- und Rüttelgewicht, Porosität, Gas-\ndurchlässigkett, Wärme,ausdehnung, Roh-\nbruch-, Druck-, füege-, Feuer-, Härte- und\nAbriebfostigkeit, Druckfeuer- und Tempe-\nraturwechselbe,ständigkeit\n4         chemis,che Untersuchungen                       a) Kenntnisse der chemi,schen und der physi-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 6 Buchstabe d)                     kaili,s-chen Vorgänge bei der Durchführung\nvon quail:.itativen, quantiitativen und ratio-\nneHen Analysen\nb) Prüfen der. hydrolytischen Beständigkeit\nsowie der Säure- und Laugenbeständigkeit\nvon Gläsern\nc) Unterisuchen der Säurelöslichkeit von säu-\nliefosten Baus,toffen\nd) Durchführen von Aufschlußverfahren und\nLösungsvorgängen, gravimetri,schen und\nmaßanalytischen Bestimmungen, einfachen\nGasanalysen und Heizwertbestimmungen\nsowi,e von Korrosionsbeständigkeitsprüfun-\ngen","1392                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nLfd.                   Teil des                               zu vermittelnde Fertigkeiten            zeitliche\nNr.            Aus bildunqs berufs bildes                           und Kenntnisse                  Richtwerte\nin Monaten\n--\n1                         2                                               3                              4\n5        präparative1s Arbeiten                    a) Ansetzen von keramischen Massen und\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 6 Buchstabe e)                Gl:asmengen für Versuchszwecke                     1½\nb) Durchführen     von    Versuchsbränden    und\n-schmelzen\n7. Fachrichtung    Nahrungsmittel-lndustri e:\ngrundlegende Ma{eri,alk enntnisse          a) Kenntnisse der Herkunft und der Zusam-\nund -vorbereitung                             mensetzung von Lebensmitteln\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe a)\nb) Aufbewc1hren der Lebensmittel vor und\nnad1 der airnlytischen Untersuchung\n2        botanische Ubungen                        Kenntnisse der Gütekla,sse und des Werte,s\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe b}            pflanzlicher Lebensmittel a,ls Erndprodukte und\nals Rohstoffe für die Herstellung von Lebens-\nmitteln\n4\n3       physikalische      und      biologische    a) Mikroskopieren\nGrundfertigkeiten der Bakteriologie\nb) Durchführen      bakteriologischer    Untersu-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe c)\nchungen\n4       Betriebshygiene                            Kenntni,sse der einschlägigen Vorschr.iften des\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe d)            Hygieneschutzes in Gesetzen und Verordnun-\ngen\n5       Bes'1immen der Haupfüestm1dteile           a) Kenntnisse der chemischen und der physi-\nvon Lcbensmil.teiln                            kalischen Vorgänge\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe e)            b) Wasserbestimmungen, insbesondere Be-\nstimmen des Wassergehaltes durch Trock-\nnen bei bestimmten Temperaturen, durch\nDe,stillation mit Xylol lrnd durch Titration\nnach Karl Fischer\nc) Eiweißbestimmungen, insbesondere Bestim-\nmen von Stickstoff nach der Kjeldahl-\nMethode, Bestimmen des Eiweißgehalts\ndurch enzymatische Analyse, Durchführen\ngasam1lytlscher Bestimmungen von Ami-\nnogruppen und freien Aminosäuren                     3\nd) Feittbestimmungen, insbesondere Bestim-\nmen des Fettgehaltes durch Extraktion und\nAufschluß nach Soxhlet, Großfeld, Stoldt\nund Gerber\ne) Durchführen von Zucker- und Stärkebe-\nsti:mmungen\nf) Durchführen polarimetrischer, maßanalyti-\nscher, gewichtsanalytischer und enzymati-\nscher BestiinmungEm von Glukose, Galak-\ntose und Laktose\ng) Durchführen von Rohfaserbestimmungen,\ninsbesondere nach Weender und Scharrer","Nr. 6B      Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                           1393\nzeitliche\nLfd.                     Teil cfos                                 zu vermittelnde Fertigkeiten\nRichtwerte\nNr.          