{"id":"bgbl1-1955-47-9","kind":"bgbl1","year":1955,"number":47,"date":"1955-12-28T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1955/47#page=34","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1955-47-9/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1955/bgbl1_1955_47.pdf#page=34","order":9,"title":"Verordnung zur Änderung von Rechtsvorschriften auf dem Gebiete des Saatgutwesens","law_date":"1955-12-21T00:00:00Z","page":850,"pdf_page":34,"num_pages":3,"content":["850                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1955, Teil I\nVerordnung zur .Änderung\nvon Rechtsvorschriiten auf dem Gebiete des Saatgutwesens.\nVom 21. Dezember 1955.\nAuf Grund des § 2 Abs. 5, des § 42 Abs. 1, des        3. § 21 erhält folgenden neuen Absatz 3:\n§ 43 Abs. 3 Salz 2, des § 51 Abs. 1 und 3 und des              ,, (3) In Ziffer I Buchstabe A Nr. 51 der Anlage 3\n§ 52 Abs. 1 Satz 2 des Saatgulgesctzes vom 27. Juni         gilt die Spalte 8 erst ab 1. April 1960. Bis dahin\n1953 (Bundesgcsctzbl. I S. 450) wird mit Zustimmung         sind in 100 Körnern bis 30 fluoreszierende Keim-\ndes Bundesrates verordnet:                                  linge nicht als Unreinheit anzusehen.\"\n4. Anlage 1:\nArtikel                              a) In Ziffer I Buchstabe B Nr. 1 Buchstabe a er-\nDie Anlugc zu § 1 der Verordnung über das                     halten die Eingangsworte folgende Fassung:\nArtenverzeichnis vom 30. Oktober 1953 (Bundes-                    „ a) bei Getreide, Hülsenfrüchten, Buchweizen\ngesetzbl. I S. 1 ,1ß7) wird wü~ fo1qt q0öndert:                         sowie Hirse außer Besenhirse und Zucker-\n1. Die Anla~Je wird durch die Aufnahme folgender                       hirse ... \".\nArten ergänzt:                                           b) In Ziffer I Buchstabe B Nr. 1 Buchstabe b er-\n„Brassica juncea Czcrn. u. Coss. Sareptasenf                 halten die Eingangsworte folgende Fassung:\nCucurbita maxima Duch.         Riesenkürbis                 ,,b) bei Raps, Rübsen und Sareptasenf ... \".\nLathyrus cicera L.             Platterbse,            c) In Ziffer I Buchstabe B Nr. 2 Satz 1 werden\nrotblühende               nach dem Wort „Seide\" das Komma und die\nSorgum saccharatum Pers.       Zuckerhirse                 Worte „keinen großen Ampfer und keinen\nSorgum technicurn Koern.       Besenhirse\".                sam enreifen K1 eeteuf el\" gestrichen.\n2. Die Worte                                                d) In Ziffer I Buchstabe D Nr. 1 Buchstabe d wird\ndas Wort „Trennreihe\" durch das Wort „Trenn-\n,,Allium ascalonicum L.           Schalotten-\nstreifen\" ersetzt.\nzwiebeln\"\nwerden gestrichen.                                       e) Ziffer I Buchstabe D Nr. 2 erhält folgende Fas-\nsung:\n3. I-Iinter den Worten „Brnssica oleracea L.\" wird\n„2. von benachbarten Beständen, •die gleichzeitig\ndas Wort „Blättt~rkohl\" gestrichen. Das Wort                        blühen\n„Futterkohl\" hinter den Worten „ var. acephala\na} Mais neben\nDC.\" wird durch das Wort „Blätterkohl\" ersetzt.\nMais einer anderen Anbau-\n4. Unter „Brassica oleracea L.\" werden die Worte                          stufe derselben Sorte, wenn\n,, var. sabauda L.                Wirsin9kohl\"                         der Nachbarbestand deutliche\nAbbauerscheinungen zeigt         100 m\nersetzt durch die Worte\nMais einer anderen Sorte         200m\n,, var. bullata DC. subvar.       Wirsingkohl\nsabauda L. außer f. fimbriata                                       b) Ackerbohnen neben\naußer\nSchnittkohl\".                        Ackerbohnen einer anderen\nSorte und Puffbohnen             100 m\n5. Die Worte\nc) Bitterstoffarme blaue Lupinen\n,.Cucurbita pepo L. var.          Olkürbis\"                            neben\noleif era Pietsch\nanderen blauen Lupinen            50m\nwerden ersetzt durch die Worte\n,,Cucurbita pepo L.                                                d) Bitterstoffarme gelbe (weiße)\nGartenkürbis,\nLupinen neben\nOlkürbis\".