{"id":"bgbl1-1967-24-3","kind":"bgbl1","year":1967,"number":24,"date":"1967-04-29T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1967/24#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1967-24-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1967/bgbl1_1967_24.pdf#page=2","order":3,"title":"Vierte Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung","law_date":"1967-04-24T00:00:00Z","page":498,"pdf_page":2,"num_pages":5,"content":["498                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1967, Tei] I\nVierte Verordnung\nzur Änderung der Düngemittelverordnung\nVom 24. April 1967\nAuf Grund des § 3 des Düngemiltelgesetzes vom 14. August 1962 (BundesgesetzbL I S. 558) wird\nmit Zustimmung des Bundesrates Vf~rordnet:\nArtikel 1\nDie Anlage der Düngemillelverordnung vom 21. November 1963 (Bundesgesetzbl. I S. 805), zu-\nletzt g(~ändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung vom\n25. April 1966 (Bundesgesetzhl. I S. 282), wird wie folgt geändert:\n1. In der Vorbc~merkung wird hinter der Halbzeile „Mangan Mn\" folgende Halbzeile eingefügt:\n,,Molybdän Mo\".\n2. In Ziffer l Buchstabe A Nr. 7 wird in Spalte 4 die Zahl „21\" durch die Zahl „22'' ersetzt.\n3. In Ziffer I Buchstabe A wird hinter der Nummer 8 folgende Nummer 8 a eingefügt:\n8a   Ammonnitrat-     N        27 °/o N    Ammoniumnitrat und Harnstoff;       Lösen von Am-\nHarnstoff-                            Stickstoff bewertet zur Hälfte      moniumnitrat\nLösung                                des Mindestgehalts als Amid-        und Harnstoff\nstickstoff, zu je ¼ als NI-ldi-     in Vvasser\nund N03-Stickstoff,\nzugelassen sind technisch\nbedingte Abweichungen\n4. Ziffer I Buchslabe B Nr. 2 wird wie folgt geändert:\na) In Spalte 5 werden d<)r bisherige Abschnitt mit a) bezeichnet und folgender Abschnitt an-\ngefügt:\n,,b) Mono-, Di- und Tricalciumphosphat;\nPhosphat bewertet als Gesamt-P2O5 mindestens 45 Hundertteile des Gesamt-P2O5 in\n1\n2°/oiger Ameisensäure löslich,\nmindestens 20 Hundertteile des Gesamt-P2O5 wasserlöslich\".\nb) In Spalte 7 wird folgende Besondere Bestimmung aufgenommen:\n„Bei Bewertung nach Spalte 5 Buchstabe b muß der Mindestgehalt nach Spalte 4 250/o P2O5\nbetragen.\"\n5. In Ziffer II Buchstabe A wird bei den Nummern 6, 7, 13, 18, 20, 21, 22, 23, 28, 30 und 31 in Spalte4\nim zweiten Absatz die Zahl „35\" jeweils durch die Zahl „30\" ersetzt.\n6. In Ziffer lI Buchstabe A werden hinter den Nummern 8, 23, 24, 28 und 31 jeweils folgende Num-\nmern 8 a, 23 a, 24 a, 28 a, 28 b, 28 c und 32 eingefügt:\n5          6\n8a   NPK-Dünger       7 °/o N      Magnesium-, Ammonium- und            Mischen von Magnesium-\nmit Magne-                   Kali umphospha te;                   Ammoniumphosphat mit\nsium                         Stickstoff bewertet als NH4-         Magnesium-Kali um-\nStickstoff,                          phospha t\n40 0/o P205   Phosphat bewertet als wasser-\nund ammoniumcitratlösliches\nP205, davon mindestens\n25 Hundertteile wasserlöslich,\n8 0/o K20    Kali bewertet als wasser-\nlösliches K20,\n12 0/o MgO Magnesium bewertet als\nGesamt-MgO","Nr. 24 -            Tag der Ausgabe: Bonn, den 29. April 1967                   499\n23 a NPK-Dünger    14 ll, 11, N          Ammoniumsalze, Nitrate;          Aufschluß von Roh-\nStickstoff bewertet als NH4-    phosphat mit Salpeter-,\nund N03-Stickstoff              Schwefel- oder Phosphor-\nsäure, Ammonisieren und\n7 , , v, P 20;;      Calcium- und Ammonium-          Zugabe von Kaliumsulfat\nphosphate;\nPhosphat bewertet als wasser-\nund ammoniumcitratlösliches\nP20r,, davon mindestens\n30 Hundertteile wasserlöslich\n14              K:!O  Kaliumsulfat;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches KiO\n24 a NIPK-Düngei-             11, I\\     Ammoniumsalze, Nitrate;         Mischen von Ammonium-\nStickstoff bewertet als NH4-    nitrat mit Ammonium-\nund N03-Stickstoff              sulfat, Ammonium-\nphosphat, Superphosphat\nrn , , P~O., Calcium- und Ammonium-\nund Kaliumchlorid\nphosphate;\nPhosphat bewertet als wasser-\nund ammoniumcitratlösliches\nP20,;, davon mindestens\n90 Hundertteile wasserlöslich\n''', 11,   K~O  Kaliumchlorid;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K20\n28 a NPK-Dünger   16              \".