{"id":"bgbl1-1974-138-2","kind":"bgbl1","year":1974,"number":138,"date":"1974-12-20T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1974/138#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1974-138-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1974/bgbl1_1974_138.pdf#page=2","order":2,"title":"Vierte Verordnung zur Änderung der Tabakverordnung","law_date":"1974-12-16T00:00:00Z","page":3562,"pdf_page":2,"num_pages":2,"content":["3562                                     Bundes,gesietzbLatt, Jahrgang 1974, Teil I\nVierte Verordnung\nzur Änderung der Tabakverordnung\nVom 16. Dezember 1974\nAuf Grund des § 5 Nr. 5 des Lebensmittelgesetzes                            nyltoluol; aus einer daraus hergestell-\nin der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Januar                               ten Folie von 3 dm 2 und 10 g dürfen\n1936 (Reichsgesetzbl. I S. 17), zuletzt geändert durch                         bei einer Erwärmung auf 90° Celsius\ndas Gesetz zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts                             innerhalb 24 Stunden nicht mehr als\nvom 15. August 1974 (Bundesgesetzbl. I S. 1945), in                            15 mg/dm 2 flüchtige organische Sub-\nVerbindung mit Artikel 129 des Grundgesetzes wird                              stanz entweichen\ngemeinsam mit dem Bundesminister für Ernährung,                            e) Glycerin- und Pentaerythritester der\nLandwirtschafl und Forsten und auf Grund des § 5 a                             Harzsäure des Kolophoniums und\nAbs. 1 Nr. 1, 2 und 6, Abs. 3 des Lebensmittelgeset-                           deren Hydrierungsprodukte\nzes im Einvernehmen mit den Bundesministern für                            f) 2,6-Ditertiärbutyl-4-methylphenol; zur\nErnährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirt-                            Herstellung von Heißschmelzkleb-\nschaft mit Zustimmung des Bundesrates verordnet:                               stoffen aus den unter a) bis e) ge-\nArtikel 1\nnannten Stoffen darf nicht mehr als\n0,5 vom Hundert dieses Stoffes als\nDie Tabakverordnung in der Fassung der Be-                                  Antioxydans zugesetzt werden.\nkanntmachung vom 10. Februar 1972 (Bundesgesetz-\nblatt I S. 178) wird wie folgt geändert:                                   Die unter a) bis e) genannten Stoffe dür-\nfen nur technisch nicht vermeidbare\n1. Anlage 1 wird wie folgt geändert:                                       Reste von monomeren Ausgangsstoffen\na) Nummer 2 Buchstabe a erhält eingangs fol-\nund von zugesetzten extrahierbaren\nFabrikationshilfsstoffen enthalten.\"\ngende Fassung:\n„Für Zigarren, Strangtabak einschließlich                  d) Nummer 6 erhält folgende Fassung:\nschwarzem Rolltabak, Tabakfolien, Kunstum-                    „6. Stoffe für Filterumhüllungen, Mundstücke\nblatt sowie als Leim für Naht, Filterumhüllun-                    und Filter-(Mundstücks-)belag:\ngen, Mundstücke und Filter-(Mundstücks-)be-\nlag für Zigaretten und als Bindemittel für                        Papier, Pappe, Zelluloseazetate\nDruckfarben und Lacke für in Nummer 6 auf-                        Naturkork und Naturstroh (Reinheitsan-\ngeführte Stoffe\".                                                 