{"id":"bgbl1-1968-79-2","kind":"bgbl1","year":1968,"number":79,"date":"1968-11-19T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1968/79#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1968-79-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1968/bgbl1_1968_79.pdf#page=2","order":2,"title":"Siebzehnte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Bestimmung von Stoffen und Zubereitungen nach § 35 a des Arzneimittelgesetzes","law_date":"1968-11-08T00:00:00Z","page":1178,"pdf_page":2,"num_pages":4,"content":["1178                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1968, Teil I\nSiebzehnte Verordnung\nzur Änderung der Verordnung\nüber die Bestimmung von Stoffen und Zubereitungen\nnach § 35 a des Arzneimittelgesetzes\nVom 8. November 1968\nAuf c;rnnd des § 35 a Abs. 1 Satz 3 und Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes\nvom 16. Mcü 1961 (Bundesgesetzbl. I S. 533), zuletzt geändert durch Ge-\nsdz vom 13. August 1968 (Bundesgesetzbl. I S. 964), wird verordnet:\n§ 1\nDie~ Anlage zu der Verordnung über die Bestimmung von Stoffen und\nZubereitungen nach § 35 a des Arzneimittelgesetzes vom 16. September\n1965 (Bundesanzeiger Nr. 177 vom 21. September 1965), zuletzt geändert\ndurch Verordnung vom 10. September 1968 (Bundesgesetzbl. I S. 1029),\nwird um folgende Stoffe ergänzt:\nEnde der V er-\nWissenschaftliche                 Kurz-\nBezeichnung                                  schrei bungspflicht\nbezeichnung\nnach § 35 a AMG\n155. 2-1\\ cetoxy-4' -chlor-3,5-dijod-                          1. Januar 1972\nbenzanilid\n156. (2-Carbamoyloxy-propyl)-trime-                            1. Januar 1972\nthyl-ammonium-hydroxid und\nseine Salze\n157. 7--Chlor-2,3-dihydro-1-methyl--5-                         1. Januar 1972\nph en y 1-1 H-1,4-benzodiazepin\nund seine Salze\n158. 7-Chlor-6,7,8~tridesoxy-6-trnns-                          1. Januar 1972\n(l-methyl-4-propyl-L-pyrrolidin-\n2-carboxamido )-1-methy lthio-D-\nerythro-(1-D-galacto-octopyrano-\nsid und seine Salze\n159. 4,4' -Diamino-2,6,3' ,5' -tetrajod-                      1. Januar 1972\nd iph en y lsulfon\n160. 17u-Hydroxy-19-norpregn-4-en-                             1. Januar 1972\n3,20-dion, seine Ester und deren\nSalze\n§ 2\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom\n4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit § 62 des\nArzneimitt.elgesetzes auch im Land Berlin.\n§ 3\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 8. November 1968\nDer Bundesminister für Gesundheitswesen\nKäte Strobel","Nr. 79 -- Tag der Ausgabe: Bonn, den 19. November 1968                             1179\nVerordnung\nzur Änderung der Allgemeinen Fremdstoii-Verordnung und der Farbstoff-Verordnung\nVom 12. November 1968\nAuf Crund des § 5 Nr. 4 des Lebensmittelgesetzes                  dd) In Nummer 8 wird folgender Halbsatz 3\nin der Fassung vom 17. Januar 1936 (Reichsgesetz-                         angefügt:\nblatt I S. 17), zuletzt geändert durch das Einführungs-                   „Kalziumstearat und Magnesiumstearat\ngesetz zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten vom                           als Trennmittel für Zwiebel- und Knob-\n24. Mai 1968 (Bundesgesetzbl. I S. 503), in Verbin-                       lauchgranulat bis zu 20 Gramm auf ein\ndung mit Artikel 129 des Grundgesetzes wird ge-                           Kilogramm;\".\nmeinsam mit dem Bundesminister für Ernährung,\nee) Die Nummer 13 erhält folgende Fassung:\nLandwirtschaft und Forsten und auf Grund des § 5 a\nAbs. 1 Nr. 1 und 2, Abs. 2 und 3 des Lebensmittel-                        ,, 13. Bienenwachs, Walrat, Carnauba-\ngesetzes im Einvernehmen mit den Bundesministern                                 wachs, Spermöl, Schellack, Sandarak~\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für                                harz, Benzoeharz und Mastix zum\nWirtschaft mit Zustimmung des Bundesrates verord-                                Uberziehen von Zuckerwaren und\nnet:                                                                             Kakaoerzeugnissen; \".