{"id":"bgbl1-1968-58-4","kind":"bgbl1","year":1968,"number":58,"date":"1968-08-17T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1968/58#page=3","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1968-58-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1968/bgbl1_1968_58.pdf#page=3","order":4,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 30 Abs. 1 Satz 1 und zu § 30 Abs. 2 Satz 1 des Bundesrückerstattungsgesetzes vom 19. Juli 1957 in der Fassung des Artikels I Nr. 9 des Dritten Gesetzes zur Änderung des Bundesrückerstattungsgesetzes vom 2. Oktober 1964)","law_date":"1968-07-30T00:00:00Z","page":967,"pdf_page":3,"num_pages":1,"content":["Nr. 5B ---- Tag der Ausgabe: Bonn, den 17. August 1968                        967\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts\nvom 2l. Mai 1968 - 2 BvL 2/61 - , ergangen auf\nVorlage des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Main),\nwird nachfolgender Entscheidungssatz veröffentlicht:\n§ 14 Absatz 2 Nr. 1 des Finanzausgleichsgesetzes\ndes Landes Hessen vom 27. März 1958 (GVBl.\nS. 43) war mit dem Grundgesetz auch insoweit\nvereinbar, als er bestimmt, daß die Steuerkraft-\nzahlen um den Betrag erhöht werden, ,, um den\ndie Steuerkraftmeßzahlen einzelner Gemeinden\n160 vom Hundert der Bedarfsmeßzahlen über-\nsteigen\".\nDer vorstehende Entscheidungssatz hat gemäß\n§ 31 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über das Bundes-\nverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 24. Juli 1968\nDer Bundesminister der Justiz\nDr. Heinemann\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts               kel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes und ist nichtig,\nvom 24. Juli 1968       1 BvR 537/65 - , ergangen auf        soweit er die Einschränkung enthält „ wenn aus\nVerfassungsbeschwerden, wird nachfolgender Ent-              der Anmeldung die feststellbaren Gegenstände\nscheidungssatz veröffentlicht:                               erkennbar sind, für die Ersatz verlangt wird\".\n1. § 30 Absatz 1 Satz 1 des Bundesgesetzes zur            2. § 30 Absatz 2 Satz 1 desselben Gesetzes ist mit\nRegelung der rückerstattungsrechtlichen Geld-             Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes nicht ver-\nverbindlichkeiten des Deutschen Reichs und                einbar und deshalb nichtig, soweit er die Ein-\ngleichgestellter Rechtsträger (Bundesrückerstat-          schränkung enthält „ wenn aus der Anmeldung\ntungsgesetz - BRüG -) vom 19. Juli 1957 (Bun-             die feststellbaren Gegenstände erkennbar sind,\ndesgesetzbl. I S. 734) in der Fassung des Arti-           für die Ersatz verlangt wird\".\nkels I Nr. 9 des Dritten Gesetzes zur Änderung\ndes Bundesrückerstattungsgesetzes vom 2. Okto-            Der vorstehende Entscheidungssatz hat gemäß § 31\nber 1964 (Bundesgesetzbl. I S. 809) verletzt das       Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über das Bundesverf as-\nGrundrecht der Beschwerdeführerinnen aus Arti-         sungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 30. Juli 1968\nDer Bundesminister der Justiz\nDr. Heinemann"]}