A mdi i ld u nqslieruf sbildes                               und Kenntnisse              in Monaten\n6    Besti.rnrnrm von Mineralstoffen in              a) Bestimmen von Minernl,stoffen und ihrer\nLebonsrnitteln                                       Alkalität\n(§ 3 J\\bs. 2 Nr. 7 Buchstabe f)\nb) Durchführen 'quantirtative,r photometri,scher\nBe,stimmungen von Arsen, Thallium, Kup-\nfer, Blei, Quecksiilber, Eisen und Fluor\nc) Durchführen flammenphotometrischer Be-\nstimmungen von Natrium, Kahum und Cal-\ncium\n7    Be,sitim1rnm von Säuren in Lebens-              a) Bestimmen der Essigsäure, der Buttersäure-           3\nmirt:teln                                          - zahl und der Gesamtzahl der niedrigen\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe g)                       Fettsäure\nb) chromatographisches Trennen von Genuß-\nsäuren\n8    Be,sitimmen de,r Vitamine A, D, E               a) Bestimmen von Vitamin C nach Tillmanns\nundC                                            b) Bestimmen der Vitamine A, D und E nach\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchstabe h)                       ausgewählten einfachen Methoden de,s\nDeutschen Arzneibuchs, 7. Au.Hage (DAB 7)\n9    Dur-chführen be,sonde,re,r Unter-               a) Milch: insbesondere Prüfen wuf Schmutz,\nsuchungen e:inze,lner Lebensmitteil-                 bakte,riologi-siche Untersuchungen, Mikros-\nairben und Gebraiuchsge,gens.tände                   kopieren, Bestimmen der Dichte mittels\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 7 Buchs-labe i)                      Ladodensimete.r, de,s Fettgehaltes niach\nGerber und der Lichtbrechung de,s Chlor-\nkalziumserums, Berechnen der Trocken-\nmass,e, Prüfen auf Nitrat und auf Erhitzung,\nReduktase,probe, Erniedrigen de,s Gefrier-\npunkts, Bestimmen des Säuregrades nach\nSoxhlet-Henkel\nb) Miilichpulver: insbesondere Analysen des\nFeuchtigkeits- und des Milchzuckergehaltes,\nBeistimmen deir Wassers,toff-Ionen-Konzen-\ntration (pH-Wert), Schmutzbestimmung\nc) Fleisch- und Wurstwaren: insbesondere\nNachweis v-erbotener Zusätze in Fle,isch-\nextrakt, Flei s,chbrühwürfoln und kochferti-\n1\ngen Suppen, Bestimmen des Kreatin-\ngehaltes\nd) Butter, Marg,arine und Käse: insbe,sondere\nNachweis fremder Fa,rbstoffe, Nachweis\nvon Frischhaltungsmiitteln\ne) Speirsefoute, -öle und Glycerin: insbesonde-\nre Bestimmen von Schme,Izpunkt, Säure-\nzahl, Verrseifungszahl, Jodzahl, Hydroxy-\nzahl, Peroxidzahl nach den Standardme-\nthoden, Nachweis von Seeti,erölen nach\nTortelli-Jaffe, Bestimmen der Fettsäurezu-\nsammensetzung durch Chromatographie,\nDurchführen .enzymatiischer Bestimmungen\nfreien Glycerins                                    8","1394                                       Bllnd(-)S,~Jes,elzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nLfd.                      Teil des                                      zu vermittelnde Fertiqkeiten\nRichtwerte\nNr.            ;\\ ushi ldt1nqs!Je1 ufsbildes                                  und Kenntnisse\nin Monaten\n---------------------------1--\nf) Back- und Teigwaren: insbesondere Be-\nstimmen der Lecithinphosphorsäure und\nNachweis von künstlichen Färbungen\ng) Backpulver: insbesondere Bestimmen der\nwirksc1men Kohlensäun\nh) Honig: insbesondere Prüfen auf Stärke-\nsirup und kün,;tlichc·11 Invertzucker, Tan-\nninfällung nach Lnncl Püifen cnif Diastase\nnacb A uzinqcr\ni) Obsterzeuqnissi : i ns 1,csundut' Prüfen auf\nStärkesirupzu'.,dtl. a-ur künstliche Färbung\nund auf Zusa:.:2      kl11e,-;U;1 hen, Süßstoff\ninsbe.sondere Nach-\nl) TrinkwassPr -       insLe,,oncke        Bestimmen\nder Wi:lsserst.off-Innen-Konzcntrution (pH-\nWert). des Trocken- l!nd Ghihrückstandes,\nder Gesamthärte und de:· Karbonafoärte,\nder freien und aggressiven Kohlensäure,\nBestimmen von Chlorid, Sulfat, Eisen, Man-\ngan, Blei, Kupfer, Zink, J'-umnonium, Nitrit\nund Nitrat\nm) HersteUen von Nährgel-atine und Nährlö-\nsungen, nach Eijkmen und Endo-Agar für\nbakteriologische Un1ersuchungen des Was-\nsers\nn) Be,stimmen der Blei- und Zinkabgabe an\n4 0/o-ige