{"id":"bgbl1-1966-42-3","kind":"bgbl1","year":1966,"number":42,"date":"1966-09-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1966/42#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1966-42-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1966/bgbl1_1966_42.pdf#page=6","order":3,"title":"Verordnung zur Durchführung des § 81 des Bewertungsgesetzes","law_date":"1966-09-02T00:00:00Z","page":550,"pdf_page":6,"num_pages":3,"content":["550                                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1966, Teil I\nVerordnung\nzur Durchführung des§ 81 des Bewertungsgesetzes\nVom 2. September 1966\nAuf Grund des § 81 und des § 123 Abs. 1 des Bewertungsgesetzes in\nder Fassung vom 10. Dezember 1965 (Bundesgesetzbl. I S. 1861) verordnet\ndie Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates:\n§ 1\nIn den Fällen, in denen die Einheitswerte der bebauten Grundstücke\nim Ertragswertverfahren zu ermitteln und die Wertverhältnisse vom\n1. Januar 1964 zugrunde zu legen sind, sind außergewöhnliche Grund-\nsteuerbelastungen im Sinne des § 81 des Gesetzes nach Maßgabe der\n§§ 2 bis 4 zu berücksichtigen.\n§ 2\n(1) Die Grundsteuerbelastung in jeder Gemeinde wird durch eine Be-\nlastungszahl ausgedrückt. Die Belastungszahl ergibt sich durch die An-\nwendung eines Vervielfältigers auf die Zahl, die am Hauptfeststellungs-\nzeitpunkt die Höhe des Hebesatzes bei der Grundsteuer für Grundstücke\nbestimmt hat.\n(2) Der Vervielfältiger ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:\nGebiet der ehemaligen Landesfinanzämter\nDarmstadt              Düsseldorf                     Hamburg                    Hannover\na      1\nb         a    1\nb          a     1\nb     1\nC        a 1\nb     1\nC\nI              -             55        67,5         63,5      -         -           56      -      59,5      -\nII              -             63,5      76,5         72        -         -           60      -      68        -\nIII               76,5          72        90           85        72        -           64      72     ,68       -\nIV                81            76,5      99           -         -         80,5        76      81     76,5      76\nV               90            -                                76,5      72          -       90     85        80\nVI                99            -                                90        -           80     108     -         92\nVII              103,5           -\nVIII\nGebiet der ehemaligen Landesfinanzämter\nKarlsruhe                        Kassel                       Köln           Magdeburg\na      1\nb              a      1        b           a        1  b              a\nI                                 55            -               55          67,5         63,5           -\nII                 -               63,5          -                68         85,5         80,5           -\nIII                  -               68            81               76,5       85,5*)       80,5           -\nIV                    72             68            94,5            -           94,5**)      89             81\nV                    76,5           72           103,5            -          103,5         -              94,5\nVI                   81              76,5                                                                 103,5\nVII                    90             -\nVIII                    99             -\n*) einschl. l<l<lf-Obcrstci11\n**) einschl. Birkcnfcl<l","Nr. 42 -    Tag der Ausgabe: Bonn, den 10. September 1966                              551\nGebiet der ehemaligen Landesfinanzämter\nMünster                     Nordmark                      Saarland            Stuttgart\na     1\nb             a   1      b    1\nC        a    1\nb         a     1    b\nI    72           68           -          59,5       -        -          68       -           72\nII    81          76,5          67,5       63,5       -        81         76,5     -           76,5\nIII    90          85            72         68         -        90         -        85,5       80,5\nIV     99          -             81         -          80       99         -        94,5       89\nV                               