{"id":"bgbl1-1959-24-3","kind":"bgbl1","year":1959,"number":24,"date":"1959-07-02T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1959/24#page=23","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1959-24-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1959/bgbl1_1959_24.pdf#page=23","order":3,"title":"Gesetz zur Überleitung von Lasten und Deckungsmitteln vom Saarland auf den Bund (Fünftes Überleitungsgesetz)","law_date":"1959-06-30T00:00:00Z","page":335,"pdf_page":23,"num_pages":4,"content":["Nr. 24 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 2. Juli 1959                           335\nGesetz·\nzur Oberleitung von Lasten und Deckungsmitteln vom Saarland auf den Bund\n(Fünftes Uberleitungsgesetz).\nVom 30. Juni 1959.\nDer Bundestag hat mit Zustinimung des Bundes-                       WiGBl. S. 202) nach § 1 des saarländi-\nrates das folgende Gesetz beschlossen:                                schen Gesetzes über die Gewährung eines\nZuschusses zur knappschaftlichen Kranken-\n§ 1                                     versicherung aus Mitteln de,s Saarlandes\nvom 14. April 1959;\nGeltung des Ersten Uberleitungsgesetzes\nim Saarland                             3. Erstattung der Mehrausgaben der Träger\nder Krankenversicherung im Saarland nach\nDas Erste Gesetz zur Uberleilung von Lasten und\n§§ 11, 13 und 14 des Mutterschutzgesetzes\nDeckungsmitteln auf den Bund (Erstes Uberleitungs-\nvom 24. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I\ngesetz) in der Fassung der Bekanntmachung vom\nS. 69) in der Fassung des § 1 Ziff. 10 des\n28. April 1955 (Bundesgesetzbl. I S. 193) tritt im\nsaarländischen Ersten Sammelgesetzes zur\nSaarland am 1. Januar 1960 mit den nachstehenden\nEinführung von Bundesrecht im Saa.rland\nAnderungen in Kraft:\nvom 17. Juli 1958 (Amtsblatt des Saar-\n1. § 1 Abs. 1 Ziff. l, 2 und 7, die §§ 3, 5, 6, 18 bis                landes S. 1171);\n20 finden im Suarland keine Anwendung.                        4.  Erstattung der Leistungen der saarländi-\n2. Der Bund übernimmt die Aufwendungen und Zu-                        schen Versicherungsträger nach § 15 des\nschüsse für die-! in § 1 Abs. 1 Ziff. 3 bis 6 a und               saarländischen Gesetzes über eine beson-\n8 bis 11 aufg(~führten Sc:1chgebiete mit Wirkung                  dere Fürsorge für Versicherte im Zusam-\nvom 1. Januar 19GO an.                                            menhang mit einer versicherungspflichtigen\nBeschäftigung außerhalb des Saarlandes in\n3. Soweit im Erslcn Uberlcilun~Jsgesetz auf bundes-                   der Fassung der Bekanntmachung vom\nrechtliche Bestirnrnunqon verwiesen wird und                      29. Juli 1953 (Amtsblatt des Saarlandes\ndiese im Saarland noch keine Geltung haben,                       s. 520);\ntreten an deren Stelle die entsprechenden saar-\n5. Kosten der Unfallversicherung für ehe-\nlän disch2n lksti rn m nn ~l cm.\nmalige Reichsbetriebe und für Betriebe der\n4. § 4 Abs. 1 gill im Saarlond in folgender Fassung:                  ehemaligen britischen Zone (Sozialversiche-\n,, (1) Die beim Ablauf der Ubergangszeit nach                  rungsanordnung Nr. 9 vom 9. Juni 1947 -\nArtikel 3 des Saarvertri:lges im Saarland gelten-                 Arbeitsblatt für die britische Zone S. 233).