\n3. Hinter § 3 wird folgender § 3 a eingefügt:\n,,§ 3a\nArtikel 1\n(1) Distickstoffoxid (Stickoxydul, Lachgas) wird\nDie Allgemeine Fremdstoff-Verordnung vom                    zum Aufschäumen von Schlagsahne mit den in\n19. Dezember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 742), zuletzt          der Anlage festgesetzten Reinheitsanforderungen,\ngeändert durch die Verordnung zur ·Änderung der                auch in Vermischung mit Kohlendioxid, zugelas-\nAllgemeinen Fremdstoff-Verordnung und anderer                  sen.\nlebensmittelrechtlicher Verordnungen vom 14. März\n1967 (Bundesgesctzbl. I S. 345), wird wie folgt ge-               (2) Wer mit Distickstoffoxid aufgeschäumte\nändert:                                                        Schlagsahne gewerbsmäßig in den Verkehr bringt,\nhat den Gehalt an diesem Stoff durch die Angabe\n,mit Distickstoffoxid', ,mit Stickoxydul' oder ,mit\n1. In§ 1 Abs. 2 werden die Worte „unbeschadet des\n§ 4\" durch die Worte „unbeschadet des § 3 a           11    Lachgas' kenntlich zu machen.\nersetzt.                                                       (3) Die Kenntlichmachung ist deutlich sichtbar\nund in leicht lesbarer Schrift vorzunehmen\n2. § 2 wird wie folgt geändert:                                1. bei Schlagsahne, die in Packungen oder Behält-\nnissen in den Verkehr gebracht wird, auf den\na) In Absatz 1 Nr. 7 wird hinter dem Wort                      Packungen oder Behältnissen in Verbindung\n„Guarmehl\" der Punkt durch ein Semikolon                    mit der Angabe der Art des Inhalts,\nersetzt und folgende Nummer 8 angefügt:\n2. bei lose abgegebener Schlagsahne oder bei\n,,8. Zuckerkulör, auch für nach § 1 Abs. 2 aus-             Getränken oder sonstigen Zubereitungen, die\ngeschlossene Verwendungszwecke.\"                      unter Verwendung von Schlagsahne herge-\nstellt und in den Verkehr gebracht werden,\nb) Absatz 2 wird wie folgt geändert:                            auf den Speisenkarten oder, soweit Speisen-\naa) In Nummer 2 werden hinter dem Wort                      karten nicht ausgelegt sind, auf den Preisver-\n,,Walrat\" ein Komma und das Wort „Car-                zeichnissen oder besonderen Schildern, die\nnaubawachs\" eingefügt.                                 neben der Ware für den Verbraucher deutlich\nsichtbar anzubringen oder aufzustellen sind.\nbb) In Nummer 3 werden die Worte „Methode\nTillmanns-Mildner\" durch die Worte                    (4) Inverkehrbringen im Sinne dieser Verord-\n,,Methode W. Sturm und E. Hanssen\" er-           nung ist das Anbieten, das Vorrätighalten zum\nsetzt.                                            Verkauf, das Feilhalten, das Verkaufen und jedes\nsonstige Uberlassen an andere. Dem gewerbs-\ncc) Folgende Nummer 7 wird eingefügt:\nmäßigen Inverkehrbringen steht es gleich, wenn\n,, 7. Orthophosphorsäure, Schwefelsäure,         die Erzeugnisse für Mitglieder von Genossen-\nschweflige Säure,     Schwefeldioxid,      schaften oder ähnlichen Einrichtungen oder in\nAmmoniak, Ammonium-, Natrium-              Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung ab-\nund Kaliumhydroxid, Ammonium-,             gegeben werden.        11\nNatrium- und Kaliumkarbonat, Am-\nmonium-, Natrium- und Kaliumphos-       4. § 4 wird wie folgt geändert:\nphat, Ammonium-, Natrium- und\nKaliumsulfat und Ammonium-, Na-             a) In Absatz 1 werden hinter den Worten „Cal-\ntrium- und Kaliurnsulfit für die Her-            ciumverbindungen der Essigsäure\" ein Komma\nstellung von Zuckerkulör; \".                     