85,5       -          -                           103,5       -\nVI                               99         -          -\nVII                              103,5       -          92\nVIII\nGebiet der ehemaligen Landesfinanzämter\nThü-                                  München, Nürn-\nringen             Weser-Ems           berg, Würzburg                       Berlin\na           a      1     b             a     1      b                     C\nI   --           --            51           -            55                    52\nII   -            63            59,5         67,5         63,5\nIII   94,5         72            68           -            68\nIV   103.5         76,5          72           76,5         72\nV                 90            85           81           76,5\nVI                 99            -            85,5         80,5\nVII                                            94,5         -\nVIII                                        103,5           -\nBei Anwendung der Tabelle ist von dem Gebiet des Landesfinanzamts\nund dem Bezirk auszugehen, zu denen die Gemeinde nach den Verord-\nnungen der Präsidenten der Landesfinanzämter über die Bewertung be-\nbauter Grundstücke vom 17. Dezember 1934 (Reichssteuerblatt S. 1641 ff.)\noder der Verordnung des Präsidenten des Landesfinanzamts Würzburg\nüber die Bewertung bebauter Grundstücke im Saarland vom 29. Februar\n1936 (Reichssteuerblatt S. 193) gehört hat; die Bezirke sind mit römischen\nZiffern bezeichnet. Mit den Buchstaben a, b oder c ist die Gemeinde-\ngruppe bezeichnet, zu der die Gemeinde nach den §§ 29 und 30 der\nGrundsteuer-Durchführungsverordnung in der Fassung vom 29. Januar\n1952 (Bundesgesetzbl. I S. 79), zuletzt geändert durch Artikel I der Ver-\nordnung zur Änderung grundsteuerlicher Vorschriften vom 31. Juli 1961\n(Bundesgesetzbl. I S. 1118), gehört. Ist die Grundsteuer am Hauptfest-\nstellungszeitpunkt abweichend von der nach den §§ 29 und 30 der Grund-\nsteuer-Durchführungsverordnung anzuwendenden Gemeindegruppe er-\nhoben worden, so ist die Gemeindegruppe maßgebend, die der Erhebung\nder Steuer zugrunde gelegt worden ist. Waren Bezirke in den Verord-\nnungen der Präsidenten der Landesfinanzämter durch Buchstabenzusätze\noder Untergruppen unterteilt, so gelten die Zahlen der Tabelle für den\nganzen Bezirk.\n(3) Gehört eine Gemeinde am Hauptfeststellungszeitpunkt zu ver-\nschiedenen Bezirken oder Gemeindegruppen oder war der Hebesatz\ninnerhalb der Gemeinde unterschiedlich, so ist für die Gemeinde nur eine\nBelastungszahl anzusetzen; diese ergibt sich als Durchschnitt der zu-\nnächst besonders berechneten Belastungszahlen. Bei der Bildung des\nDurchschnitts sind die Einwohnerzahlen am Hauptfeststellungszeitpunkt\nzu berücksichtigen.\n§ 3\nBei den in einer Gemeinde belegenen bebauten Grundstücken, die im\nErtragswertverfahren zu bewerten sind und nicht zu den in § 79 Abs. 3","552                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1966, Teil I\nund 4 des Cesdzes bezeichneten Grundstücken gehören, ist der Grund-\nsl.iickswerl. oder der Wert des entsprechenden Grundstücksteils\n1. um 10 vom l Itmderl zu ermäßigen,\nW<)IHJ die Bc!lastungszahl mehr als 29 000 beträgt,\n:Z. um 5 vom Hundert zu ermäßigen,\nwenn die Belastungszahl nicht mehr als 29 000,\naber mehr als 23 000 beträgt,\nJ. um 5 vom Hundert zu erhöhen,\nwenn die Belastungszahl nicht mehr als 11 000,\naber mehr als 5 000 beträgt,\n4. um 10 vom Hundert zu erhöhen,\nwenn die Belastungszahl nicht mehr als 5 ODO beträgt.\n§ 4\nDie Belaslungszahl (§ 2) bestimmt auch die Grundsteuerbelastung des\nWohnteils der Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (§ 34 des Gesetzes)\nin einer Gemeinde. § 3 ist bei der Ermittlung des Wohnungswerts (§ 47\ndes Gesetzes) anzuwenden.\n§ 5\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom\n4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 3 des\nGesetzes zur Anderung des Bewertungsgesetzes vom 13. August 1965\n(Bundesgesetzbl. I S. 851) auch im Land Berlin.\n§ 6\nDies<~ Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.\nBonn, dtm 2. September 1966\nFür den Bundeskanzler\nDer Bundesminister für Verkehr\nSeebohm\nDer Bundesminister der Finanzen\nDr. Dahlgrün"]}