\"\nden landes- und bundesrechtlichen Bestimmun-\ngen über die in § 1 Abs. l Ziff. 3 bis 6 a und          6. § 21 Abs. l Satz 1 giit im Saarland in folgender\n8 bis 11 aufgeführten Sachgebiete sind weiter              Fassung:\nanzuwenden, sow(~it nicht in diesem Gesetz an-             „Ausgaben für die in § 1 Abs. 1 Ziff. 8 bis 10\nderes bestimmt ist ocler die Bestimmungen durch            aufgeführten Sachgebiete sind für Rechnung des\nbundesrechtliche Regelungen für die Zeit nach              Bundes zu leisten.\"\ndem Ablauf der Ubergangszeit aufg,ehoben oder\ngeändert werden.\"                                       7. § 21 a gilt im Saarland in folgender Fassung:\n5. § 17 gilt im Saarland in folgender Fassung:                                        ,,§ 21 a\n,,§ 17                             (1) Die Aufwendungen für die in § 1 Abs. 1\nZuschüsse zu den Lasten der Sozialversiche-             Ziff. 3 bis 6 aufgeführten Sachgebiete werden\nrung (§ 1 Abs. 1 Ziff. 11) sind die auf Grund der          vom Bund durch Leistung von Pauschbeträgen\nfolgenden Bestimmungen zu leistenden Aus-                  an das Saarland abg,egolten. Dies gilt nicht für\ngaben:                                                     die in § 1 Abs. 1 Ziff. 3 zweiter Halbsatz bezeich-\n1. Zuschüsse        an die hüttenknappschaftliche       neten Fürsorgekosten und für di.e Aufwendun-\nPensionsversicherung im Saarland nach             gen, die außerhalb des Geltungsbereichs des\n§ 23 des saarländischen Zweiten Gesetzes          Gesetzes entstehen.\nüber die Neuordnung der hüttenknapp-                 (2) Der dem Saarland nach Absatz 1 zuste-\nschaftlichcn Pensionsversicherung im Saar-        hende Pauschbetrag wird nach einem Grundbe-\nland vom 7. November 1952 (Amtsblatt des          trag errechnet. Der Grundbetrag des Saarlandes\nSaarlandes S. 1046);                              ist die Summe der in den Monaten Januar bis\n2. Gemeinschaftshilfe des früheren Reichs-              Dezember 1958 (Bezugszeitraum) in seinem Ge-\nstocks für Arbeitseinsatz an die knapp-           biet entstandenen, nach dem beim Inkrafttreten\nschaftliche Krankenversicherung (§ 15 des So-     des Gesetzes geltenden amtlichen Kurs in Deut-\nzialversicherungs-Anpassungsgesetzes vom          sche Mark umgerechneten Aufwendungen (Ab-\n17. Juni 1949 - WiGBl. S. 99 -- und § 5           satz 1). Hierbei werden die Aufwendungen für\nAbs. 3 des Knappschaftsversicherungs-An-          die in § 10 Ziff. 1, 2, 3 Buchstaben a und c be-\npassungsgesetzes vom 30. Juli 1949 -              zeichneten Sachgebiete mit 110 vom Hundert an-","386                                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1959, Teil I\ngeselzt; zu den Aufwendungen in diesem Sinne                       die Pauschbeträge durch Rechtsverordnung der\ngehören d uch die Aufwendungen für die in § 7                      Bundesrngierung, die der Zustimmung des Bun-\nAbs.. 2 Ziff. 3 w;nannten Personen. Falls die                      desrates bedarf, dieser Änderung anzupassen.\"\nFürsoroc)ridllsfil.w im Sar1.rland infolge der Fran-\nkena bwc) r!lHHJ vom 29. Dezember 1958 erhöht\n§ 2\nwerden, ist der Grundbetrag entsprechend der\ndaraus zu erwartenden Mehrbelastung zu er-                           Geltung des Zweiten Dberleitungsgesetzes\nhöhen.                                                                               im Saarland\n(3) Maß~Jebend für die Errechnung des Grund-                   (1) Von dem Zweiten Gesetz zur Uberleitung von\nbetrag,es sind                                                Lasten und Deckungsmitteln auf den Bund (Zweites\n1. die nach den Vorschriften dieses Ge-               Uberleitungsgesetz) vom 21. August 1951 (Bundes-\nsetzes für den Bezugszeitraum verrech-           gesetzbl. I S. 7'14) treten im Saarland § 1 Abs. 2\nneten und von der zuständigen ober-              und 3, §§ 3 bis 6 und 9 bis 11 mit Wirkung vom\nsten Landesbehörde als sachlich richtig          1. Januar 1960 in Kraft.