\"   Ammoniumsalze, Nitrate;          Aufschluß von Roh-\nStickstoff bewertet als NH4-     phosphat mit Salpeter-,\nund N0 3 -Stickstoff             Schwefel- oder Phosphor-\nsäure, Ammonisieren\nCalcium- und Ammonium-\nund Zugabe von Kalium-\nphosphate;\nchlorid oder Kaliumsulfat\nPhosphat bewertet als wasser-\nuad ammoniumcitratlösliches\nP20;;, davon mindestens\n30 Hundertteile wasserlöslich\n16              K ~O  Kaliumchlorid oder Kalium-\nsulfat;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K20\n28 b NIPK-Dünger  17        v, J'\\      Ammoniumsalze, Nitrate;          Aufschluß von Roh-\nStickstoff bewertet als NH4-     phosphat mit Salpeter-\nund N08-Stickstoff               oder Phosphorsäure,\nAmmonisieren und\n13   ,rr,  w P 2 0;;  Calcium- und Ammonium-\nZugabe von Kalium-\nphosphate;\nchlorid\nPhosphat bewertet als wasser-\nund ammoniumcitratlösliches\nP20;;, davon mindestens\n65 J--Iundertteile wasserlöslich\n20 1i,,ru K~O         Kaliumchlorid;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K20\n28c  NPK-Dünger   17  ij     1J   ~     Ammoniumsalze, Nitrate;          a) Aufschluß von Roh-\nStickstoff bewertet als NI-k        phosphat mit Salpeter--\nund N0 3 -Stickstoff                 oder Phosphorsäure,\nAmmonisieren und\n17    ü     o P20.::; Calcium- oder Ammonium-\nZugabe von Kalium-\nphosphate;\nchlorid\nPhosphat bewertet als wasser-\nund ammoniumcitratlösliches      b) Ammonisieren\nP20r, 1 davon mindestens             von Phosphorsäure\n65 Hundertteile wasserlöslich        und Zugabe von\nAmmoniumnitrat und\n17    °, o KzO        Kaliumchlorid;                       Kaliumchlorid\nKali bewertet als wasser-        c) Mischen von Ammo-\nlösliches K20                        niumnitrat mit\nAmmoniumsulfat,\nAmmoniumphosphat\nund Kaliumchlorid","500                                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1967, Teil I\nNPK-Diinqn     '.20 11 /oN                     /\\rnmoniumsalze, Nitrate;         a) Aufschluß von Roh-\nS1 icksloff bewertet als NH1-          phosphat mit Salpeter-,\nund N0:1-Stickstoff                   Schwefel- oder\n10    11\n.'11 P:!O.-,        Calcium- oder Ammonium-                Phosphorsäure, Ammo-\nphosphale;                            nisieren und Zugabe\nPhosphat bewertet als wasser-         von Kaliumchlorid\nund ammoniumcilratlösliches       b) Mischen von Ammo-\nP20r,, davon mindestens               niumnitrat mit\nJO Hunderlteile wasserlöslich          Ammoniumsulfat,\n11 1\nCalcium- oder\n10       • 11 K:!O            Kaliumchlorid;                        Ammoniumphosphat\nKali bewertet als wasser-             und Kaliumchlorid\nlösliches K20\n7. ln Ziffer ll Buchstabe B wird hinter der Nummer 7 folgende Nummer 8 angefügt:\n---------------------------------------------------\n8    NP-Dlinger    '.24 11 .'o N                   Ammoniumsalze, Nitrate;           Ammonisieren von\nStickstoff bewertet als NH!-       Phosphorsäure und Zu-\nrn1d NOa-Stickstoff                gabe von Ammonium-\nnitrat\n'.24 11 /11 P20\"              Ammoniumphosphate;\nPhosphat bewertet als wasser-\nund r1mmoniumcitratlösliches\nP20;;, davon mindestens\n!JO l lunclertteile wasserlöslich\n8. In Zilfor ll BuchslcilH!         