{"id":"bgbl1-1954-5-2","kind":"bgbl1","year":1954,"number":5,"date":"1954-03-20T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1954/5#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1954-5-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1954/bgbl1_1954_5.pdf#page=2","order":2,"title":"Verordnung über die Einrichtung der Handwerksrolle und den Wortlaut der Handwerkskarte","law_date":"1954-03-16T00:00:00Z","page":38,"pdf_page":2,"num_pages":2,"content":["38                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1954, Teil I\nVerordnung über die Einrichtung der Handwerksrolle\nund den Wortlaut der Handwerkskarte.\nVom 16. März 1954.\nAuf Grund des § 6 Abs. 3 und des § 9 Abs. 2 des                 übung des Wahlrechts behindert, so ist\nGesetzes zur Ordnung des Handwerks (Handwerks-                    dies ohne Angabe der Gründe zu ver-\nordnung) vom 17. September 1953 (Bundesgesetzbl. I                merken;\nS. 1411) wird mit Zustimmung des Bundesrates ver-              7. der Zeitpunkt der Eintragung in die Hand-\nordnet:                                                            werksrolle sowie der Zeitpunkt der Rechts-\nkraft einer nach § 11 der Handwerksord-\n§ 1\nnung ergangenen Entscheidung;\n(1) Die Handwerkskammer hat die Handwerks-                  8. bei handwerklichen Nebenbetrieben (§ 2\nrolle in Form einer Kartei zu führen.                              Nr. 2 und 3 der Handwerksordnung) der\n(2) Die Handwerkskammer hat eine Zweitschrift                   Gegenstand des Gesamtunternehmens, der\nder Kartei anzulegen; die Eintragungen in der Zweit-               Name (Vor- und Zuname) des Leiters des\nschrift können sich auf die in § 3 Abs. 2 Nr. 1 bis 4              Nebenbetriebes, sein Geburtsdatum und die\nund in § 3 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 geforderten Angaben                  in Nummer 5 verlangten Angaben.\nbeschränken. Die Zweitschrift ist von der Hand-            (3) Bei juristischen Personen ist in die Karteikarte\nwerksrolle getrennt in einer gegen die Gefahr der       einzutragen:\nBeschädigung oder des Verlustes ausreichend ge-                1. der Name oder die Firma der juristischen\nsicherten Weise aufzubewahren.                                     Person;\n2. der Name (Vor- und Zuname), das Geburts-\n§ 2                                     datum und die Staatsangehörigkeit der ge-\ngesetzlichen Vertreter;\nDie Kartei ist nach Gemeinden des Handwerks-\n3. Ort und Straße der gewerblichen Nieder-\nkammerbezirks zu gliedern und in alphabetischer\nlassung;\nReihenfolge der Namen oder Firmen der selbständi-\ngen Handwerker aufzustellen.                                   4. das betriebene Handwerk oder, wenn meh-\nrere Handwerke betrieben werden, diese\nHandwerke;\n§ 3                                 5. der Name (Vor- und Zuname) des Betriebs-\n(1) Für jeden selbständigen Handwerker ist eine                 leiters, sein Geburtsdatum und die in Ab-\nKarteikarte anzulegen.                                             satz 2 Nummer 5 verlangten Angaben;\n6. die Angaben gemäß Absatz 2 Nummern 6,\n(2) Bei natürlichen Personen ist in die Karteikarte             7 und 8.\neinzutragen:\n1. der Name (Vor- und Zuname), das Geburts-                                 § 4\ndatum und die Staatsangehörigkeit des           (1) Der Zeitpunkt der Löschung in der Handwerks-\nBetriebsinhabers, bei nicht voll geschäfts-   rolle ist in der Karteikarte zu vermerken.\nfähigen Personen außerdem die ent-\n(2) Die Karteikarte des in der Handwerksrolle\nsprechenden Angaben über die Person des\ngesetzlichen Vertreters;                      gelöschten selbständigen Handwerkers ist aus der\nHandwerksrolle zu entfernen und von der Hand-\n2. die Firma, wenn der selbständige Hand-        werkskammer bis zum Ablauf von zehn Jahren nach\nwerker eine Firma führt, die sich auf den     der Löschung aufzubewahren.\nHandwerksbetrieb bezieht;\n3. Ort und Straße der gewerblichen Nieder-\n§ 5\nlassung;\n4. das betriebene Handwerk oder, wenn meh-         Die Handwerkskammer hat den in der Hand-\nrere Handwerke betrieben werden, diese        werksrolle eingetragenen selbständigen Handwer-\nHandwerke;                                    kern eine Handwerkskarte nach anliegendem Muster\nauszustellen.\n5. in welchem Handwerk der selbständige\nHandwerker die Meisterprüfung abgelegt                                   § 6\nhat und zum Anleiten von Lehrlingen be-         Ist ein selbständiger Handwerker im Besitz einer\nfugt ist sowie für welches Handwerk er die    Handwerkskarte, die ihm auf Grund der bis zum\nAusnahmebewilligung zur Eintragung in         Inkrafttreten der Handwerksordnung geltenden\ndie Handwerksrolle besitzt;                   Bestimmungen ausgestellt worden ist, so ist ihm eine\n6. bei Erfüllung der gesetzlichen Voraus-        neue Handwerkskarte nur auf Antrag oder nur dann\nsetzungen die Vermerke „wahlberechtigt\"       auszustellen, wenn eine Eintragung in der Hand-\nund „wählbar\"; ist eine Person in der Aus-    werksrolle geändert werden muß.","Nr. 5 -              Tag der Ausgabe: Bonn, den 20. März 1954                                                                                    39\n§ 7                                                                         mit § 124 des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks\nDie Verwaltungsgebühr für die Ausstellung der                                                    (Handwerksordnung) vom 17. September 1953 (Bun-\nHandwerkskarte beträgt fünf Deutsche Mark.                                                          desgesetzbl. I S. 1411) gilt diese Rechtsverordnung\nauch im Land Berlin.\n§ 8                                                                                                                                      § 9\nNach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vom                                                         Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkün-\n4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) in Verbindung                                               dung in Kraft.\nBonn, den 16. März 1954.\nD e r B u n d e s mini s t e r fü r W i r t s c h a f t\nLudwig Erhard\nAnlage\n(zu§ 5)\nMuster der Handwerkskarte\nName\n(Firma)\nin .................................................................................................... Str. Nr .................\nKreis ............................................................................................................................... .\ngeboren am ................................................................................................................\nist als Inhaber\neines                                                           ................................................. -Betriebes\nam ................................................................................ 19 ............... .\nin die Handwerksrolle eingetragen worden.\nBerechtigung zur Führung des Meistertitels:\nBefugnis für die Anleitung von Lehrlingen: .............................. ..\n......................... , den ........................................ 19 ............... .\nHandwerkskammer .............................................................................. .\n(Siegel)\n(Unterschrift)\nBeglaubigt: ............................................................................... .\nBei Löschung in der Handwerksrolle ist die Handwerkskarte nach § 9\nAbs. 3 des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung)\nvom 17. September 1953 (Bundesgesetzbl. I S. 1411) an die Handwerks-\nkammer zurückzugeben."]}