\nbesUili,gten Aufwendm1gen und                        (2) Die Ausigaben für die Versmgung der ehe-\n2. die in dem Bezugszeitraum von den                  maligen Verwaltungsangehörigen des &egierungs-\nTrägern der gesetzlichen Rentenver-              kommissars für das Saargebiet und des Reichskom-\nsicherung nach d rm Erlaß des Reichs-            missars für die Rückgliederung des Saargebietes\narbrt l.smi nisters vom 3. Juni 1944 (Amt-       (Nummer 5 und 6 der Anlage zu § 4 des Zweiten\nl i ehr: Nc1c:hrichten des Reichsversiche-       Uberleitungsgesetzes) sind mit Wirkung vom 1. Ja-\nrungsamtes 1944 S. 150) geleisteten              nuar 1960 an vom Saarland zu tragen.\nAufwendungen der Tuberkulosehilfe                   (3) Der Bund übernimmt die Zahlungen der Ver-\nfür die in § 7 Abs. 2 genannten Per-             sorgungsbezüge für die Beamten der früheren\nson(;H, soweit diese Aufwendungen auf            staatlichen Bergbetriebsverwaltung im Saarland ab\ndie Lande:,fürsorgc!verbändc üherge-             1. Januar 1960.\ngangc~n sind.\nDer Bundesreclmungshof prüft die Errechnung                                               § 3\ndes Grundbetrages auf Grund der Unterlagen\ndes Saarlandes.                                                                     Aufwendungen\nfür ehemalige Kriegs'gefangene und Heimkehrer\n(4) Der Pauschbetrag beträgt in vom Hundert                   Der Bund übernimmt mit Wirkung vom l. Januar\ndes Grundbetrnges in der Zc~it vom 1. Januar bis              1D60 die Aufwendungen auf Grund des saarländi-\nzum 3L März 1960                                        25    schen Kriegsgefangenenentschädigungsgesetzes vom\nim   Rechnunqsjahr 1960:                               100    9. Juli 1956 (Amtsblatt des Saar1ancks S. 1017) nach\nim   Rechnunq,,jahr 1961:                               gc,)  Maßgabe des § 45 des Kriegsgefangenenentschädi-\nim   Red1n11nq ijcJl1r 1962:\n0                                   sr:·\n,)\ngungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung\nim   R(~ch 111111 y::;jab r 1963:                       75    vom 8. Dezember 1956 (Bundesgesetzbl. I S. 908) und\nim   R.cchn11nqsjDhr            1!)64:                  65    die Aufwendungen auf Grund des saarländischen\nim   Rechnu11 ~l ~.j i1b r      1%5:                    55    Helmkehrergesetz,es vom 9. Juli 1956 (Amtsblatt des\nim   Rechnnngsj;.111 r          1966:                   45    Saarlandes S. 1013} in der Fassung des saarländi-\nim   Re eh n 11 n g :; j d 11 r 1967:                   35    schen Gesetzes zur Einführung des Gesetzes über\nim   Recl1n tin gsjc1 b 1       1%8:                    20    Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen verslcherung\nAb 1. April l9fü) fällt die Leistung von Pausch-              im Saarland vorn 18. Juni 1958 (Amtsblatt des Saar-\nbeträgen weg.                                                 landes S. 1249), sovveil sie nicht im Rahmen der\nKriegsfolgenhilfe abgegolten werden.