{"id":"bgbl1-1972-16-3","kind":"bgbl1","year":1972,"number":16,"date":"1972-03-03T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1972/16#page=35","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1972-16-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1972/bgbl1_1972_16.pdf#page=35","order":3,"title":"Neunte Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung","law_date":"1972-02-28T00:00:00Z","page":255,"pdf_page":35,"num_pages":4,"content":["Nr. 16 -Tag der Ausgabe: Bonn, den 3. März 1972                       255\nNeunte Verordnung\nzur Änderung der Düngemittelverordnung\nVom 28. Februar 1972\nAuf Grund der §§ 3 und 4 Abs. 2 des Düngemittelgesetzes vom 14. August 1962 (Bundesgesetzbl. I\nS. 558), geändert durch das Einführungsgesetz zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten vom\n24. Mai 1968 (Bundesgesetzbl. I S. 503), wird mit Zustimmung des Bundesrates verordnet:\nArtikel 1\nDie Anlage der Düngemittelverordnung vom 21. November 1963 (Bundesgesetzbl. I S. 805),\nzuletzt geändert durch die Achte Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung vom\n25. März 1971 (Bundesgesetzbl. I S. 271), wird wie folgt geändert:\n1. In Ziffer I Buchstabe A wird hinter der Nummer 13 folgende Nummer 13 a eingefügt:\n2             3               4\n13 a    Harnstoff-       N           380/oN      Formaldehydharnstoff,   Mischen von\nFormal-                                  Carbamid;               Formaldehyd-\ndehyd-                                   Stickstoff bewertet als harnstoff mit\nharnstoff                                Gesamt-Stickstoff, min- Harnstoff\ndestens 60 Hundert-\nteile des Gesamt-\nStickstoffs Formal-\ndehydharnstoff,\ndavon mindestens 60\nHundertteile heiß-\nwasserlöslich\n2. Ziffer I Buchstabe B Nr. 1 wird wie folgt geändert:\na) In Spalte 5 erhält der letzte Absatz folgende Fassung:\n,,bei Granulierung:\nDurchgang des Granulats durch Prüfsiebgewebe\nzu 100 °/o bei 2,0 mm lichter Maschenweite,\nzu 75 0/o bei 1,6 mm lichter Maschenweite\".\nb) Spalte 6 erhält folgende Fassung:\n„Entphosphorisieren von Roheisen durch Belüften unter Zusatz von gebranntem Kalk\nund nötigenfalls Quarzsand; mehlfeines Vermahlen der Thomasschlacke, auch Granu-\nlieren des Mahlprodukts\".\n3. In Ziffer I Buchstabe B Nr. 3 a wird in Spalte 4 die Zahl „23\" durch die Zahl „21\" ersetzt.\n4. In Ziffer I Buchstabe D werden hinter den Nummern 6 und 8 jeweils folgende Nummern 6 a\nund 8 a eingefügt:\n2             3               4                   5                  6\n6a     Konverter-       CaO            44 °/o    Oxide und Silicate von  aus Konverter-\nkalk             und      (CaO + MgO),    Calcium und Magne-      schlacke durch\nMgO           davon       sium, Eisen-, Mangan-  mehlfeines Ver-\nmindestens    verbindungen;           mahlen oder\n3 0/o MgO    Durchgang durch Prüf-   Absieben\nsiebgewebe zu 1000/o\nbei 1,0 mm lichter\nMaschen weite,\nzu 80 0/o bei 0,315 mm\nlichter Maschenweite","256                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1972, Teil I\n-----------··--· ··-----------------------------------\n8a     Kali-Brannt-                  65 0/o CaO    Calciumoxid oder        Mischen und       Der Dünge-\nkalk                          l0O/oK2O      Calciumhydroxid;        Vermahlen von     mitteltyp darf\n(Kali-Magne-                                Kaliumsulfat oder       Branntkalk mit    als „Kali-\nsium- Brannt-                               Kaliumcarbonat;         granuliertem      Magnesium-\nkalk)                                       Kali bewertet als       Kalifilterstaub   Branntkalk\"\nwasserlösliches K2O;                      bezeichnet\nDurchgang durch Prüf-                     werden, wenn\nsiebgewebe zu 100 0/o                     das Dünge-\nbei 6,3 mm lichter                        mittel minde-\nMaschen weite                             stens 15 °/o MgO\nenthält.