und die Worte „in§ 2 Abs. 1 Nr. 8 aufgeführte","1180                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1968, Teil I\nZuckerkulör\" sowie hinter den Worten „glei-            6. Die Anlage wird wie folgt geändert:\nches gilt\" die~ Worte „für Distickstoffoxid-\na) In dem Abschnitt über Reinheitsanforderun-\nKupseln oder -Putronen sowie\" eingefügt.\ngen für Holzstreumehl wird die Zahl „ 0, 10\"\nb) Absatz 2 Nr. 2 wird wie folgt geändert:                            durch die Zahl „0,40\" ersetzt; ferner wird\nfolgender Satz eingefügt: ,,Bei Verwendung\naa) In Buchslabe a werden hinter dem Wort                       eines Siebes mit 0,20 Millimeter lichter Ma-\n„E 262 Nalriumdiacetat\" ein Komma und                    schenweite darf der auf dem Sieb zurück-\ndas Worl „Ncilriumacetat\" eingefügt.                     bleibende Anteil nicht mehr als 50 °/o betra-\nbb) In Buchslabe c werden im letzten Halb-                      gen.\"\nsatz die Worte „ untereinander oder\" ge-            b) Hinter dem Abschnitt über Reinheitsanforde-\nstrichen.                                                rungen an Holzstreumehl werden folgende\ncc) Buchstabe d erhält folgende Fassung:                        Vorschriften angefügt:\n,, d) ,E 150 Zuckerkulör', ,E 174 Silber'                     ,,Distickstoffoxid (Stickoxydul, Lachgas)\noder ,E 175 Gold' sowie die Angabe\nReinheit mindestens 94,6 Hundertteile; keine\n,Lebensmittelfarbstoff' bei den in § 2\nAnteile an Monoxid und höheren Oxiden des\nAbs. 1 Nr. 8 und § 2 Abs. 2 Nr. 17\nStickstoffs.\naufgeführten Stoffen;\".\nE 150 Zuckerkulör\nc) In Absatz 2 wird der Punkt hinter Nummer 3                        Aus Saccharose oder anderen genußtauglichen\ndurch ein Semikolon ersetzt und folgende                         Zuckerarten durch Erhitzen hergestellte Er-\nNummer 4 angefügt:                                               zeugnisse, deren pH-Wert 1,8 nicht unter-\n,,4. bei Distickstoffoxid (§ 3 a Abs. 1) die Stoff-              schreiten darf. Der Gehalt an Schwefeldioxid\nbezeichnung sowie die Angabe ,zum Ver-                    oder Sulfiten, berechnet als Schwefeldioxid\nschäumen von Sahne'.\"                                    und bestimmt nach der Methode Monier-\nWilliams, darf 0,1 Hundertteile, an Ammoniak-\nd) In Absatz 3 WPrden hinter den Worten „Ver-                         stickstoff, bestimmt nach der Methode Till-\nbindungen der Essigsäure\" ein Komma und                         mans-Mildner, 0,5 Hundertteile und an Phos-\ndie Worte „ in § 2 Abs. 1 Nr. 8 aufgeführte                     phaten, berechnet als P20ii, 0,5 Hundertteile\nZuckerkulör\" eingeiügt.                                         nicht übersteigen.\"\ne) Folgender Absatz 4 wird angefügt:\nArtikel 2\n,, (4) Wird Zuckerk ulör in Einzelmengen mit\nDie Farbstoff-Verordnung vom 19. Dezember 1959\neinem Gevvicht von mehr dls 300 Kilogramm\n(Bundesgesetzbl. I S. 756), zuletzt geändert durch die\nabgegeben, ncn(igl. c1bweichcnd von den Ab-\nVerordnung zur Änderung der Allgemeinen Fremd-\nsülzen 2 m1d ] eine' sch ritlliche Erklärung bei\nstoff-Verordnung und anderer lebensmittelrechtlicher\nder Warcnc1bqillH'.\"\nVerordnungen vom 14. März 196'7 (Bundesgesetzbl. I\nS. 345), wird wie folgt geändert:\n5. § 6 Abs. 1 crhüll lolg<~nclc'. Fassung:\n1. Die in Anlage 1 Liste A enthaltenen Angaben\n,,(1) Wer         vorsfüzlich oder fahrlässig bei der         über den Farbstoff Erythrosin werden wie folgt\nHerstellung oder Zubereitung von Lebensmitteln,                  geändert:\ndie dazu bcsl.imrnt sind, gewerbsmäßig oder in\na) In Spalte 2 wird die Nummer \"E 127\" einge-\neiner in § 3 a Abs. 4 Satz 2 bezeichneten Weise\nfügt;\nin den Vcrk(~hr gebracht zu werden,\nb) in Spalte 9 werden die ·worte „Nur zum Fär-\n1. fremde Stoffe über dfo in § 2 Abs. 2 Nr. 4, 5,\nben gekochter ganzer oder halber, auch ent-\n8, 9, 11 oder 15 bezeichneten Höchstmengen\nsteinter, jedoch nicht dragierter oder kandier-\nhinaus zusetzt,\nter Früchte\" gestrichen.