\n(5) Die Pirnschbeträge sind dern Saarland in\nmonatlichen 'foi lbeträgen ZIJ überweisen; das                                            § 4\nSaarland iibf'rweist cUe Pauschbeträge den Lan-\ndes- und BPzirks-Fürsorgcverbänden und den                         Einnahmen aus Finanzmonopolen und Steuern\ngegebenenfalls sonst beteiligten Aufgabenträ-                    (1) Mit Wirkung vom Ablauf der Ubergangszeit\ngern zur Deck.nung der von ihnen zu gewähren-                 nach Artikel 3 des Saarvertrages vom 27. Oktober\nden Leistungen der Krie,gsfolgenhilfe.                        1956 (Bundesgesetzbl. II S. 1587) .an stehen dem Bund\n(6) Die Bundesrc~giernng selzt die Höhe des\ndie im Saarland anfallenden Erträge der Finanz-\ndem Saarlnnd nach den vorstehenden Bestim-                    monopole und das Aufkommen der folgenden Steu-\nmungen zustehencltm Pauschbetrages nach An-                   ern zu, soweit sie im Saarland erhoben werden:\nhörung der Regierung des Saarlandes fest \\,Vird                       1. die Zölle,\nder Pauschbeln1g bis zum 1. Januar 1960 nicht                         2. die der konkurrierenden Gesetzgebung\nfestgesetzt, so !(!ist.et der Bund monatlich Ab-                         unterworfenen Verbrauchsteuern mit Aus-\nschlaqszr1hlung(0n in Höhe eines ZwölfteJs des                           nahme der Biersteuer,\nvora11 ssil'l1tl[ di1~n Jahre:,1)a11 sch helrages.                    3. die Umsatzste1.1er,\n(7) Pührl: die poJi tisc:w ,Hkr wirtschaftliche                    4. die Beförderungsteuer,\nEn l.vvickl unn irn c:(d lun~r,bc 1 eich dc~s Cesetzes zu\n1\n5, die einmaHgen ·vermögensabgahen und\neiner erlieblidwn >3lr!ioerunq odPr Mind.erung der                       die zur Durchführung des Lastenausgleichs\nin Absatz 1 hc:.<cidrne!ca /-.ufwenduugcm, sind                          erhobenen Ausg1 eichsabgaben,","Nr. 24 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 2. Juli 1959                         337\n6. dc~r ßundes,crn(cil  ,in   ci(~r Einkommensteuer   dem jeweils in Betracht kommenden Stichtag ab ein-\nuncl de:r Körperschilflsleucr.                    gehenden Einnahmen dem Bund zu; die vor dem\n(2) Das Ccsclz über den Vertrag zwischen der              Stichtag eingehenden Einnahmen verbleiben dem\nBundesrepu1Jli1, Dc\\utschlil1:el und der französischen        Saarland. Die auf den Bund vom Stichtag ab über-\nRepublik zur Regdung der Saarfrage vom 22. De-                gehenden Ausgaben sind für Rechnung des Bundes\nzember 1956 (BunclesgeselzbJ. II S. 1587) bleibt un-          zu leisten, soweit sie vorn Saarland bis zum Stich-\nberührt.                                                      tag noch nicht geleistet worden sind.\n§ 5                                (2) Wenn das Saarland vor dem Stichtag fällige\nSonsH~1e fanrwhnwn und Ausgc1hen                   Ausgaben bis zum Stichtag nicht geleistet hat, so\nhat es dem Bund die hierdurch entstehende Mehr-\n(1) Die Regelung des § 10 Nr. 1 dc,s Cesetzcs über        belastung zu erstatten,\ndie Eingliedr:rung dPs Saarlandes vorn 23. Dezernber\n1956 (Bundcsgeselzbl. 1 S. 1011) gilt auch für die               (3) Wenn das Saarland vor dem Stichtag Mittel\nZeil vom Ende der Ubcr~Ftnqs·1.cit nach Artikel 3             aufgewendet hat, um die fristgerechte Leistung von\ndes Snarvcrlragcs bis zum :31. Dezember 1959, so-             Zahlungen für den auf ,den Stichtag folgenden Zeit-\nweit nicht in diesem Ge~;rdz oder in anderen Bundes-          raum sicherzustellen, hat der \"Jund dem Saarland\ngesetzen ein anderer Zeitpunkt für den Ubergang               diese Mittel zu erstatten.