forderungen: frei von fremden Bestand-\nteilen, insbesondere frei von Salmonellen)\nb) In Nummer 5 erhält der vorletzte Absatz fol-\ngende Fassung:                                                    Aluminium (Reinheitsanforderung: Min-\ndestens 99 Hundertteile Aluminium), in\n„Polyvinylazetat und Polyvinylalkohol in                          Form von Folie auch mit einem Schutzlack\nForm wäßriger Emulsion als Leim zum Kleben                        (Reinheitsanforderungen: Die Lackierun-\nder Filterumhüllungen oder zum Ansetzen der                       gen müssen unter Berücksichtigung ihrer\nFilter an die Zigaretten sowie für Mundstücke                     Zusammensetzung so getrocknet werden,\nund Filter-(Mundstücks-)belag; dieser Emul-                       daß von ihnen keine flüchtigen Anteile,\nsion darf GI ycer in tri azeta t zugesetzt werden.\"               insbesondere keine Lösungsmittel auf die\nc) Hinter Nummer 5 wird folgende Nummer 5 a                           Mundstücke übergehen und sie diese ge-\neingefügt:                                                        ruchlich und geschmacklich nicht beein-\n„5 a. Stoffe für Heißschmelzstoffe zum Kleben                     flussen; bei der Prüfung (auf geeignetem\nvon Filterumhüllungen, Mundstücken                          Trägermaterial) dürfen folgende Extrak-\nund Filter-(Mundstücks-)belag:                              tionswerte nicht überschritten werden:\na) Copolymere aus Äthylen und Vi-                           Im 10-Tage-Versuch bei 40° Celsius mit\nnylestern alipatischer gesättigter Mo-                  destilliertem Wasser darf 1 dm 2 lackierte\nnocarbonsäuren der Kettenlänge C2                       Fläche nicht mehr als\nbis Cis; der nach DIN 53 735 bestimm-                   a) 5,0 mg lösliche Stoffe\nte Schmelzindex darf den Wert 500                       b) 1,0 mg phenolische Substanzen\nnicht überschreiten\nc) 0,3 mg Formaldehyd\nb) Hydriertes Polycyclopentadienharz;\ndie Viskosil:i:it muß bei 140° Celsius                  d) 1,0 mg Zinkionen\nmindestens 2000 Centipoise betragen                     e) 1,0 mg organisch gebundenen Stickstoff\nc) Mikrokristalline Wachse; die Rein-                       abgeben. Aromatische Amine dürfen nicht\nheitsanforderungen müssen der Num-                      nachweisbar sein.);\".\nmer 7 c der Anlage zur Kaugummi-                  e) In Nummer 7 erhält der zweite Halbsatz fol-\nVerordnung in der Fassung der Be-                   gende Fassung:\nkanntmachung vom 20. September\n1972 (Bundcsgesetzbl. I S. 1825) ent-               ,,Aufdrucke auf Zigarettenpapier dürfen ent-\nsprechen                                            halten:\nd) Styrol-Misch- und .Pfropfpolymerisate                a) die in Nummer 2 Buchstabe a und Anlage 2\naus Styrol, a-Methylstyrol und Vi-                     Nummern 1 und 4 sowie die in Anlage 1","Nr. 138   Tc1~J der Ausgabe: Bonn, den 20. Dezember 1974                         3563\nListe J\\ bis C der Farbstoff-Verordnung                      stens 0,5 0/o von den restlichen Trocken-\nvom 19. Dezcrn ber 1959 (Bundesgesetzbl. I                   stoffen (jeweils bezogen auf das Metall)\nS. 756), zuletzt geändert durch die Siebente                 enthalten sein;\".\nVerordnunq zur Änderung der Fruchtbe-               f) In Nummer 7 a erhält die Uberschrift folgende\nhandlungsverordnung vom 28. März 1972\nFassung:\n(Bundesgeset:zbl. l S. 521), aufgeführten\nfremden Stoffe,                                         ,,Weichmacher für Farben und Lacke zum Be-\ndrucken von Zigarettenpapier, Zigarettenfil-\nb) Magnesiumcarbonal                                      tern, Filterumhüllungen, Mundstücken und\nAluminimnoxyd                                          Filter-(Mundstücks-)belag;\".