\nanderen gelben (weißen) Lupinen  300m\n6. Die Worte „ Vicia sapium L.\" werden durch die                       e) Raps neben\nWorte                                                                  Raps einer anderen Anbau-\n,, Vicia sepium L.\" ersetzt.                                           stufe derselben Sorte             50m\nRaps einer anderen Sorte         300m\nKohlrüben                       1000 m\nArtikel 2                                          Mai- und Herbstrüben             100 rn\nRübsen, Senf, Sareptasenf,\nDie Anerkennungsverordnung vom 29. März 1954                           Olrcttich, Futter- und Ge-\n(Bundesgesetzbl. I S. 48, 93) in der Fassung der Ver-                     müsekohlarten, Rettich und\nordnung zur Anderunu der Anerkennungsverord-                              Radics                        Trennstreifen\nnung vom 20. Dezember 1954 (Bundesgesetzbl. I                         f) Rübsen neben\nS. 494) wird wie foJgt geändert:                                          Rübsen einer anderen An-\n1. § 21 Abs. 1 Satz 1 erhält folgendr' Fassung:                           baustufe derselben Sorte          50m\nRübsen einer anderen Sorte       300m\n„Diese Verordnung tritt, soweit die Absätze 2                         Kohlrüben                        100 m\nund 3 nichts anderes bestimmnn, am 1. April 1954                       Mai- und Herbstrüben            1O00m\nin Kraft.\"                                                             Raps, Senf, Sareptasenf, 01-\nrettich, Futter- und Gemüse-\n2. § 21 Abs. 2 Satz 1 erhält folgende Fassung:                            kohlarten, Rettich und Radies Trennstreifen\n„ In Ziffer I Buchstabe D Nr. 2 Buchstaben 1 und m\ng) Senf neben\nder Anlage 1 gelten die Mindestentfernungen von                        Senf einer anderen Anbau-\n1000 m erst ab 1. Januar 1957.\"                                      stufe derselben Sorte             50m","Nr. 47 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 28. Dezember 1955                                   851\nSenf einer anderen Sorte              300m          b) Buchstabe D Nr. 2 erhält folgende Fassung:\nRaps, Rübsen, Sareptasenf,\nO!retl:ich, Kohlrüben, Futter-                           „2. Mai- und Herbstrüben neben\nund Gemüsekohlarten, Mai-                                      Ma.i- und Herbstrüben einer\nund Herbstrüben, Rettich und                                   anderen Anbaustufe derselben\nRadies                            Trennstreifen                Sorte                             Trennstreifen\nMai- und Herbstrüben einer\nh) Sareptasenf neben                                               anderen Sorte                         500m\nSareptascnf einer anderen                                      Rübsen                               1000 m\nAnhanstufe derselben Sorte              50m                    Raps und Kohlrüben                    100m\nSareptasenf einer anderen                                      Senf, Sareptasenf, Olrettich,\nSorte                                 300m                     Futter- und Gemüsekohlarten      Trennstreifen•.\nRaps, Rübsen, Senf, 01-\nrcttich, Kohlrüben, Futter-                         c) Buchstabe D Nr. 3 erhält folgende Fassung:\nund Ccrnüsckohlarten, Mai-                               „3. Rettich und Radies neben\nund Iforhstrliben, Rettich und\nRettich und Radies einer anderen\nRaclies                           Trennstreifen                Sorte                                 500 m\n1) t:Hrnttic:h neben                                               Olrettich                            1000 m\nOlrntlicb eiri'er anderen An-                                  Raps, Rübsen, Senf, Sareptasenf,\nha11stufc derselben Sorte                                      Kohlrüben, Futter- und Gemüse-\nSO m\nO! retl.ich einer ,rndcrcn Sorte\nkohlarten                        Trennstreifen•.