\nvon Einnahmc'.n oder Ausw1bt!n auf den Bund vor-                 (4) Die Abrechnungen der gemeinsamen Einnah-\nucsohen wird. Aus9abcn c1uf Grund des Truppen-                men und Ausgaben nach Artikel· 16 und 17 des Saar-\noder Finanzvertrages qeltcn ab Ende der Uber-                 vertrages werden für Rechnung des Saarlandes vor-\nuc1 nqszeit zu LastPn des Bund(:S.                            genommen. Die der Abrechnung der gemeinsamen\n(2) Soweit das St1arland auf (~rund anderer Ce-            Einnahmen und Ausga.ben nicht mehr unterliegen-\nscl.ze verpflichtet ist, bes:.irnrnie: Lastrn bis zum         den Einnahmen aus den unter Artikel 16 des Saar-\nEnde der Ubergonuszeit nach Artikel :3 des Saar-              vertrages fallenden Steuern, die noch auf Grund des\nvcrtragcs z11 trc1rJ!~11, gilt Absatz 1 entsprechend.         bis zum Ablauf der Ubergangszeit geltenden Rechts\nnach dem Ablauf der Ubergangszei.t im Saarland\n§ 6\nanfallen, stehen dem Bund zu; die der Abrechnung\nnicht mehr unterliegenden Erstattungen aus diesen\nSteuern sind vom Bund zu leisten. Ebenso sind Er-\nstattungen auf Grund einer Rechtsverordnung des\n(1) Die lZegelunu    d(~S §] 1'✓ 1. 10 des saarländischen  Bundesministers der Finanzen nach § 18 Abs. 1 Ziff. 2\nCc,:cl.zes zur Ein!üh rung des lhmdesentschädigungs-          des Ges,etzes über die Eingliederung des Saarlandes\ngeselzes ---- ßEC - vom 6. h:imHH 1959 (Amtsblatt             vom 23. Dezembtcr 1956 vom Bund zu leisten. Die\ncles Saarlandes S. 75'.)) rJill auch für die Zeit vorn        der Abrechnung nicht mehr unterliegenden Aus-\nEnde der Ubergangszeit nach Artikel 3 des Saar-               gaben nach Artikel 16 Abs. 2 des Saarvertrages trägt\nverlrages bis zum 31. Mürz 1961.                              das Saarland,\n(2) Der Bund erslatl.e:t dein Saarland die Hälfte             (5) Die Resteinnahmen aus den mit dem Ablauf\nder Ent:;chfüligungsartiwc11du,iqcn in der Zeit vom           der Ubergangszeit nach Artikel 3 des Saarvertrages\n1. Januar 1960 bis zum 31. Mürz 19b1.                         wegfallenden, nicht unter Absatz 4 fallenden saar-\n(3) Die Regelung des § 1n des Bundesentschädi-             ländischen Abgaben stehen -- bei der Gemein-\ngungsgesetzes in der Fassung vom 29. Juni 1956                schaftshilfeabgabe mit der bisherigen Zweckbindung\n(Bundesgesctzbl. I S. 5(i2) tritl im Saarlc1nd mit Wir-       --- dem Saarland auch insoweit zu, als sie noch nach\nkung vom 1. April 19Gl in Kraft; mit Wirkung von              dem Ablauf der Ubergangszeit eingehen; nachträg-\ndiesem Zeitpunkt an, wird in § 172 Abs. 1 hinter              liche Erstattungen aus diesen Steuern sind vom\ndem Wort „Rheinland-Pfalz\" das Wort „Saarland\"                Saarland zu leisten.\neingefügt.                                                       (6) Die Uberleitung der für die Kri(~gsschäden-\n§ 7                             regelung im Saarland zweckgebundenen Mittel auf\nden Bund (Sondervermögen Ausgleichsfonds) mit\nVersorgungslasten nach Artikel 3 der Anlage 1\nWirkung vom 1. Januar 1960 an wird g-esondert ge-\nzum Saarvertrag\nregelt.\nDer Bund erstattet dem Sc1mland mit Wirki;ng                  (7) Die saarländische Tabak- und Zündwarenregie\nvom 1. Januar 1960 an die Ruhegehälter der nach               wird durch das Saarland abgewickelt. Einnahmen\nArtikel 3 Abs. 1 der Anlage 1 zum Saarvertrag auf             der Regie, die nach ihrer Aufhebung fällig werden,\nihren Antrag in den Ruhesli.md versetzten Beamten             stehen dem Saarland zu. Ausgaben, die zur Abwick-\nbis zum Ende des Monats, in clcm sie die gesetzliche          lung von Verpflichtungen der Regie zu leisten sind,\nAltersgrenze erreichen, län~r.;tc:ns bis zum Ende des         trägt das Saarland.