{"id":"bgbl1-1970-32-3","kind":"bgbl1","year":1970,"number":32,"date":"1970-04-21T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1970/32#page=3","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1970-32-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1970/bgbl1_1970_32.pdf#page=3","order":3,"title":"Sechste Durchführungsverordnung zum Marktstrukturgesetz: Qualitätsgetreide","law_date":"1970-04-14T00:00:00Z","page":351,"pdf_page":3,"num_pages":1,"content":["Nr. 32 -- Tag der Ausgabe: Bonn, den 21. April 1970                          351\nSechste Durchführungsverordnung\nzum Marktstrukturgesetz: Qualitätsgetreide\nVom 14. April 1970\nAuf Grund des § 3 Abs. 3 Nr. 1 und 2 und des § 6                                   § 2\nAbs. 2 Nr. 1 und 2 des Marktslrukturgesetzes vom\n(1) Die Mindesterzeugungsmenge (§ 3 Abs. 1 Nr. 6\n16. Mai 1969 (Bundcsgcsctzbl. I S. 423) wird im Ein-\ndes Gesetzes) wird festgesetzt auf jährlich\nvernehmen mit dem Bundesrn i nistcr für Wirtschaft\nmit Zustimmung clcs Bundesralc:s verordnet:                 1. 400 Tonnen je Sorte Qualitätsweizen für    Back-\nzwecke,\n2. 300 Tonnen je Sorte Qualitätsroggen für die\nBrotherstellung,\n§ 1\n3. 300 Tonnen je Sorte Qualitätsgerste für Brau-\n(1) Zu einer Gruppe verwandter Erzeugnisse (§ 3              zwecke.\nAbs. 1 Nr. 3 Buchstabe a cles Gesetzes), für die eine\n(2) Das erste Jahr beginnt mit dem der Antrag-\nErzeugergemeinschaft gebildet werden kann, kön-\nstellung auf Anerkennung als Erzeugergemeinschaft\nnen mehrere der folgenden Erzeugnisse zusammen-\nfolgenden\ngefaßt werden:\n1. April bei Sommerfrucht,\nZolltarif-                                                            1. Oktober bei Winterfrucht.\n:Erzeugnisse\nNummer\n§ 3\naus 10.01     Qualitätsweizen für Backzwecke\n(1) Die Mindestmenge eines Liefervertrages (§ 6\naus 10.02     Qualfüit.sroggen für die Brotherstellung\nAbs. 1 Nr. 4 des Gesetzes) wird festgesetzt auf jähr-\naus 10.03     QualiUitsgcrsle für Brauzwecke               lich jeweils 50 0/o der in § 2 Abs. 1 bezeichneten\nMengen. Werden Lieferverträge mit Zustimmung der\n(2) Im Sinne dieser Verordnung ist\nErzeugergemeinschaft unmittelbar zwischen Mit-\n1. Qualitätsweizen Erntegut von Sorten, die einen          gliedern der Erzeugergemeinschaft und einem Unter-\nSedimentationswert von mindestens 30 und bei           nehmen abgeschlossen, so gelten diese Lief erver-\neinem Umrechnungsfaktor für Stickstoff von 5,7         träge für die Berechnung der Mindestmenge nach\neinen Rohproteingehalt in der Trockensubstanz          Satz 1 als ein Liefervertrag.\nvon mindestens 12 °/o erreichen; die Fallzahl bei\n(2) Die Mindestdauer eines Liefervertrages (§ 6\nder Auswuchsbcstimmung muß mindestens 150\nAbs. 1 Nr. 5 des Gesetzes) wird für Lieferverträge\nbetragen;\nnach Absatz 1 auf drei Jahre festgesetzt.\n2. Qualitätsroggen Erntegut von Sorten,         die ein\nMehlamylogramm von mindestens 330           Amylo-                                § 4\ngramm-Einheiten erreichen; die Fallzahl     bei der\nAuswuchsbestimmung muß mindestens            90 be-       Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\ntragen;                                                Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 13 Satz 2 des\n3. Qualitätsgerste Erntegut von Sorten, die bei\nMarktstrukturgesetzes auch im Land Berlin.\neinem Umrechnungsfaktor für Stickstoff von 5,7\neinen Rohproteingehalt von höchstens 11,5 °/o\n§ 5\nund eine Keimfähigkeit ab 15. Oktober von min-\ndestens 98 °/o erreichen; der Vollgerstenanteil           Diese Verordnung tritt am Tage nach der Ver-\nmuß mindestens 90 °/o betragen.                        kündung in_ Kraft.\nBonn, den 14. April 1970\nDer Bundesminister für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nJ. Ertl"]}