{"id":"bgbl1-1971-34-2","kind":"bgbl1","year":1971,"number":34,"date":"1971-04-22T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1971/34#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1971-34-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1971/bgbl1_1971_34.pdf#page=2","order":2,"title":"Verordnung zum Schutz gegen die Hühnerpest","law_date":"1971-04-16T00:00:00Z","page":354,"pdf_page":2,"num_pages":1,"content":["354                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1971, Teil I\nVerordnung\nzum Schutz gegen die Hühnerpest\nVom 16. April 1971\nAuf Grund des § 79 Abs. 1 des Viehseuchengeset-       zes zur Änderung des Viehseuchengesetzes vom\nzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Fe-        26. Juli 1965 (Bundesgesetzbl. I S. 627) auch im Land\nbruar 1969 (Bundesgesetzbl. I S. 158) wird mit Zu-       Berlin.\nstimmung des Bundesrates verordnet:                                                  § 6\n§ 1                               Diese Verordnung tritt zwei Monate nach der Ver-\nkündung in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft:\n(1) Impfungen gegen die Hühnerpest, ausgenom-\n1. § 9 der Viehseuchenpolizeilichen Anordnung zum\nmen die Newcastle-Krankheit, sind verboten.\nSchutze gegen die Hühnerpest vom 12. Dezember\n(2) Gegen die Newcastle-Krankheit darf nur mit            1942 (Reichsgesetzbl. I S. 689), soweit diese Vor-\n1. Vakzinen aus inaktivierten Erregern und                   schrift nicht bereits außer Kraft getreten ist;\n2. Vakzinen aus lebenden Erregern, die unter Ver-                            Baden-Württemberg\nwendung des Virusstammes Hitchner Bi oder des\n2. § 12 Abs. 2, § 16 und Abschnitt X der Verordnung\nVirusstammes LaSota hergestellt sind,\ndes Innenministeriums zur Bekämpfung der Hüh-\ngeimpft werden.                                             nerpest vom 14. September 1956 (Gesetzblatt für\n(3) Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von            Baden-Württemberg S. 149), zuletzt geändert durch\nden Absätzen 1 und 2 für wissenschaftliche Zwecke            Verordnung vom 28. Oktober 1964 (Gesetzblatt\nzulassen, sofern veterinärpolizeiliche Gründe nicht          für Baden-Württemberg S. 339);\nentgegenstehen.\nBayern\n§ 2                            3. § 44 der Verordnung zur-Verhütung und Bekämp-\nAus Beständen, in denen mit Vakzinen nach § 1             fung von Tierseuchen v~m 7. Dezember 1967\nAbs. 2 Nr. 2 geimpft worden ist, darf lebepdes Ge-           (Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt S. 494),\nflügel, ausgenommen zur Schlachtung, frühestens              zuletzt geändert durch die Landesverordnung zur\ndrei Wochen nach Verabreichung der Vakzine abge-             Änderung viehseuchenrech tlicher Vorschriften vom\ngeben werden. Ist der Bestand seit der Impfung               8. Juni 1970 (Bayerisches Gesetz- und Verord-\nwirksam in einzelne Bestandsgruppen getrennt, so             nungsblatt S. 260);\ngilt dies nur für die geimpften Bestandsgruppen.                                    Bremen\n4. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung zum Schutze\n§ 3                                gegen die Hühnerpest vom 14. Februar 1961 (Ge-\nIn Beständen, in denen der Ausbruch der New-              setzblatt der Freien Hansestadt Bremen S. 43);\ncastle-Krankheit oder der Verdacht des Ausbruchs                                Niedersachsen\namtlich festgestellt ist, sind Impfungen nach § 1\n5. Abschnitt I der Viehseuchenbehördlichen Verord-\nAbs. 2 nur mit Genehmigung der zuständigen Be-\nhörde zulässig.                                              nung zur Bekämpfung der Hühnerpest vom 6. Juni\n1969 (Niedersächsisches Gesetz- und Verord-.\n§ 4                                nungsblatt S. 133);\nOrdnungswidrig im Sinne des § 76 Abs. 2 Nr. 2                            Nordrhein-Westfalen ·\ndes Viehseuchengesetzes handelt, wer vorsätzlich\noder fahrlässig                                          6. § 284 der Viehseuchenverordnung zur Ausfüh-\nrung des Viehseuchengesetzes vom 24. November\n1. entgegen § 1 Abs. 1 gegen Hühnerpest impft,\n1964 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land\n2. entgegen § 1 Abs. 2 mit anderen als den dort be-          Nordrhein-Westfalen S. 359), zuletzt geändert\nzeichneten Vakzinen impft,                               durch die sechste Änderungsverordnung vom\n3. entgegen § 2 lebendes Geflügel abgibt,                    4. Februar 1969 (Gesetz- und Verordnungsblatt\n4. entgegen § 3 ohne die erforderliche Genehmigung           für das Land Nordrhein-Westfalen S. 144);\nimpft.\nRheinland-Pfalz\n§ 5\n7. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung über die Be-\nDiese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Uber-          handlung von Hühnern mit Trinkwasservakzine\nleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetz-           vom 9. Januar 1961 (Gesetz- und Verordnungs-\nblatt I S. 1) in Verbindung mit Artikel 3 des Geset-         blatt für das Land Rheinland-Pfalz S. 7).\nBonn, den 16. April 1971\nDer Bundesminister\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\nJ. Ertl"]}