\n5. Ziffer lI Buchstabe A Nr. 43 wird wie folgt geändert:\na) In Spalte 4 werden der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt\nangefügt:\n,,b) Carbamid, Ammoniumsalze;\nStickstoff bewertet als Amid- und NH4-Stickstoff\nAmmoniumphosphate;\nPhosphat bewertet als wasser- und ammoniumcitratlösliches P205,\ndavon mindestens 90 Hundertteile wasserlöslich\nKaliumsulfat;\nKali bewertet als wasserlösliches K20\".\nb) In Spalte 5 werden der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt\nangefügt:\n,,b) Mischen von Harnstoff mit Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphat /und Kaliumsulfat\".\n6. Ziffer II Buchstabe A Nr. 47 wird wie folgt geändert:\na) Spalte 4 erhält folgende Fassung:\n,,Carbamid, Ammoniumsalze oder Nitrate;\nStickstoff bewertet als Amid-, NH4- oder NOa-Stickstoff\nAlkali- oder Ammoniumphosphate;\nPhosphat bewertet als wasser- und ammoniumcitratlösliches P205,\ndavon mindestens 90 Hundertteile wasserlöslich\nKaliumsulfat;\nKali bewertet als wasserlösliches K20\".\nb) Spalte 5 erhält folgende Fassung:\n„Mischen von mineralischen Stickstoffdüngern einschließlich Harnstoff mit Alkali- oder\nAmmoniumphosphat und mit Kaliumsulfat\".\n7. In Ziffer II Buchstabe A werden hinter den Nummern 48 und 53 jeweils folgende Nummern\n48 a und 54 eingefügt:\n6\n48 a    NPK-         18 °/o N    Ammoniumsalze, Nitrate;           Aufschließen von Rohphos-\nDiinger                  Stickstoff bewertet als NH4-      phat mit Salpeter-, Schwefel-\nund NO 3 -Stickstoff              oder Phosphorsäure, Ammo-\nnisieren und Zugeben von\nKaliumchlorid\nCalcium-, Ammoniumphos-\nphate;\nPhosphat bewertet als\nwasser- und ammonium-\ncitratlösliches P2O5, davon\nmindestens 30 Hundertteile\nwasserlöslich\nKaliumchlorid;\nKali bewertet als w asser-\nlösli ches K2O","Nr. 16  Tag der Ausgabe: Bonn, den 3. März 1972                          257\n4\n54       NPK-         20 °/o N    Formaldehydharnstoff,          Mischen von Formaldehyd-\nDünger                   Crotonylidendiharnstoff,       harnstoff mit Crotonyliden-\nmit Mag-                 Harnstoff;                   . diharnstoff, Harnstoff,\nnesium                   Stickstoff bewertet als        Kaliumsulfat und Kalium-\nGesamt-Stickstoff,             Magnesiumphosphat\nmindestens 75 Hundertteile\ndes Gesamt-Stickstoffs\nFormaldehydharnstoff und\nCrotonylidendiharnstoff\nKali um-Magnesiumphos-\npha te, Kaliumsulfat;\nPhosphat bewertet als\nGesamt-P2O 5, davon minde-\nstens 80 Hundertteile\nammoniumcitratlöslich,\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K2O,\n6 °/o MgO     Magnesium bewertet als\nGesamt-MgO\n8. In Ziffer II Buchstabe B wird hinter der Nummer 6 a folgende Nummer 6 b eingefügt:\n2              3                        4                             5              fi\n6b      NP-         17 °/o N      Carbamid;                      Mischen von Harnstoff mit\nDünger                    Stickstoff bewertet als        weicherdigem Rohphosphat,\nAmidstickstoff                 das folgenden Anforderun-\ngen entspricht:\n17 °/o P2O5   Tricalciumphosphat (Phos-      Durchgang durch Prüfsieb-\nphorit);                       gewebe zu 100 0/o bei\nPhosphat bewertet als         0,125 mm lichter Maschen-\nGesamt-P2O 5, mindestens       weite,\n65 Hundertteile in 2 °/oiger   