Essigsäure bei Trink- und Koch-\ngeschirre:n oder anderen Gebrauchsgegen-\nständen\n8. Fachrichtun~J G Pt r J n k c - Industrie :\ngrundlegende         Mc1,ler i•a1lkenntniss,e\n1\na) Kenntnisse der Zusmnmensetzung von Ge-\nund -vorbmei,tung                                       tränken und der HerkunH der Rohstoffe\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe a)\nb) Aufbewahren der Getränke vor und nach\nder analyüschen Untersuchung\n2      botanische Ubungen                                  Kenntnisse der Güteklasse und des Wertes\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe b)                     pfLanzHcher Rohstoffe für die Getränkefabri-\nka,t,ion\n3       physikalische          und      biologiische        a) Mikroskopieren\nGrundfertigkeilen der Bakteriologie                                                                             4\nb) Durchführen         bakteriologi,scher      Untersu-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe c)\nchungen\n------------- ------------------------ - - - - - - - - - - - ' - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1\n4       organolept.ische lJntersuchung(m                   Durchführen von organolepti,schen Qualitäts-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe cl)                   und Unterscheidung,sprüfungen an einzelnen\nGetränken\n-----'---------------------- - -     ----------------------~---------------------","Nr. fiH                Ti!g der Ausqabe: Bonn, den 5. Jul) 1974                            139S\n········•···•···-·-·•-·-···---c----------------------------\nLfd.                           Tvil d(!S                                                   zu vermittelnde Fertigkeiten            zeitliche\nNr.             /\\ t 1,,1111d1111 q .c.; li (, 1 11 I ~; b i I d (•s                             und Kenntnisse                  Richtwerte\nin Monaten\nlfolriebsh yq iP11e                                                      Kenntnisse der einschlägi gen Vornchriften des\n1\n(§ '.:! /\\hs.        Nr. H 13uchsl.dbe (')                               Hy9ieneschutzes in Gese,tzen und Verordnun-\ngen\n6     Bestirnrnen <!Pr l-fo uptbostarnHeile                                    a) Kenntnisse' der chemischen und der physi-\nvon Lelwnsmil.teln und Cetränken                                             ka!isclwn Vorgänge\n(§ :3 Alls.'.!. Nr. H Bucl1stc!lw f)\nb)                              insbesondere Be-\ns tirnrnen     Wassergehaltes durch Trock-\nnen bei bc• stimmten Temperaturen, durch\nDnst:lllation mit          und durch Titration\nnach Kdrl Fiischer\ninsbesondere Bestim-\nmPn von Stickstoff nach der Kjeldahl-Me-\nthode., Bestimmen de-s Eiweißgehaltis durch\nAnalyse, Durchführen .ga,s-\nanalytischer Bestimmungen von Amino-\ngruppen und freien Aminosäuren\nd) Fettbestimmungen, insbesondere Bestim-\nmen des Fettgehalrtes durch Extraktion und\nAufschluß nach Soxhlet, Großfeld, Stoldt             3\nund Gerber\ne) Durchführen von Zucker- und Stärkebe-\nstimmungen\nf) Durchführen polarime,trischer, maßanalyti-\nscher, gewichtsanalytischer und enzymati-\nscher Bestimmungen von Glukose, Garlak-\ntose und Laktose,\ng) Durchführen von Messungen der Viskosität\nvon Flüssigkeit,en\nh) Bestimmen des Gehaltes an Kohlensäure\nund Schwefeldioxid in Getränken\ni) Bestimmen von Enzymaktivitäten, a (al-\npha) und ß (beta) -Analyse in Malz, Be-\nst.immen von pektolytischen Enzymen in\nObstsäften\n7     Bestimmen von Minera1lstoffen in                                         a) Bestimmen von MineraLstoffen und ihrer\nLebensmitteln und Getränken                                                  AlkaLität\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe g)\nb) Durchführen quantitativer photometrischer\nBestimmungen von Arsen, Thaillium, Kup-\nfer, Blei, Quecksilber, Eisen und Fluor\nc) Durchführen Hammenphotometrischer Be-\nstimmungen von Natrium, KaHum und Cal-\n3\nciium\n8     Bestimmen der Vitamine A, D, E                                           a) Bestimmen von Vitamin C nach Tillmanns\nund C                                                                    b) Be,stimmen de,r Vitamine A, D und E nach\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe h)                                               ausgewählten einfachen Methoden des\nDeutschen Arzneibuchs, 7. Auflage (DAB 7)","1396                                Bundes,ges,etzblatt, Jahrgang 1974, Teil I\nzeitliche\nLfd.                  