\nMonats, in dem sie sterben; das gilt auch für die\nentsprechenden Versorgungsbezüge der auf Antrag                                        § 9\nausgeschiedenen, unter Artikel 3 Abs. 3 der An-                                  Fimmzausgleich\nlage 1 zum Saarvertrag fallenden Angestellten und\nArbE:)iter.                                                      (1) Für die Zeit vorn Ablauf der Ubergangszeit\n§ 8                              nach Artikel 3 des Saarvertrages bis zum 31. De-\nzember 1959 gevvährt der Bund dem Saarland eine\nUhergangsbestimmungen                        Finanzhilfe zum Ausgleich des durch den Ubergang\n(1) Soweit nach diesem Cci;clz Einnahmen vorn              der in § 4 aufgeführten Einnahmen auf den Bund\nSaarland auf den Bund übergc:hcn, stehen die von              entstehenden Einnahmeausfalls.","338                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1959, Teil I\n(2) Die auf Crund des § 10 Nr. 4 des Ges,etzes                                      §  l1\nüber die Einqliederung des Saarlandes für das\nAuskunftspflicht\nRechnungsjahr 1~)59 br,willigl.cn Finanzhilfen bleiben\nunberührt.                                                        Die zuständigen Behörden des Bundes und des\n(3) Der Bund qc:wührt dem Sdarland für die Zeit             Saarlandes sind verpflichtet, sich gegenseitig die zur\nvom l. Jc1nuar 1960 bis Zllrn Ende des Rechnungs-              Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Aus-\njc1h n;s 1960 Finanzhilfen zur Deckung eines auf               künfte zu erteilen und auf Verlangen die sachliche\n,mdere Weise nicht                   chenrlen Fehlbedarfs.     Richtigkeit der Auskünfte von der obersten Rech-\nnungsprüfungsbehörde bestätigen zu lassen.\n(4) Das Ccsc~tz ü1wr dc~n Finanzausgleich unter\nden I.änd(ml vorn Redinunrrsjahr 19S8 an (Länder-\nvorn 5. Mürz 19S9 (Bun-\n§ 12\ndesGcsctzbl. I S. 7J) ist er:,1.mals für dc1s Rechnungs-\njahr 19Gl auf dc1s Sc1c1rland anzuwenden.                                       Geltung in Berlin\nDieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 12 Abs. 1\n§ 10\nund des § 13 Abs. 1 des Dritten Uberleitungsgesetzes\nGeHung von VorschriHcn des DriUen und Vir,rten                 vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im\nDherfoihmgsgese1:tes im Saarh!ind                    Land Berlin. Rechtsverordnungen, die auf Grund\n§ 1 Abs. 1 des Ccs(!lzes ühcr die Stellung des              dieses Gesetzes erlassen werden, gelten im Land\ndes Bundes (Drittes     Berlin nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes.\nvom 4. Januar 1952 (Bundesge-\nsetzbl. I S. 1) und § 5 des Gesetzes zur Regelung\nfinanzieller Bczif'l1rm9cn zwisdH)n dem Bund und                                       § 13\nden Lindern                    (Jberleil.unqsr;esetz) vom                          InkrafUreten\n27. April 1955        «nc•n.,,c,·\"     I S.       treten im\nSadrltind mi! (km Ablc1uf der                           nach      Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Ver-\nArtikel 3 des Saarverlrä~;c::; in Krctft.                      kündung in Kraft.\nDas vorstc~hende Gesetz wird hiermit verkündet.\nBonn, den 30. Juni 1959.\nDer Bundespräsident\nTheodor Heuss\nFür den Bundeskanzler\nDer Bundesminister der Justiz\nSchäffer\nDer Bundesminister der Finanzen\nEtze 1"]}