{"id":"bgbl1-1951-57-1","kind":"bgbl1","year":1951,"number":57,"date":"1951-12-08T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/1951/57#page=1","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-1951-57-1/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1951/bgbl1_1951_57.pdf#page=1","order":1,"title":"Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Besoldungsrechts","law_date":"1951-12-06T00:00:00Z","page":939,"pdf_page":1,"num_pages":2,"content":["939\nBundesgesetzblatt\nTeil I\n1951                                 Ausgegeben zu Bonn am 8. Dezember 1951                                                                          1 Nr. 57\nTag                                                                          Inhalt:                                                                   Seite\n6. 12. 51 Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Besoldungsrechts                                                                                             939\n7, 12. 51 Gesetz zur Änderung des § 410 der Reichsabgabenordnung                                                                                              941\nGesetz zur Ä.nderung und Ergänzung des Besoldungsrechts.\nVom 6. Dezember 1951.\nDer Bundestag hat das folgende                                       Gesetz      be-   des Grundgesetzes genannten Verwaltungsorgane\nschlossen:                                                                                  und Einrichtungen erhalten zu ihrem Grundgehalt\nKapitel I                                       oder ihren Diäten für die Zeit vom 1. April 1951 bis\nWegiall der Gehaltskürzung                                       zum 30. September 1951 eine nichtruhegehaltfähige\nZulage in Höhe von fünfzehn vom Hundert, für die\n§ 1                                         Zeit ab 1. Oktober 1951 eine ruhegehaltfähige Zu-\nDie Erste Gehaltskürzungsverordnung (Kapitel II                                        lage in Höhe von zwanzig vom Hundert.\ndes Zweiten Teiles der Verordnung vom 1. Dezem-                                                   (2) Zu den Zulagen gemäß Absatz 1 erhalten die\nber 1930, Reichsgesetzbl. I S. 517, in der Fassung                                          planmäßigen und außerplanmäßigen Beamten mit\nder Verordnung vorn G. Oktober 1931, Reichs-                                                einem Grundgehalt oder mit Diäten unter 230 DM\ngesclzbl. I S. 537, und des Gesetzes vom 23, März                                           monatlich einen besonderen Zuschlag. Dieser beträgt\n1934, ReichsgcsctzbL I S. 232) ist für die Mitglieder                                       bei einem Grundgehalt oder bei Diäten\nder Bundesregierung sowie für die Beamten und                                                                        bis 154,99 DM monatlich 24 DM,\nRichter, die Angestellten und Versorgungsempfän-                                                        von 155 bis 174,99 DM monatlich 21 DM,\nger des Bundes und d0r in J\\rLikPl 130 des Crund-                                                       von 175 bis 189,99 DM rnonatlich 17 DM,\ngeselzcs bczcichnclf'fl \\lerwc1ltungsorgane und Ein-                                                    von 190 bis 204,99 DM rnonatlicb 14 Dl'v1,\nricblmiucn nicht nw1n anzuwc1Hh'n.                                                                      von 205 bis 214,99 DM monatlich 11 DM,\nvon 215 bis 229,99 DM monatlich 6 DM.\n§ 2\nDer besondere Zuschlag ist vorn 1. Oktober 1951\nDil: nichlrullc(JCl1;_illJjhit1r·n Zu                                nach ckrn\n,i!i ruhegehaltfiihig.\nGc,;e{;: über die /\\n(!i'run~~ vur, DiensLlw~~i·l~J(~ll för\ni:ic Vcrvv,1]tun(1:-:c1r:r1                              (l('I      . ('.rwallu       de:::        (3) Bei der Bemes'.,ung der Zulagen unc1 der be-\nV ('IOiniq 1(:11 VI/ j r\\ ~cl1, 1I •.:,n .