Teil des                                  zu vermittelnde Ferti(Jkeiten\nNr.         /\\ ushildunqslwrufsbildes                                                               Richtwerte\nund Kenntnisse\nin Monaten\n---1-----------·---------1-----------------------1------\n9    Durchführen besonderer UDJte,r-             a) Gerste, Malz, Rohfrucht, insbesondere Mais,\nsuchungen von Getränken, Roh-                   Reis, Malzflocken:\ns,toffen und Gebrauchsgiegens,tän-              aa) Probenehmen und Sortieren,\nden                                             bb) Einstellen von Schroter und Mühle,\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 8 Buchstabe i)\ncc) Malzanalyse, Bestimmen von Extrakt-\ngehalt und di,as,tatfacher Kraft, Bestim-\nmen der a (alpha)-Analyse-Aktivität\nb) Bier: branchenübliches Prüfen und Bestim-\nmen von\naa) Trübung,\nbb) StammwürzegehaU,\ncc) Stärkeabbau, Jodprobe,\ndd) Gesamtstickstoff n:ach Kjeldahl, Stkk-\nstoff mit Magnesiumsulfat fällbar,\nStickstoff mit Tannin fäHbar, Stiickstoff\nnach Sörensen,\nee) Viskosität na,ch Höppler,\nff) Schaum nach Ross und Clark,\ngg) Farbe, fütterwert,\nhh) Luft- und Sauerstoffgehalt in Ha:Schen-\nund Dosenbier\nc) We,in:\naa) Kenntnisse der amtlichen Vorschriften\nzur Bestimmung der physikailischen\nund der chemi,schen Eigenschaften von\nWeinen,\nbb) Bestimmen von\na,a,a) spezifischem Gewicht,\nbbb) Alkoholgeha'1t, Extrakt,\nccc) Zucker vor und nach der Inver-\nsion,\nddd) gesamter Säure, freier und ge-\nsamter schwefeliger Säure,\neee) Asche,\ncc) Zusatzanalysen auf flüchtiige Säure,\nWe-insäure, Ascorbinsäure, Milchsäure\nund Sorbin,säure,\ndd) Durchführen von papierchromatogra-\nphischen Untersuchungen des Weines\nzur Ermittlung des Apfe,lsäure- und\nMikhsäme-Abbaus,\nee) Durchführen von Test,s auf wärmelabi-\nles Eiweiß, auf Farbstoffe und Aus-\nscheidungen,                                    8\nff) Durchführen von Schönungsversuchen\nwie mauschönung mit Gelatine, Tan-\nnin, Bentonit, Aktivkohle, Prüfen der\nSchönungsmittel auf Reinheit,\ngg) Kenntnisse der Gärungsvorgänge,\nNachweisen von Methanol und Fuselöl,\nhh) Kenntnisse der Mängel, Fehler und\nKrankheiten der Moste und Weine","Nr. G8        Tag der Ausgabe: Bonn, den 5. Juli 1974                             1397\nzeitliche\nLfd.                           Teil des                                     zu vermittelnde Fertigkeiten         Richtwerte\nNr.               A usli i ldu t1(Jsben1fst1i lcles                               und Kenntnisse                in Monaten\n\"\"·1---------······ · - · · - - - · · · · - - - - - - 1 · - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 · - - - - -\nd) Branntwe,ine und Liköre:\naia) pyknometriische1s Bestimmen des Alko-\nhoLgehaHes durch Ubertreiben,\nbb) Nachweisen von Methanol und Fuselöl\ne) Honig:\naa) Prüfen auf Stärke und künstlichen In-\nvertzucker,\nbb) Durchführen der Tanninfällung nach\nLund,\ncc) Prüfen auf Diastase na-ch Auzinger\nf) Obsiterzeugnisse:\nPrüfen auf Zusatz von Stärkeisiirup, künst-\nlichen Farbstoffen und Süßstoff\ng) Trinkwasser und Mineralwa,s-ser:\nBe,stimmen\na,a) der Wasiser,stoff-Ionen-Konzentration\n(pH-Wert) und des Trocken- und Glüh-\nrückstandes von Kalk und Ma,gnesia,\nbb) der Gesamt- und Carbonaföärte,\ncc) der frei:en und aggres,siven Kohlen-\nsäure,\ndd) der Ionen von Chlorid, Sulfat, Ni,trat,\nNitrH, füsen, Mangan, Blei, Kupfer,\nAmmoniak, Zink\nh) Herstellen von Nährgel,atine und von Nähr-\nlösung nach Eijkmen und Endo-Aga,r für\nbakte,rio-logische Untersuchungen des Was-\nsers\ni) Bestimmen der Blei- und Zinkabgabe an\n4 °/oiige Es,s,igsäure bei Trink- und Koch-\ng,eschiirren oder a,nderen Gebrnuchsgegen-\nsitänden\n9. Fachrichtung Agrikulturchemie:\nchemi1sche Bestiimmung der Haupt-                    a) Böden: insbesondere mechanische Boden-\nbe1s,tJandtei1l,e       von Böden und                     analyse, Durchführen chemischer Unter-\nDüngemitt,eJn                                             siuchungen de,s Bodens auf seinen Gehalt\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 9 Buchs,tabe a)                           an Makronähr,stoffen und Humus, Festste,1-\nlen der Re akNonsverhäLtnis,se\n1\n4\nb) Düngemittel: insbesondere Bestimmen von\nSt,icksitoffve,rbindungen, Pho,sphor, Kailium-\nund Kafa.iumve,rbinidungen, Durchführen\nvon Untersuchungen von StaHimi,st, Jauche,\nKomposit, To:rf und andernn organischen\nDüngemittieln\n2       chemi1sche Bestimmung de:r Haupt-                    a) Futtermitte,l; insbesondere Weender-Ana-\nbeis1tarndteiHe von Futtermititeiln und                   lysen und Durchführen besonderer Metho-\nande,ren landwi,ritschaftlichen Be-                       den zur Bestimmung von Kohlehydraten,\ndiairfs1st1off ein                                        Fetten, Eiweißen und Mineralstoffen, Gär-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 9 Buchst,abe b)                           futteranalysen                                       5","1398                                  Bunde,s,g,es,eitzbl:aitit, J ahrg,a1ng 1974, Te1i,l I\nLfd.                    Teil des                                      zu vermittelnde Fertigkeiten         zeitliche\nAusbildunqsbcrufsbildes                                                                  Richtwerte\nNr.                                                                         und Kenntnisse\nin Monaten\n4\nb) andere landwirtschaftliche Beda,rfasitoffe:\ninsbesondere Analysen von Trink-, Tränk-\nund Gießwa,sse.r, Braugerste, QuaLitäts-\nweizen, -roggen und anderem Quahtäts-\ng,etretde\n3     Methoden zur Bestimmru:ng voo                    Durchführen der Papier- und Dünnschichtchro-\nSpurenelementen                                  maitograiphie, Atomabsorptions-Spektrophoto-             3\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 9 Buchs,t,abe c)                metrie, Röntg,enfluoreszenz und anderer chro-\nma:tog,mphi,scher Verfahren\n1\n4     Methoden zur Bes1t1immu1ng von                   a) Beistimmen von Wirkstoffen und Inhalts-\nWi.rks,toffen und PfLanz.enschutz-                    sfoffen in Futtermitteln\nm i:tte,J rücks tänden\nb) Durchführen der Ultravio1lett- (UV), Infra-\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe d)\nrot- (IR) und Fluoreszenzspektrophotome-\ntrie\nc) Durchführen der Säulen-, Dünnschkht- und\nGaschromatographie\nd) Durchführen kolorimetrischer, gaschroma-              6\ntog,rnphischer und andereir Verfahren\n5     radiochemi,sche Untersuchungsme-                 a) Durchführen chemischer Trennungsgänge\nthoden                                                zur IsoHerung einzelner Nukleide\n(§ 3 Abs. 2 Nr. 9 Buchstiahe e)\nb) Durchführen phys'ikalischer Meßmethoden\nfür low-levelcounting und Gammaenergie-\nmessung\nIV. Während der gesamten Ausbildungsdauer:\nArbeitsschutz und Unfallverhütung                a) Kenntnisse der einschläg,igen Arbeit:S-\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 14)                                   schutzvorschriften in Gesetzen und Ver-\nordnungen\nb) Kenntnisse der einschlägigen Vorschriften\nder Träger der gesetzlichen Unfallversiche-\nrung, insbesondere der Unf allverhütungs-\nvorschriften, Richtlinien und Merkblätter\nc) VerhaMen be1i UnfäLlen, Erste HHfe .\n2     Umweltschutzmaßnahmen                            a) Kenntnisse der mit den Täti,gkeiten de1s\n(§ 3 Abs. 1 Nr. 15)                                   Chemielaboranten verbundenen Umweltge-\nfahren, insbesondere von Lufü- und Was-\nserverschmutzungen s,owi,e von Geiruchs-\nbelästi,gungen\nb) Maßnahmen zur Verhütung der Umwe,ltge-\nfahren"]}