\n300m\nRcttid1 und Radies                   1000 m         d) Buchstabe D Nr. 4 erhält folgende Fassung:\nRi!ps, Rühscn, Senf, Sarepta-\nscnf, Kohlrüben, Futter- und                             ,,4. Rote Rüben neben\nCmniisekohlarten, Mai- und                                     Rote Rüben einer anderen An-\nHcrhstri'1hen                     Trennstreifen                baustufe derselben Sorte          Trennstreifen\nRote Rüben einer anderen Sorte        500m\nk) Olk (irhis ncbc\\n\nMangold, Futter- und Zucker-\nOlkiirliis einer anderen An-                                   rüben                                1000 m•.\nbd w;tufc dcrscllwn Sorte         Trenn streifen\nCJ!kürliis c,iiwr nnderen Sorte       300m          e) Buchstabe D Nr. 5 erhält folgende Fassung:\nandcn)n Kürhisar1en                   500m               „5. Mangold neben\n1) FnUerrlih(~n neben                                              Mangold einer anderen Anbau-\nFutterrüben     einer   andc~ren                               stufe derselben Sorte             Trennstreifen\nSorte                                                          Mangold einer anderen Sorte,\n.500 rn\nZ11ckcrrühPr1,   Mangold    und                                Rote Rüben, Futter- und Zucker-\nRote~ Rüben                                                    rüben                                1000m•.\n1000 rn\nrn) ZuckcrrlilH!Tl neben                                f) Buchstabe D Nr. 10 erhält folgende Fassung:\nZll(:kcrriiben ,mdercr Sorten                          „10. Puffbohnen neben\nuncl Typen                            500 m                    Puffbohnen einer anderen An-\nF11Uc)rriihc:n   Mangold und                                   baustufe derselben Sorte, Busch-\nRotE~ Rüber;                         1000 m                    und Stangenbohnen (ohne blau-\nn) Miihrcn neben                                                   hülsige)                          Trennstreifen\nPuffbohnen einer anderen Sorte        200m\nMöhren einer anderen Sorte            500m                     Pferdebohnen                          300m\".\no) Kohlrülwn neben                                      g) Buchstabe D Nr. 12 erhält folgende Fassung:\nKohlrüben einer anderen An-\n„ 12. Kürbis neben\nbaustufe derselben Sorte                50m\nKoh I rü ben    üiner anderen                                  Kürbis einer anderen Anbau-\nSorlc                                 300m                     stufe derselben Sorte             Trennstreifen\nRaps                                 1000 m                    Kürbis einer anderen Sorte            300m\nRii bstm, Mai- und Herbst-                                     anderen Kürbisarten                   500 m\".\nrüben                                 100 m      6. Anlage 3:\nSenf, Sareplasenf, Olrcttich,\nPntter- und GPmüsckoh larten,                       a) Ziffer I Buchstabe A Nr. 14 Spalte 2 erhält fol-\nRc~tl.ich nnd Radics              Trennstreifen          gende Fassung:\np) Futterkohl neben                                          ,, Sommerraps, Sommerrübsen, Sareptasenf\".\nFutt.erkohl einer anderen An-\nba ustufo derselben Sorte               50 m        b) Ziffer I Buchstabe A Nr. 26 Spalte 2 erhält fol-\nFullerkohl      einer anderen                            gende Fassung:\nSorte und anderen Kohl-\n,,Kolbenhirse, Besenhirse, Zuckerhirse\".\narten                                 500 m\nRaps, Rübsen, Senf, Sarepla-                         c) Ziffer I Buchstabe A Nr. 51 Spalte 4 erhält fol-\nsenf, Olrcttich, Kohlrüben,\nM,1i- und Herbstrüben, Rettich\ngende Fassung:\nlnHl Radi es                     Trennstreifen\".         ,,2; keine anderen Arten von Weidelgras (vgl.\n5. Anlage 2:                                                           Spalte 8)\".\na) Buchstabe D Nr. 1 erhült foluende Fassung:               7. Anlaue 5:\nwl. Gemüsekohl ll(~ben                                      a) Ziffer I Nr. 3 Spalte 2 erhält folffende\nGemüsekohl einer anderen An-                                  ,,Mais, Hülsenfrüchte ohne bitterstoffarme Lu-\nbaustufe derselben Sorte              Trennstreifen          pinen\".