·i1i(•l., ·c., \\ (11:l ~). D{·?Cn1bcr\n0        1                                        sonderen Zuschläw~ gelien Stellen- odC?r sonslige\n1:}il~           (\\\\liCl3l, ::; lT/.1 ~;ind fiü                tJi(, Zc·iL    hls    zuir,  Zulagc:n, soweit sie n1 hc-gchc1.llfzili i[~ sind, a:s Be~\n:r1' J\\,1ci11 HJ'5l nnd1 inSOW('il                                                          Slimd teil dE:S c;rnnduelw Hs.\nck:i :;id1 2,1i, ,l<1 \\\\                      f,1ll d1\n§  C\n{' ru \\\\],, 'i) r\\ (· n\n(i) Die Bezüg·: der am 1. O\\tolwr 1951 v1.nL,nJ2:1cn\ni.~ 1.1(• (:.:,! f'.i(~{'11\nl~r: b cstand sbedrn ten, \\,\\i .:q U.:',: \\;111 d sbc:.~~qn ie:11 ucd ~:rJ ··'.-\n. clere-;-1 Vers~:rgrng\nJ.);-i:-, ]J,_,'f >.1<)n(''} 1 r                                                                cm 8m B11ncJ es be_,a m L:n ·.,7 crli,:cltn; 5· lh n,ht od : r E:r\n0           0\ncrc!rw1;q ;\\. i r                                                                                                                                                 :z.\\ f~.J t 2\n1\\ '\n('' h ;'. I: r,, 1 ; :, l , •,,;       ~                                                                                                                      (?1.,1 nc1cs-\n\\VlJtjcr1\n\" 1::\n(:.                                     (;u Vvc:isc fe~;t~1csetzt, d:i\n1·1.1 h c2~3eb altf ~i hiqen\nden Crundgehälter nrn zwanzig vom Hundert er-\nl1(J1i L werden. In den Fi.ilk,,, h denen dc;r Bercch-\nL 1j:,        Vr,\nrn.:nsr ein Crundg::Jialt :nkh t zu9rundr,                         1N,?rch:n\ncl.Uf     die Arnt~,.-, Uil·n               - t111d \\; c Jc,:1rqt1l;(js°1Jezi\"i<J''. an-\nclic VPrsorgungsbczi'iue urn sed1zelrn. Yorn Hundert\nZllW(~n(lcn, die ;i1r c11H Z'.•ii n,H11 (!(•'J' '.:O.                            ,·1nlK:r\ncrh(\"i~ll.\n19.:;o ~Jt'V.'~ihrl W(\"J(!f'l1.\n(2) Ubergangsgehä1ter -und Ubergangsbezüge nach\nKapilc,l ll                                       den §§ 37 und 52 Abs. 2 des Gi:setzes zur Regelung\nZulagen zu den Diensi. .. und Ver.sorrJung.-;be:digcn                                        der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des\nCrundgesetzes fallenden Personen vom 11. Mai 1951\n§   s                                        (Bundesgesetzbl. I S. 307) werden mit Wirkung vom\n(1) Die plan1nüßiqen und außerplanmäßigen Be-                                          1. Oktober 1951 um zwanzig vom Hundert, jedoch\namten und Richter des Bundes und der in Artikel 130                                          nicht über das Ruhegehalt hinaus, erhöht.","940                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1951, Teil I\n§ 7                                   geglichen wird. Hierbei brauchen nicht angerechnet\nzu werden Änderungen des Wohnungsgeldzu-\nGehaltszulagen jeglicher Art, die seit dem 8. Mai\nschusses und des örtlichen Sonderzuschlags, die\n1945 eingeführt und nicht bereits nach § 2 dieses\ndurch Versetzung in einen anderen Ort oder durch\nGesetzes erloschen sind, fallen mit dem 31. März\n1951 fort.                                                        Einweisung des Dienstortes in eine andere Orts-\nklasse eintreten.\nKapitel III                                     (4) Die Ausgleichszulage kann ruhegehaltfähig\nWahrung der Einheitlichkeit auf dem Gebiete                    sein, soweit die Dienstbezüge, zu deren Ausgleich\ndes Besoldungs- und Versorgungsrechts                     sie dient, ruhegehaltfähig waren.