{"id":"bgbl1-1959-12-4","kind":"bgbl1","year":1959,"number":12,"date":"1959-03-26T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1959/12#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1959-12-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1959/bgbl1_1959_12.pdf#page=6","order":4,"title":"Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses","law_date":"1959-03-23T00:00:00Z","page":162,"pdf_page":6,"num_pages":1,"content":["162                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1959, Teil I\nVerordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses.\nVom 23. März 1959.\nAuf Grund des § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 6, 8 bis 11       § 1 Abs. 1 der Verordnung zur Ubertragung von\nund 17 des Gesetzes zum Schutze der Kultur-             Befugnissen nach dem Gesetz zum Schutze der\npflanzen in der Fdssung vom 26. August 1949             Kulturpflanzen auf die obersten Landesbehörden\n(Gesetzblatt der Verwültung des Vereinigten Wirt-       vom 11. April 1950 (Bundesgesetzbl. S. 94) und des\nschaftsgebietes S. 308) und des § 1 Nr. 2 der Zweiten   § l Abs. 1 der Zweiten Verordnung zur Ubertragung\nVerordnung über die Erstreckung von Land-               von Befugnissen nach dem Gesetz zum Schutze der\nwirtschaftsrecht der Verwaltung des Vereinigten         Kulturpflanzen auf die obersten Landesbehörden\nWirtschaftsgebietes auf die Länder Baden, Rhein-        vom 26. Februar 1957 (Bundesgesetzbl. I S. 153) in\nland-Pfalz, \\Nürttemberg-Hohenzollern und den           Verbindung mit § 2 des Gesetzes zum Schutze der\nbayerischen Kreis Lindau vom 12. Mai 1950 (Bundes-      Kulturpflanzen weitergehende Vorschriften zur Be-\ngesetzbl. S. 180) in Verbindung mit Artikel 129         kämpfung des Kartoffelkrebses und zur Verhütung\nAbs. 1 des Grundgesetzes wird mit Zustimmung des        seiner Ausbreitung zu erlassen und diese Befugnis\nBundesrates verordnet:                                  auf nachgeordnete Dienststellen weiter zu über-\n§ 1\ntragen.\n§ 6\nZum Anbau von Kartoffeln darf nur Pflanzgut\nvon Sorten verwendet werden, die gegen den                 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\nBiotyp 1 des Kartoffelkrebses resistent sind. Dies      Uberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\ngilt nicht für die Sorte Erstling.                      gesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit der Verordnung\nüber die Erstreckung von Recht der Land- und\n§ 2                           Forstwirtschaft auf das Gebiet des Landes Berlin\nvom 25. März 1954 (Bundesgesetzbl. I S. 64) auch im\nAuf Grundstücken, auf denen Kartoffelkrebs auf-      Land Berlin.\ntritt, dürfen nur Kartoffeln von Sorten angebaut\nwerden, die gegen den dort vorhandenen Biotyp                                      § 7\nresistent sind.                                            Diese Verordnung gilt nicht im Saarland.\n§ 3\nDie zuständige Landesbehörde kann im Einzel-                                    § 8\nfall für wissenschaftliche Untersuchungen und für          (1) Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 1959 in\nZüchtungsvorhaben Ausnahmen von §§ 1 und 2 zu-          Kraft.\nlassen, soweit hierdurch die Bekämpfung des Kar-\ntoffelkrebses nicht gefährdet wird. Vor der Ent-           (2) Mit dem gleichen Zeitpunkt treten außer Kraft:\nscheidung ist die Biologische Bundesanstalt für            1. die Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffel-\nLand- und Forstwirtschaft zu hören.                           krebses vom 8. Oktober 1937 (Reichsgesetz-\nblatt I S. 1127), geändert durch die Zweite Ver-\n§ 4                                 ordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses\nvom 29. April 1939 (Reichsgesetzbl. I S. 872),\nWer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1\nsoweit sie nicht bereits außer Kraft getreten\noder § 2 Pilanzkartoffeln zum Anbau verwendet,\nist,\nbegeht eine Zuwiderhandlung nach § 13 des Ge-\nsetzes zum Schutze der Kulturpflanzen.                    2. die Verordnung über den Anbau krebsanfälliger\nKartoffelsorten vom 24. August 1950 (Bundes-\nanzeiger Nr. 173 vom 8. September 1950), ge-\n§ 5\nändert durch die Verordnung zur Ergänzung\nUnberührt bleibt die Befugnis der obersten                 der Verordnung über den Anbau krebsan-\nLandesbehörden für Ernährung, Landwirtschaft und              fälliger Kartoffelsorten vom 30. Mai 1952 (Bun-\nForsten, durch Rechtsverordnung auf Grund des                 desanzeiger Nr. 107 vom 6. Juni 1952).\nBonn, den 23. März 1959.\nDer Bundesminister für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nLübke"]}