{"id":"bgbl1-1970-37-4","kind":"bgbl1","year":1970,"number":37,"date":"1970-04-28T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1970/37#page=5","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1970-37-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1970/bgbl1_1970_37.pdf#page=5","order":4,"title":"Siebente Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung","law_date":"1970-04-23T00:00:00Z","page":417,"pdf_page":5,"num_pages":4,"content":["Nr. 37      Taq der Ausgabe: Bonn, den 28. April 1970                         417\nSiebente Verordnung\nzur Änderung der Düngemittelverordnung\nVom 23. April 1970\nAuf Crund der §§ 3 und 4 Abs. 2 des Düngemittelgesetz~s vom 14. August 1962 (Bundesgesetz-\nblatt I S. 558), geändert durch das Einführungsgesetz zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten vom\n24. Mt1i 1968 (Btrndcscwsclzhl. l S. 503), wird mit Zustimmung des Bundesrates verordnet:\nArtikel 1\nDie Anld~Je der Düngemil.t.Plverordnung vom 21. November 1963 (Bundesgesetzbl. I S. 805), zu-\nletzt geändert durch die Sechste Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung vom 3. Juni\n1969 (Bundesw~setzbl. 1 S. 483), wird wie folgt geändert:\nl. Ziffer I Buchstabe A Nr. 5 wird wie folgt geändert:\na) In Spalle 2 wird die Bezeichnung „Stickstoff-Magnesiumsulfat\" durch die Bezeichnungen\n,, St:ickstoffmagnesia (Stickstoff-Magnesiumsulfat, Stickstoff-Magnesiumcarbonat)\" ersetzt.\nb) ln Spalte 5 wNcfon der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt an-\ngefügt:\n,,b) Ammoniumnitrc1t;\nStickstoff bewertet zu je 1/2 des Mindestgehalts als NH4-Stickstoff und N0;1-Stickstoff,\nzugelassen sind tc-~chnisch bedingte Abweichungen;\nDolomit;\nMagnesium bewf~rtet als Gesamt-Mgü\".\nc) In Spalte! fi Wf'rden der bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt an-\ngefügt:\n,,b) aus Ammoniak und Salpetersäure unter Zugeben von Dolomitmehl oder aus Kalk-\nsalpeter durch Umsetzen mit Ammoniak und Kohlensäure unter Zugeben von Dolomit-\nmehl\".\nd) In Spalte 7 wird folgende Besondere Bestimmung aufgenommen:\n„Der Düngemitteltyp darf bei Zusammensetzung und Bewertung nach Spalte 5 Buchstabe a\nals „Stickstoff-Magnc~siumsulfat\" bezeichnet werden; er darf bei Zusammensetzung und Be-\nwertung fülch Spalte 5 Buchstabe b als „Stickstoff-Magnesiumcarbonat\" bezeichnet werden.\"\n2. In Ziffer 1 Buchsl.c1be A Nr. 9 wird in Spalte 7 und in Ziffer II Buchstabe A Nr. 16, 19, 27 und 31\nin Spalte 6 jeweils folgende Besondere Bestimmung aufgenommen:\n,,Das Düngemittel darf nur mit einem Hinweis auf die für die Beständigkeit der Lösung zweck-\nmäßige Art der Lagerung, insbesondere auf die Lagertemperatur, gewerbsmäßig in den Ver-\nkehr gebrachl werden.\"\n3. In Ziffer l Buchsl.c1be B wird hinter der Nummer 3 folgende Nummer 3 a eingefügt:\n5\n3 a W eicherdiges       P20a,    23 °/o P205   Tricalciumphosphat                 mechanisches\nRohphosphat       MgO        7 °/o MgO   (Phosphorit),                      Aufbereiten von\nmit Magnesium                           kohlensaurer Kalk;                 weicherdigem\nPhosphat bewertet als              Rohphosphat durch\nGesamt-P205, mindestens            feines Vermahlen,\n65 Hundertteile in 2 0/oiger       Zugeben von\nAmeisensäure löslich;              Magnesiumsulfat;\nDurchgang durch                    auch Granulieren\nPrüfsiebgewebe                     des Mahlprodukts\nzu 1000/o bei 0,125 mm lichter\nMaschen weite,\nzu 90 °/o bei 0,063 mm lichter\nMaschen weite;\nMagnesiumsulfat;\nMagnesiuin bewertet als\nGesamt-MgO;\nbei Granulierung:\nmehlfeiner Zerfall des\nGranulats unter Feuchtigkeits-\neinfluß","418                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1970, Teil I\n4. In Ziffer I Buchstabe B wird hinter der Nummer 6 folgende Nummer 7 angefügt:\nKonzcn l.riert.cs                          Monocalciumphosphat;                 Aufschließen\nSuperphosphat.                             