{"id":"bgbl1-1960-70-2","kind":"bgbl1","year":1960,"number":70,"date":"1960-12-29T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1960/70#page=4","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1960-70-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1960/bgbl1_1960_70.pdf#page=4","order":2,"title":"Zweites Gesetz über die weitere Verlängerung der Geltungsdauer des Gesetzes zur Erleichterung der Annahme an Kindes Statt","law_date":"1960-12-23T00:00:00Z","page":1072,"pdf_page":4,"num_pages":3,"content":["1072                   Bundesgesetzbl,att, Jahrgang 1960, T,eiJ I\nZweites Gesetz über die weitere Verlängerung der Geltungsdauer\ndes Gesetzes zur Erleichterung der Annahme an Kindes Statt\nVom 23. Dezember 1960\nDer Bundestag hat       das  folgende  Gesetz be-\nschlossen:\n§ 1\nDie Geltungsdauer des Gesetzes zur Erleichterung\nder Annahme an Kindes Statt vom 8. August 1950\n(Dundesgesetzbl. S. 356) wird bis zum 31. Dezember\n1963 verlängert; zu diesem Zeitpunkt anhängige\nVerfahren sind durchzuführen.\n§ 2\nDieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1\ndes Dritten Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952\n(Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.\n§ 3\nDieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkün-\ndung in Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.\nBonn, den 23. Dezember 1960\nDer Bundespräsident\nLübke\nFür den Bundeskanzler\nDer Bundesminister für Verkehr\nSeebohm\nDer Bundesminister der Justiz\nSchäff er","Nr. 70 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 29. Dezember 1960                                1073\nVerordnung zur Änderung von Fremdstoff-Verordnungen\nVom 22. Dezember 1960\nAuf Grund des § 5 Nr. 4 und 5 des Lebensmittel-         3. In der Anlage 3 erhalten die Nummern 5 bis 7\ngesetzes vom 17. Januar 1936 (Reichsgesetzbl. I                folgende Fassung:\nS. 17), zuletzt geändert durch das Gesetz zur                  ,,5. 1,3-Butylenglykol (Reinheitsanforderungen: Siede-\nÄnderung und Ergdnzung des Lebensmittelgesetzes                                           intervall 207°-209° Celsius,\nvom 21. Dezember 1958 (ßundesgesetzbl. I S. 950), in                                      n ~ = 1,440 ± 0,0005, Brom-\nVerbindung mit Artikel 129 des Grundgesetzes wird                                         zahl nach Klein max. 0,1, An-\ngemeinsam mit dem Bundesminister für Ernährung,                                           teile an reduzierenden Stoffen\nLandwirtschdft und Forsten                                                                wie bei Glyzerin nach den Vor-\nschriften des Deutschen Arznei-\nsowie auf Grnnd des § 5 a Abs. 1 Nr. 1, 2 und 6 des                                       buches)\nLebensmittelgesetzes im Einvernehmen mit den                     6. Diäthylenglykol       (Reinheitsanforderungen: Siede-\nBundesministern für Ernährung, Landwirtschaft und                                         intervall 245°-247° Celsius,\nForsten und für Wirtschaft                                                                n  t0\n= 1,447 ± 0,0005, Anteile\nmit Zustimmung des Bundesrates verordnet:                                                 an reduzierenden Stoffen wie\nbei Glyzerin nach den Vor-\nschriften des Deutschen Arznei-\nbuches)\nArtikel 1\n7. 1,2-Propylenglykol (Reinheitsanforderungen: Siede-\nDie Essenzen-Verordnung vom 19. Dezember 1959                                          intervall 186°-189° Celsius,\n(Bundesgesetzbl. I S. 747) wird wie folgt geändert:                                        n ~o = 1,433 ± 0,0005, Anteile\nan reduzierenden Stoffen wie\n1. § 5 Abs. 2 und 3 erhält folgende Fassung:                                               bei Glyzerin nach den Vor-\nschriften des Deutschen Arznei-\n,, (2) Als    ,mit natürlichen Geruchs- und Ge-                                     buches)\".\nschmacksstoffen' dürfen Essenzen und Grund-\nstoffe nur bezeichnet werden, wenn sie aus-            4. In der Anlage 4 wird hinter Nummer 7 folgende\nschließlich enthalten                                       Nummer 8 eingefügt:\n1. in Absatz 1 genannte Stoffe und               ,,8. Tabak und Tabakerzeugnisse\".\n2. in Anlage 3 genannte Stoffe;\ndies gilt auch, wenn den Essenzen und Grund-                                        Artikel 2\nstoffen\nDie Farbstoff-Verordnung vom 19. Dezember 1959\n3. nach § 2 Abs. 1 der Farbstoff-Verord-     (Bundesgesetzbl. I S. 756) wird wie folgt geändert:\nnung vom 19. Dezember 1959 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 756) zugelassene fremde    1. § 3 erhält folgenden Absatz 2:\nStoffe oder                                        ,, (2) Sterilisiertes Kirsch-, Himbeer- oder Erd-\n4. nach § 2 in Verbindung mit Anlage 2           beermark        darf abweichend von Absatz 1 Satz 1\nNr. 15 und 24 der Konservierungsstoff-        Nr. 2 bei      der Herstellung oder Zubereitung von\nVerordnung vom 19. Dezember 1959               Speiseeis      auch dann verwendet werden, wenn\n(Bundesgesetzbl. I S. 735) zugelassene        hierdurch      in dem Speiseeis eine sichtbare Farb-\nfremde Stoffe                                  änderung       bewirkt wird.