{"id":"bgbl1-1974-103-2","kind":"bgbl1","year":1974,"number":103,"date":"1974-09-03T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1974/103#page=10","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1974-103-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1974/bgbl1_1974_103.pdf#page=10","order":2,"title":"Zweite Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Chemischreinigungsanlagen - 2. BImSchV)","law_date":"1974-08-28T00:00:00Z","page":2130,"pdf_page":10,"num_pages":2,"content":["2130                               Bundesges,e,tzbliatt, Jahrgang 1974, Te1iil I\nZweite Verordnung\nzur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes\n(Verordnung über Chemischreinigungsanlagen - 2. BlmSchV)\nVom 28. August 1974\nAuf Grund des § 23 Abs. 1 des Bundes-Immis-                                        §5\nsionsschutzgesetzes vom 15. März 1974 (Bundes-                         Weitergehende Anforderungen\ngesetzbl. I S. 721, 1193) verordnet die Bundesregie-\nrung nach Anhörung der beteiligten Kreise mit Zu-             Die Befugnis der zuständigen Behörden, auf\nstimmung des Bundesrates:                                  Grund des Bundes-Immissionsschutzgesetzes andere\noder weitergehende Anordnungen zu treffen, bleibt\nunberührt.\n§ 1\nAnwendungsbereich                                                    §6\nDiese Verordnung gilt für die Errichtung, die Be-                         Ordnungswidrigkeiten\nschaffenheit und den Betrieb von Anlagen, durch                Ordnungswidrig im Sinne des § 62 Abs. 1 Nr. 7\ndie Textilien, Leder oder Pelze unter Verwendung            des Bundes-Immissionsschutzgesetzes handelt, wer\nvon Reinigungs- oder Behandlungsmitteln, die Tri-           vorsätzlich oder fahrlässig\nchloräthylen oder Perchloräthylen enthalten, gerei-\n1. entgegen § 2 Abs. 1 eine Chemischreinigungs-\nnigt, getrocknet oder sonst behandelt werden (Che-\nanlage nicht mit Filtern ausrüstet,\nmischreinigungsanlagen).\n2. die gereinigte Abluft entgegen § 2 Abs. 2 abführt,\n§2                               3. entgegen § 3 Satz 1 eine Kontrollöffnung nicht\nherstellt oder nicht herstellen läßt oder\nAusrüstung\n4. entgegen § 4 eine Chemischreinigungsanlage so\n(1) Chemischreinigungsanlagen sind mit Filtern\nbetreibt, daß der zulässige Gehalt an Trichlor-\nauszurüsten, die ein Uberschreiten des Emissions-\näthylen oder Perchloräthylen in der Abluft über-\nwertes nach § 4 bei normalem Betriebszustand aus-\nschritten wird.\nschließen.\n(2) Die gereinigte Abluft ist durch eine geson-                                     §7\nderte Abluftleitung über Dach abzuführen, es sei                                Außerkrafttreten\ndenn, daß durch eine andere Führung der Abluft-                             von Landesvorschriften\nleitung schädliche Umwelteinwirkungen für die\nNachbarschaft nicht zu befürchten sind.                        Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung treten\ndie\n1. Zweite   Verordnung der Landesregierung des\n§3\nLandes Baden-Württemberg zur Durchführung\nKontrollöffnung und Messung                       des Immissionsschutzgesetzes (Chemischreini-\nDer Betreiber einer Chemischreinigungsanlage ist            gungsanlagen) vom 16. Januar 1973 (Gesetzbl.\nverpflichtet, hinter dem Filter in einem geraden               ~- 18),\nRohrstück der Abluftleitung eine dicht verschließ-         2. Dritte Landesverordnung des Bayerischen Staats-\nbare Kontrollöffnung mit einem Durchmesser von                 ministeriums des Innern zur Durchführung des\n15 mm zum Zwecke der Messung herzustellen oder                 Art. 18 b des Landesstraf- und Verordnungsgeset-\nherstellen zu lassen.                                          zes vom 24. August 1970 (Gesetz- und Verord-\nnungsbl. S. 440),\n§4\n3. Verordnung des Niedersächsischen Landes-\nEmissionswert                              ministeriums über die Auswurfbegrenzung bei\nChemischreinigungsanlagen sind so zu betreiben,             Chemischreinigungsanlagen vom 6. Februar 1973\ndaß der Gehalt an Trichloräthylen oder Perchlor-               (Gesetz- und Verordnungsbl. S. 32),\näthylen 30 Kubikzentimeter je Kubikmeter Abluft            4. Fünfte Verordnung der Landesregierung des Lan-\n(30 ppm) nicht überschreitet.                                  des Nordrhein-Westfalen zur Durchführung des","Nr. 103 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 3. September 1974                      2131\nImmissionsschutzgesetzes    (Auswurfbegrenzung                                 §9\nbei Chemischreinigungsanlagen) vom 25. Juli                              Berlin-Klausel\n1967 (Gesetz- und Verordnungsbl. S. 137)\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\naußer Kraft.\n§8                             Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 73 des Bundes-\nUbergangsvorschrift\nImmissionsschutzgesetzes auch im Land Berlin.\nChemischreinigungsanlagen, die vor dem Inkraft-\ntreten dieser Verordnung in Betrieb genommen\nworden sind, müssen den Anforderungen der §§ 2                                   § 10\nbis 4 in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern                               Inkrafttreten\nund Nordrhein-Westfalen ab 1. Oktober 1974, im\nLande Niedersachsen ab 1. Januar 1975 und in den         Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 1974 in\nübrigen Bundesländern ab 1. Juni 1975 genügen.         Kraft.\nBonn, den 28. August 1974\nDer Stellvertreter des Bundeskanzlers\nGenscher\nDer Bundesminister des Innern\nMaihof er"]}