1)    werden hmU~r den Nummern 3 und 9 jeweils folgende Nummern 3 a\nund 9 a eingefü9l.:\n-----------------------------------------\n:l a PK-Di\"inqcr      l '.2 °  1\n11 11:!O.,        Mono-, Di- und Tricalcium-         Mischen von teil-\nphosphale;                         aufgeschlossenem Roh-\nPlwspha t bewertet als Gesamt- phosphat mit Kalium-\nP20r,, nündestens 45 Hundert-      chloricl oder Kaliumsulfat\nLeile des Gesamt-P20r,\nin 2°/oiger Ameisensäure löslich,\nrninclestens 20 Hundertteile\ndes Gesam t-P20r, wasserlöslich\n15 11 o K:!O                 Kaliumchlorid oder Kalium-\nsulfat;\nKali bewertet als wasser-\nlösliches K!O\n9a   PK-Di1nq<\"r                                   Cctlciumnatriumphosphat,           Mischen von Glüh-\nCalciumsilikat;                    phosphat und Kalium-\nPhosphat bewertet als alkalisch- chlorid\na mmoniumcitratlösliches P20;;\n'.20 11 .'o K:!O              Kaliumchlorid;\nKclli bewertel als wasser-\nlösliches K20\n9. Jn Ziffer V ßuchslube C werden hinter der Nummer 4 folgende Nummern 5, 6 und 7 angefügt:\n-----------------------·------------------------------\n5   Zi11kdC1n9Pr        Zn             '.2'.2 11 /o Zn Zinksulfat;         Umsetzen von      Das Düngemittel darf nur in ge-\nZink bewertet     Zinkoxyd mit      schlossenen Packungen gewerbs-\ncds wasser-       Schwefelsäure     mäßig in den Verkehr gebracht\nlösliches Zn                        werden; durch Aufdruck oder\nEinlegezettel ist auf die Anwen-\ndungszeit (zeitliche Wiederho-\nlung, Stand der Vegetation) und\nden Mengenaufwand je Flächen-\neinheit hinzuweisen. Entspricht\ndas Zinksulfat nicht der im\nDeutschen Arzneibuch festgeleg-\nten Qualität, muß jede Packung\nmit dem Hinweis gekennzeichnet\nsein: ,,Nicht für Blattdüngung!\"","Nr. 24 ---- Tag der Ausgabe: Bonn, den 29. April 1967                                     501\n-------------------------------------\n6   \\lolyhdün-       :vlo     ·iq 11\n11 Mo Natriummolyb-     Umsetzen von   Das Düngemittel darf nur in ge-\ndlinqcr                                 da1:;            Molybdänsäure- schlossenen Packungen gewerbs-\nMolybdän be-     anhydrid mit   mäßig in den Verkehr gebracht\nwertet als was-  Natronlauge    werden; durch Aufdruck oder\nserlösliches Mo                 Einlegezettel ist auf die Anwen-\ndungszeit (zeitliche Wiederho-\nlung, Stand der Vegetation) und\nden Mengenaufwand je Flächen-\neinheit hinzuweisen. Jede Pak-\nkung muß mit dem Hinweis\ngekennzeichnet sein: ,, Vorsieht,\nGefahr bei Uberdosierung!\"\n7                     B                    Natriumtetra-     Aufschluß und  Das Düngemittel darf nur in ge-\nborat (Borax);    Umkristalli-   schlossenen Packungen gewerbs-\nBor bewertet      sieren von     mäßig in den Verkehr gebracht\nals wasserlös-    Natriumborat   werden; durch Aufdruck oder\nliches B                         Einlegezettel ist auf die Anwen-\ndungszeit (zeitliche Wiederho-\nlung, Stand der Vegetation) und\nden Mengenaufwand je Flächen-\neinheit hinzuweisen. Jede Pak-\nkung muß mit dem Hinweis\ngekennzeichnet sein: ,,Vorsicht,\nGefahr bei Uberdosierung !\"\nArtikel 2\nDiPse Vcrord1111n~J qjlL nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngesetzbl. 1 S. 1) in Vc!rbindung mit § 9 des Düngemittelgesetzes auch im Land Berlin.\nArtikel 3\n( l) Diese V(!rordmm~J tritt c1rn Tage nach der Verkündung in Kraft.\n(2) Kalkiunmonsc1lpc1cr (Ziffer I Buchstabe A Nr. 7 der Anlage der Düngemittelverordnung)                    mit\n(;incm Mindeslgt;hcilt von 21 °/o N darf bis zum 31. Dezember 1967 gewerbsmäßig angeboten, feil-\nc;ehalten, vcrkm1ft oder sonst in den Verkehr gebracht werden, wenn er bis zum 30. Juni 1967 im\nGcltungslwrcich clie·scr Vf'rordnung in den Verkehr gebracht worden ist.\nBonn, c.Jcn 24. l\\pril 1967\nD e r Bundes mini s t er für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nHermann Höcherl","502        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1967, Teil I\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts\nvom 8. Februar 1967 -- 2 BvR 235/64 - , ergangen\nauf eine Verfassungsbeschwerde, wird nachfolgen-\nder Entscheidungssatz veröffentlicht:\n§ 6 Absatz 2 Satz 2 des Gesetzes über An-\ngelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit\nvom 17. Mai 1898 (Reichsgesetzbl. S. 189) ist mit\nArtikel 101 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes\nunvereinbar und daher nichtig.\nDer vorstehende Entscheidungssatz hat gemäß\n§ 31 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über das Bundes-\nverfassungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 19. April 1967\nDer Bundesminister der Justiz\nDr. Heinemann"]}