\"\nzugesetzt worden sind.                                  2. In § 4 Abs. 4 ist in Nummer 1 statt ,, § 3 Nr. 1\"\n,, § 3 Abs. 1 Nr. 1\" und in Nummer 2 statt ,, § 3\n(3) Durch Mitverwendung von Vanillin werden              Nr. 2\" · ,,§ 3 Abs. 1 Nr. 2\" zu setzen.\ndie Bezeichnungen ,natürlich' und ,mit natürlichen\nGeruchs- und Geschmacksstoffen' nicht ausue-            3. Anlage 2 erhält folgende Nummer 4:\nschlosstm, wenn der Essenz oder dem Grundstoff              „4. mit Stoffen der Anlage 1 Liste C\nhierdurch nicht der dem Vanillin eigentümliche\nMagnesiumstearat als Fließmittel zum Abfül-\nGeruch oder Geschmack verliehen wird.\"\nlen von Farbpulvern zum Färben oder Be-\nmalen der Schalen von Eiern\".\n2. § 7 erhtilt folgenden Absatz 2:\n4. Anlage 2 erhält folgende Nummer 5:\n,,(2) Abweichend von Absatz l Nr. 1 sind nicht\nvom Verkehr üusgesch]osscn Spirituosen mit                  „5. mit Stoffen der Anlage 1 Liste C\nRum- oder Arrak9eschmack, die mit künstlichen                       Kolophonium\nEssenzen lwrgestellt worden sind, wenn sie unter                    Schellack, arsenfrei\nder Bezeidmun9 ,Kunstrum· oder ,Kunstarrnk'                         (für Stempelfarben zum Stempeln von Eier-\nin den Verkehr gebracht wenlc11.\"                                   schalen und Käserinden)\".","1074                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1960, Teil I\n5. In der Anlage 3 Nr. 5 und 6 wird jeweils hinter                   Ortho-Phosphorsäure\ndem Wort „Kirsch-\" ein Komma und das Wort                         Alpha-Glyzerin-Phosphorsäure und deren Na-\n,,Himbeer-\" eingefügt.                                           trium-, Kalium- und Magnesiumverbindungen\nbis zu einer Höchstmenge von 5 vom Hundert der\nTrockenmasse des Erzeugnisses, bei einem Zusatz\nArtikel 3                                    von Glyzerin zu Rauchtabak bis zu einer Höchst-\nmenge von 8 vom Hundert der Trockenmasse des\nDie Tabakverordnung vom 19. Dezember 1959                         Erzeugnisses;\"\n(Bundesgcsetzbl. I S. 730) wird wie folgt geändert:\n2. In der Anlage 1 Nr. 4 werden die Worte „Kon-\n1. In der Anlage 1 Nr. 1 erhält Buchstabe a folgende             servierungsstoffe, jedoch nicht für Zigarren und\nFassung:                                                      Zigaretten\" ersetzt durch die Worte „Konser-\nvierungsstoffe, jedoch nicht für Zigarren und\n„a) für Rauchtabak, Zigarren und Zigaretten                  nicht für Zigaretten mit Ausnahme von Ziga-\nGlyzerin                                                 rettennahtleim\".\n1,3-Butylengl ykol (Rein hei tsanforderungen: Siede-\nin tervall 207°-200° Celsius,                            Artikel 4\nn ~ = 1,440 ± 0,0005, Brom-\nIn der Fruchtbehandlungsverordnung vom 19. De-\nzuhl nuch Klein max. 0, 1, An-\nteile an reduzierenden Stoffen\nzember 1959 (Bundesgesetzbl. I S. 751) werden in\nwie bei Glyzerin nach den Vor-    § 10 Abs. 1 Satz 1 und 3 jeweils die Worte „ 1. Juli\nschriften de~- Deutschen Arznei-  1960\" durch die Worte „1. Juli 1961\" ersetzt.\nbuches)\nDiäthylenglykol    (Reinheitsanforderungen: Siede-                          Artikel 5\nintervall 245°-247° Celsius,\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\nn i>° = 1,447 ± 0,0005, Anteile\nUberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\nan reduzierenden Stoffen wie\nbei Glyzerin nach den Vor-        gesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 8 des\nschriften des Deutschen Arznei-   Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Lebens-\nbuches)                           mittelgesetzes vom 21. Dezember 1958 (Bundes-\n1,2-Propylenglykol(Reinheitsanforderungen: Siede-\ngesetzbl. I S. 950) auch im Land Berlin.\nintervall 186°-189° Celsius,\n0\nn ; = 1,433 ± 0,0005, Anteile                            Artikel 6\nan reduzierenden Stoffen wie\nbei Glyzerin nach den Vor-           Diese Verordnung tritt mit Ausnahme des Arti-\nschriften des Deutschen Arznei-   kels 4 am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft; Ar-\nbuches)                           tikel 4 tritt mit Wirkung vom 1. Juli 1960 in Kraft.\nBonn, den 22. Dezember 1960\nDer Bundesminister de:s Innern\nDr. Schröder\nFür den Bundesminister für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nDer Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung\nBlank"]}