Phosphat bewertet als wasser-        von gemahlenem\nund ammoniumcitratlösliches          Rohphosphat mit\nP2O5, davon mindestens               Phosphorsäure\n90 Hundertteile wasserlöslich\n5. In Ziffer I Buchstabe D wird hinter der Nummer 14 folgende Nummer 14 a eingefügt:\n4\n14 a Magnesium-           MgO      200/oMgO      Magnesiumsilicate;                   mechanisches\nGesteinsmehl                                Magnesium bewertet als               Aufbereiten\nGesamt-MgO;                          magnesiumhaltiger\nDurchgang durch                      Gesteine; auch\nPrüfsiebgewebe                       Granulieren des\nzu 1000/o bei 0,2 mm lichter         Mahlprodukts\nMaschen weite,\nzu 65 '0/o bei 0,032 mm lichter\nMaschen weite;\nbei Granulierung:\nmehlfeiner Zerfall des\nGranulats unter Feuchtigkeits-\neinfluß\n6. In Ziffer II Buchstabe A werden hinter den Nummern 3, 10 und 25 jeweils folgende Nummern\n3 a, 10 a und 25 a eingefügt:\n3a NPK-Dünger-          50/oN       Carbamid,                      Lösen von Harnstoff,        Das Düngemittel\nLösung                         Ammoniumsalze, Nitrate;         Phosphaten, Ammonium-       darf nur mit\nStickstoff bewertet als         und Kalisalzen in Wasser    einem Hinweis\nAmid-, NH4 - und                unter Zugeben von           auf die für die\nNO 3 -Stickstoff, davon         Salpetersäure               Beständigkeit\nmindestens 80 Hundert-                                      der Lösung\nteile Amidstickstoff                                        zweckmäßige\nArt der\n8 0/o P2O5 Kaliumphosphat;                                             Lagerung,\nPhosphat bewertet als                                       insbesondere\nwasserlösliches P2O5                                        auf die Lager-\n10 0/o K2O  Kaliumchlorid,                                              temperatur,\nKaliumnitrat oder                                           gewerbsmäßig\nKaliumsulfat;                                               in den Verkehr\nKali bewertet als                                           gebracht\nwasserlösliches K20                                         werden.\n10 a NPK-Dünger-         8 0/o N    Carbamid,                       Lösen von Harnstoff,        Das Düngemittel\nLösung                         Ammoniumsalze, Nitrate;         Phosphaten, Ammonium-       darf nur mit\nStickstoff bewertet als         und Kalisalzen in Wasser    einem Hinweis\nAmid-, NH 4 - und               unter Zugeben von           auf die für die\nNO3-Stickstoff, davon           Phosphorsäure               Beständigkeit\nmindestens 25 Hundert-                                      der Lösung\nteile Amidstickstoff                                        zweckmäßige\nArt der\n8 °/o P2O5 Diammoniumphosphat,\nLagerung,\nPhosphorsäure;\ninsbesondere\nPhosphat bewertet als\nauf die Lager-\nwasserlösliches P2O5\ntemperatur,\n60/oK2O    Kaliumchlorid,                                             gewerbsmäßig\nKaliumnitrat oder                                           in den Verkehr\nKaliumsulfat;                                               gebracht\nKali bewertet als                                           werden.\nwasserlösliches K2O","Nr. 37 -      Tag der Ausgabe: Bonn, den 28. April 1970                              419\n4\n25 a NPK-Düngcr-     12 ll/o N      Carbamid, Nitrate;          Lösen von Harnstoff,     Das Düngemittel\nLüsung                         Stickstoff bewertet als     Nitraten, Phosphat- und  darf nur mit\nAmid- und N0 3 -Stickstoff, Kalisalzen in Wasser     einem Hinweis\ndavon mindestens            unter Zugeben von        auf die für die\n85 Hundertteile             Salpetersäure            Beständigkeit\nAmidstickstoff                                       der Lösung\nzweckmäßige\n4 0/o P2 05 Kaliumphosphat;\nArt der\nPhosphat bewertet als\nLagerung,\nwasserlösliches P205                                 insbesondere\n6 °/o K2 0   Kaliumnitrat oder                                    auf die Lager-\nKaliumsulfat;                                        temperatur,\nKali bewertet als                                    gewerbsmäßig\nwasserlösliches K2 0                                 in den Verkehr\ngebracht\nwerden.