\n2. entgegen § 2 Abs. 2 Nr. 3 den dort festgesetz-\nten Gehalt un Ammoniumslickstoff überschrei-           2. Der in Anlage 1 Liste A aufgeführten Gruppe der\ntet oder                                                   grünen Farbstoffe wird folgender Farbstoff mit\n3. fremde Stoffe unter Verstoß gegen Reinheits-                  den nachstehenden Angaben angefügt:\nanforderungen nach § 1 Abs. 1 Satz 2 oder 3                 a) In Spalte 2 die Nummer „E 142\";\noder § 3 a Abs. 1 zusetzt,\nb) in Spalte 3 die Bezeichnungen: ,,Brillantsäure-\nwird nach § 11 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 bis 5 des                        grün BS (Lisamingrün) \", ,,Brillant-Zuur-Groen\nLebensmittelg(~sdzes bestraft. Ebenso wird be-                        BS (Lissamine Groen)\";\nstraft, wer vorsätzlich oder fohrlüssig entgegen                 c) in Spalte 4 die Bezeichnungen: ,, Vert Acide\n§ 3 a Abs. 2 oder 3 aufgeschäumte Schlagsahne                        Brillant BS \", ,, V erde Acido Brillato BS (V erde\noder unter Verwendung von aufgeschäumter                              Lissamina)\";\nSchlagsahne hergestellte Zubereitungen, die er\ngewerbsmäßig oder in einer in § 3 a Abs. 4 Satz 2                d) in Spalte 5 die Bezeichnungen: ,, Wollgrün BS\",\nbezeichneten Weise in den Verkehr bringt, nicht                       ,, Lissamine Green B\", ,, Woolgreen BS\";\noder nicht in der vorgeschriebenen Weise kennt-                  e) in Spalte 6 die Zahl „836\", in Spalte 7 die Zahl\nlich macht.\"                                                          ,, (737) 44.090\", in Spalte 8 die Zahl „86\";","Nr. 79 ---- Tag der Ausgabe: Bonn, den 19. November 1968                   1181\nf) in Spalte 9 die chemischen Bezeichnungen:                                  Artikel 3\n,,Natriumverbindung des Di-(p-dimethyl-ami-           Der Bundesminister für Gesundheitswesen wird\nnophenyl)-2-Hydroxy-3,6-disulfonaphthofuch-         den Wortlaut der Allgemeinen Fremdstoff-Verord-\nsonimonium\".                                        nung sowie der Farbstoff-Verordnung in der gel-\ntenden Fassung bekanntmachen und dabei Unstim-\n3. In Anlage 5 werden eingefögl:                           migkeiten des Wortlautes beseitigen.\na) Nach „E 126\" und den dazu gehörenden An-\ngaben:\n„E 127 -     Erythrosin                                                    Artikel 4\nIn Wasser unlösliche Bestandteile: nicht mehr         Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\nals 0,2 °/o.                                        Uberleitungsgesetzes vom 14. Januar 1952 (Bundes-\nAnorganische Jodverbindungen: nicht mehr            gesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 8 des\nals 1 000 mg/kg (berechnet als Natriumjodid).       Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Lebens-\nmittelgesetzes vom 21. Dezember 1958 (Bundes-\nNebenfarbstoffe: nicht mehr ·als 3 0/o.\ngesetzbl. I S. 950) auch im Land Berlin.\nFluoreszein: nicht nachweisbar.\";\nb) nach „E 141\" und den dazu gehörenden An-\ngaben:\nArtikel 5\n„E 142 -     Brillantsäuregrün BS\nDiese Verordnung tritt mit Ausnahme des Arti-\nIn Wasser unlösliche Bestandteile: nicht mehr\nkels 2 Nr. 3 Buchstabe a am Tage nach der Ver-\nals 0,2 °/o.\nkündung jn Kraft; Artikel 2 Nr. 3 Buchstabe a tritt\nNebenfarbstoffe: nicht mehr als 1 °/o.\"             sechs Monate nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 12. November 1968\nDer Bundesminister für Gesundheitswesen\nKäte Strobel\nDer Bundesminister für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nHermann Höcherl"]}