zu 90 0/o bei 0,063 mm lichter\nAmeisensäure löslich           Maschen weite\n9. In Ziffer II Buchstabe D wird hinter der Nummer 3 folgende Nummer 3 a eingefügt:\n4\n3 a     PK-                       Calci umsilicophosphat;        Mischen von Thomasphos-\nDünger                    Phosphat bewertet als          phat mit Kaliumchlorid\nzitronensäurelösliches P2O5\nKaliumchlorid;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K 2 O\n10. Ziffer II Buchstabe D Nr. 4 wird wie folgt geändert:\na) In Spalte 4 werden der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt\nangefügt:\n,,b) Calciumsilicophosphat;\nPhosphat bewertet als zitronensäurelösliches P205\nKaliumchlorid;\nKali bewertet als wasserlösliches K20\".\nb) In Spalte 5 werden der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt\nangefügt:\n,, b) Mischen von Thomasphosphat mit Kaliumchlorid\".","258                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1972, Teil I\n11. In Ziffer V Buchstabe B wird hinter der Nummer 3 folgende Nummer 4 angefügt:\n4  Superphos-       P2Or;    9 °/o P2O;;  Mono-, Dicalcium-    Aufschließen   Der Bleigehalt darf\nphat mit          Cu      0,50/oCu     phosphate, Gips,     von gemahle-   0,5 0/o nicht über-\nKupfer und        Co     0,03 0/o Co   Natriumchlorid;      nem Rohphos-   schreiten. Das Dünge-\nKobalt                                 Phosphat bewertet    phat mit       mittel darf nur in ge-\nals wasser- und      Schwefelsäure, schlossenen Packun-\nammoniumcitrat-      Zugeben von    gen gewerbsmäßig\nlösliches P2Os,      Natriumchlorid in den Verkehr ge-\ndavon mindestens     und Spuren-    bracht werden; durch\n90 Hundertteile      nährstoffen    Aufdruck oder Ein-\nwasserlöslich;                      legezettel ist auf die\nSpurennährstoffe                    Anwendungszeit (zeit-\nbewertet als                        liche Wiederholung,\nGesamtgehalt                        Stand der Vegetation)\nund den Mengenauf-\nwand je Flächenein\nheit hinzuweisen.\n12. Ziffer V Buchstabe C Nr. 2 wird wie folgt geändert:\na) Spalte 5 erhält folgende Fassung:\n,,Eisensalze oder Eisenchelate;\nkomplexgebundenes Eisen bewertet als wasserlösliches Fe\".\nb) Spalte 6 erhält folgende Fassung:\n„ Umsetzen von Eisensalzen mit Athylendiaminoessigsäure oder\nAthy lendiamin-di-( o)-hydroxypheny lessigsäure\".\n13. In Ziffer VII wird hinter der Nummer 2 folgende Nummer 3 angefügt:\n3  Polymer- Organisches 50 0/o Poly-      Vinylacetat-      Polymerisieren    Das Düngemittel darf\ndispersion Polymerisat         merisat Copolymerisat     von Vinylacetat   nur in geschlossenen\nzur Boden-                             und Wasser        und Äthylen in    Packungen gewerbs-\nstabilisie-                                              Gegenwart anioni- mäßig in den Verkehr\nrung                                                     scher und nicht-  gebracht werden;\nionischer Emulga- durch Aufdruck ist\ntoren und Schutz- auf die Anwendungs-\nkolloide          zeit (zeitliche Wieder-\nholung, Stand der\nVegetation) und den\nMengenaufwand je\nFlächeneinheit hinzu-\nweisen. Das Dünge-\nmittel darf nur mit\neinem Hinweis auf die\nfür die Beständigkeit\nder Dispersion zweck-\nmäßige Art der Lage-\nrung, insbesondere\nauf die Lagertempera-\ntur, gewerbsmäßig in\nden Verkehr gebracht\nwerden.\nArtikel 2\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 9 des Düngemittelgesetzes auch im Land Berlin.\nArtikel 3\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 28. Februar 1972\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nIn Vertretung\nDr. Griesa u"]}