\nStandöl von Leinöl und Tungöl                    2. Anlage 2 Nummer 4 wird wie folgt geändert:\nParaffin, dünn- und dickflüssig (Reinheits-\nanforderungen entsprechend der Anlage               a) Die Uberschrift erhält folgende Fassung:\nzur Kaugummi-Verordnung)                                ,,4. Filterumhüllungen, Mundstücke und Filter-\ndesodoriertes Mineralöl bis zu 25 Vol. 0/o                   (Mundstücks-)belag für Zigarren und Ziga-\nretten:\".\nim druckfertigen Farbstoff (Reinheitsanfor-\nderungen: Siedeintervall 200° -- 350° Cel-          b) Hinter dem Wort „Titandioxyd\" werden ein\nsius, von allen Geruchs- und Geschmack-                Komma und folgende Worte angefügt:\nstoffen befreit)                                        „auch in Vermischung mit Glimmer, wobei der\nHydrierte Ester des Kolophoniums mit 3-                Glimmeranteil nicht mehr als 7-5 Hundertteile\nund rnehrwertigen Alkoholen Ca -- C6                   betragen darf und die Farbstoffmischung von\n(Reinheitsimforderungen entsprechend der               einem Lackbindemittel umgeben sein muß.\"\nAnlage zur Kaugummi-Verordnung)                     c) Vor dem Wort „Kokosnußschalenmehl\" ist fol-\nPhenol-Formaldehyd-modifiziertes        Kolo-          gender Absatz einzufügen:\nphonium                                                 ,,4-Nitro-2-aminophenol-6-sulfosäure ~ Acet-\nXylol-Formaldehyd-modifiziertes Kolopho-               essigsäureanilid, Chromkomplex und\nnium                                                    1--Hydroxy-2-amino-4-ni tro benzol-6-sulfosäure\nAcrylsäure- und/ oder Maleinsäure-modi-                ·>-1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, Chromkom-\nfiziertes Kolophonium und dessen Ester                 plex, für Aluminiumfolie-Schutzlack bis zu\nmit 3- und mehrwertigen Alkoholen Ca--Co               insgesamt 150 mg/m 2 \".\nAlkydharze (Polyester aus mehrwertigen              d) Nach dem Wort „Kokosnußschalenmehl\" er-\nAlkoholen und Phthalsäure), auch fettsäure-            halten die in Klammer stehenden Reinheits-\nmodifiziert; Kettenlänge der Fettsäure Co              anforderungen folgende Fassung:\nund darüber\n,, (Reinheitsanforderungen: frei von fremden\nKondensationsprodukte sowie verätherte                 Bestandteilen, insbesondere frei von Salmo-\nKondensationsprodukte aus gereinigten                  nellen)\".\nein- und mehrwertigen, gegebenenfalls al-\nkylierten Phenolen mit Formaldehyd                  e) Folgende neue Zeile wird angefügt:\nXylol-Formaldehydharze und deren Kon-                   ,,sowie die in Nummer 1 aufgeführten Stoffe.''\ndensationsprodukte rn it Phenol oder alky-\nlierten Phenolen                                                           Artikel 2\nFettsäure-modifizierte     Phenol-Formalde-         Diese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Uber-\nhydharze, Kettenlänge der Fettsäure grö-         leitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetz-\nßer als Cti                                      blatt I S. 1) in Verbindung mit Artikel 8 des Ge-\nTrockenstoffe gemäß DIN 55 901: Salze und        setzes zur Änderung und Ergänzung des Lebens-\nOxyde des Kobalts, Mangans, Eisens, Cal-         mittelgesetzes vom 21. Dezember 1958 (Bundes-\nciums, Zirkons und Cers mit Naphthen-            gesetzbl. I S. 950) auch im Land Berlin.\nsäuren, gesäUigten, vorwiegend tertiäre·n\nMonocarbonsäuren O,        C11 und 2-Äthyl-                                Artikel 3\nhexansäure: jm getrockneten Lackfilm dür-           Diese Verordnung tritt am Tage nach der Ver-\nfen höchstens 0,2 °/o Kobalt (Co) oder höch-     kündung in Kraft.\nBonn, den 16. Dezember 1974\nDer Bundesminister\nfür Jugend, Familie und Gesundheit\nIn Vertretung\nProf. Dr. Wolters\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nJ. Ertl"]}