\n7. In Ziffer II Buchstabe B wird hinter der Nummer 6 folgende Nummer 6 a eingefügt:\n6 a NP-Dünger       16 °/o N       Diammoniumphosphat;         Ammonisieren von\nStickstoff bewertet als     Phosphorsäure\nNH4-Stickstoff\n46 °/u P2 0 5 Phosphat bewertet als\nwasser- und\nammoniumcitratlösliches\nP205, davon mindestens\n90 Hundertteile\nwasserlöslich\n8. In Ziffer II Buchstabe D wird hinter der Nummer 20 folgende Nummer 20 a eingefügt:\n20 a PK-Dünger       23 0/o P205 Tricalciumphosphat             Mischen von weicherdigem\n(Phosphorit);               Rohphosphat, das\nPhosphat bewertet als       folgenden Anforderungen\nGesamt-P205, mindestens     entspricht:\n65 Hundertteile in          Durchgang durch Prüf-\n2 0/oiger Ameisensäure      siebgewebe zu 100 0/o\nlöslich                     bei 0,125 mm lichter\nMaschen weite, zu 90 0/o\n12 0/o K20    Kaliumchlorid;\nbei 0,063 mm lichter\nKali bewertet als\nwasserlösliches K2 0        Maschenweite, mit\nKaliumchlorid\n9. In Ziffer II Buchstabe D Nr. 21 wird in Spalte 3 die Zahl „24\" jeweils durch die Zahl „25\" ersetzt.\nArtikel 2\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. l) in Verbindung mit § 9 des Düngemittelgesetzes auch im Land Berlin.\nArtikel 3\n(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\n(2) Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (Ziffer I Buchstabe A Nr. 9 der Anlage der Düngemittel-\nverordnung) und NPK-Dünger-Lösungen nach Ziffer II Buchstabe A Nr. 16, 19, 27 und 31 der An-\nlage der Düngemittelverordnung dürfen bis zum 31. Dezember 1971 auch ohne den nach Artikel l\nNr. 2 vorgeschriebenen Hinweis gewerbsmäßig angeboten, feilgehalten, verkauft oder sonst in den\nVerkehr gebracht werden, wenn sie bis zum 31. Dezember 1970 im Geltungsbereich dieser Verord-\nnung bereits in den Verkehr gebracht worden sind.","420                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1970, Teil I\n(3) PK-Düngcr 1rnch Zilfcr II Buchstabe D Nr. 21 der Anlage der Düngemittelverordnung darf bis\nzum 31. Dezember 1970 auch mit einer Angabe des Gehalts an wertbestimmenden Bestandteilen\nvon 24 °/o P:!Or; und 24 0/o K~O gewerbsmäßig angeboten, feilgehalten, verkauft oder sonst in den\nVerk(~hr gebrc1c_ht werden, wenn er bis zum 30. Juni 1970 im Geltungsbereich dieser Verordnung\nbereits in d<'n V(•rkehr ~iebrachl wordc!n ist.\nßonn, dtm 23. April 1970\nDer Bundesminister\nf ii r E r n i:i h r u n g, Landwirtschaft und F o r s t e n\nJ. Ertl\nII er ausgehe r : Der ßu!l(.lesminisler der Justiz. -· Ver I a g: Bundesanzeiger Verlagsges. m.b.H., 5 Köln 1, Postfach.\nD ruck : Bundesdruckerei Bonn.\nIm Bezugspreis ist Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz beträgt 5,5 0/o.\nDas Bundesgesetzblatt erscheint in drei T<!ilen. In Teil I und H werden die Gesetze und Verordnungen in zeitlicher Reihenfolge nach ihrer\nAusfertigung verkündet. ln Teil lII wird das als fortgeltend festgestellte Bundesrecht auf Grund des Gesetzes über die Sammlung des Bundes-\nrechts vom 10. Juli 1958 (Bundesgesetzbl. I S. 437) nach Sachgebieten geordnet veröffentlicht. Bezugsbedingungen für Teil III durch den Verlag.\nBezugsbedingungen für Teil I uud II: Laufender Bezug nur durch die Post. Neubestellung mittels Zeitungskontokarte an einerr:i Postschalter.\nBezugspreis halbjiihrlich für Teil I und Teil II je 20,- DM. 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