\nG(!mtisekohl einer anderen Sorte          500m\nanderen .Kohlarten                       1000 m         b) Ziffer I Nr. 4 wird gestrichen.\nRaps, Rübsen, Senf, Sareptasenf,\nOlrdtich, Kohlrüben, Mai- und                            c) In Ziffer I Nr. 5 Spalte 2 werden die Worte\nHerbstrüben, Rettich und Radies Trennstreifen\".               ,, und Futtererbsen gestrichen.\nII","852                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1955, Teil I\nd) Ziffer I Nr. 7 Spalte 2 erhält folgende Fassung:            zu 20 und bei Linsen, Wicken und Lupinen bis\n,,Raps, Rübsen, Senf, Sareptasenf,       Mohn,           zu 15 von 100 hartschaligen Körnern als voll-\nGräser ohne Goldhafer\".                                  keimfähig.\"\n4. Anlage 3:\nArtikel 3                              a) Ziffer I Nr. 6 Spalte 2 erhält folgende Fassung:\nDie Allgemeine Zulassungsverordnung vom 30. Ok-                 „Kleinkörnige Kleearten und Gräser ohne\ntober 1953 (Bundesgesetzbl. I S. 1495) in der Fassung              Goldhafer\".\nder Zweiten Verordnung zur Änderung der All-                   b) In Ziffer I wird hinter Nr. 6 folgende neue\ngemeinen Zulassungsverordnung vom 20. Dezember                     N;r. 6 a eingefügt:\n1954 (Bundesgesetzbl. 1954 I S. 488, 1955 I S. 92)                 ,,6 a Goldhafer                  25       50\".\nwird wie folgt geändert:\n1. § 8 Abs. 2 Nr. 5 erhält folgende Fassung:                                       Artikel 4\n,,5. Aufwuchsgcbiet (Herkunft).\"                           § 1 der Ersten Verordnung über die Zulassung\n2. § 16 erhält folgende Fassung:                            von Handelssaatgut vom 30. Oktober 1953 (Bundes-\ngesetzbl. I S. 1505) erhält folgende Fassung:\n,,(1) Diese Verordnung    tritt, soweit Absatz 2\nnichts anderes bestimmt, am 1. November 1953 in                                      ,,§ 1\nKraft.                                                         Saatgut inländischer Herkunft von Luzerne,\n(2) In Ziffer I Buchstabe A Nr. 54 der Anlage 1         Klee, Futtererbsen, Wicken, Bitterlupinen, Hirse,\ngilt die Spalte 8 hinsichtlich der fluoreszierenden         Spörgel, Senf, Korbweiden und Reben sowie von\nKeimlinge erst ab 1. April 1960. Bis dahin sind in          Gräsern außer Glatthafer, Wiesenrispe, Einjähri- .\n100 Körnern bis 30 fluoreszierende Keimlinge                gern W eidelgras, Welschem W eidelgras, Rot-\nnicht als Unreinheit anzusehen.\"                            schwingei und Wiesenschwingel darf bis auf\n3. Anlage 1:                                                   weiteres als Handelssaatgut nach Maßgabe der\nAllgemeinen Zulassungsverordnung vom 30. Ok-\na) Ziffer I Buchstabe A Nr. 13 Spalte 1 erhält fol-\ntober 1953 in der Fassung der Verordnung zur\ngende Fassung:\nÄnderung von Vorschriften auf dem Gebiete des\n,,Raps, Rübsen, Senf, Sareptasenf\".                  Saatgutwesens vom 21. Dezember 1955 (Bundes-\nb) Ziffer I Buchstabe A Nr. 54 Spalte 4 erhält fol-         gesetzbl. I S. 850) zugelassen werden.\"\ngende Fassung:\n„2; kein Wiesenschwingel und keine anderen                                Artikel 5\nArten von Wei delgras (vgl. Spalte 8) \".\nDiese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten\nc) In Ziffer I Buchstabe A Nr. 57 wird in den            Dberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundes-\nSpalten 4 und 8 das Wort „Deutsches\" ge-            gesetzbl. I S. 1) in Verbindung_mit § 71 des Saatgut-\nstrichen.                                           gesetzes auch im Land Berlin.\nd) In Ziffer I Buchstabe A erhält der 2. Nachsatz\nzu der Tabelle folgende Fassung:                                           Artikel 6\n,, Bei Luzerne und Schotenklee gelten bis zu 40,       Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1956, Ar-\nbei den übrigen Kleearten und Esparsette bis       tikel 4 jedoch erst am 1. April 1956 in Kraft.\nBonn, den 21. Dezember 1955.\nDer Bundesminister für Ernährung,\nLandwirtschaft und Forsten\nIn Vertretung\nDr. Sonnemann"]}