\n§ 8                                                                  § 9\n(]) Die sid1 nach den besoldungsrechtlichen Be-                   (1) Die sich nach den versorgungsrechtlichen Be-\nstimmungen des Bundes für die Beamten und Rich-                   stimmungen des Bundes für die Versorgungs-\nter des Bundes ergebenden Bezüge sind Höchst-                     empfänger des Bundes ergebenden Bezüge sind\nbeträge für die Bemessung der Bezüge der ent-                     Höchstbeträge für die Bemessung der Bezüge der\nsprnchendcn und gleichzubcwertenden planmäßigen                   entsprechenden und gleichzubewertenden Ver-\n1.1nd außerplanmäßigen Beamten und Richter der                    sorgungsempfänger der Länder, Gemeinden und\nLinder sowie der Bearnten der Gemeinden und                       sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen\nsonstigen Körperschaflen, Anstalten und Stiftungen                des öffentlichen Rechts. § 8 Abs. 1 Satz 2 gilt\ndes öffentlicben Rechts. Das gilt nicht für Kinder-               entsprechend.\nzuschläge.                                                           (2) Unberührt bleiben die Bezüge der Ver-\n(2) Sind die: BczLige, die den Beamten und Richtern            sorgungsempfänger der Länder, Gemeinden und\nder Linder sowie den Bemnlen der Gemeinden und                    sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen\nsonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen                des öffentlichen Rechts, die vor Inkrafttreten des\ndes iAfcnUichen Rechts am 30. September 1951 auf                  Kapitels III bereits Ansprüche auf Versorgung er-\nGrund bcsoldungsrechtlichcr Vorschriften zustehen,                worben haben.\nhöh0,r uls die nach Absatz 1 zulässigen Höchst-                                          Kap i t e 1 IV\nbeträge, so können die Länder, Gemeinden und\nSchlußvorschriHen\nsonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen\ndes öff en llichcn Rechts den <11n 30. September 1951                                            § 10\nim Amt befindlichen Beamten (Richtern) vom                           Dieses Gesetz sowie die gemäß § 11 zu erlassen-\n1. Oktober 1951 ab eine Ausgleichszulage gewähren.                den allgemeinen Verwaltungsvorschriften gelten\nDiese kann in dem Unterschiedsbetrag zwischen den                 auch im Lande Berlin, sobald das Land Berlin ge•\nbisherigen Bezügen und den nach Absatz 1 am                       mäß Artikel 87 Abs. 2 seiner Verfassung die An-\n1. Oktober 1951 zulässigen Höchstbeträgen be-                     wendung des Gesetzes beschlossen hat.\nstehen. Bd der Berechnung des Unterschiedsbetra-\nges können Aufwandsentschädigungen, Dienstauf-                                                   § 11\nwandsentschädigungen und nichtruhegehaltfähige\nDer Bundesminister der Finanzen erläßt die all-\nGebührenmllc'ilc außer Ansatz bleiben. Die Besitz-\ngemeinen Verwaltungsvorschriften.\nstandwahrunq im Sinne dieses Absatzes gilt nicht\nfür Weihnachts-, J'foujahrs-, Abschlußzuwendungen                                                § 12\noder ühnliche Bezüge, die nicht auf Grund gesetz-                    Es treten in Kraft\nlicher Vorschi Hlen, sondern im Verwaltungswege\nKapitel I mit Wirkung vom 1. Oktober 1950,\ngewährt worden sind.\nKapitel II mit Wirkung vom 1. April 1951,\n(3) Die Ausgleichszulage kann gewährt werden,\nbis sie durch Erhöhung der neuen Bezüge, ins-                        Kapitel III mit Wirkung vom 1. Oktober 1951,\nbesondere durch Aufsteigen in den Dienstalters-                      die übrigen Vorschriften am Tage nach der Ver-\nstufen oder in eine andere Besoldungsgruppe, aus-                    kündung.\nDie veifassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.,\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.\nBonn, den 6. Dezember 1951.\nDer Bundespräsident\nTheodor Heuss\nD e r S t e 11 v e r t r e t e r d e s B u n d e s k a n z 1 e r S·\nBlücher\nDer Bundesminister der Finanzen\nSchäffer"]}